Naked Weapon (DVD) Testbericht

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ab 18,59
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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher

Action + Erotik - Zwischen harter Kost und Trash!

Pro:

starker, wenn auch harter Beginn, hübsche Mädels ;) gute DVD-Ausstattung

Kontra:

Bruch im Film nach 40 Minuten, im ersten Teil sehr harte Kost, einige Unlogikkeiten und Storyschwächen, aber das gehört bei Trash dazu

Empfehlung:

Ja

Tony Ching Siu Tung, der Regisseur von Filmen wie der „Chinese Ghost Story“ - Trilogie und der China Swordsman“ - Trilogie schickt die schärfsten Frauen aller Zeiten in den Kampf.

I N H A L T
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Die mysteriöse Madame M (Almen Wong) betreibt eine ungewöhnliche Killerorganisation. Sie hat vierzig Mädchen im Alter von zwölf oder dreizehn, alles gute Sportlerinnen, die meisten sogar Kampfsportlerinnen, entführt. Auf einer einsamen Insel unterzieht sie die Mädchen einem brutalen Training, um am Ende eine Profikillerin aus ihrer Mitte zu bilden.

Kurz vor Ende der Ausbildung, als die letzten noch lebenden zehn in einem Kampf auf Leben und Tod die „Siegerin“ ausmachen sollen, ändert sie ihre Pläne und lässt nun drei Profikillerin auf die Welt los: Charlene (Maggie Q) und Katt (Anya), die beide mit der Zeit sehr gute Freundinnen geworden sind, sowie Jing (Jewel Lee), die über die Entscheidung von Madame M für drei Killerinnen nicht gerade glücklich ist und ihre Konkurrentinnen am liebsten getötet hätte. Diese drei töten nun auf der ganzen Welt für Madame M, wozu sie hauptsächlich ihre erotischen Reize einsetzen, um die Männer in Sicherheit zu wiegen und dann mit unglaublicher Brutalität zuzuschlagen.

Auf den Fersen von Madame M ist schon seit Jahren der CIA-Agent Jack Chen (Daniel Wu). Als er das erste Mal auf Charlene trifft, verlieben die beiden sich ineinander. Klar, dass diese Liebe einen schweren Stand hat...

M E I N U N G
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Uh, wie dieser Streifen nach einer kurzen Einführung beginnt, ist schon verdammt hart. Wer einen locker leichten Martial Arts Streifen erwartet, wird nach den ersten ca. vierzig Minuten geschockt sein. Es wird die Ausbildung der Kinder gezeigt. Diese - deutlich von ähnlichen Szenen in „Battle Royale“ inspiriert - sind vor allem psychisch extrem hart und alles andere als leichtere Kost, die man vielleicht erwarten können.

Da werden dreizehnjährige Mädchen ermordet, ihre Leichen am Strand angetrieben, da werden die Mädchen gezwungen sich gegenseitig zu töten und da endet das ganze - als man schon denkt, dass diese Phase nun vorbei sei - in einer brutalen Vergewaltigungsszene der letzen drei überlebenden Frauen. Allein dieser Anfang rechtfertigt schon eindeutig das Siegel „Keine Jugendfreigabe“.

Dieser Beginn ist - so komisch es sich anhören mag - stark. Er ist sicher nichts für schwache Nerven, aber mit so einer eindringlichen Intensität geschildert, dass man davon nicht unberührt bleiben kann. Man wird förmlich brutal gegen eine Wand gedrückt.

Fast schon leider, verändert sich nach diesen ersten vierzig Minuten der Film extrem: Nun bekommt man einen völlig anderen Film geboten, wohl die Art Film, die man erwarten durfte. Nun gibt es Action satt, man sieht die Frauen bei ihren Aufträgen und bekommt einen starken Endkampf geboten. Gewürzt wird das ganze mit einer Portion Erotik, da die Mädels ihren Körper einzusetzen wissen.

Leider driftet der Film bei den Actionszenen teilweise recht stark Richtung Trash ab. Das ist nicht unbedingt schlecht, da gerade Trash Filme aus Asien teilweise sehr gut unterhalten können (als Beispiel seien hier nur die „Black Mask“ Filme genannt), aber es steht in absolutem Widerspruch zum ersten Teil des Films. Wenn man den zweiten Teil alleine betrachten würde, dann wäre dies hervorragende Martial Arts Unterhaltung. Aber nach dem brutalen Beginn hätte man sich mehr Ernsthaftigkeit gewünscht.

Bei den Actionszenen sieht man, dass mit Tony Ching Siu Tung ein Mann am Werk war, der sein Werk voll versteht. Mit Slow Motion - Einstellungen, fliegenden Kameras und allem, was man von Blockbustern wie „Matrix“ kennt, wird exzessiv gearbeitet. Fast schon zu exzessiv.

Die Schauspieler wurden hauptsächlich fürs Auge gecastet: So verwundert es nicht, dass gleich drei Topmodels die Hauptrolle spielen. Aber sowohl Anya als auch Maggie Q, die eine große Augenweide für die männlichen Zuschauer sind (die wohl die Mehrheit stellen dürften) als auch Daniel Wu, der die weiblichen Besucher begeistern wird, haben schon oft genug bewiesen, dass sie mehr können als ihr Gesicht und ihren Körper in Hochglanzmagazinen zu präsentieren, vor allem dass sie gerade im Bereich Martial Arts sehr gut sind.

Insgesamt ein sehenswerter Streifen, der nur mit seiner Zweiteilung und dem dadurch bedingten Bruch in der Erzählung und einigen kleinen Storyschwächen sowie Unlogikeiten des Drehbuchs (Jack Chen trägt die schwerverletzte Mutter von Charlene zum Krankenhaus und hat zwischendurch immer mal wieder Zeit anzuhalten und zu erzählen) zu kämpfen hat. Sieben von zehn Punkten!

D V D
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Technische Informationen:
Bildformat: 1,78 : 1 anamorph
Tonformat: DTS, Dolby Digital 5.1, Headhphone Surround
Sprache: Deutsch, Englisch, Kantonesisch
Untertitel: Deutsch
Extras:

- Making Of
- Bildergalerie
- Bio- und Filmografien
- Trailer

Bei der DVD aus dem Hause McOne sollte man vor dem Kauf beachten, dass es zwei Versionen der DVD gibt. Die diesem Test zugrunde liegende Leihversion der DVD ist ungekürzt, bekam ein SPIO/KK-Gutachten: „strafrechtlich unbedenklich“ und ist indiziert. Die Kauf-DVD wurde dagegen um zwei Minuten gekürzt und hat dafür ein FSK 18 - Siegel bekommen und ist nicht indiziert.

Das Bild der DVD ist mehr als ordentlich. Keine Fehler oder Artefakte und kein Rauschen. Nur Kleinigkeiten, wie leichte Nachzieheffekte verhindern hier eine Höchstwertung. Beim Ton war McOne spendabel. Gleich sechs verschiedene Spuren befinden sich auf der DVD. Die deutsche DTS-Tonspur bringt gegenüber der DD 5.1 Spur dabei aber kaum Vorteile und ist eher unnötig. Die drei DD 5.1 - Spuren (in Deutsch, Englisch und Kantonsesisch) hätten dabei eigentlich gereicht, wobei die immer stärke im Vordringen befindliche Headphone Surround Technik auch ganz nett ist. Für diese liegt eine deutsche und eine englische Tonspur vor. Interessant ist übrigens, dass der Film in englisch gedreht wurde, dies also die Originaltonspur ist.

Der Extrabereich ist für einen Film, der wohl eher ein kleines Zielpublikum bedient, mehr als umfangreich. Das ca. dreiundzwanzig Minuten dauernde Making-Of ist ein recht guter Zusammenschnitt aus Interviews und Filmszenen, wobei besonders interessant ist, dass die Akteure und der Regisseur alle in anderen Einzelteilen den Schwerpunkt des Films sehen. Glücklicherweise sind die Interviews nur teilweise PR-lastig.

Neben Bio- und Filmografien zu den vier wichtigsten Darstellern (komischerweise mit ihren Rollennamen aufgeführt) und dem Regisseur befinden sich noch zwei sehr umfangreiche Bildergalerien (insgesamt über 60 Bilder aus dem Film und von der Produktion) sowie ein sehr großes Trailerangebot auf der DVD. Neben dem Originaltrailer zum Film selbst sind dies ganze 19 (!!!) Werbetrailer zu anderen McOne-Veröffentlichungen (darunter auch ein Trailer zu „Donnie Darko“, einem Film, den man nicht oft genug empfehlen kann. Insgesamt eine durchaus gelungene DVD-Veröffentlichung.

F A Z I T

Fans, dieser Art von Filmen werden ihren großen Spaß haben, dem Großteil wird man aber wohl leider aufgrund der Thematik und der Art der Inszenierung abraten müssen. Auch zum Einstieg in asiatische Trash-Granaten eignet sich „Naked Weapon“ aufgrund seines harten Anfangs nur bedingt.

Film: 7 von 10 Punkten!
DVD: 4 von 5 Punkten!
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Gesamt: 7 Punkte auf meiner 10er Skala!

D A T E N
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Titel Deutschland: Naked Weapon
Originaltitel: Naked Weapon
Genre: Action / Drama
Hongkong 2002, FSK 18 / Spio/JK, Laufzeit: 92 Minuten

Darsteller: Maggie Q (Charlene Ching), Daniel Wu (Jack Chen), Almen Wong (Madam M), Anya (Katherine), Marit Thoresen (Fiona Birch)

Regie: Ching Siu-ting
Produktion: Wong Jing
Buch: Wong Jing
Kamera: Choi Sung Fai
Musik: Ken Chan, Chan Kwong Wing
Schnitt: Angie Lam

W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0341495/

Online Filmdatenbank: http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=30663

© Björn Becher 2003, 2004

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