Nagelhärtern Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Erfahrungsbericht von Finron
Wenn Mann sich die Nägel lackiert...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
...hat er entweder brüchige Fingernägel oder besondere sexuelle Vorlieben. Letzteres ist bei mir nicht der Fall, wohl aber Ersteres. Die Nägel reißen, splittern, brechen in einem fort. Auch wenn ich sie kurz halte, irgendwann knickt was ab und dann hab ich den Salat. Doch Gottseidank wohne ich in einem gemischtgeschlechtlichen Haushalt und da gibts im Badezimmerschrank eine Ecke, die ganz der Nagelpflege vorbehalten ist.
Eine Geschichte voll von Irrtümern...
*********************************************
Mein langer Leidensweg begann kurz nachdem ich mir erstmals den Bass umgeschnallt hatte. Ich bevorzugte schon bald das Zupfen mit den Nägeln. Ging irgendwie schneller und hatte einen „härteren” Klang als mit den Fingerkuppen. Irgendwann beim Spielen allerdings verabschiedete sich der Nagel von meinem Zeigefinger. Kaum war er nachgewachsen, verabschiedete er sich wieder. Etwas musste getan werden.
Erst stopfte ich kiloweise Kieselerde in mich rein, erfolglos. Dann kam ich auf die „glorreiche” Idee, mir Tischtennisbälle zurechtzuschneiden und unter die Nägel zu kleben. Mit Pattex. Das Ergebnis war verheerend: Mein Nagel löste sich auf, meine Finger brannten, ich war erst mal schachmatt gesetzt. Nächster Versuch: Künstliche Fingernägel. Doch die verabschiedeten sich noch schneller als meine Naturhorn-Plecs.
Die vermeintliche Erlösung nahte in Gestalt eines weiblichen Wesens: „Versiegel deine Nägel mit Nagelhärter, dann spielst Du erst den ab, bevors an die Substanz geht.” Gesagt, getan. Im Supermarkt kaufte ich den billigsten Nagelhärter (ich glaub er war von ForYou) und bepinselte meine Finger damit. Jeden Tag, denn nach einer Probe oder Übungssessions daheim war der Lack meist ab. Und immer wieder auch miene Nägel. Mist. Aber eins merkte ich immerhin: Wenn ich mit Härter behandelte, rissen meine Nägel nicht mehr so schlimm ein. Immerhin etwas.
Das Problem: Brüchige Nägel
************************************
So viel zur Vorgeschichte. Heute spiel ich nicht mehr so oft Bass. Aber das Problem ist geblieben. Manchmal weiß ich gar nicht, warum meine Nägel splittern. Ich mach die Autotür auf, plötzlich tuts am Zeigefinger weg und ich seh: Abgebrochen. Wäre ja kein Problem, wenn Nachschneiden reichen würde. Aber leider zieht sich ein haarfeiner Riss bis übers Nagelbett. Aua. Wenn man da nichts tut, wandert der Riss weiter und weiter.
Erst gestern wieder hab ich meinen Fingernagel am rechten Zeigefinger abgebrochen. Selbstverständlich mit einem senkrechten Riss bis über das Nagelbett. Und was macht der schlaue Finron da? Kaum ist er daheim, stürzt er sich auf das Nagelpflege-Schränkchen seiner Liebsten. Was es nicht alles für Farben gibt: Himmelblau, Silbermetallic, Rotbraun,... Nichts dabei, was ich benutzen und noch mit Würde am nächsten Tag in die Arbeit gehen könnte.
*Pinsel Pinsel*
******************
Doch da, ganz hinten am Boden liegt er, der lang gesuchte Nagelhärter. Von Manhattan, aha. Nicht ganz transparent, mir einem leicht gelblich-bräunlichen Ton, aber dezent genug, dass ich ihn guten Gewissens mal nehm. Das Zeug riecht streng - wie alle Nagellacke, wie ich nach einer kurzen Geruchsprobe durch die Tiefen des Badezimmerschranks feststelle. Zwei tiefe Züge, und man ist breit wie ein XXL-Sofa. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich Frauen die Nägel lackieren? Wer weiß.
Nicht unterkriegen lassen, sondern pinseln. Ich setz den Pinsel kurz hinter dem Riss, auf halber Nagellänge, an, zieh einmal drüber. Na, schaut nicht so gut aus. Zieht Schlieren. Und ich hab den Verdacht, das liegt am Nagelhärter und nicht an meiner Technik. Für die optisch ansprechende Rundum-Nagelpflege scheint der Nagelhärter also weniger geeignet zu sein. Das köntne auch der Grund sein, warum der Härter so weit hinten im Schrank lag.
Aber egal. Ich sitz da mit meinem Lackfleck auf dem Nagel, puste, wedel (alles, was ich im Frensehen und real Life gesehen habe) und warte. Nach so circa drei Minuten der erste Test. Ich noch nicht hart, sondern hat so eine zäh-klebrige Konsistenz. Fünf Minuten: Schon viel besser. obwohl noch immer nicht ganz ausgehärtet. Acht Minuten: Hurra, der Härter ist fest! Und alles Andere als glatt und eben. Mich störts ja nicht, schließlich hab ich kein kosmetisches Interesse an dem zeug, sondern ein medizinisches. Aber für den Normal-User dürfte das schon eine kleine bis mittlere Enttäuschung sein.
Wichtig für mich: Man sieht ihn bei flüchtigem Hinsehen kaum. Sehr gut. Erst wenn man den Finger gegens Licht hält, fällt ein glänziger Schimmer auf.
Langzeit-Wirkung
*********************
So, gestern abend hab ich den Nagelhärter drauf getan, jetzt um die Mittagszeit hat der Fleck schon deutlich an Fläche eingebüßt. Ungefähr zwei Drittel von ursprünglichen Nagelfläche ist noch mit Härter bedeckt. Zumindest mein Nagelriss auch noch. Obwohl ich wahrscheinlich heut abend noch nachbessern muss.
Für Ganznagel-Anwenderinnen dürfte so ein Ergebnis wohl eher unbefriedigend sein. Kaum 18 Stunden alt, der Lack-Anstrich und schon ruiniert. Dafür muss es Punkteabzug geben. Auch mit Rücksichtnahme auf meine Geschlechtsgenossen, die bei Manhattan-Anwenderinnen wahrscheinlich täglich eine viertel Stunde länger warten müssen, bis man endlich außer Haus kann.
Endergebnis
****************
Die Trocknungszeit find ich akzeptabel (auch wenn es mir schwer fällt, mich so lange ruhig zu halten). Einen zweiten Anstrich find ich jetzt nicht so unbedingt notwendig, weil der Härter gut abdeckt. Nur leider auch Schlieren zieht. Kann aber auch dran liegen, dass er schon etwas länger sein Dasein in unserem Haushalt fristet.
Für meine Zwecke ist der Manhattan-Nagelhärter durchaus geeignet, allerdings würd ich ihn zu anderen Zwecken als zum Flicken nicht unbedingt weiter empfehlen. So, und jetzt muss ich miene Wimpern nachtuschen :o)).
Über Tippfehler einfach drüber lackieren. Danke!
©Finron
Eine Geschichte voll von Irrtümern...
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Mein langer Leidensweg begann kurz nachdem ich mir erstmals den Bass umgeschnallt hatte. Ich bevorzugte schon bald das Zupfen mit den Nägeln. Ging irgendwie schneller und hatte einen „härteren” Klang als mit den Fingerkuppen. Irgendwann beim Spielen allerdings verabschiedete sich der Nagel von meinem Zeigefinger. Kaum war er nachgewachsen, verabschiedete er sich wieder. Etwas musste getan werden.
Erst stopfte ich kiloweise Kieselerde in mich rein, erfolglos. Dann kam ich auf die „glorreiche” Idee, mir Tischtennisbälle zurechtzuschneiden und unter die Nägel zu kleben. Mit Pattex. Das Ergebnis war verheerend: Mein Nagel löste sich auf, meine Finger brannten, ich war erst mal schachmatt gesetzt. Nächster Versuch: Künstliche Fingernägel. Doch die verabschiedeten sich noch schneller als meine Naturhorn-Plecs.
Die vermeintliche Erlösung nahte in Gestalt eines weiblichen Wesens: „Versiegel deine Nägel mit Nagelhärter, dann spielst Du erst den ab, bevors an die Substanz geht.” Gesagt, getan. Im Supermarkt kaufte ich den billigsten Nagelhärter (ich glaub er war von ForYou) und bepinselte meine Finger damit. Jeden Tag, denn nach einer Probe oder Übungssessions daheim war der Lack meist ab. Und immer wieder auch miene Nägel. Mist. Aber eins merkte ich immerhin: Wenn ich mit Härter behandelte, rissen meine Nägel nicht mehr so schlimm ein. Immerhin etwas.
Das Problem: Brüchige Nägel
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So viel zur Vorgeschichte. Heute spiel ich nicht mehr so oft Bass. Aber das Problem ist geblieben. Manchmal weiß ich gar nicht, warum meine Nägel splittern. Ich mach die Autotür auf, plötzlich tuts am Zeigefinger weg und ich seh: Abgebrochen. Wäre ja kein Problem, wenn Nachschneiden reichen würde. Aber leider zieht sich ein haarfeiner Riss bis übers Nagelbett. Aua. Wenn man da nichts tut, wandert der Riss weiter und weiter.
Erst gestern wieder hab ich meinen Fingernagel am rechten Zeigefinger abgebrochen. Selbstverständlich mit einem senkrechten Riss bis über das Nagelbett. Und was macht der schlaue Finron da? Kaum ist er daheim, stürzt er sich auf das Nagelpflege-Schränkchen seiner Liebsten. Was es nicht alles für Farben gibt: Himmelblau, Silbermetallic, Rotbraun,... Nichts dabei, was ich benutzen und noch mit Würde am nächsten Tag in die Arbeit gehen könnte.
*Pinsel Pinsel*
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Doch da, ganz hinten am Boden liegt er, der lang gesuchte Nagelhärter. Von Manhattan, aha. Nicht ganz transparent, mir einem leicht gelblich-bräunlichen Ton, aber dezent genug, dass ich ihn guten Gewissens mal nehm. Das Zeug riecht streng - wie alle Nagellacke, wie ich nach einer kurzen Geruchsprobe durch die Tiefen des Badezimmerschranks feststelle. Zwei tiefe Züge, und man ist breit wie ein XXL-Sofa. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich Frauen die Nägel lackieren? Wer weiß.
Nicht unterkriegen lassen, sondern pinseln. Ich setz den Pinsel kurz hinter dem Riss, auf halber Nagellänge, an, zieh einmal drüber. Na, schaut nicht so gut aus. Zieht Schlieren. Und ich hab den Verdacht, das liegt am Nagelhärter und nicht an meiner Technik. Für die optisch ansprechende Rundum-Nagelpflege scheint der Nagelhärter also weniger geeignet zu sein. Das köntne auch der Grund sein, warum der Härter so weit hinten im Schrank lag.
Aber egal. Ich sitz da mit meinem Lackfleck auf dem Nagel, puste, wedel (alles, was ich im Frensehen und real Life gesehen habe) und warte. Nach so circa drei Minuten der erste Test. Ich noch nicht hart, sondern hat so eine zäh-klebrige Konsistenz. Fünf Minuten: Schon viel besser. obwohl noch immer nicht ganz ausgehärtet. Acht Minuten: Hurra, der Härter ist fest! Und alles Andere als glatt und eben. Mich störts ja nicht, schließlich hab ich kein kosmetisches Interesse an dem zeug, sondern ein medizinisches. Aber für den Normal-User dürfte das schon eine kleine bis mittlere Enttäuschung sein.
Wichtig für mich: Man sieht ihn bei flüchtigem Hinsehen kaum. Sehr gut. Erst wenn man den Finger gegens Licht hält, fällt ein glänziger Schimmer auf.
Langzeit-Wirkung
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So, gestern abend hab ich den Nagelhärter drauf getan, jetzt um die Mittagszeit hat der Fleck schon deutlich an Fläche eingebüßt. Ungefähr zwei Drittel von ursprünglichen Nagelfläche ist noch mit Härter bedeckt. Zumindest mein Nagelriss auch noch. Obwohl ich wahrscheinlich heut abend noch nachbessern muss.
Für Ganznagel-Anwenderinnen dürfte so ein Ergebnis wohl eher unbefriedigend sein. Kaum 18 Stunden alt, der Lack-Anstrich und schon ruiniert. Dafür muss es Punkteabzug geben. Auch mit Rücksichtnahme auf meine Geschlechtsgenossen, die bei Manhattan-Anwenderinnen wahrscheinlich täglich eine viertel Stunde länger warten müssen, bis man endlich außer Haus kann.
Endergebnis
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Die Trocknungszeit find ich akzeptabel (auch wenn es mir schwer fällt, mich so lange ruhig zu halten). Einen zweiten Anstrich find ich jetzt nicht so unbedingt notwendig, weil der Härter gut abdeckt. Nur leider auch Schlieren zieht. Kann aber auch dran liegen, dass er schon etwas länger sein Dasein in unserem Haushalt fristet.
Für meine Zwecke ist der Manhattan-Nagelhärter durchaus geeignet, allerdings würd ich ihn zu anderen Zwecken als zum Flicken nicht unbedingt weiter empfehlen. So, und jetzt muss ich miene Wimpern nachtuschen :o)).
Über Tippfehler einfach drüber lackieren. Danke!
©Finron
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