Erfahrungsbericht von 2nd_Starlight
SPEKTAKULÄR, SPEKTAKULÄR!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
INHALT
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Die Story ist eigentlich nichts Neues.
Satine (Nicole Kidman) ist Courtisane und DER Star im berühmtberüchtigtem Moulin Rouge im Paris des Jahres 1899. Der Inhaber Roland Ziedler will mit ihr eine große Show inszenieren - 'Spektakulär, späktakuler', die ihr den Traum ermöglichen soll, eine echte Schauspielerin zu werden. Doch dazu braucht es einen Investor, dem fiesen Duke, der im Gegenzug Satine bekommen soll.
Durch ein Missverständnis landet Satine aber nach einem gelungenem Abend nicht beim Duke, sondern in Christians (Ewan McGregor) Armen, einem mittellosen Schriftsteller, der die Geschichte der Show schreiben soll und Satine eigentlich nur von seinem Talent überzeugen will, doch die kurze Begegnung reicht aus, sich Hals über Kopf in sie zu verlieben...und wie soll es auch anders sein - sie ist ebenfalls von ihm angetan.
Als dann der wahre Duke ins Zimmer platzt können sie sich nur knapp aus der Affaire ziehen und nebenbei entsteht auch die Story, der geplanten Inszenierung, die eigentlich nur ein Spiegelbild der gegenwärtigen Situation der beiden darstellt. Doch der Duke kommt hinter das Geheimnis der zwei und ist sogar bereit Christian zu ermorden um Satine zu bekommen...
Wie gesagt - nichts weltbewegendes, aber die Umsetzung sprengt alles.
KRITIK
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Musik
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Also was das Musical angeht - Wahnsinn!!!
Wer hätte gedacht, dass die beiden Hauptdarsteller nicht nur absolut überzeugend in ihren Rollen sind, sondern auch noch singen können wie echte Musicalstars. Wenn der charmante Ewan Mcgregor den Mund aufmacht läuft es mir jedesmal eiskalt den Rücken runter...und Nicole Kidman überrascht genauso, zumal man sie wohl nie so leidenschaftlich erlebt hat!
Überhaupt bin ich von der Songauswahl begeistert...'Lady Marmelade' und Nirvanas 'Smells like teen spirit' im Medley! Ich habe gedacht ich höre nicht richtig. Der absolute Hammer!
Man hat hier nicht einfach ein Lied abgespult sondern es geschickt mit anderen Songs nahtlos gemischt...
'Diamonds are Girls' best Friend' mit Madonnas 'Material Girl'...dazu Queens 'The Show must go on', Whitney Houstons 'And I always love you', 'Roxanne', 'Like a Virgine' oder 'All you need is Love' und viele andere bekannte Songs, die ihr vom hören ganz bestimmt kennt, auch wenn ihr sie, wie ich, keinem Interpreten zuordnet könnt oder den Titel nicht wisst - ein absoluter Hörgenuss für Jedermann!
Kamera
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Was auch unbedingt erwähnt werden muss, ist die Kameraführung!
Normalerweise kann man bei etlichen Filmen fragen wie die Kamera war und anschließend nur mit den Schultern zucken und antworten: 'Die Kamera? Wie soll die schon gewesen sein - ganz normal!', aber DAS hier ist echte Kunst!
Wie hier Bilder geschaffen und damit die entsprechenden Stimmungen verstärkt werden ist einfach unglaublich. Ist die Szene tragisch, wird es dunkel, kalte Farben, nur das Wichtigste wird beleuchtet, oft sogar Slow-move Sequenzen eingesetzt. (Fakerinfo: Originalbericht von 2nd Starlight bei Ciao) Die Tonunterlegung tut dann das Übrige - traurige Klassik oder sogar absolute Stille!
Wird es dagegen fröhlich...ist alles so schnell und bunt, dass es einem beinahe vor den Augen dreht, man gar nicht weiß, wo oben oder unten ist, durch diese Vielfältigkeit kommt nicht eine Sekunde lang Langeweile auf.
Auch ungewöhnliche Kameraeinstellungen und -fahrten sind nicht ohne. Da werden oftmals Schauplätze ohne einen einzigen Schnitt gewechselt...
Wo wir auch schon beim Thema wären...
Schnitt
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In manchen Sequenzen ist auch dieser einfach beeindruckend. Da werden am manchen Stellen Bilder dazwischen eingefügt, die nicht zum gerade Geschehendem gehören und trotzdem passen, was mir persönlich sehr gut gefiel.
Auch dient der Schnitt, um zwischen 2 Zeitebenen hin- und herzuspringen: der Gegenwart, in der Christian im Jahr 1900 an seiner Schreibmaschine sitzt und seine Erlebnisse niedershreibt und eben die Ereignisse im Jahr davor...
Welche Szene ich auch für ganz besonders imposant in Sachen Schnitt halte, ist der Zeitpunkt, bei dem Satine beim Duke im Turm ist, um den Schein zu wahren, dass sie nur ihn liebt, denn der Herr wird langsam stutzig und Christian dagegen in der Moulin Rouge daneben leidet und die anderen Darsteller der Show, die natürlich alle über das Verhältniss Bescheid wissen, eine ganz eigene Interpretation der Lage liefern.
An beiden Schauplätzen spitzt sich die Lage immer mehr zu und die Kamera springt immer hin und her.
Als Vergleich macht sich hier eine Szene aus 'Schindlers Liste' sehr gut: Im Keller der brutale KZ-Leiter, der sein Dienstmädchen Helena verängstigt und zur gleichen Zeit läuft darüber eine große Feier. Als dort zum Höhepunkt die Glühbirne zertreten wird, wird unten im Keller Helena so brutal geschlagen, dass sie in der Ecke landet.
Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen, denn hier wechselt die Kamera ähnlich ständig zwischen den beiden Orten und immerhin erhielt dieser Film einen Oscar für eben den Schnitt.
Kostüme, Deko/ Effekte
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Diese beiden Punkte möchte ich zusammennehmen, weil sie beide dem kitschigen Element dienen.
Da schweben die beiden Hauptakteure plötzlich über den Dächern, obwohl sie eine Sekunde vorher noch im total überfüllten Gemach der Satine standen - in einem goldenem, herzförmigem Fenster zwischen bunten Stoffmöbeln, Himmelbett usw., riesige Sternschnuppen, die aus Strasssteinen zu bestehen scheinen, es regnet Glitzer oder Blütenblätter auf einer völlig überladenen Bühne, die vor gnadenlos overdresseden Akteuren zu platzen scheint...
Manche mögen es als kitschig und übertrieben empfinden - auch ich bin gewöhnlich kein Fan solcher Einlagen -, aber hier passt es wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Herrlich...es schafft einen hervorragenden Kontrast zum Tragischen.
Humor
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Eigentlich soll man sich ja das Beste bis zum Schluss aufheben, aber naja, denn die komische Seite des Film driftet manchmal zu sehr ins Alberne ab, aber das nur am Rande, denn das kann man bei dem Rest getrost außer Acht lassen...*g*
FAZIT
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Dieser Film ist einfach gigantisch...eine perfekte Mischung aus Drama, Musical und Komödie, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt.
Immer für einen Kinobesuch geeignet, wenn ihr die Romantik und Musik liebt und euch in ein Meer von Gefühlen und Farben begeben wollt...
Absolut sehenswert!
Und noch ein kleinen Tipp am Rande: denen unter euch, die gerne mal ein paar Tränen im Kino lassen, sind Taschentücher wärmstens zu empfehlen, denn ich, der es offengesagt leicht peinlich ist in der Öffentlichkeit loszuweinen, hatte oft mal einen gewaltigen Klos im Hals und reichlich zu tun nicht die Tränen laufen zu lassen...
Jetzt bleibt mir nichts mehr, als euch einen schönen Kinobesuch zu wünschen und mich für eure Geduld zu bedanken, den doch etwas lang geratenen Bericht zu lesen, aber dieser Film ist einfach zu schön...*schwärm*
(C) 2nd_Starlight
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Die Story ist eigentlich nichts Neues.
Satine (Nicole Kidman) ist Courtisane und DER Star im berühmtberüchtigtem Moulin Rouge im Paris des Jahres 1899. Der Inhaber Roland Ziedler will mit ihr eine große Show inszenieren - 'Spektakulär, späktakuler', die ihr den Traum ermöglichen soll, eine echte Schauspielerin zu werden. Doch dazu braucht es einen Investor, dem fiesen Duke, der im Gegenzug Satine bekommen soll.
Durch ein Missverständnis landet Satine aber nach einem gelungenem Abend nicht beim Duke, sondern in Christians (Ewan McGregor) Armen, einem mittellosen Schriftsteller, der die Geschichte der Show schreiben soll und Satine eigentlich nur von seinem Talent überzeugen will, doch die kurze Begegnung reicht aus, sich Hals über Kopf in sie zu verlieben...und wie soll es auch anders sein - sie ist ebenfalls von ihm angetan.
Als dann der wahre Duke ins Zimmer platzt können sie sich nur knapp aus der Affaire ziehen und nebenbei entsteht auch die Story, der geplanten Inszenierung, die eigentlich nur ein Spiegelbild der gegenwärtigen Situation der beiden darstellt. Doch der Duke kommt hinter das Geheimnis der zwei und ist sogar bereit Christian zu ermorden um Satine zu bekommen...
Wie gesagt - nichts weltbewegendes, aber die Umsetzung sprengt alles.
KRITIK
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Musik
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Also was das Musical angeht - Wahnsinn!!!
Wer hätte gedacht, dass die beiden Hauptdarsteller nicht nur absolut überzeugend in ihren Rollen sind, sondern auch noch singen können wie echte Musicalstars. Wenn der charmante Ewan Mcgregor den Mund aufmacht läuft es mir jedesmal eiskalt den Rücken runter...und Nicole Kidman überrascht genauso, zumal man sie wohl nie so leidenschaftlich erlebt hat!
Überhaupt bin ich von der Songauswahl begeistert...'Lady Marmelade' und Nirvanas 'Smells like teen spirit' im Medley! Ich habe gedacht ich höre nicht richtig. Der absolute Hammer!
Man hat hier nicht einfach ein Lied abgespult sondern es geschickt mit anderen Songs nahtlos gemischt...
'Diamonds are Girls' best Friend' mit Madonnas 'Material Girl'...dazu Queens 'The Show must go on', Whitney Houstons 'And I always love you', 'Roxanne', 'Like a Virgine' oder 'All you need is Love' und viele andere bekannte Songs, die ihr vom hören ganz bestimmt kennt, auch wenn ihr sie, wie ich, keinem Interpreten zuordnet könnt oder den Titel nicht wisst - ein absoluter Hörgenuss für Jedermann!
Kamera
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Was auch unbedingt erwähnt werden muss, ist die Kameraführung!
Normalerweise kann man bei etlichen Filmen fragen wie die Kamera war und anschließend nur mit den Schultern zucken und antworten: 'Die Kamera? Wie soll die schon gewesen sein - ganz normal!', aber DAS hier ist echte Kunst!
Wie hier Bilder geschaffen und damit die entsprechenden Stimmungen verstärkt werden ist einfach unglaublich. Ist die Szene tragisch, wird es dunkel, kalte Farben, nur das Wichtigste wird beleuchtet, oft sogar Slow-move Sequenzen eingesetzt. (Fakerinfo: Originalbericht von 2nd Starlight bei Ciao) Die Tonunterlegung tut dann das Übrige - traurige Klassik oder sogar absolute Stille!
Wird es dagegen fröhlich...ist alles so schnell und bunt, dass es einem beinahe vor den Augen dreht, man gar nicht weiß, wo oben oder unten ist, durch diese Vielfältigkeit kommt nicht eine Sekunde lang Langeweile auf.
Auch ungewöhnliche Kameraeinstellungen und -fahrten sind nicht ohne. Da werden oftmals Schauplätze ohne einen einzigen Schnitt gewechselt...
Wo wir auch schon beim Thema wären...
Schnitt
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In manchen Sequenzen ist auch dieser einfach beeindruckend. Da werden am manchen Stellen Bilder dazwischen eingefügt, die nicht zum gerade Geschehendem gehören und trotzdem passen, was mir persönlich sehr gut gefiel.
Auch dient der Schnitt, um zwischen 2 Zeitebenen hin- und herzuspringen: der Gegenwart, in der Christian im Jahr 1900 an seiner Schreibmaschine sitzt und seine Erlebnisse niedershreibt und eben die Ereignisse im Jahr davor...
Welche Szene ich auch für ganz besonders imposant in Sachen Schnitt halte, ist der Zeitpunkt, bei dem Satine beim Duke im Turm ist, um den Schein zu wahren, dass sie nur ihn liebt, denn der Herr wird langsam stutzig und Christian dagegen in der Moulin Rouge daneben leidet und die anderen Darsteller der Show, die natürlich alle über das Verhältniss Bescheid wissen, eine ganz eigene Interpretation der Lage liefern.
An beiden Schauplätzen spitzt sich die Lage immer mehr zu und die Kamera springt immer hin und her.
Als Vergleich macht sich hier eine Szene aus 'Schindlers Liste' sehr gut: Im Keller der brutale KZ-Leiter, der sein Dienstmädchen Helena verängstigt und zur gleichen Zeit läuft darüber eine große Feier. Als dort zum Höhepunkt die Glühbirne zertreten wird, wird unten im Keller Helena so brutal geschlagen, dass sie in der Ecke landet.
Ich hoffe ihr könnt damit etwas anfangen, denn hier wechselt die Kamera ähnlich ständig zwischen den beiden Orten und immerhin erhielt dieser Film einen Oscar für eben den Schnitt.
Kostüme, Deko/ Effekte
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Diese beiden Punkte möchte ich zusammennehmen, weil sie beide dem kitschigen Element dienen.
Da schweben die beiden Hauptakteure plötzlich über den Dächern, obwohl sie eine Sekunde vorher noch im total überfüllten Gemach der Satine standen - in einem goldenem, herzförmigem Fenster zwischen bunten Stoffmöbeln, Himmelbett usw., riesige Sternschnuppen, die aus Strasssteinen zu bestehen scheinen, es regnet Glitzer oder Blütenblätter auf einer völlig überladenen Bühne, die vor gnadenlos overdresseden Akteuren zu platzen scheint...
Manche mögen es als kitschig und übertrieben empfinden - auch ich bin gewöhnlich kein Fan solcher Einlagen -, aber hier passt es wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Herrlich...es schafft einen hervorragenden Kontrast zum Tragischen.
Humor
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Eigentlich soll man sich ja das Beste bis zum Schluss aufheben, aber naja, denn die komische Seite des Film driftet manchmal zu sehr ins Alberne ab, aber das nur am Rande, denn das kann man bei dem Rest getrost außer Acht lassen...*g*
FAZIT
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Dieser Film ist einfach gigantisch...eine perfekte Mischung aus Drama, Musical und Komödie, auch wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt.
Immer für einen Kinobesuch geeignet, wenn ihr die Romantik und Musik liebt und euch in ein Meer von Gefühlen und Farben begeben wollt...
Absolut sehenswert!
Und noch ein kleinen Tipp am Rande: denen unter euch, die gerne mal ein paar Tränen im Kino lassen, sind Taschentücher wärmstens zu empfehlen, denn ich, der es offengesagt leicht peinlich ist in der Öffentlichkeit loszuweinen, hatte oft mal einen gewaltigen Klos im Hals und reichlich zu tun nicht die Tränen laufen zu lassen...
Jetzt bleibt mir nichts mehr, als euch einen schönen Kinobesuch zu wünschen und mich für eure Geduld zu bedanken, den doch etwas lang geratenen Bericht zu lesen, aber dieser Film ist einfach zu schön...*schwärm*
(C) 2nd_Starlight
8 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.05.2004, 10:44 Uhr von Tuvok
Bewertung: sehr hilfreichspektakulär ging mir am nerv
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