G. H. Mumm Cordon Rouge Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von LeaofRafiki
Manchmal muß es eben Mumm sein?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Man gönnt sich ja sonst nichts, und so kam es, daß eine wetterbedingt hausarrestgeplagte LeaMom dieses Jahr, halt stopp, vergangenes Jahr, nicht wie üblich ihre Silvestereinkäufe tätigte, sondern einen tiefen Griff in die Vorratskammer tat. Bildlich gesprochen. In realiter steht seit mehr als einem Jahr eine riesige rote Kiste in ihrer Küche, die sie zu Weihnachten 2001 bei Rouge & Blanc bestellt hatte, also noch zu bess‘ren Zeiten, und die mangels Gelegenheiten immer noch gut gefüllt ist. Zugegebenermaßen halb gefüllt, denn der Rotwein ist schon lange ausgetrunken, nur ein paar Flaschen Champagner sind übrig geblieben.
Unter anderem eine Flasche Mumm Cordon Rouge, in einer wahrhaft feierlich aussehenden seidig schimmernden Kartonage, die wie von lauter roten Bändern umwunden anmutet. Aha, daher also der Name? Oder war es umgekehrt? Passend zum edlen Outfit ist natürlich die Aufschrift in reinstem Gold gehalten.
Ähnlich edel präsentiert sich die Flasche selbst. In smaragdgrün gehalten, mit einem weißen Schild, auf der wieder eine rotes Band wie eine Schärpe eines Militärs zu finden ist und einem hübschen weiß-roten metallischem Häubchen, unter dem sich der Korken verbirgt.
Die Flasche lag schwer in ihrer Hand, doch ließ sich der Korken kurz vor Mitternacht wider Erwarten leicht entfernen. Leise schäumend ergoß sich ihr Inhalt in das bereitgestellte Glas, bereit genüßlich geschlürft zu werden.
Der Geschmack?
Hmm, ja, gut.
Mehr nicht?
Hmm, ja, äh... was soll ich dazu sagen? Wie Champagner halt.
Wie schmeckt Champagner?
Ach, soll ich das wirklich verraten? Es gibt doch so wundervolle blumige Be- und Umschreibungen, wenn man sich nur auf die Suche begibt... Kostproben gefällig? Wie wär‘s denn mit dieser:
„Der Farbton: Goldgelb mit jadefarbenen Reflexen, fröhlich prickelnde elegante Perlen und ein reicher lebendiger Schaum. In der Nase entfaltet sich der Duft von Zitronen und Pampelmusen, unterlegt von Noten weißer Pfirsiche, Aprikosen und sauren Äpfeln. Später ein zarter Aromaakkord aus Vanille, Dörrobst und Honig.
Am Gaumen: Die komplexen Aromen frischer Früchte und Karamell sind bezeichnend für diesen Spitzenwein. Von zarter Säure und bemerkenswerter Langlebigkeit erfreut er durch seinen unvergleichlichen, immer wieder erstaunlichen Abgang.\"
(http://alacarte.de/welcome/weintipp/champagner/mumm/rouge.htm und
http://www.huels-delikatessen.de/spirituosen/mumm.html)
oder ist diese besser?
„unverwechselbarer Charakter, bukettreich, gehaltvoll und zugleich frisch und leicht mit feinster, sehr lebendiger Mousse, außerordentlich elegant mit herrlicher Balance zwischen Kraft und Charme\"
(http://www.onlinekaufberater.de/champagner/champagner_6.html)
Während sie das so las, versuchte sie, ihre Gesichts-, Geschmacks- und Geruchserinnerung mit dem Gelesenen in Einklang zu bringen.
„Goldgelb mit jadefarbenen Reflexen\"... nun ja, an goldgelb konnte sie sich nicht erinnern, das mag auch an der etwas schummrigen Beleuchtung gelegen haben, aber grüne Reflexe, die wären ihr bestimmt aufgefallen, so blau war sie nach den ersten Schlucken ja noch nicht. Oder sollte etwa gelbe Jade gemeint sein?
„Fröhlich prickelnde elegante Perlen und ein reicher lebendiger Schaum\" Dem konnte sie zustimmen. Geprickelt hat es, und die kleinen Perlen, die vom Grund des Glases an die Oberfläche stiegen, sahen wirklich elegant aus. Auch daß der Schaum sehr lebendig gewesen sei, wußte sie zu bestätigen, immerhin war er einmal fast über den Rand des Glases hinweg gekrochen.
Ihre Nase hingegen konnte sich beim besten Willen nicht an den „Duft von Zitronen und Pampelmusen\" erinnern, dann hätte sie ja gleich Grapefruitsaft mit Mumm Extry Dry trinken können, und auch „weiße Pfirsiche\" waren ihr fremd, sie kannte nur orange farbige. Wie auch Aprikosen nicht gerade zu ihren Lieblingsfrüchten gehörten. Aber da, mit „sauren Äpfeln\" konnte sie etwas anfangen, lagen doch noch einige Boskop und Holsteiner Cox auf ihrem Weihnachtsteller. Hierzu paßte ja auch der spätere „Aromaakkord aus Vanille, Dörrobst und Honig\".
Das Dumme war bloß, von all dem fand sich nichts, nicht der leiseste Hauch in ihren Geschmackserinnerungen wieder.
Prickelnd war gewesen, was sie da getrunken hatte, erfrischend und leicht zu Kopf steigend, ohne daß sie am Neujahrmorgen einen schweren Kopf gehabt hätte. Beschwingt hatte sie sich nach dessen Genuß gefühlt und auch die -7° draußen vor der Tür, als die Raketen in die Luft stiegen, um diese bewundern zu können sie die Nachbarn aus ihrer warmen Höhle geklingelt hatten, hatten ihr die ersten fünf Minuten kaum etwas ausgemacht, obwohl sie nicht im mindesten der Witterung entsprechend gekleidet gewesen war.
Gar schmunzeln allerdings mußte sie, als sie folgendes las:
In Frankreich sei er zu Hause, in den USA zähle er zu den meistgetrunkenen Champagnern und bei den internationalen Formel-1-Rennen sei er Dauergast auf dem Siegertreppchen: Mumm Cordon Rouge, der Klassiker unter den Edlen, der Champagner mit dem jungen Image.
Im Münchner, ach ja, wo sonst..., In-Spot Kay\'s Bistro sei Mumm Cordon Rouge oder Cordon Rosé der Party-Kick, er perle durch die Kehlen prominenter Gäste wie Jackie Collins, Siegfried & Roy, Anne Perry, Prinz Eduard & Prinzessin Corinna von Anhalt, Caterina Valente, Eckhart Witzigmann, Tippi Hedren oder Zsa Zsa Gabor.
(Vgl. http://www.kaysbistro.de/menstyle0101.html)
Solch eine illustre Gesellschaft, in der sie sich gewiß niemals wohlfühlen würde... Kein Wunder, daß ihr DIESER Champagner nicht außerordentlich gemundet hatte und wehmütig dachte sie an längstvergangene Zeiten, an zauberhafte Silvesterdiners mit ihrem Vater im Smoking, einem galanten Kellner, der ihr den Stuhl zurechtrückte und ihr ein Glas wohlstschmeckenden Champagner als Aperitif reichte... und die Namen dieser Kostbarkeiten stiegen wie Perlen in ihr auf: Moet & Chandon, Dom Pérignon, Pommery Cuvée oder Veuve Clicquot ...
Sie seufzte noch einmal tief und freute sich insgeheim, daß sie für diese Flasche Mumm Cordon Rouge nicht die geforderten € 27,90 Euro bezahlt hatte, die sie sie einzeln gekostet hätte.
Manchmal darf es ruhig Mumm sein, aber dann reicht auch ein einfacher „Mumm Extra Dry\" Sekt ;-)
© LeaofRafiki 04.01.2003
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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, ab und an bei talkon, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener bei Ecomments, Griasdi oder gar Hitwin *grins*
Unter anderem eine Flasche Mumm Cordon Rouge, in einer wahrhaft feierlich aussehenden seidig schimmernden Kartonage, die wie von lauter roten Bändern umwunden anmutet. Aha, daher also der Name? Oder war es umgekehrt? Passend zum edlen Outfit ist natürlich die Aufschrift in reinstem Gold gehalten.
Ähnlich edel präsentiert sich die Flasche selbst. In smaragdgrün gehalten, mit einem weißen Schild, auf der wieder eine rotes Band wie eine Schärpe eines Militärs zu finden ist und einem hübschen weiß-roten metallischem Häubchen, unter dem sich der Korken verbirgt.
Die Flasche lag schwer in ihrer Hand, doch ließ sich der Korken kurz vor Mitternacht wider Erwarten leicht entfernen. Leise schäumend ergoß sich ihr Inhalt in das bereitgestellte Glas, bereit genüßlich geschlürft zu werden.
Der Geschmack?
Hmm, ja, gut.
Mehr nicht?
Hmm, ja, äh... was soll ich dazu sagen? Wie Champagner halt.
Wie schmeckt Champagner?
Ach, soll ich das wirklich verraten? Es gibt doch so wundervolle blumige Be- und Umschreibungen, wenn man sich nur auf die Suche begibt... Kostproben gefällig? Wie wär‘s denn mit dieser:
„Der Farbton: Goldgelb mit jadefarbenen Reflexen, fröhlich prickelnde elegante Perlen und ein reicher lebendiger Schaum. In der Nase entfaltet sich der Duft von Zitronen und Pampelmusen, unterlegt von Noten weißer Pfirsiche, Aprikosen und sauren Äpfeln. Später ein zarter Aromaakkord aus Vanille, Dörrobst und Honig.
Am Gaumen: Die komplexen Aromen frischer Früchte und Karamell sind bezeichnend für diesen Spitzenwein. Von zarter Säure und bemerkenswerter Langlebigkeit erfreut er durch seinen unvergleichlichen, immer wieder erstaunlichen Abgang.\"
(http://alacarte.de/welcome/weintipp/champagner/mumm/rouge.htm und
http://www.huels-delikatessen.de/spirituosen/mumm.html)
oder ist diese besser?
„unverwechselbarer Charakter, bukettreich, gehaltvoll und zugleich frisch und leicht mit feinster, sehr lebendiger Mousse, außerordentlich elegant mit herrlicher Balance zwischen Kraft und Charme\"
(http://www.onlinekaufberater.de/champagner/champagner_6.html)
Während sie das so las, versuchte sie, ihre Gesichts-, Geschmacks- und Geruchserinnerung mit dem Gelesenen in Einklang zu bringen.
„Goldgelb mit jadefarbenen Reflexen\"... nun ja, an goldgelb konnte sie sich nicht erinnern, das mag auch an der etwas schummrigen Beleuchtung gelegen haben, aber grüne Reflexe, die wären ihr bestimmt aufgefallen, so blau war sie nach den ersten Schlucken ja noch nicht. Oder sollte etwa gelbe Jade gemeint sein?
„Fröhlich prickelnde elegante Perlen und ein reicher lebendiger Schaum\" Dem konnte sie zustimmen. Geprickelt hat es, und die kleinen Perlen, die vom Grund des Glases an die Oberfläche stiegen, sahen wirklich elegant aus. Auch daß der Schaum sehr lebendig gewesen sei, wußte sie zu bestätigen, immerhin war er einmal fast über den Rand des Glases hinweg gekrochen.
Ihre Nase hingegen konnte sich beim besten Willen nicht an den „Duft von Zitronen und Pampelmusen\" erinnern, dann hätte sie ja gleich Grapefruitsaft mit Mumm Extry Dry trinken können, und auch „weiße Pfirsiche\" waren ihr fremd, sie kannte nur orange farbige. Wie auch Aprikosen nicht gerade zu ihren Lieblingsfrüchten gehörten. Aber da, mit „sauren Äpfeln\" konnte sie etwas anfangen, lagen doch noch einige Boskop und Holsteiner Cox auf ihrem Weihnachtsteller. Hierzu paßte ja auch der spätere „Aromaakkord aus Vanille, Dörrobst und Honig\".
Das Dumme war bloß, von all dem fand sich nichts, nicht der leiseste Hauch in ihren Geschmackserinnerungen wieder.
Prickelnd war gewesen, was sie da getrunken hatte, erfrischend und leicht zu Kopf steigend, ohne daß sie am Neujahrmorgen einen schweren Kopf gehabt hätte. Beschwingt hatte sie sich nach dessen Genuß gefühlt und auch die -7° draußen vor der Tür, als die Raketen in die Luft stiegen, um diese bewundern zu können sie die Nachbarn aus ihrer warmen Höhle geklingelt hatten, hatten ihr die ersten fünf Minuten kaum etwas ausgemacht, obwohl sie nicht im mindesten der Witterung entsprechend gekleidet gewesen war.
Gar schmunzeln allerdings mußte sie, als sie folgendes las:
In Frankreich sei er zu Hause, in den USA zähle er zu den meistgetrunkenen Champagnern und bei den internationalen Formel-1-Rennen sei er Dauergast auf dem Siegertreppchen: Mumm Cordon Rouge, der Klassiker unter den Edlen, der Champagner mit dem jungen Image.
Im Münchner, ach ja, wo sonst..., In-Spot Kay\'s Bistro sei Mumm Cordon Rouge oder Cordon Rosé der Party-Kick, er perle durch die Kehlen prominenter Gäste wie Jackie Collins, Siegfried & Roy, Anne Perry, Prinz Eduard & Prinzessin Corinna von Anhalt, Caterina Valente, Eckhart Witzigmann, Tippi Hedren oder Zsa Zsa Gabor.
(Vgl. http://www.kaysbistro.de/menstyle0101.html)
Solch eine illustre Gesellschaft, in der sie sich gewiß niemals wohlfühlen würde... Kein Wunder, daß ihr DIESER Champagner nicht außerordentlich gemundet hatte und wehmütig dachte sie an längstvergangene Zeiten, an zauberhafte Silvesterdiners mit ihrem Vater im Smoking, einem galanten Kellner, der ihr den Stuhl zurechtrückte und ihr ein Glas wohlstschmeckenden Champagner als Aperitif reichte... und die Namen dieser Kostbarkeiten stiegen wie Perlen in ihr auf: Moet & Chandon, Dom Pérignon, Pommery Cuvée oder Veuve Clicquot ...
Sie seufzte noch einmal tief und freute sich insgeheim, daß sie für diese Flasche Mumm Cordon Rouge nicht die geforderten € 27,90 Euro bezahlt hatte, die sie sie einzeln gekostet hätte.
Manchmal darf es ruhig Mumm sein, aber dann reicht auch ein einfacher „Mumm Extra Dry\" Sekt ;-)
© LeaofRafiki 04.01.2003
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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, ab und an bei talkon, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener bei Ecomments, Griasdi oder gar Hitwin *grins*
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