Naokos Lächeln (Taschenbuch) / Haruki Murakami Testbericht

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Erfahrungsbericht von Onyx
Nur eine Liebesgeschichte
Pro:
sehr gut lesbar, gut beschriebene Charaktere
Kontra:
sehr melancholisch und depressiv
Empfehlung:
Ja
Haruki Murakami – Naokos Lächeln
Taschenbuch, erschienen im btb Verlag
415 Seiten
Inhalt:
Der junge Toru Watanabe lebt in einem Studentenheim, wo er sich ein Zimmer mit einem schrulligen Studienkollegen teilt. Als er eines Tages seine Jugendliebe Naoko wiedertrifft, haben sich die beiden wenig zu sagen. Dennoch treffen sie sich jeden Sonntag, um zusammen meist wortlos durch Tokio zu marschieren. Die beiden verbindet die Freundschaft zu Kuziko, der ein Jahr zuvor Selbstmord begangen hat. Naoko kann den Tod ihres Freundes nicht überwinden. Sie verschließt sich und zieht sich in ihre eigene Welt zurück. Plötzlich verschwindet Naoko. Toru versucht verzweifelt, sie wiederzufinden, schreibt Briefe an die Adresse ihrer Eltern. Doch erst Monate später erhält er ihre Antwort.
In der Zwischenzeit lernt Toru eine Mitstudentin kennen - Midori ist eine lebenslustige Person. Trotz ihrem schweren Schicksal - ihre Mutter starb an einem Gehirntumor und ihr Vater leidet nun an derselbsen Krankheit – scheint sie ihren Lebensmut nicht zu verlieren. Toru verbringt einige Zeit mit ihr, kann aber den Gedanken an Naoko, die sich mittlerweile in ein Sanatorium begeben hat, nicht verdrängen. Ihre geheimnisvolle Art steht ganz im Gegensatz zu der munteren Midori.
Schließlich macht er sich auf den Weg in die Klinik, um Naoko zu besuchen, erfährt dort Einblicke in die scheinbar abgeschlossene Welt, in der die Patienten dort leben. Hier lernt er auch die Zimmergenossin von Naoko kennen. Reiko, die schon sehr lange in der Klinik ist, erzählt ihm ihre traurige Geschichte.
Toru scheint hin- und hergerissen zwischen Midori und Naoko. Er zieht aus dem Wohnheim aus und verbringt viel Zeit in Einsamkeit. Schließlich trifft Naoko eine folgenschwere Entscheidung.
Meine Meinung:
Es ist ein ernstes, trauriges Buch – das zweite, das ich von Haruki Marukami gelesen habe. Besonders eingeprägt haben sich mir die eigentümlichen Charaktere, die so lebendig beschrieben sind, dass sie mir bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
War „Gefährliche Geliebte“ schon eher im melancholischen Bereich angesiedelt, wirkt „Naokos Lächeln“ noch depressiver. An manchen Stellen musste ich, trotz der traurigen Geschichte, aber doch recht lachen. Zum Beispiel über „Sturmbandführer“, Torus Mitbewohner, der einen Sauberkeitsfimmel hat und sehr früh jeden Morgen Gymnastikübungen nach Anleitung aus dem Radio macht. Aber auch Midoris Einfälle sind mitunter recht lustig. Dann aber wird es immer wieder gleich ernst und die Einsamkeite des Protagonisten Toru wird spürbar.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und in einem gut lesbaren Stil gehalten. Wie schon bei „Gefährliche Geliebte“, wird es an keiner Stelle langweilig. Marukami versteht es, den Leser bei der Stange zu halten – man will immer wissen, wie sich die Dinge weiter entwickeln und legt das Buch ungern wieder aus den Händen. Zumindest ging es mir so und auch allen anderen, von denen ich weiß, dass sie das Buch gelesen haben.
Taschenbuch, erschienen im btb Verlag
415 Seiten
Inhalt:
Der junge Toru Watanabe lebt in einem Studentenheim, wo er sich ein Zimmer mit einem schrulligen Studienkollegen teilt. Als er eines Tages seine Jugendliebe Naoko wiedertrifft, haben sich die beiden wenig zu sagen. Dennoch treffen sie sich jeden Sonntag, um zusammen meist wortlos durch Tokio zu marschieren. Die beiden verbindet die Freundschaft zu Kuziko, der ein Jahr zuvor Selbstmord begangen hat. Naoko kann den Tod ihres Freundes nicht überwinden. Sie verschließt sich und zieht sich in ihre eigene Welt zurück. Plötzlich verschwindet Naoko. Toru versucht verzweifelt, sie wiederzufinden, schreibt Briefe an die Adresse ihrer Eltern. Doch erst Monate später erhält er ihre Antwort.
In der Zwischenzeit lernt Toru eine Mitstudentin kennen - Midori ist eine lebenslustige Person. Trotz ihrem schweren Schicksal - ihre Mutter starb an einem Gehirntumor und ihr Vater leidet nun an derselbsen Krankheit – scheint sie ihren Lebensmut nicht zu verlieren. Toru verbringt einige Zeit mit ihr, kann aber den Gedanken an Naoko, die sich mittlerweile in ein Sanatorium begeben hat, nicht verdrängen. Ihre geheimnisvolle Art steht ganz im Gegensatz zu der munteren Midori.
Schließlich macht er sich auf den Weg in die Klinik, um Naoko zu besuchen, erfährt dort Einblicke in die scheinbar abgeschlossene Welt, in der die Patienten dort leben. Hier lernt er auch die Zimmergenossin von Naoko kennen. Reiko, die schon sehr lange in der Klinik ist, erzählt ihm ihre traurige Geschichte.
Toru scheint hin- und hergerissen zwischen Midori und Naoko. Er zieht aus dem Wohnheim aus und verbringt viel Zeit in Einsamkeit. Schließlich trifft Naoko eine folgenschwere Entscheidung.
Meine Meinung:
Es ist ein ernstes, trauriges Buch – das zweite, das ich von Haruki Marukami gelesen habe. Besonders eingeprägt haben sich mir die eigentümlichen Charaktere, die so lebendig beschrieben sind, dass sie mir bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben werden.
War „Gefährliche Geliebte“ schon eher im melancholischen Bereich angesiedelt, wirkt „Naokos Lächeln“ noch depressiver. An manchen Stellen musste ich, trotz der traurigen Geschichte, aber doch recht lachen. Zum Beispiel über „Sturmbandführer“, Torus Mitbewohner, der einen Sauberkeitsfimmel hat und sehr früh jeden Morgen Gymnastikübungen nach Anleitung aus dem Radio macht. Aber auch Midoris Einfälle sind mitunter recht lustig. Dann aber wird es immer wieder gleich ernst und die Einsamkeite des Protagonisten Toru wird spürbar.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und in einem gut lesbaren Stil gehalten. Wie schon bei „Gefährliche Geliebte“, wird es an keiner Stelle langweilig. Marukami versteht es, den Leser bei der Stange zu halten – man will immer wissen, wie sich die Dinge weiter entwickeln und legt das Buch ungern wieder aus den Händen. Zumindest ging es mir so und auch allen anderen, von denen ich weiß, dass sie das Buch gelesen haben.
28 Bewertungen, 1 Kommentar
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28.09.2005, 20:44 Uhr von Cicila
Bewertung: sehr hilfreichtoll, der Bericht natürlich auch ;) Aber ich weiß nicht, ob ich mir das kaufe, habe immer weniger Zeit zu lesen... Klasse, Cicila
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