My Girl - Meine erste Liebe (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
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Erfahrungsbericht von Die_böse_Maus
\"Trauerweide, immer nur sehe ich...\"
Pro:
tolle Story, tolle Jungschauspieler
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Ich möchte Euch in meinem 2.Bericht des Tages einen Film vorstellen, den ich zum ersten Mal gesehen hab, als ich 12 oder 13 Jahre alt war und der mich immer noch bei jedem Gucken zu Tränen rührt:
My Girl - Meine erste Liebe
\"Trauerweide, immer nur sehe ich deine Tränen. Warum weinst du und runzelst die Stirn? Ist es, weil er dich ohne Abschied verlassen hat? Ist es, weil er nicht verweilen konnte?
Auf deinen Zweigen schaukelte er im Wind - sehnst du dich nach den fröhlichen Tagen mit diesem Kind?
Du hast ihm immer Zuflucht gewährt, und wie oft hast du sein glückliches Lachen gehört.
Trauerweide, hör bitte auf zu weinen,
denn Grund für deine Angst gibt es keinen.
Du denkst, der Tod hat euch für immer entzweit, doch in eurem Herzen seid ihr eins - in Ewigkeit.\"
Wer den Film gesehen hat, der kennt dieses kleine Gedicht, das die frühreife Protagonistin des Films, die elfjährige Vaida (Anna Chlumsky), geschrieben hat.
Aus ihm spricht Trauer, Verlust, aber auch Hoffnung.
Sie trägt es zum Ende des Films vor.
Doch wie kam es dazu?
***Inhalt***
Die elfjährige Vaida wächst zur \"Hippiezeit\" in einer amerikanischen Kleinstadt auf. Ihre Oma hat sich mehr und mehr in ihre eigene Welt zurückgezogen, ihr Vater Harry (Dan Aykroyd) betreibt ein Bestattungsunternehmen im eigenen Haus und hat recht wenig Zeit für seine Tochter.
Ihre Mutter hat sie nie kennengelernt, denn sie starb kurz nach ihrer Geburt.
Der Tod ist für Vaida ein schwieriges Thema, mit dem sie sich oft auf bizarre Art und Weise auseinander zu setzen versucht.So nimmt sie z.b Geld für Führungen durch den Leichenkeller, behauptet ein Hühnerbein im Hals stecken zu haben und fühlt sich ohnehin schuldig am Tod ihrer Mutter.
Ihr einziger Gesprächspartner ist der schüchterne Nachbarsjunge Thomas (Macaulay Culkin), ihr bester Freund.
Der wird umso wichtiger für sie, als ihr Vater die Maskenbildnerin Shelly (Jamie Lee Curtis) einstellt und es bald zwischen den beiden zu knistern beginnt.
Vaida rast vor Eifersucht, doch flüchtet sich in eine vermeintliche Liebe zu ihrem Englischlehrer, dessen Schriftstellerkurs sie besucht.
Die Freundschaft zwischen Vaida und Thomas intensiviert sich und sie testen, \"was an so einem blöden Kuß eigentlich besonderes dran sein soll\".
Doch dann tritt Thomas, der auf Bienen allergisch reagiert in einen Bienenstock und stirbt...
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten!
***Soundtrack***
Oh, der Soundtrack ist empfehlenswert.
Der Film spielt Ende der 60er/Anfang der 70 er Jahre, man trägt Chucks und Schlaghosen, spricht über den Vietnam-Krieg und hört natürlich auch entsprechende Musik. Ich kann euch leider keine Titel nennen, doch glaubt mir: Der Soundtrack ist perfekt für Tage, an denen man sich einfach nur im Bett verkriechen und den Alltag hinter sich lassen möchte und ist im Stil von \"Summer of love \" gehalten.
***Schauspieler***
Nach dem Erfolg von \"Kevin - Allein zu Haus\" wurde Macaulay Culkin zum gefeierten Kinderstar und zum Namensgeber tausender neugeborener Jungen in Deutschland.
In \"My Girl\" nimmt er nicht die Rolle des aufgeweckten, pfiffigen Jungen ein, der Einbrecher austrickst, sondern er spielt einen sehr ruhigen, schüchternen Jungen, der jedoch bereits weiss,was wahre Freundschaft ist.
Anna Chlumsky war weitgehend unbekannt, hat die Rolle der Vaida jedoch ebenfalls sehr überzeugend gespielt.
Besonders hervorstechend und sehr gut gespielt, waren die Höhen und Tiefen, die das Mädchen (wohl auch pubertätsbedingt) durchlebt.
Dan Aykroyd als gemütlicher, etwas brummeliger Leichenbestatter und alleinerziehender Vater, der nach und nach seine Lebensfreude zurückgewinnt, ist genauso eine Top-Besetzung wie Jamie Lee Curtis als frisch geschiedene, quirlige und chronisch pleite Maskenbildnerin.
***Vor der Bewertung noch schnell ein paar Eckdaten***
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Darsteller: Dan Aykroyd, Jamie Lee Curtis,Anna Chlumsky,Macaulay Culkin
Regie: Howard Zieff
Musik: James Newton Howard
aus dem Jahr 1995
***Bewertung***
Ich würde diesen Film als Tragikkomödie bezeichnen.
Man wird auf humorvolle Art und Weise an die Sorgen und Nöte der pubertierenden Vaida herangeführt und glaubt zunächst, dass \"alles halb so schlimm sei\".
Doch die Lage spitzt sich immer mehr zu,als ihr Vater Shelly kennenlernt,mit ihr eine Beziehung eingeht und seine ganze Freizeit mit ihr verbringt.Vaida fühlt sich immer einsamer, flüchtet sich in Tagträumereien und teilt sich nur einem mit: Thomas
Die beiden verbindet das, was so ziemlich jede(r)mal im Grundschulalter erlebt hat: eine Schwärmerei, eine ganz zarte, beginnende Liebe, unedliches Vertrauen und die Hoffnung, dass alles besser werden würde, wenn man nur endlich erwachsen sei.
Als ich den Film zum ersten Mal sah, konnte ich mich mit Vaida identifizieren. Auch ich hatte Probleme zu Hause, auch ich fühlte mich einsam, auch ich wollte von zu Hause weglaufen.
Man hofft und bangt, dass sich für Vaida alles zum Guten wenden würde.
Als ich den Film das letzte Mal sah, war mein Sohn gerade wenige Monate alt.
Ich blickte auf die letzten Jahre zurück: Zebrochene Beziehungen, eine unerwiderte Liebe und tief in mir noch immer der Wunsch nach dem, was eigentlich jedes Kind verdient hat: Eltern, die sich um einen kümmern!
Vaida drückte ihre Verzweiflung nur selten wirklich aus. Sie machte ehr durch kuriose Verhaltensweisen auf sich aufmerksam und wurde von ihrem Vater und Shelly des öfteren belächelt. Ihre Not wurde nicht erkannt.
Thomas stirbt unerwartet, als er im Wald Vaidas Stimmungsring sucht (und letztlich findet)und dabei von Bienen zu Tode gestochen wird.
Die 11jährige lebte zwar in einem Haus, in dem ihr Vater sich täglich mit Leichen beschäftigt, da diese seine \"Kunden\" sind, doch zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt sie, was es bedeutet einen geliebten Menschen zu verlieren.
Sie verliert den einzigen Freund, den sie je hatte, erlebt unendliche Traurigkeit und Verlust.
Die Stimmung des Films schlägt nach Thomas\' tödllichem Unfall komplett um und ja, ich habe jedes Mal geweint! Ich selbst bin noch nie mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert worden (und ich bin 20 Jahre alt), doch man spürt, wie tief der Schmerz wohl sitzen mag.
Und man spürt, was zu tun ist...
Ich kann euch diesen Film uneingeschränkt empfehlen.
Er fasziniert und berührt bis zur letzten Minute.
Der 2. Teil, \"My Girl 2 - Meine große Liebe\" bildet aber leider keine würdige Fortsetzung. Auf diesen könnt ihr verzichten.Über Teil 2 folgt ein anderes Mal ein Bericht...
Die böse Maus
My Girl - Meine erste Liebe
\"Trauerweide, immer nur sehe ich deine Tränen. Warum weinst du und runzelst die Stirn? Ist es, weil er dich ohne Abschied verlassen hat? Ist es, weil er nicht verweilen konnte?
Auf deinen Zweigen schaukelte er im Wind - sehnst du dich nach den fröhlichen Tagen mit diesem Kind?
Du hast ihm immer Zuflucht gewährt, und wie oft hast du sein glückliches Lachen gehört.
Trauerweide, hör bitte auf zu weinen,
denn Grund für deine Angst gibt es keinen.
Du denkst, der Tod hat euch für immer entzweit, doch in eurem Herzen seid ihr eins - in Ewigkeit.\"
Wer den Film gesehen hat, der kennt dieses kleine Gedicht, das die frühreife Protagonistin des Films, die elfjährige Vaida (Anna Chlumsky), geschrieben hat.
Aus ihm spricht Trauer, Verlust, aber auch Hoffnung.
Sie trägt es zum Ende des Films vor.
Doch wie kam es dazu?
***Inhalt***
Die elfjährige Vaida wächst zur \"Hippiezeit\" in einer amerikanischen Kleinstadt auf. Ihre Oma hat sich mehr und mehr in ihre eigene Welt zurückgezogen, ihr Vater Harry (Dan Aykroyd) betreibt ein Bestattungsunternehmen im eigenen Haus und hat recht wenig Zeit für seine Tochter.
Ihre Mutter hat sie nie kennengelernt, denn sie starb kurz nach ihrer Geburt.
Der Tod ist für Vaida ein schwieriges Thema, mit dem sie sich oft auf bizarre Art und Weise auseinander zu setzen versucht.So nimmt sie z.b Geld für Führungen durch den Leichenkeller, behauptet ein Hühnerbein im Hals stecken zu haben und fühlt sich ohnehin schuldig am Tod ihrer Mutter.
Ihr einziger Gesprächspartner ist der schüchterne Nachbarsjunge Thomas (Macaulay Culkin), ihr bester Freund.
Der wird umso wichtiger für sie, als ihr Vater die Maskenbildnerin Shelly (Jamie Lee Curtis) einstellt und es bald zwischen den beiden zu knistern beginnt.
Vaida rast vor Eifersucht, doch flüchtet sich in eine vermeintliche Liebe zu ihrem Englischlehrer, dessen Schriftstellerkurs sie besucht.
Die Freundschaft zwischen Vaida und Thomas intensiviert sich und sie testen, \"was an so einem blöden Kuß eigentlich besonderes dran sein soll\".
Doch dann tritt Thomas, der auf Bienen allergisch reagiert in einen Bienenstock und stirbt...
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten!
***Soundtrack***
Oh, der Soundtrack ist empfehlenswert.
Der Film spielt Ende der 60er/Anfang der 70 er Jahre, man trägt Chucks und Schlaghosen, spricht über den Vietnam-Krieg und hört natürlich auch entsprechende Musik. Ich kann euch leider keine Titel nennen, doch glaubt mir: Der Soundtrack ist perfekt für Tage, an denen man sich einfach nur im Bett verkriechen und den Alltag hinter sich lassen möchte und ist im Stil von \"Summer of love \" gehalten.
***Schauspieler***
Nach dem Erfolg von \"Kevin - Allein zu Haus\" wurde Macaulay Culkin zum gefeierten Kinderstar und zum Namensgeber tausender neugeborener Jungen in Deutschland.
In \"My Girl\" nimmt er nicht die Rolle des aufgeweckten, pfiffigen Jungen ein, der Einbrecher austrickst, sondern er spielt einen sehr ruhigen, schüchternen Jungen, der jedoch bereits weiss,was wahre Freundschaft ist.
Anna Chlumsky war weitgehend unbekannt, hat die Rolle der Vaida jedoch ebenfalls sehr überzeugend gespielt.
Besonders hervorstechend und sehr gut gespielt, waren die Höhen und Tiefen, die das Mädchen (wohl auch pubertätsbedingt) durchlebt.
Dan Aykroyd als gemütlicher, etwas brummeliger Leichenbestatter und alleinerziehender Vater, der nach und nach seine Lebensfreude zurückgewinnt, ist genauso eine Top-Besetzung wie Jamie Lee Curtis als frisch geschiedene, quirlige und chronisch pleite Maskenbildnerin.
***Vor der Bewertung noch schnell ein paar Eckdaten***
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Darsteller: Dan Aykroyd, Jamie Lee Curtis,Anna Chlumsky,Macaulay Culkin
Regie: Howard Zieff
Musik: James Newton Howard
aus dem Jahr 1995
***Bewertung***
Ich würde diesen Film als Tragikkomödie bezeichnen.
Man wird auf humorvolle Art und Weise an die Sorgen und Nöte der pubertierenden Vaida herangeführt und glaubt zunächst, dass \"alles halb so schlimm sei\".
Doch die Lage spitzt sich immer mehr zu,als ihr Vater Shelly kennenlernt,mit ihr eine Beziehung eingeht und seine ganze Freizeit mit ihr verbringt.Vaida fühlt sich immer einsamer, flüchtet sich in Tagträumereien und teilt sich nur einem mit: Thomas
Die beiden verbindet das, was so ziemlich jede(r)mal im Grundschulalter erlebt hat: eine Schwärmerei, eine ganz zarte, beginnende Liebe, unedliches Vertrauen und die Hoffnung, dass alles besser werden würde, wenn man nur endlich erwachsen sei.
Als ich den Film zum ersten Mal sah, konnte ich mich mit Vaida identifizieren. Auch ich hatte Probleme zu Hause, auch ich fühlte mich einsam, auch ich wollte von zu Hause weglaufen.
Man hofft und bangt, dass sich für Vaida alles zum Guten wenden würde.
Als ich den Film das letzte Mal sah, war mein Sohn gerade wenige Monate alt.
Ich blickte auf die letzten Jahre zurück: Zebrochene Beziehungen, eine unerwiderte Liebe und tief in mir noch immer der Wunsch nach dem, was eigentlich jedes Kind verdient hat: Eltern, die sich um einen kümmern!
Vaida drückte ihre Verzweiflung nur selten wirklich aus. Sie machte ehr durch kuriose Verhaltensweisen auf sich aufmerksam und wurde von ihrem Vater und Shelly des öfteren belächelt. Ihre Not wurde nicht erkannt.
Thomas stirbt unerwartet, als er im Wald Vaidas Stimmungsring sucht (und letztlich findet)und dabei von Bienen zu Tode gestochen wird.
Die 11jährige lebte zwar in einem Haus, in dem ihr Vater sich täglich mit Leichen beschäftigt, da diese seine \"Kunden\" sind, doch zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt sie, was es bedeutet einen geliebten Menschen zu verlieren.
Sie verliert den einzigen Freund, den sie je hatte, erlebt unendliche Traurigkeit und Verlust.
Die Stimmung des Films schlägt nach Thomas\' tödllichem Unfall komplett um und ja, ich habe jedes Mal geweint! Ich selbst bin noch nie mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert worden (und ich bin 20 Jahre alt), doch man spürt, wie tief der Schmerz wohl sitzen mag.
Und man spürt, was zu tun ist...
Ich kann euch diesen Film uneingeschränkt empfehlen.
Er fasziniert und berührt bis zur letzten Minute.
Der 2. Teil, \"My Girl 2 - Meine große Liebe\" bildet aber leider keine würdige Fortsetzung. Auf diesen könnt ihr verzichten.Über Teil 2 folgt ein anderes Mal ein Bericht...
Die böse Maus
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