Mystic River (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von sentacs
DAS Meisterwerk überhaupt
Pro:
schauspielerische Darstellung, inhaltliche Aufmachung, Story, dramatisch, tragisch, ergreifend, packend, mitreissend, perfekt
Kontra:
in Deutschland kaum beachtet, farbliche Aufmachung etwas zu bunt (modern)
Empfehlung:
Ja
Ich habe mir kürzlich "Mystic River" auf DVD bei amazon.de für günstige 7,50 Euro gekauft. Ein viel zu günstiger Preis für so einen unglaublich guten Film. Zuerst aufmerksam auf den Film wurde ich im Sommer 2003 bei meinem dreiwöchigem USA Aufenthalt, da sowohl in New York City als auch in Los Angeles an jeder Ecke Plakate zu dem Film weit über den Strassen hingen. Das angegebe Cast machte mich total neugierig auf dem Film und obwohl ich nirgends je etwas darüber gehört habe, wollte ich ihn unbedingt sehen. Da er aber erst im Oktober 2003 in den USA in den Kinos anlief und in Deutschland gar nicht in die Kinos kam, hatte ich nie Gelegenheit dazu den Film zu sehen und bevor ich die DVD nicht selbst angeschaut habe, habe ich überhaupt gar nicht gewußt worum es in dem Film geht und trotzdem musste ich ihn einfach sehen. Das was ich zu sehen bekam ist wohl der beste Film, der in den Minimum letzten 15 Jahren gedreht wurde und es ist absolut unverständlich wieso der Film so wenig Beachtung hierzulande bekommt.
► Allgemeines ►
Mystic River wurde mit zwei mehr als verdienten Oscars ausgezeichnet für "Sean Penn" als besten Hauptdarsteller und "Tim Robbins" als besten Nebendarsteller.
Weitere Hauptdarsteller sind "Kevin Bacon", "Laurence Fishburne", "Marcia Gay Harden" und "Laura Linney". Bei dem Cast erwartet man natürlich höchste Seriosität und die bekommt man auch geboten.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von "Dennis Lehane", das Drehbuch wurde von "Brian Helgeland" gemacht und Produzent und Regisseur ist "Clint Eastwood", der mir vor allem aus meiner Kindheit aus der “Zurück in die Zukunft“-Trilogie bekannt ist.
Der Film spielt in Boston im Arbeiterviertel, was ein sehr deutliches Merkmal des Films ist. Denn wenn man an Boston denkt, dann denkt man an Menschen, die in einer Nachbarschaft aufwachsen, wo man von klein auf mit Verbrechen konfrontiert wird, wo Gewalt zum Alltag dazu gehört und jeder jeden kennt und man sich gegenseitig hilft und zusammenhält. Ein wenig vergleichbar mit der Bronx in NYC, nur nicht so multikulturell. Ausserdem wo man irgendwie immer an seinen dortigen Wurzeln hängt, auch wenn man dort vielleicht gar nicht mehr lebt. Das wird in diesem Film wieder einmal bestätigt.
► Inhalt ►
Grob gesagt geht es in dem Film um drei Männer, die zusammen aufgewachsen sind und dessen Wege sich aufgrund eines tragischen Erlebnisses im Alter von 11 Jahren doch ziemlich getrennt haben. Viele Jahre später treffen ihre Wege dann erneut durch ein tragisches Erlebnis wieder zusammen, als nämlich die 19 Jährige Tochter von Ladenbesitzer Jimmy (Sean Penn) ermordet wird und Polizist Sean (Kevin Bacon) sich um den Fall kümmert und Dave (Tim Robbins) als Mörder verdächtigt wird... Mehr möchte ich über den Inhalt nicht erwähnen, da das bei diesem Film nicht möglich wäre, man sollte selbst miterleben worum es genau geht.
► Meine Meinung ►
■ Genre / Schauspielerische Darstellung ■
Das Genre des Films ist überwiegend ein Drama, eine Tragödie, aber auch ein mysteriöser spannender Thriller. Wobei letzteres aber nicht das Hauptsächliche des Films ausmacht. Das Hauptsächliche sind auf jeden Fall die Charaktere selbst mit all ihren Geheimnissen und Emotionen. Es ist auf keinen Fall ein Film den man auf DVD oder im Kino sehen muß, Videoqualität würde auch ausreichen, denn es gibt weder Action noch Special Effects in diesem Film. Es ist ein Film, wie es ihn seit den beginnenden 90ern nur selten gegeben hat, der eben von der Handlung, dem Zwischenmenschlichem und den Emotionen lebt. Deshalb ist der Film auch so überdurchschnittlich großartig. Ich liebe solche Filme. Es ist ein typischer Film, wie man es von allen Hauptdarstellern gewohnt ist und was diese so ausmacht. Drei der besten Schauspieler aller Zeiten werden in einem solchem Film vereint, was wünscht man sich mehr von einem gutem Film?!
Allen voran "Sean Penn" als "Jimmy Markum", der für mich der talentierteste Schauspieler aller Zeiten ist. Ich liebe fast alle seine Filme, immer ist er gut oder perfekt oder noch besser. Der Film ist sehr typisch für ihn und die Rolle geradezu auf ihn geschnitten. Er spielt mal wieder den gutherzigen, emotionalen, aber auch sehr starken Charakter, der aber auch eine äusserlich böse Seite hat, wie man es aus seinen 80er und Anfang 90er Jahren Filmen wie "Im Vorhof der Hölle", "Bad Boys", "Auf kurze Distanz" oder auch "Carlitos Way" kennt. Wobei ich ihn diesmal allerdings trotz all seiner Gutherzigkeit in der Rolle am Ende größtenteils nur noch als das Böse gesehen habe, in den anderen Filmen konnte er böse sein so viel er wollte, irgendwie war er trotzdem noch der Gute. Hier aber diesmal nicht, zu grausam ist das Tragische. Wer diese Filme mag, wird Mystic River geradezu lieben. Seine bisher beste und emotionalste Rolle bewies er in "Hurly Burly" und wer hätte das gedacht, in diesem Film steigert er sich sogar noch ein klein wenig. Wie er den Schmerz und die Emotionen als Vater einer ermordeten Tochter darstellt ist absolut großartig und von nichts und niemandem jemals zu toppen. Auch die harte Seite kommt wie immer großartig und 100% überzeugend herüber. "Sean Penn" Filme Liebhaber werden mit Mystic River also DAS Meisterwerk zu sehen bekommen.
Auch "Tim Robbins" beweist als "Dave Boyle" wieder einmal sein Talent. "Die Verurteilten" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und in dieser Rolle ist er mindestens genauso gut und das obwohl es eine völlig andere Rolle ist, man erkennt ihn fast nicht, weil er sehr viel älter und nervlich kaputt wirkt. "Tim Robbins" spielt einen psychisch traumatisierten Mann, dessen Leben mit 11 Jahren durch eine grausame Tragödie für den Rest seines Lebens sehr traurig und schrecklich beeinflusst wurde. Durch das grausame Erlebnis in der Kindheit hat er es besonders schwer in seiner Nachbarschaft und weil er das Trauma nie richtig verarbeitet hat, bekommt er nicht mal von seiner Frau "Celeste" (Marcia Gay Harden), mit der er einen Sohn hat, genug Verständnis. Sein tragisches Leben wird daher noch tragischer und macht den ganzen Film erschreckend tragisch. "Tim Robbins" überzeugt so gut in der Rolle, dass man total ergriffen wird. Das Trauma in “Dave” und die Unmöglichkeit für ihn mit diesem Trauma umzugehen und selbst seinen nahestehendsten Personen davon zu erzählen und diese verstehen zu lassen, weshalb er sich so mysteriös verhält und unglaubwürdig ausdrückt , bringt "Tim Robbins" perfekt herüber. Seine gesamte Gangart, Redensart und die Ausdrücke im Gesicht sind absolut grandios und der Oscar ist absolut verdient.
Auch "Kevin Bacon" zeigt sich in "Mystic River" mal wieder von seiner besten Seite. "Footloose", einer der besten Musikfilme, hat mich schon als Kind auf diesen großartigen Schauspieler aufmerksam gemacht und in Filmen wie "Sleepers" und vor allem "Murder In The First" hat er allergrößtes Talent bewiesen. Nicht zu vergessen seine Rollen in "Eine Frage der Ehre" und "JFK". In "Mystic River" spielt er den Cop "Sean", der trotz allem aber seine Wurzeln zu dem Arbeiterviertel in Boston nicht vergessen hat und auch sehr emotional ist, besonders wenn es um seine Frau geht, die ihn sechs Monate zuvor verlassen hat und seither ohne was zu sagen bei ihm anruft. In dieser Rolle ist er auch absolut überzeugend und wirkt ein ganzes Stück jünger als in den meisten seiner Filmen.
Ein weiteres Highlight in diesem Film ist auf jeden Fall "Marcia Gay Harden" als "Celeste Boyle", die ich aus keinem anderem Film kenne. Sie ist total überzeugend und ausdruckstark, absolut perfekt. Sie spielt die Frau von "Dave", den sie sehr liebt, aber an den sie aufgrund seines Traumas nicht besonders nahe heran kommt und ihn nicht versteht. Dadurch wird sie geradezu paranoid und total verstört, was sie wirklich total überzeugend und mitreissend darstellt. Für diese Rolle hätte sie auch sicher einen Oscar verdient.
"Laurence Fishburne" spielt den Partner von "Sean", den Seargent "Whitey", der im Gegensatz zum Buchcharakter dunkelhäutig ist und einen dementsprechenden Cop-Charakter bekommt, wie man ihn aus vielen Hollywood Filmen kennt. Trotzdem ist die Rolle aber seriös, der ganze Fall wird dadurch etwas kriminalistischer gemacht.
"Laura Linney" spielt "Annabeth", die Frau von "Jimmy Markum", ist aber nicht die Mutter des ermordeten Mädchens, weshalb sie mehr den Hintergrund der Story ausmacht. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die - wie sich zum Ende heraus stellt - ihrem Mann und zwei Töchtern zuliebe innerlich unglaublich kaltherzig und böse ist, wie ich finde.
Aber auch die kleinen Rollen sind alle ziemlich gut, z.B. die drei Darsteller der 11 Jährigen Jungen am Anfang des Filmes, allen voran die Rolle des "Jimmy Markum", der "Sean Penn" nicht nur sehr ähnlich sieht, sondern auch die Rolle schon als Kind perfekt verkörpert und sehr stark erscheinen lässt, wobei der junge "Dave" schon damals sehr zurückhaltend und ängstlich wirkt. Aber auch das ermordete Mädchen "Katie" und dessen heimlicher Freund "Brendan" werden gut dargestellt. Auch der Bruder von "Brendan", der traumatisch bedingt nicht mehr redet und sich nur in Zeichensprache verständigt ist ziemlich gut dargestellt.
Die schauspielerischen Leistungen sind also alle ziemlich gut und größtenteils überdurchschnittlich und machen den Film aus. Ein schauspielerisches Meisterwerk.
■ Inhaltliche Darstellung ■
Die inhaltliche Aufmachung des Films ist aber auch sehr gut, denn man weiß von Anfang bis Ende nicht wirklich wer sich weshalb wie verhält und auch wer der Mörder ist lässt sich nicht so schnell und auf keinen Fall 100%ig erahnen. Die Spannung wird durch viele kleine Details immer weiter erzeugt und am Ende merkt man erst wie genau diese vielen kleinen Details eigentlich sind und wie gut sie sowohl auf die wirklich Schuldigen und die Nichtschuldigen passen würden. Fehler gibt es in dem Film keine, alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Zwar ist der Film kein Thriller im üblichen Sinne, sondern nur die grobe Handlung für die zwischenmenschlichen Beziehungen, aber trotzdem wird die Handlung sehr mysteriös und Spannungserzeugend dargestellt. Wer im Grunde gut und böse ist lässt sich auch erst zum Ende hin erkennen und nach der Auflösung des Falles ist man nicht mehr nur total ergriffen und mitgerissen wie während des gesamten Films, sondern total erschrocken und erfasst von der Tragik. Alle Gutherzigkeit der Charakter, die man lieb gewonnen hat und versteht, wird vom Bösen erlischt und man ist einfach nur mitgenommen. Das Ende des Films ist sehr offen und für jeden selbst zu entscheiden. Man weiß nicht ob die Gerechtigkeit oder die Nachbarschaftsliebe bzw. -tradition des Bostoner Arbeiterviertels siegt. Das ist zwar frustrierend, aber auch total genial gemacht.
Mit 132 Minuten ist der Film relativ lang und gerade zu perfekt. Solch ein Meisterwerk darf nicht unter zwei Stunden dauern. Keine Szene ist in die Länge gezogen oder überflüssig, jede Szene ist spannend, ergreifend und sehenswert.
■ Bildliche Darstellung ■
Die bildliche Aufmachung des Films ist vom Schauplatz her sehr gut. Die typische Bostoner Nachbarschaft, die Häuser, die Strassen und das ganze Szenenbild sind sehr typisch und gut gewählt. Der "Mystic River" unter der Brücke von Boston wird immer wieder von seiner schönsten, aber auch dunkelsten Seite gezeigt.
Was mir an dem Film nicht so gut gefällt sind die Farben, denn trotzdem der Film von der Handlung und den Charakteren lebt, ist der Film typisch für die heutige Zeit aufgemacht. Die Farben sind also sehr bunt und nicht real, wie es noch in den Filmen der 80er und 90er gewesen ist. Auch der Szenenübergang ist sehr typisch und dem DVD-Alter angepasst. Man merkt den Szenenwechsel sehr deutlich, das hat man früher bei Filmen nicht so sehr gemerkt. Das nimmt dem Film ein wenig die Seriosität, aber eben nur ein wenig.
Das Bildformat ist 16:9 oder 2.40:1. Man fühlt sich also wie im Kino, obwohl das bei meinem 12 Jahre altem Grundig Fernseher mit 35 cm sichtbare Bilddiagonale natürlich etwas untergeht.
Die Bildqualität ist natürlich bestens, wie man es von neuen Filmen auf DVD nicht anders kennt.
Die Kameraführung ist ruhig, gleichmässig, gerade und realistisch. Es gibt keine besonderen Schwenkungen oder ähnliches. Man fühlt sich wie mittendrin.
■ Sound ■
Der Sound ist in Dolby Digital 5.1 und dementsprechend ziemlich gut. Aber wie gesagt ist das bei dem Film nicht unbedingt nötig und da es keine Special Effects gibt auch nicht besonders bemerkenswert. Klar, man hört Stimmen von weitem eben vom weitem und alles so als wäre man mittendrin und das macht den Film natürlich etwas realistischer und mitreissender.
Musik spielt in dem Film keine besonders große Rolle, ausser an klassische Musik zur Verstärkung der Mysteriösität kann ich mich an keine Musik erinnern. Natürlich wurden Sounds als Spannungserzeuger verwendet, aber die meisten Szenen beruhen auf dem schauspielerischem Ausdruck und den Emotionen, die durch die Stille im Hintergrund noch überzeugender wirken.
■ Sprachen ■
Den Film muß man auf jeden Fall im Originalton anschauen, denn die deutsche Synchronisation ist schlecht, wie sie es eben immer ist. Die Stimmen von "Sean Penn" und "Kevin Bacon" sind die selben wie immer und wie immer schafft es die deutsche Synchronisation nicht den Film 100% wiederzugeben. Die ganzen Emotionen gehen bei der Synchronisation verloren. Wer wirklich mitgerissen werden möchte, kommt nicht drum herum die Originalfassung anzuschauen. Wer kein Englisch versteht kann sich dazu den deutschen Untertitel einstellen, dabei gehen zwar einige Wörter verloren und die Übersetzung ist auch nicht gerade perfekt, aber das ist allemal besser als den deutschen Ton anzuschalten, der oftmals falsch übersetzt wird. Ich habe hauptsächlich den englischen Originalton angeschaut und den englischen Untertitel, bei dem einige Wörter verschluckt werden, aber der im Grunde doch gut wiedergegeben wurde. Auch ohne Untertitel ist der Originalton gut zu verstehen, wenn man ein wenig englisch beherrscht. Lediglich bei kriminalistischen Fachausdrücken und bei emotionalen Ausbrüchen hat man die Untertitel gebraucht.
Die DVD ist nur in deutschem und englischem Ton und mit deutsch oder englischen Untertitel anzuschauen und zusätzlich deutsch und englisch für Hörgeschädigte, also zusätzlich mit Umschreibungen und nicht ausschliesslich den gesprochenen Sätzen. Sehr gut ist auch das die Specials alle in englischer Originalsprache sind, aber sowohl mit englischem als auch mit deutschem Untertitel geschaut werden können, man also keine nervige Übersetzung anschauen muß und dennoch alles verstehen kann.
■ Extras ■
Man bekommt übrigens zwei DVDs, auf der ersten DVD ist der Film enthalten mit der Sprachenauswahl und einem Special, nämlich dem Original-Kommentar von "Tim Robbins" und "Kevin Bacon", die also den gesamten Film zum BIld kommentieren. Anzuschauen auf englisch und auch auf deutsch und auch mit Untertiteln. Ich habe allerdings nur die ersten 5 Minuten in Originalton geschaut. Der Kommentar ist zwar sehr interessant, aber die Zeit nehme ich mir dann doch nicht.
Auf der zweiten DVD befinden sich die anderen Specials, wie gesagt mit Untertitelauswahl. Das Angebot an Specials ist sehr groß. Natürlich bekommt man den US-Kino-Trailer und einen weiteren US-Trailer. Diese schaue ich mir immer gerne an, vor und nach dem Film, denn nach dem Film bemerkt man erst wie gut die Szenen dafür ausgewählt wurden und wird erneut total ergriffen.
Ausserdem gibt es ein "Under The Surface" (Unter der Oberfläche) Special von ca. 21 Minuten, wo man alle möglichen Informationen über den Film, das Buch und den Dreh bekommt. Dokumentiert von "Clint Eastwood", sowie dem Autor und dem Drehbuchautor und natürlich den sechs Hauptdarstellern. Ein weiteres Special ist das "Vom Buch auf die Leinwand", wo man in ca. 11 Minuten erzählt bekommt, wie die Story eben umgesetzt wurde, wiederum von den eben genannten Personen. Diese beiden Specials sind sehr interessant und sehenswert. Man bemerkt jetzt erst, wie genau die Macher das erreicht haben, was sie mit dem Film bewirken wollten und wie genial der ganze Film gemacht ist.
Last but not least gibt es drei Interviews als Mitschnitte der TV-Show "The Charlie Rose Show", eine typische New Yorker Talk-Show, aber in Anzug und Krawatte und ohne Publikum. Ca. 41 Minuten mit "Clint Eastwood", ca. 49 Minuten mit "Tim Robbins" und ca. 18 Minuten mit "Kevin Bacon". Die Interviews sind weitestgehend interessant, aber teilweise zu langatmig und persönlich, deshalb habe ich nur teilweise hinein geschaut.
Insgesamt bekommt man Hintergrundinformationen en Masse.
► Wiedergabe ►
Der Regionalcode ist übrigens 2, also den deutschen DVD-Playern angepasst, da ich einen regionalfreien Player habe, spielt das für mich keine Rolle. Die DVD lässt sich trotz der Warnung, dass es sich um eine "Zweischichtige DVD" handle, bei der es zu kurzen Unterbrechungen kommen könnte, ohne Probleme und ohne irgendwelche Unterbrechungen oder Störungen abspielen. Auch Rücklauf lief bei mir ohne Probleme und hat auch nicht gleich die DVD beschädigt, sodass diese nicht mehr störungsfrei abspielbar gewesen wäre. Das Menü ist kinderleicht zu bedienen und total übersichtlich, ebenso die Szenenanwahl.
► Fazit ►
Alles in allem empfehle ich jedem diesen Film anzuschauen, denn solch seriöses Meisterwerk hat es in den letzten 15 Jahren sicher nicht gegeben. Allen die seriöse Filme mögen und Wert auf eine gute Handlung und gute schauspielerische Leistung legen, sollten bei der DVD zu greifen. Wer Dramas, Tragik und Emotionen liebt sowieso und selbst wer Krimis und spannende Thriller ganz gerne schaut sollte sich den Film anschauen. Die Altersfreigabe ist ab 16 Jahren, jedoch denke ich das auch Kinder den Film bedenkenlos anschauen können, da man viel durch den Film lernen kann und es eben ein sehr realer Film ist. Wirklich grausame Bilder gibt es nicht und Gewalt wird auch nicht all zu schlimm gezeigt. Ich habe als Kind viele Filme in dieser Art gesehen und es hat mir mehr gut getan als geschadet. Der Kauf der DVD lohnt sich auf jeden Fall: 7,50 Euro ist das Günstigste was ich für einen neuen Film je gesehen habe und bei dem guten Film und den vielen Extras mehr als lohnenswert. Der beste Sean Penn, der beste Tim Robbins, ein sehr guter Kevin Bacon, eine unglaublich talentierte Marcia Gay Harden und eine großartige Handlung mit vielen kleinen perfekten Details und Darstellungen. 5 volle Sterne für einen der 10 besten Filme aller Zeiten!
► Allgemeines ►
Mystic River wurde mit zwei mehr als verdienten Oscars ausgezeichnet für "Sean Penn" als besten Hauptdarsteller und "Tim Robbins" als besten Nebendarsteller.
Weitere Hauptdarsteller sind "Kevin Bacon", "Laurence Fishburne", "Marcia Gay Harden" und "Laura Linney". Bei dem Cast erwartet man natürlich höchste Seriosität und die bekommt man auch geboten.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von "Dennis Lehane", das Drehbuch wurde von "Brian Helgeland" gemacht und Produzent und Regisseur ist "Clint Eastwood", der mir vor allem aus meiner Kindheit aus der “Zurück in die Zukunft“-Trilogie bekannt ist.
Der Film spielt in Boston im Arbeiterviertel, was ein sehr deutliches Merkmal des Films ist. Denn wenn man an Boston denkt, dann denkt man an Menschen, die in einer Nachbarschaft aufwachsen, wo man von klein auf mit Verbrechen konfrontiert wird, wo Gewalt zum Alltag dazu gehört und jeder jeden kennt und man sich gegenseitig hilft und zusammenhält. Ein wenig vergleichbar mit der Bronx in NYC, nur nicht so multikulturell. Ausserdem wo man irgendwie immer an seinen dortigen Wurzeln hängt, auch wenn man dort vielleicht gar nicht mehr lebt. Das wird in diesem Film wieder einmal bestätigt.
► Inhalt ►
Grob gesagt geht es in dem Film um drei Männer, die zusammen aufgewachsen sind und dessen Wege sich aufgrund eines tragischen Erlebnisses im Alter von 11 Jahren doch ziemlich getrennt haben. Viele Jahre später treffen ihre Wege dann erneut durch ein tragisches Erlebnis wieder zusammen, als nämlich die 19 Jährige Tochter von Ladenbesitzer Jimmy (Sean Penn) ermordet wird und Polizist Sean (Kevin Bacon) sich um den Fall kümmert und Dave (Tim Robbins) als Mörder verdächtigt wird... Mehr möchte ich über den Inhalt nicht erwähnen, da das bei diesem Film nicht möglich wäre, man sollte selbst miterleben worum es genau geht.
► Meine Meinung ►
■ Genre / Schauspielerische Darstellung ■
Das Genre des Films ist überwiegend ein Drama, eine Tragödie, aber auch ein mysteriöser spannender Thriller. Wobei letzteres aber nicht das Hauptsächliche des Films ausmacht. Das Hauptsächliche sind auf jeden Fall die Charaktere selbst mit all ihren Geheimnissen und Emotionen. Es ist auf keinen Fall ein Film den man auf DVD oder im Kino sehen muß, Videoqualität würde auch ausreichen, denn es gibt weder Action noch Special Effects in diesem Film. Es ist ein Film, wie es ihn seit den beginnenden 90ern nur selten gegeben hat, der eben von der Handlung, dem Zwischenmenschlichem und den Emotionen lebt. Deshalb ist der Film auch so überdurchschnittlich großartig. Ich liebe solche Filme. Es ist ein typischer Film, wie man es von allen Hauptdarstellern gewohnt ist und was diese so ausmacht. Drei der besten Schauspieler aller Zeiten werden in einem solchem Film vereint, was wünscht man sich mehr von einem gutem Film?!
Allen voran "Sean Penn" als "Jimmy Markum", der für mich der talentierteste Schauspieler aller Zeiten ist. Ich liebe fast alle seine Filme, immer ist er gut oder perfekt oder noch besser. Der Film ist sehr typisch für ihn und die Rolle geradezu auf ihn geschnitten. Er spielt mal wieder den gutherzigen, emotionalen, aber auch sehr starken Charakter, der aber auch eine äusserlich böse Seite hat, wie man es aus seinen 80er und Anfang 90er Jahren Filmen wie "Im Vorhof der Hölle", "Bad Boys", "Auf kurze Distanz" oder auch "Carlitos Way" kennt. Wobei ich ihn diesmal allerdings trotz all seiner Gutherzigkeit in der Rolle am Ende größtenteils nur noch als das Böse gesehen habe, in den anderen Filmen konnte er böse sein so viel er wollte, irgendwie war er trotzdem noch der Gute. Hier aber diesmal nicht, zu grausam ist das Tragische. Wer diese Filme mag, wird Mystic River geradezu lieben. Seine bisher beste und emotionalste Rolle bewies er in "Hurly Burly" und wer hätte das gedacht, in diesem Film steigert er sich sogar noch ein klein wenig. Wie er den Schmerz und die Emotionen als Vater einer ermordeten Tochter darstellt ist absolut großartig und von nichts und niemandem jemals zu toppen. Auch die harte Seite kommt wie immer großartig und 100% überzeugend herüber. "Sean Penn" Filme Liebhaber werden mit Mystic River also DAS Meisterwerk zu sehen bekommen.
Auch "Tim Robbins" beweist als "Dave Boyle" wieder einmal sein Talent. "Die Verurteilten" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und in dieser Rolle ist er mindestens genauso gut und das obwohl es eine völlig andere Rolle ist, man erkennt ihn fast nicht, weil er sehr viel älter und nervlich kaputt wirkt. "Tim Robbins" spielt einen psychisch traumatisierten Mann, dessen Leben mit 11 Jahren durch eine grausame Tragödie für den Rest seines Lebens sehr traurig und schrecklich beeinflusst wurde. Durch das grausame Erlebnis in der Kindheit hat er es besonders schwer in seiner Nachbarschaft und weil er das Trauma nie richtig verarbeitet hat, bekommt er nicht mal von seiner Frau "Celeste" (Marcia Gay Harden), mit der er einen Sohn hat, genug Verständnis. Sein tragisches Leben wird daher noch tragischer und macht den ganzen Film erschreckend tragisch. "Tim Robbins" überzeugt so gut in der Rolle, dass man total ergriffen wird. Das Trauma in “Dave” und die Unmöglichkeit für ihn mit diesem Trauma umzugehen und selbst seinen nahestehendsten Personen davon zu erzählen und diese verstehen zu lassen, weshalb er sich so mysteriös verhält und unglaubwürdig ausdrückt , bringt "Tim Robbins" perfekt herüber. Seine gesamte Gangart, Redensart und die Ausdrücke im Gesicht sind absolut grandios und der Oscar ist absolut verdient.
Auch "Kevin Bacon" zeigt sich in "Mystic River" mal wieder von seiner besten Seite. "Footloose", einer der besten Musikfilme, hat mich schon als Kind auf diesen großartigen Schauspieler aufmerksam gemacht und in Filmen wie "Sleepers" und vor allem "Murder In The First" hat er allergrößtes Talent bewiesen. Nicht zu vergessen seine Rollen in "Eine Frage der Ehre" und "JFK". In "Mystic River" spielt er den Cop "Sean", der trotz allem aber seine Wurzeln zu dem Arbeiterviertel in Boston nicht vergessen hat und auch sehr emotional ist, besonders wenn es um seine Frau geht, die ihn sechs Monate zuvor verlassen hat und seither ohne was zu sagen bei ihm anruft. In dieser Rolle ist er auch absolut überzeugend und wirkt ein ganzes Stück jünger als in den meisten seiner Filmen.
Ein weiteres Highlight in diesem Film ist auf jeden Fall "Marcia Gay Harden" als "Celeste Boyle", die ich aus keinem anderem Film kenne. Sie ist total überzeugend und ausdruckstark, absolut perfekt. Sie spielt die Frau von "Dave", den sie sehr liebt, aber an den sie aufgrund seines Traumas nicht besonders nahe heran kommt und ihn nicht versteht. Dadurch wird sie geradezu paranoid und total verstört, was sie wirklich total überzeugend und mitreissend darstellt. Für diese Rolle hätte sie auch sicher einen Oscar verdient.
"Laurence Fishburne" spielt den Partner von "Sean", den Seargent "Whitey", der im Gegensatz zum Buchcharakter dunkelhäutig ist und einen dementsprechenden Cop-Charakter bekommt, wie man ihn aus vielen Hollywood Filmen kennt. Trotzdem ist die Rolle aber seriös, der ganze Fall wird dadurch etwas kriminalistischer gemacht.
"Laura Linney" spielt "Annabeth", die Frau von "Jimmy Markum", ist aber nicht die Mutter des ermordeten Mädchens, weshalb sie mehr den Hintergrund der Story ausmacht. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die - wie sich zum Ende heraus stellt - ihrem Mann und zwei Töchtern zuliebe innerlich unglaublich kaltherzig und böse ist, wie ich finde.
Aber auch die kleinen Rollen sind alle ziemlich gut, z.B. die drei Darsteller der 11 Jährigen Jungen am Anfang des Filmes, allen voran die Rolle des "Jimmy Markum", der "Sean Penn" nicht nur sehr ähnlich sieht, sondern auch die Rolle schon als Kind perfekt verkörpert und sehr stark erscheinen lässt, wobei der junge "Dave" schon damals sehr zurückhaltend und ängstlich wirkt. Aber auch das ermordete Mädchen "Katie" und dessen heimlicher Freund "Brendan" werden gut dargestellt. Auch der Bruder von "Brendan", der traumatisch bedingt nicht mehr redet und sich nur in Zeichensprache verständigt ist ziemlich gut dargestellt.
Die schauspielerischen Leistungen sind also alle ziemlich gut und größtenteils überdurchschnittlich und machen den Film aus. Ein schauspielerisches Meisterwerk.
■ Inhaltliche Darstellung ■
Die inhaltliche Aufmachung des Films ist aber auch sehr gut, denn man weiß von Anfang bis Ende nicht wirklich wer sich weshalb wie verhält und auch wer der Mörder ist lässt sich nicht so schnell und auf keinen Fall 100%ig erahnen. Die Spannung wird durch viele kleine Details immer weiter erzeugt und am Ende merkt man erst wie genau diese vielen kleinen Details eigentlich sind und wie gut sie sowohl auf die wirklich Schuldigen und die Nichtschuldigen passen würden. Fehler gibt es in dem Film keine, alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Zwar ist der Film kein Thriller im üblichen Sinne, sondern nur die grobe Handlung für die zwischenmenschlichen Beziehungen, aber trotzdem wird die Handlung sehr mysteriös und Spannungserzeugend dargestellt. Wer im Grunde gut und böse ist lässt sich auch erst zum Ende hin erkennen und nach der Auflösung des Falles ist man nicht mehr nur total ergriffen und mitgerissen wie während des gesamten Films, sondern total erschrocken und erfasst von der Tragik. Alle Gutherzigkeit der Charakter, die man lieb gewonnen hat und versteht, wird vom Bösen erlischt und man ist einfach nur mitgenommen. Das Ende des Films ist sehr offen und für jeden selbst zu entscheiden. Man weiß nicht ob die Gerechtigkeit oder die Nachbarschaftsliebe bzw. -tradition des Bostoner Arbeiterviertels siegt. Das ist zwar frustrierend, aber auch total genial gemacht.
Mit 132 Minuten ist der Film relativ lang und gerade zu perfekt. Solch ein Meisterwerk darf nicht unter zwei Stunden dauern. Keine Szene ist in die Länge gezogen oder überflüssig, jede Szene ist spannend, ergreifend und sehenswert.
■ Bildliche Darstellung ■
Die bildliche Aufmachung des Films ist vom Schauplatz her sehr gut. Die typische Bostoner Nachbarschaft, die Häuser, die Strassen und das ganze Szenenbild sind sehr typisch und gut gewählt. Der "Mystic River" unter der Brücke von Boston wird immer wieder von seiner schönsten, aber auch dunkelsten Seite gezeigt.
Was mir an dem Film nicht so gut gefällt sind die Farben, denn trotzdem der Film von der Handlung und den Charakteren lebt, ist der Film typisch für die heutige Zeit aufgemacht. Die Farben sind also sehr bunt und nicht real, wie es noch in den Filmen der 80er und 90er gewesen ist. Auch der Szenenübergang ist sehr typisch und dem DVD-Alter angepasst. Man merkt den Szenenwechsel sehr deutlich, das hat man früher bei Filmen nicht so sehr gemerkt. Das nimmt dem Film ein wenig die Seriosität, aber eben nur ein wenig.
Das Bildformat ist 16:9 oder 2.40:1. Man fühlt sich also wie im Kino, obwohl das bei meinem 12 Jahre altem Grundig Fernseher mit 35 cm sichtbare Bilddiagonale natürlich etwas untergeht.
Die Bildqualität ist natürlich bestens, wie man es von neuen Filmen auf DVD nicht anders kennt.
Die Kameraführung ist ruhig, gleichmässig, gerade und realistisch. Es gibt keine besonderen Schwenkungen oder ähnliches. Man fühlt sich wie mittendrin.
■ Sound ■
Der Sound ist in Dolby Digital 5.1 und dementsprechend ziemlich gut. Aber wie gesagt ist das bei dem Film nicht unbedingt nötig und da es keine Special Effects gibt auch nicht besonders bemerkenswert. Klar, man hört Stimmen von weitem eben vom weitem und alles so als wäre man mittendrin und das macht den Film natürlich etwas realistischer und mitreissender.
Musik spielt in dem Film keine besonders große Rolle, ausser an klassische Musik zur Verstärkung der Mysteriösität kann ich mich an keine Musik erinnern. Natürlich wurden Sounds als Spannungserzeuger verwendet, aber die meisten Szenen beruhen auf dem schauspielerischem Ausdruck und den Emotionen, die durch die Stille im Hintergrund noch überzeugender wirken.
■ Sprachen ■
Den Film muß man auf jeden Fall im Originalton anschauen, denn die deutsche Synchronisation ist schlecht, wie sie es eben immer ist. Die Stimmen von "Sean Penn" und "Kevin Bacon" sind die selben wie immer und wie immer schafft es die deutsche Synchronisation nicht den Film 100% wiederzugeben. Die ganzen Emotionen gehen bei der Synchronisation verloren. Wer wirklich mitgerissen werden möchte, kommt nicht drum herum die Originalfassung anzuschauen. Wer kein Englisch versteht kann sich dazu den deutschen Untertitel einstellen, dabei gehen zwar einige Wörter verloren und die Übersetzung ist auch nicht gerade perfekt, aber das ist allemal besser als den deutschen Ton anzuschalten, der oftmals falsch übersetzt wird. Ich habe hauptsächlich den englischen Originalton angeschaut und den englischen Untertitel, bei dem einige Wörter verschluckt werden, aber der im Grunde doch gut wiedergegeben wurde. Auch ohne Untertitel ist der Originalton gut zu verstehen, wenn man ein wenig englisch beherrscht. Lediglich bei kriminalistischen Fachausdrücken und bei emotionalen Ausbrüchen hat man die Untertitel gebraucht.
Die DVD ist nur in deutschem und englischem Ton und mit deutsch oder englischen Untertitel anzuschauen und zusätzlich deutsch und englisch für Hörgeschädigte, also zusätzlich mit Umschreibungen und nicht ausschliesslich den gesprochenen Sätzen. Sehr gut ist auch das die Specials alle in englischer Originalsprache sind, aber sowohl mit englischem als auch mit deutschem Untertitel geschaut werden können, man also keine nervige Übersetzung anschauen muß und dennoch alles verstehen kann.
■ Extras ■
Man bekommt übrigens zwei DVDs, auf der ersten DVD ist der Film enthalten mit der Sprachenauswahl und einem Special, nämlich dem Original-Kommentar von "Tim Robbins" und "Kevin Bacon", die also den gesamten Film zum BIld kommentieren. Anzuschauen auf englisch und auch auf deutsch und auch mit Untertiteln. Ich habe allerdings nur die ersten 5 Minuten in Originalton geschaut. Der Kommentar ist zwar sehr interessant, aber die Zeit nehme ich mir dann doch nicht.
Auf der zweiten DVD befinden sich die anderen Specials, wie gesagt mit Untertitelauswahl. Das Angebot an Specials ist sehr groß. Natürlich bekommt man den US-Kino-Trailer und einen weiteren US-Trailer. Diese schaue ich mir immer gerne an, vor und nach dem Film, denn nach dem Film bemerkt man erst wie gut die Szenen dafür ausgewählt wurden und wird erneut total ergriffen.
Ausserdem gibt es ein "Under The Surface" (Unter der Oberfläche) Special von ca. 21 Minuten, wo man alle möglichen Informationen über den Film, das Buch und den Dreh bekommt. Dokumentiert von "Clint Eastwood", sowie dem Autor und dem Drehbuchautor und natürlich den sechs Hauptdarstellern. Ein weiteres Special ist das "Vom Buch auf die Leinwand", wo man in ca. 11 Minuten erzählt bekommt, wie die Story eben umgesetzt wurde, wiederum von den eben genannten Personen. Diese beiden Specials sind sehr interessant und sehenswert. Man bemerkt jetzt erst, wie genau die Macher das erreicht haben, was sie mit dem Film bewirken wollten und wie genial der ganze Film gemacht ist.
Last but not least gibt es drei Interviews als Mitschnitte der TV-Show "The Charlie Rose Show", eine typische New Yorker Talk-Show, aber in Anzug und Krawatte und ohne Publikum. Ca. 41 Minuten mit "Clint Eastwood", ca. 49 Minuten mit "Tim Robbins" und ca. 18 Minuten mit "Kevin Bacon". Die Interviews sind weitestgehend interessant, aber teilweise zu langatmig und persönlich, deshalb habe ich nur teilweise hinein geschaut.
Insgesamt bekommt man Hintergrundinformationen en Masse.
► Wiedergabe ►
Der Regionalcode ist übrigens 2, also den deutschen DVD-Playern angepasst, da ich einen regionalfreien Player habe, spielt das für mich keine Rolle. Die DVD lässt sich trotz der Warnung, dass es sich um eine "Zweischichtige DVD" handle, bei der es zu kurzen Unterbrechungen kommen könnte, ohne Probleme und ohne irgendwelche Unterbrechungen oder Störungen abspielen. Auch Rücklauf lief bei mir ohne Probleme und hat auch nicht gleich die DVD beschädigt, sodass diese nicht mehr störungsfrei abspielbar gewesen wäre. Das Menü ist kinderleicht zu bedienen und total übersichtlich, ebenso die Szenenanwahl.
► Fazit ►
Alles in allem empfehle ich jedem diesen Film anzuschauen, denn solch seriöses Meisterwerk hat es in den letzten 15 Jahren sicher nicht gegeben. Allen die seriöse Filme mögen und Wert auf eine gute Handlung und gute schauspielerische Leistung legen, sollten bei der DVD zu greifen. Wer Dramas, Tragik und Emotionen liebt sowieso und selbst wer Krimis und spannende Thriller ganz gerne schaut sollte sich den Film anschauen. Die Altersfreigabe ist ab 16 Jahren, jedoch denke ich das auch Kinder den Film bedenkenlos anschauen können, da man viel durch den Film lernen kann und es eben ein sehr realer Film ist. Wirklich grausame Bilder gibt es nicht und Gewalt wird auch nicht all zu schlimm gezeigt. Ich habe als Kind viele Filme in dieser Art gesehen und es hat mir mehr gut getan als geschadet. Der Kauf der DVD lohnt sich auf jeden Fall: 7,50 Euro ist das Günstigste was ich für einen neuen Film je gesehen habe und bei dem guten Film und den vielen Extras mehr als lohnenswert. Der beste Sean Penn, der beste Tim Robbins, ein sehr guter Kevin Bacon, eine unglaublich talentierte Marcia Gay Harden und eine großartige Handlung mit vielen kleinen perfekten Details und Darstellungen. 5 volle Sterne für einen der 10 besten Filme aller Zeiten!
12 Bewertungen, 3 Kommentare
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26.10.2005, 23:12 Uhr von diana75
Bewertung: sehr hilfreichsuper langer ausführlicher Bericht-wow. <br/>LG diana75
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26.10.2005, 13:34 Uhr von henna82
Bewertung: sehr hilfreichsh, greetz henna82!
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26.10.2005, 10:10 Uhr von Abana1
Bewertung: sehr hilfreichDer Film hat mir auch richtig gut gefallen, da muß ich mir auch unbedingt mal die DVD besorgen. Gruss, Manu
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