Tekken 4 (PS2 Spiel) Testbericht

Tekken-4-ps2-spiel
ab 23,17
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Jeratul

Tekken 4 – Erstes Tekken mit einer genialen Stroy

Pro:

- Sehr gute Story - Chars haben endlich sprechen gelernt :) - Mehr moves fuer die einzelnen Chars, Jin sogar fast Komplett andere moves

Kontra:

- Deutsche uebersetzung mangelhaft - kein tag team support :(

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich mir die Playstation 2 von meinem hart erarbeiteten Geld geleistet hatte, war eine Sache klar. Dieses ding ist IDEAL fuer Action und Prügelspiele. Also wurde gleich Tekken Tag Tournement geholt.

Natuerlich war ich begeistert von dem Spiel, schliesslich hatte es eine bessere Grafik als Tekken 3. Aber irgendwie hat der kick gefehlt, den ich hatte als ich Tekken 3 zum ersten mal gespielt habe. Tekken 3 hatte noch gut gemachte End Videos, was man bei TTT nicht behaupten konnte.

Doch zum Glueck schläft Namco nicht, sondern brachte einen weiteren Teil der Tekken Saga auf den Markt, die alle anderen Teile übertreffen sollte. Und das kann ich schonmal vorneweg nehmen, Tekken 4 übertrifft seine Vorgänger um längen die Astronomisch sind :)

Fangen wir mal an vom einlegen der DVD bis zum ersten Kampf:

Nachdem die PS 2 mit dem Spiel gefüttert wurde habt ihr die wahl zwischen 60 Hz oder 100 Hz darstellung. Sollte euer Fernseher nur ersteres unterstützen, solltet ihr von 100 Hz abstand nehmen, bei meinem TV hat es zu unübersichtlichen grauschleicher geführt. Allerdings muss man Menschen mit 100 Hz fähigem Fernseher richtig beneiden, den diesen ist ein Flüssigeres und vor allem Schnellerer Spiel. *neid*

Danach kommt eines der beiden genialen Intros von Tekken 4. Beide sind im grunde identisch, doch in einem werden Szenen von den 3 neuen kämpfern gezeigt, diese, im übrigen, sind eine sehr gute wohltat was die kämpferriege betrifft.

Nachdem man sich das Intro angesehen hat, oder mit der Start Taste übersprungen hat, kommt man zur Auswahl des Spielmodus. Erfahrene Tekken oder Beat em Up Spieler, werden natürlich sofort in den Story oder Arace Modus einsteigen. Weniger erfahrene werden sich wohl erstmal den Trainingsmodus anschauen wollen.

Doch egal ob Profi oder Einsteiger, erstaml gilt es die Optionen zu durchstöbern, den erstmal gilt es das Spiel an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Wie schwer soll es sein, wie laut oder leise die Musik, wieviel runden soll ein Match gehen, etc pp.

Danach kann man sich ins Kampfgetümmel stürzen. Das höhrt sich vielleicht ziemlich verwirrend ist allerdings nur mit ein paar Tasten Drückern erledigt. Beim kämpfen ist es aber mit ein paar Tasten drückern nicht erledigt, während es in Tekken 3 neulinge noch relativ einfach hatten (einfach auf die Tasten hämmern) ist es in Tekken 4 wirklich happig. Ein Einsteiger hat kaum mehr eine Chance gegen einen bereits geübten Spieler. Die Kämpfer haben nun mehr „Lebenskraft“ also brauchen mehr treffer um entgültig auf dem Boden liegen zu bleiben.

Das ist allerdings nicht die einzigste Änderung die sich Namco für Tekken 4 ausgedacht hat. Die areale sind nun nicht mehr endlose scheiben wie in den vorhigen Teilen, sondern sind begrenzt. Einige Arenen sind sehr weitläufig haben aber dafür sehr viele hindernisse, einige Arenen sind ziemlich klein, und wer da an die Wand geklatscht wird, kann sich auf viele schmerzen vorbereiten.

Das ist eine Änderung die viele Tekken fans sehnsüchtig erwartet haben, während z. B. Dead or Alive 2 schon begrenzte Arenen bietete, mussten sich die neidischen TTT und Tekken 3 spieler durch unendliche areale prügeln. Das hat jetzt ein Ende und bietet logischer weise auch neue Kampfstrategien, wer den gegner nämlich in die ecke drängen kann hat einen grossen Vorteil, den wenn man mal an einer Wand klebt, muss man sehr viel Ausdauer mitbringen um da wieder rauszu kommen.

Kommen wir aber endlich mal zu den Spielmodi die Tekken 4 so zu bieten hat.


Storymodus und Arcademodus:

Beide modi sind eigentlich identisch. Bis auf die tatsache das beim Storymodus noch eine Geschichte zu den Kämpfern erzählt wird, die bei Arcade einfach übersprungen wird. Aber ansonsten ist das Schema gleich.

2 Kämpfer stehen sich gegenüber, der ausgewählte vom Spieler und ein zufalls Gegner. Nur manchmal ist der nächste Gegner vom Spielkonzept her vorherbestimmt. Ein Gegner ist aber immer der selbe, und zwar der Endgegner Heichachi. Da er der Ausrichter des vierten Iron Fist Tournement (das soll Tekken uebersetzt heissen, bin aber net sicher) und die letzte instanz um das heissbegehrte Tunier zu gewinnen.

Natürlich hat jeder kämpfer seinen eigenen Grund warum er am Wettkampf Teilnimmt. Steve Fox zum Beispiel flieht vor der Mafia sucht aber auch gleichzeitig seine verlorene Mutter, Nina hingegen soll einen Auftragsmord begehen, und sie weiss das dass Ziel am Tunier teilnimmt. So entstehen auch zusammenhänge zwischen manchen Charakteren.

Survival Modus:

In diesem Modus braucht ihr vorallem eins...Ausdauer. Zuerst wählt ihr aber euren Kämpfer aus. Natürlich denjenigen, mit dem ihr am Besten könnt, ansonsten könnt ihr gleich einpacken. Den nachdem ihr den ersten Gegner zu Boden geschickt habt wird euere Lebensenergie nur ein wenig aufgefüllt, je nachdem wie lange ihr für den Kampf gebraucht habt. Und dann geht es etwas angeschlagen gegen den nächsten gegner.

Wie hier die Taktik lautet ist ja wohl klar, möglichst wenig selber getroffen werden, dafür den gegner um so härter. Hier zählt nicht immer die Geschwindigkeit, sondern vielmehr das überlegte vorgehen, allerdings sollte man nicht mit der angst in den kampf gehen, das man eh getroffen wird, das wäre fatal.

Der in den optionen eingestellte Schwierigkeitsgrad Spielt im Survival Modus keine Rolle, er variiert von Leicht bis Schwer.

Time Attack Modus:

Hier kommt es allerdings auf Geschwindigkeit an. Den je schneller ihr eure Gegner auf den Boden schickt umso besser, und umso höher steigt ihr in der Bestenliste auf. Der Schwierigkeitsgrad ist vorgegeben und zwar auf Stufe Mittel, und die rundenanzahl ist auf 2 Runden begrenzt.

Tekken Force Mode:

Tekken 3 Spieler warden diesen Modus schon kennen, und sich vermutlich noch an den ewigen frust erinnern den man damit hatte. Schliesslich musste man den TFM 4 mal durchspielen um endlich an Dr. B. zu kommen. Eins sei vorweg genommen, der Frust Faktor ist immer noch da, aber dafür ist die Grafik besser :)

Im TFM muesst ihr euch horden von Gegnern stellen. Aber keine Angst die meisten brauchen nur ein paar Schläge oder Tritte um liegen zu bleiben. Für jeden Gegner den ihr zu Boden schickt, bekommt ihr Zeit gutgeschrieben. Sollte es euch nicht gelingen eure Zeit über 1 zu halten ist das Spiel vorbei, genauso, als wuerdet ihr KO geschlagen, was auch passieren kann, sogar wird, da man beim ersten Spielen, gar nicht so richtig mitkriegt woher den jetzt die ganzen Gegner auftauchen.

Trainings Modus:

Kein Wettstreit ansich, hier kannst du deine Kampfkünste Trainieren, was man einsteigern in die Tekken Saga nur empfehlen kann, da es sich in einigen Punkten von anderen Beat em Ups sehr unterscheidet. Hier kann man jeden Charakter Trainieren und sich sogar vom Computer die moves vorführen lassen.

Alles in allem übertrifft dieser Trainings Modus den von Tekken 3, was bei einer fortsetzung aber sowiso zu erwarten ist.

Soviel zu den einzelnen Modi kommen wir jetzt mal zu ein paar Gameplay punkten:


Grafik:

Hier hat Namco einen Riesenschritt nach vorne gemacht, keine Kantigen Männlein und Weiblein mehr, keine wie Puppen wirkenden Charaktere, sondern richtig schön anzusehende Figuren. Und da rede ich nicht nur von den Weiblichen Figuren :D

Die Kampfarenen sind auch sehr gut umgesetzt, da gibt es zum beispiel die Weitläufige Einkaufshalle, mit einem springbrunnen in der Mitte, oder eine Arena umringt von anfeuernend Menschen, die sogar mal hinklatschen, falls einer der kämpfer zu stark zu ihnen geschleudert wird.

Mehrere Ebenen zum kämpfen wie in Dead or Alive gibt es leider nicht. Es gibt aber dafür wie in DoA Zerstörbare Objekte, allerdings ist das interagieren mit der Umgebung nicht so Primär wie in DoA.

Sound:

Einer der wenigen Kritik Punkte an dem Spiel, zwar sind die synchonistationen der Kämpfer recht gut gelungen, und das Jin Kazama als Japaner auch japanisch spricht tut der Atmosphäre sehr gut. Allerdings höhrt es sich an, wenn man getroffen wird, als würde man in einen Sandsack tretten. Also kurz und bündig, der Sound ist einigermassen gut, aber Namco hätte da viel mehr rausholen können und müssen.

Spielbarkeit:

Namco hat für Tekken eine eigne Schlag und Tret dynamic entwickelt. So habt ihr 2 Tasten fuer Schläge und 2 Tasten fuer Tritte, die jeweils unterteilt sind in Links und Rechts. Damit ist natuerlich die Vorderseite eures Gamepad voll Belegt. Die vier Tasten für eure Zeigefinger Belegt man am besten mit Kombinationen (z. B. X+O, X+Dreieck, etc.) damit man sich nicht die Finger beim doppelt drücken nicht abbricht.

Wie man die natürlich belegt, sollte jeder für sich selber rausfinden, da jeder andere Lieblingskombos anwendet.

Schwierigkeitsgrad:

Für single player Spieler bietet Tekken schon einiges. Das reicht von Easy (Der Computer schlägt dann und wann mal zu, weicht sehr selten aus, blockt kaum...ist also Prügelknabe) bis Ultra Schwer (Der Combi erahnt quasi deine Aktionen, schlägt sehr bedacht zu, versucht deinen Schwachpunkt zu finden und nutzt in Knadenlos aus). Es ist also für jeden was geboten.

Multyplayerfähigkeit:

Klassischer 1 on 1 Prügler, es gibt keinen Tag Team Modus wie bei TTT oder DoA 2. Schade eigentlich, aber offenbar wollte Namco wieder back to the roots. Also können folglich nur 2 Menschliche individuen gegeneinander antreten, und wenn es mehr leute sind, muss man sich halt irgendwie einigen ^^

Story:

Jeder Charakter hat seine Eigene Story, einige vermischen sich mit einander, anderen stehen alleine. Im grunde sind sie sehr gut gemacht, vorallem Jin´s story hat es mir angetan. Die jeweilen End sequenzen sind auch sehr gut in Szene gesetzt. Den einzigsten Kritik punkt den ich hier äussern kann ist wohl die an manchen stellen grausame übersetzung aus dem Englischen. Ich höhre lieber dem Englisch sprechenen erzähler zu, als noch die fehlerhafte Textübersetzung zu lesen.

Fazit:

Mit Tekken 4 hat sich Namco, verdienterweise, wieder die Krone im Fighting genre auf der PS2 auf das haupt gesetzt. DoA 2 ist sehr schön und sehr gut, doch Tekken 4 ist besser :) zumindestens, bis man mit 3 oder 4 leuten gleichzeitig spielen möchte.

Das Spiel ist auf jedenfall sein Geld wert, und wer lange genug sucht wird es auch für 40 Euro finden, wenn es nicht längst schon soviel kostet, habe es nämlich schon knapp ein Jahr und habe es über Ebay erworben. Da habe ich neu (also Spiel war orginal verpackt) 30 Euro bezahlt.

So far
Jeratul

15 Bewertungen