Mount Rainier Nationalpark Testbericht

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Erfahrungsbericht von Radar

Schlafender Riese

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

An klaren Tagen ist der 4392 Meter hohe Mount Rainier schon aus über 150 Kilometer Entfernung zu sehen. Tausende Lavaströme haben den hohen massigen Kegel aufgetürmt, der letzte Ausbruch erfolgte vor etwa 150 Jahren. Dennoch ist er nicht endgültig zur Ruhe gekommen, ein eventueller Ausbruch liegt im Bereich des Möglichen. Der in der Nähe liegende Mount St. Helens zeigt, welche katastrophalen Folgen dann zu erwarten sind.

Für einen Besuch im Mount Rainier National Park sollte man einen ganzen Tag einplanen, wer den Park besser kennen lernen möchte, benötigt zwei oder drei Tage. Die Wochenenden sollte man möglichst meiden, denn dann strömen Menschenmassen aus den umliegenden Großstädten wie Seattle oder Tacoma zum Mount Rainier.

Die Anfahrt von Westen ist besonders spektakulär: Nicht zufällig gilt die Route 306 zwischen dem Nisqually Entrance und Paradise als eine der schönsten Parkstraßen Amerikas. Auf einer Strecke von nur 30 Kilometern steigt sie 1000 Meter an und eröffnet atemberaubende Ausblicke auf den Mount Rainier und den Nisqually Glacier. Allerdings ist hier mit häufigen Wetterumschwüngen zu rechnen und schnell können Wolken oder Nebel die traumhaften Ausblicke zu Nichte machen.

Zehn Kilometer hinter dem Parkeingang liegt das Longmire Museum, das sich mit der Geschichte der Region beschäftigt. Ganz in der Nähe liegt das Hiker Information Center, unter anderem Ausgangspunkt für den 150 Kilometer langen Wonderland Trail, einen Rundweg um den Mount Rainier, der auch in Teilabschnitten erwandert werden kann. Die Gesamtlänge der Trails im Park beträgt übrigens mehr als 500 Kilometer. Für mehrtägige Wanderungen benötigt man wie in allen Nationalparks eine Genehmigung durch den Park Service.
Hinter Longmire folgt die Straße dem Nisqually River und schlängelt sich in Serpentinen hinauf zu den Christine Falls. Nach zehn Kilometern beginnt die Ridsecker Point Road, ein kurzer Rundweg mit traumhaftem Ausblick auf den Nisqually Glacier in der Südwand des Mount Rainier. Durch alpine Blumenwiesen steigt die Straße zum Paradise an. Durch das Paradise führen zahlreiche Wanderwege, vom gemütlichen Spaziergang bis hin zur anspruchsvollen Tagestour. Informationen gibt es im Henry M. Jackson Memorial Visitor Center, daß auch als Ausgangspunkt für Besteigungen des Mount Rainier dient. Wer genügend Geld und mindestens ein Jahr im Voraus reserviert hat kann im Paradise Inn übernachten.

Richtung Osten führt die Straße dann abwärts vorbei am Reflection und Louise Lake, in denen sich an ruhigen Tagen der Mount Rainier in seiner ganzen Größe spiegelt. Durch den Stevens Canyon, mit einem empfehlenswerten Stop am Box Canyon, erreicht man den östlichen Ausgang des Parks, den Stevens Canyon Entrance.

Für Leute mit Zeit lohnt sich eine Fahrt Richtung Norden auf dem Highway 410 über den Cayuse – Paß. Vom White River Entrance kann man über eine Stichstraße die nordöstliche Gegend des Parks befahren. Die kurvige Bergstraße steigt schnell bis über die Baumgrenze zum Sunrise Visitor Center an. Die Gletscher des Mount Rainier sind jetzt deutlich näher gerückt. Der Emmons Vista Trail bietet den schönsten Blick zum direkt gegenüberliegenden Emmons Glacier. Weiter Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und Länge stehen zur Verfügung.

Der Eintritt in den Nationalpark beträgt 10 $ und gilt wie immer pro Fahrzeug und für sieben Tage.

Infos unter: www.nps.gov

20 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Baerle

    09.04.2002, 18:57 Uhr von Baerle
    Bewertung: sehr hilfreich

    mit Sehnsucht denke ich zurück an die zwei wunderschönen Tage, die ich in diesem NP verbracht habe

  • Ritzilein

    31.03.2002, 16:23 Uhr von Ritzilein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Oh ich erinnere mich dran, wie ich den Berg auf meinem Weg nach Kanada gesehen habe und die ganze Zeit nicht wußte, um was für einen Berg es sich handelt. Er ist echt gigantisch :-). Schöner Bericht. Gruß von Bianca