Mystic River (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Sorsha
Was hält eine Freundschaft aus?
Pro:
Darsteller !!!; Story; Erzählweise; ...
Kontra:
eigentlich nichts
Empfehlung:
Ja
Jimmy, Sean und Dave sind beste Freunde. Als Dave eines Tages beim Spielen vor den Augen seiner Freunde von zwei Männern entführt wird, ist dies der Anfang vom Ende dieser Freundschaft. Nach 4 Tagen kann Dave seinen Entführern entkommen, doch nichts ist mehr so wie es war.
25 Jahre später.
Die 3 ehemals besten Freunde sind nur noch flüchtige Bekannte. Dave und Jimmy leben immer noch in ihrem alten Stadtteil in Boston, während Sean inzwischen innerhalb der Stadt umgezogen ist.
Eines Tages kreuzen sich ihre Wege aufgrund eines grauenhaften Verbrechens. Jimmys Tochter Katie wurde ermordet. Sean, der inzwischen bei der Polizei gelandet ist, übernimmt mit seinem Partner den Fall. Je weiter sie in dem Fall vordringen, um so deutlicher scheint sich eine Verbindung zu Dave herauszustellen.
Sollte Dave tatsächlich der Täter sein?
*** Die Hauptfiguren
Um die Story etwas besser zu beleuchten, will ich hier jetzt kurz die Hauptfiguren vorstellen.
Nach der Entführung von Dave wird nichts mehr wie es war. Während Dave sich in sich zurückzieht und immer wieder von neuem den Missbrauch zu erleben scheint, kämpfen Jimmy und Sean mit der Frage „Was wäre, wenn ich in das Auto gestiegen wäre?“. Keiner von beiden will sich die Antwort ausmalen, doch beide werden für immer damit leben müssen.
Nach dem DAVE jahrelang mit niemandem über das Erlebte gesprochen hat, droht ihn dieses nun von Innen heraus aufzufressen. Als typischer Einzelgänger zieht er sich von seiner Frau immer mehr zurück und sucht Zuflucht in Einsamkeit und Alkohol.
JIMMY führt seine innere Unruhe schnell auf die schiefe Bahn. Mit einigen mehr oder weniger großen Verbrechen macht er sich einen Namen unter seinesgleichen und bei der Polizei. Nach einem kurzen Aufenthalt im Knast schlägt er jedoch eine ehrliche Laufbahn an und lebt von nun an von einem kleinen Laden und für seine Familie.
SEAN hat das damalige Verbrechen auf die andere Seite des Gesetzes geführt. Der Polizeibeamte versucht nun alle Arten von Verbrechern zu schnappen, um so solche schrecklichen Verbrechen zu verhindern.
Neben den 3 Hauptcharakteren spielen aber noch andere Personen eine wichtige Rolle.
Celeste – Daves Frau. Nach und nach wird die Angst vor ihrem Mann immer größer. Was einst als kleine Merkwürdigkeit begonnen hat, artet in Kurzschlüssen aus. Wobei Dave eventuell sogar einen Menschen getötet hat.
Annabeth – Jimmys Frau. Als Stiefmutter von Katie ist sie genau wie alle anderen von der Tragödie geschockt, doch das Leben muss weitergehen. Vor allem da sie ihre beiden kleinen Töchter beschützen muss.
Brendan – ein Junge aus der Nachbarschaft, der sich rührend um seinen stummen Bruder kümmert. Doch das kann ja nicht das ganze Leben sein. So wollten Katie und Brendan eigentlich an jenem Tag die Stadt verlassen und in Las Vegas ein neues Leben beginnen.
Whitey – der Kollege von Sean. Gemeinsam mit Sean setzt er alles daran, den oder die Täter zu fassen zu kriegen. Doch wer hat denn nun mit seinen Vermutungen recht?
So weit zu den Personen. Es kommen natürlich noch wesentlich mehr Personen vor. Allerdings würde das jetzt doch den Umfang meines Berichtes sprengen, wenn ich jeden aufzähle.
*** Die Darsteller
Sehr selten kommt es vor, dass mich ein ganzes Schauspieler-Ensemble so überzeugt.
Zum einen wären das die 3 Hauptfiguren Jimmy (Sean Penn), Sean (Kevin Bacon) und Dave (Tim Robbins). Alle drei spielen ihre Rollen mit einer solchen Intensität, dass einem schon Angst und Bange werden kann. Gleich zwei von ihnen wurde dann ja auch die Ehre zuteil, für einen Oscar nominiert zu sein (Sean Penn und Tim Robbins).
Ebenfalls für Oscar-würdig wurde das Spiel von Marcia Gay Harden gehalten. Dem kann ich nur zustimmen. Sie spielt hier die Ehefrau von Dave. Neben ihr finde ich auch noch Laura Linney als Jimmys Frau sehr überzeugen, auch wenn sie nur recht kurze Auftritte hat.
Die anderen Darsteller sind natürlich auch hervorragend ausgewählt. Doch beeindrucken kann von ihnen niemand so sehr, wie die oben genannten.
Damit ihr die Schauspieler etwas besser einordnen könnt, ein kurzer Überblick:
* Sean Penn – vor diesem Film war mir vor allem seine Darstellung in Dead Man Walking in Erinnerung. Neben der Schauspielerei führt er aber auch selbst Regie. Weitere Filme: Im Vorhof der Hölle, The Game, I am Sam, ...
* Kevin Bacon – ist einer der Darsteller, der immer mal wieder auftaucht, gute Leistung abliefert, aber doch nie zu den ganz Großen in Hollywood gezählt wird. Schade eigentlich, denn ich sehe ihn immer wieder gerne. Filme mit ihm: Sleepers, Echoes, 24 Stunden Angst, Footloose, ...
* Tim Robbins – ist nicht unbedingt der große Blockbuster-Darsteller und deshalb den meisten eher unbekannt. Allerdings glänzt er immer wieder in „kleineren“ Filmen (z.B. Short Cuts). Er hat sich aber auch als Regisseur einen Namen gemacht (Dead Man Walking). Weitere Filme: Human Nature, Mission to Mars, Cadillac Man, …
* Marcia Gay Harden – die meisten können mir ihrem Namen gar nichts anfangen. Dabei sieht man sie immer wieder in mehr oder weniger großen Rollen. So war sie zum Beispiel auch schon bei dem Eastwood-Film Space Cowboys dabei. Weitere Filme: Rendezvous mit Joe Black, Flubber, Die Geschichte vom Spitfire-Grill, ...
* Laura Linney – arbeitete bereits bei dem Film Absolute Power mit Clint Eastwood zusammen. Ansonsten kennt man sie aus sehr unterschiedlichen Filmen (Das Leben des David Gale, Zwielicht, Haus Bellomont, Die Truman Show).
*** Der Regisseur:
Viele kennen ihn eher als Dirty Harry, doch Clint Eastwood zeigt uns schon seit Jahren, dass er nicht nur vor der Kamera solide Arbeit abliefert. So erreicht uns alle paar Jahre mal ein neuer Film von ihm, in dem er manchmal sogar gleich noch die Hauptrolle spielt. Beispiele: Space Cowboys, Ein wahres Verbrechen, Die Brücken am Fluss
Bei Mystic River verzichtete er diesmal auf sein eigenes Auftreten und überließ 3 jüngeren Darstellern das Feld. Was aber durchaus positiv zu beurteilen ist.
*** Meine Meinung:
Den größten Pluspunkt dieses Films habe ich ja bereits erwähnt: die Darsteller. Schon allein wegen ihnen werde ich mir den Film bestimmt noch mal anschauen. Nächster erwähnenswerter Pluspunkt ist die Story. Von Anfang an wird man in die Story hineingezogen. Was durchaus als eine „Tatort“-Story beginnt wird schnell zu einen Charakterstudie. Neben dem grausamen Verbrechen und dessen Aufklärung rücken die Figuren und deren Verhalten immer mehr in den Vordergrund. Hervorragend gemacht.
In ruhigem Erzähltempo wird die Geschichte langsam vorangetrieben. Die Zeit nimmt sich Clint Eastwood einfach. Der Film ist immerhin 137 Minuten lang. Ist man jedoch einmal gefesselt von der Story und beeindruckt von den Darstellern, kann einen nichts mehr davon abbringen den Film bis zum Schluss zu genießen.
Passend zum Tempo des Film wird Musik hier recht spärlich eingesetzt. Nur in leisen Tönen dringt die Titelmelodie (teils in etwas abgewandelter Form) immer wieder hervor.
Obwohl mich der Film überzeugt hat, habe ich auch eine Kleinigkeit entdeckt, die mich gestört hat. Der Schluss ist etwas zu lang. Nach der Aufklärung des Film wird noch zu lange Zeit an die Charaktere verschwendet. So gut mir die Darsteller in ihren Rollen auch gefallen haben, den Film 5 Minuten eher auf der Straße enden zu lassen, wäre die besser Lösung gewesen. Welche Szene ich genau meine, will ich jetzt nicht erläutern, da ich nicht zu viel verraten will.
*** Fazit:
Mystic River empfehle ich jedem, der die Ruhe hat sich einer Story hingebungsvoll zu widmen. Die Bereitschaft, den Film langsam auf sich wirken zu lassen, sollte auf alle Fälle vorhanden. Wer nur mal eben für 2 Stunden unterhalten werden will, sollte doch besser auf einen anderen Film zurückgreifen.
*** Meine Bewertung:
Volle Punktzahl, da ich schon lange nicht mehr so viele hervorragend besetzte Charaktere auf einem Haufen gesehen habe.
*** Film-Daten:
Originaltitel: Mystic River (Ist übrigens ein Fluss, der durch Boston fließt.)
Deutscher Titel: Mystic River
Jahr: 2003
Land: USA
Regie: Clint Eastwood
Darsteller: Sean Penn. Kevon Bacon, Tim Robbins, Marcia Gay Harden, Laura Linney, …
70 Bewertungen, 18 Kommentare
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18.04.2007, 00:38 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreichSH und LG - Anja
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04.04.2007, 15:53 Uhr von kathyblue
Bewertung: sehr hilfreich^^~~ sh & lg kathy ~~^^
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04.04.2007, 15:22 Uhr von rosewitch
Bewertung: sehr hilfreich♥(¨*•.¸SH & LG Diana¸.•*¨)♥
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29.03.2007, 16:44 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris :-)
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18.03.2007, 22:08 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreich***sh+lg ***
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11.03.2007, 17:42 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreich**sh+lg** Sandra :o)
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02.03.2007, 16:34 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico :-)
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01.03.2007, 18:35 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreich(¯`•.¸* SH & LG *¸.•´¯)
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27.02.2007, 19:46 Uhr von Qantas
Bewertung: sehr hilfreichGrüße aus Köln! :-)
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26.02.2007, 12:22 Uhr von doelau
Bewertung: sehr hilfreichEin ganz toller Bericht! Gruß doelau
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22.02.2007, 10:22 Uhr von hope1
Bewertung: sehr hilfreichich muss gestehen, dass ich das Ende unlogisch fand... aber man will ja nun nix verraten :)
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20.02.2007, 19:23 Uhr von Nick_Neschi
Bewertung: sehr hilfreicho---> lg...jonny :o)
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18.02.2007, 21:31 Uhr von diana75
Bewertung: sehr hilfreich‹^› ‹(•¿•)› ‹^›G*R*U*S*S*‹^› ‹(•¿•)› ‹^›
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18.02.2007, 21:25 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße :o)
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07.02.2007, 20:41 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichein sh von mir für Dich. LG Stephan
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06.05.2006, 22:18 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichenthält alles, was ich darüber wissen wollte-klasse geschrieben ;o) ... lg susi -->--->---@
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04.05.2006, 03:15 Uhr von sebbelino
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich, liebe grüße
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02.05.2006, 12:51 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht....LG Sandy :-)))
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