Nachhilfe und Prüfungsvorbereitung Testbericht

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Erfahrungsbericht von rsdcberlin

Keine schlechten Noten mehr

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe Yopi-Mitglieder,
hier endlich mal Tipps von jemandem der schlechte Noten verteilte (manchmal leider)
Als Dozent im EDV-Bereich bin ich in Schulen tätig. Am Anfang möchte ich erst mal analysieren, warum ihr schlechte Noten bekommt.

Logisch, weil ihr die Arbeit verhauen habt, das Thema verfehlt usw. Aber das wisst ihr ja allein. Es gilt die Gründe dafür zu finden und die Ursache abzustellen. Dass jemand wirklich „dumm“ ist das ist sehr unwahrscheinlich. Oft ist es Konzentrationsschwäche durch Übermüdung. Schüler mit Prüfungsängsten sind auch keine Seltenheit. Schüler die einfach keine Zeit zum Lernen hatten, dies ist meist der Hauptgrund.

Jetzt die Tipps, wie ihr das alles abstellen könnt.

Als erstes solltet ihr natürlich von euch selbst überzeugt sein. Euch ist klar , dass ihr für euch lernt und für niemand anderen. Im späteren Beruf ist euer Wissen gefragt. Ihr braucht das Erlernte um es in die Tat umzusetzen.

Wer kann mir beim Lernen helfen?

Ganz einfach, allein lernen macht keinen Spass. Verabredet euch mit Freundin oder Freund und geht ein Thema gemeinsam duch. Dabei hat jeder einmal die Lehrer- und Schülerrolle. Diese Art der Nachhilfe ist zudem noch kostenlos. Versucht den Lernstoff etwas aufzulockern. Kleine Späße zwischendurch lassen auch alles nicht so trocken erscheinen. Versucht mal ganz bewusst die Lehrerrolle einzunehmen. Ihr sollt eurem Gegenüber versuchen etwas beizubringen. Also ausdenken wie der das am Besten versteht. Ja es ist so, besonders gut begreift man selber ein Thema, wenn man es jemand beibringen soll. Durch Zwischenfragen bleibt alles viel besser im Gedächtnis, weil man im Unterbewusstsein einen Beziehungspunkt hat. Ihr habt mehr Zeit zum Lernen wenn ihr euch nicht allzuviel für einen Tag vornehmt. Verschiebt Treffen, Disco- oder Kinobesuche lieber auf das Wochenende. Dann habt ihr einen guten Grund euch darauf zu freuen und seid entspannter für die nächste Woche.

Wann fangt ihr mit dem Lernen an?

Prüfungen werden nicht erst einen Tag vorher bekannt gegeben. In der Regel hat man eigentlich genug Zeit sich vorzubereiten. Meist schiebt man das aber bis auf die letzte Minute hinaus. Irgendwie gefallen einem Prüfungen ja auch nicht gerade, und man schiebt sie aus seinem Bewusstsein. Bloß nicht daran denken. Und wenn, dann kneift es im Magen und uns wird ganz schlecht. Hier nun mein Tipp, wie ihr das umgeht. Macht euch erst mal einen Zeitplan, wann ihr lernen könntet. Legt dazu bestimmte Wochentage und Uhrzeiten fest. Tragt sie wenn möglich im Kalender ein. Diese Zeiten gehören dann zu den unabänderlichen Terminen, wie ein geplanter Discobesuch, Feten oder Ferien.
Versucht dann euren Lernstoff auch im Internet zu finden. Das lenkt erstens etwas ab, und ist zweitens ganz interessant. Auch Fachbücher, egal woher, können euren Horizont noch erheblich erweitern. Notiert Stichpunkte und baut euch damit Eselsbrücken.

Auf das Richtige Lernen kommt es an

Bei bestimmten Fächern ist es sinnvoll, etwas auswendig zu lernen. Zum Beispiel Mathematik, Erdkunde Biologie und Chemie. Gemeint sind hier Formeln und die Grundkenntnisse. Andererseits erfordern einige Themen aber auch logisches Denken und Verständnis. Aufgaben müssen also auch verstanden sein. Die Zusammenhänge erklärbar. Wenn ihr bei einigen Themen etwas nicht versteht, dann fragt halt so lange nach, bis der Groschen bei euch gefallen ist. Euer Leitspruch sollte also nicht sein - das begreife ich sowieso nie-, sondern - Ich will wissen wie das funktioniert -. Die auswendig gelernte Formel nützt euch nämlich gar nichts, wenn ihr nicht wisst, wie ihr sie verwendet.



Wie bekämpft man nun Prüfungsangst?

Den Abend vorher alles für den nächsten Tag vorbereiten. (Schulmappe, Unterlagen, Bekleidung ) das lenkt etwas ab und man ist am Morgen nicht in Stress. Den Wecker rechtzeitig !!! stellen. Möglichst zur selben Zeit wie sonst auch. Das Frühstück ganz in Ruhe einnehmen. Nicht vergessen die Toilette zu benutzen. (Eine volle Blase lenkt ab und macht einen nur noch nervöser). Als Frühstückslektüre irgendwas lustiges lesen. Das entkrampft, wenn man lachen muss. Auf gar keinen Fall nochmals die Prüfungsaufgaben durchgehen. Auf dem Weg zur Schule ruhig mal die schöne Natur bewundern. Also seinen Geist freihalten. Mal ganz bewusst etwas tiefer die Luft einatmen. Das erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut und weckt das Langzeitgedächtnis. So entspannt kann euch nun nicht mehr viel passieren.

Was kann man gegen Übermüdung am Prüfungstag tun?

Natürlich früher schlafen gehen. Wichtig ist, dass dies nicht mit vollem Magen passiert. Auch hier, bereitet für den nächsten Tag alles vor. Wer morgens noch viel zu erledigen hat, der schläft unruhig. Jetzt wisst ihr alle selber, wann ihr am ehesten müde werdet. Einige beim Fernsehen, andere beim Lesen von Büchern. Lest und schaut möglichst etwas langweiliges, oder etwas wovon man träumen möchte. Spürt ihr dann Müdigkeit, dann legt das Buch weg, schaltet den Fernseher aus und fangt an mit geschlossenen Augen vor euch hin zu träumen. Schwupps werdet ihr auch wirklich einschlafen und morgens entspannt erwachen.

Der große Tag - die Prüfung

Ihr habt alle meine Ratschläge befolgt, dann kann auch nichts mehr schief gehen. Oder doch?
Ach ja, die dummen Prüfungsfragen. Nehmt euch beim Lesen genug Zeit. Die beste Antwort nützt nichts, wenn sie am Thema vorbeiging. Habt ihr vor der Prüfung noch die Möglichkeit Fragen zu stellen, dann nutzt das auch. Manchmal können Aufgaben doppeldeutig sein. Lieber vorher noch mal nachhaken. Dann beantwortet erst die Fragen, die ihr am ehesten wisst. Das macht dann den Kopf frei für die schwierigeren. Klopft euch dann gedanklich auf die Schulter, immerhin habt ihr einen Teil schon erledigt. Das löst ein bischen den Stress. So mancher Gedankenblitz zu den schwierigeren Aufgaben hat dann freie Fahrt. Eine Uhr in Reichweite verrät euch immer, wieviel Zeit ihr noch habt.
Habt ihr glücklicher Weise alles geschafft und noch Zeit? Dann bloß nicht die Arbeitsbogen schnell aus der Hand geben. In Ruhe nochmal alles durchgehen. Meist liegen die Fehler bei den ersten Aufgaben, die man beantwortet hat. Einfach nur Flüchtigkeit oder der Anfangsstress. Aber auch nicht voreilig verbessern. Vielleicht war die erste Eingebung doch richtig. Jedenfalls nutzt eure gesamte Zeit voll aus.

Schlusswort

Ich selbst hatte ja schon unzählige Prüfungen hinter mir und mich erst mit der Zeit perfektioniert. Prüfungsangst? Die kenne ich nicht mehr. Meine jetzigen Schüler auch nicht, haben sie sich doch an meine Ratschläge gehalten, und sie bekommen keine schlechten Noten mehr. Euer rsdcberlin

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • katze370

    14.04.2006, 19:04 Uhr von katze370
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schade, dass dein Bericht so wenige Lesungen hat. Diese Tipps könnten bestimmt vielen Schülern helfen. Hol ihn doch durch eine kleine Änderung in deiner Liste ganz nach oben! LG Katze