Angstspiel (Taschenbuch) / Jonathan Nasaw Testbericht
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Erfahrungsbericht von fruchtbecher
Versteck dich!!
Pro:
Stil des Autors, Vielseitigkeit, Spannung
Kontra:
etwas lahmer Anfang
Empfehlung:
Ja
Also machte ich einen Spaziergang in den nächsten Buchladen und wollte mir mal ein paar Bücher anschauen. Doch diese stach mir direkt ins Auge, da es scheibbar ganz neu und auf einem kleinen Podium plaziert war.
ANGSTSPIEL von Jonathan Nasaw
Es dauerte nicht lange (Klappentext, Titel und Einband haben mich überzeugt), da lag das Buch auf meinem Nachttisch.
Und um euch meinen damaligen Wissensstand etwas näher zu bringen, hier die Kurzeinleitung auf dem Buchrücken:
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Wovor haben sie am meisten Angst?
Für ihn ist es ein Spiel. Er tötet Menschen, die an Phobien leiden, auf eine Art und Weise, die sie am meisten fürchten. Seit Jahrzehnten schon ist er auf der Jagd.
Am letzten Arbeitstag vor seiner Pensionierung erhält FBI-Special Agent Pender einen entscheidenden Hinweis auf den wahnsinnigen Serienkiller.
Ein mörderisches Duell beginnt.
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Leserschaft
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Das Buch ist eine Art Mischung aus Thriller und Horror. Da ich ein Fan der Steven King Büchern bin und auch sonst am liebsten spannende Bücher mit viel Handlung lese, klang das genau nach dem richtigen für mich. Das Buch ist also nicht für Kinder oder besonders ängstliche Menschen geeignet. Und wenn man es liest, muss man damit rechnen in den nächsten Nächten schlechter zu träumen.
Für so etwas bin ich aber glücklicherweise nur bei Filmen anfällig.
Ich würde sagen, dass das Buch am ehesten Leser zwischen 20 und 30 anspricht.
Verlag
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WILHELM HEYNE Verlag München
Die Originalausgabe "Fear Itself" erschien 2003 bei Atria Books
Der Autor
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Jonathan Nasaw lebt in Pacific Grove in Kalifornien. In dieser Gegend spielen auch die meisten seiner Geschichten. Dieses Buch ist aus seiner Reihe über den Agenten Pender, der die Hauptfigur ist. Der Vorgänger heißt "Die Geduld der Spinne" (2001) und der Nachfolger "Seelenesser" (2004).
Aufbau des Buches
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Das Buch umfasst 431 Seiten inklusive Epilog
Es ist in 10 größere betitelte Abschnitte geliedert, die jeweils in 4 bis 10 kleinere Teile untergliedert sind.
Aussehen
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Das Buch ist vorne schwarz, an der Seite und hinten blau.
Abgebildet ist vorne der Teil des Gesichts einer Fra, die in der Dunkelheit kaum zu sehen ist. Man erkennt nur ihre Lippen, ihr Kinn und einen Teil der Nase.
Unten drunter steht in weiß ein Kommentar der Washington Post: "Hier werden die schlimmsten Albträume wahr".
Ich fing mit relativ großen Erwartungen an, das Buch zu lesen und ob diese enttäuscht wurden oder nicht, werdet ihr im Folgenden erfahren:
Ich möchte nur noch betonen, dass ich hier keine Zusammenfassung von dem Buch schreiben möchte und auch nicht zu viel verraten werde. Wär ja langweilig, oder?
Die Geschichte
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Der FBI-Special Agent Pender ist ein Specialist für Serienkiller und will in einigen Wochen seinen Ruhestand antreten.
Seine Nachfolgerin soll Linda Abruzzi werden. Als Pender gerade dabei ist sie in ihre neuen Aufgaben einzuweisen, erhält er einen Brief. In diesem wird er davon unterrichtet, dass innerhalb eines Jahres 3 Menschen, die an einer Tagung über Phobien teilgenommen haben auf mysteriöse Weise umgekommen sind. Jedes Mal soll es sich um Selbstmord gehandelt haben. Aber wieso stürzt sich jemand, der Höhenangst hat vom 19. Stock eines Gebäudes?
Da diese Frage auch Pender beschäftigte, beschloss er Abruzzi bei ihren Ermittlungen zu helfen.
Pender
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Pender wird dargestellt als alter, etwas ungepflegter und nicht besonders attraktiver schusseliger Opi. Trotzdem ist er durchaus intelligent und ist vor allem durch seine Erfahrung jemand, der die Geschichte schneller voranbringt.
Er ist immer der Erst und der Schnellste. Eine Art Held im Antihelden-Kostüm.
Abruzzi
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Abruzzi ist etwa 35 Jahre alt und für ihr Alter schon überreif. Das aber im negativen Sinne. Sie scheint ihren Lebensmut verloren zu haben, hat keine Freunde und scheinbar auch keinen Spaß. Das liegt vor allem daran, dass sie an multipler Sklerose leidet und immense Rücken und Gehprobleme hat. Sie wurde von ihrem Posten degradiert und landet deshalb bei Pender.
Abruzzi scheint mir während des Buches etwas verblödet und fast schon nervig. Ich finde diese Figur hätte Nasaw weglassen können, da sie die Geschichte nicht voranbringt. Sie ist die Verbindung zu 2 der Opfer des Serienkillers, spielt selbst aber erst am Ende des Buches eine Rolle.
Der Autor verrät viel über das Leben und die Schicksalsschläge der beiden und man bekommt tiefe Einblicke in ihre Psychen. Sie sind sehr gut dargestellt und es gefällt mir, dass man Stück für Stück in das Leben der Agenten involviert wird.
Der Serienkiller
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Simon Childs ist meine Lieblingsfigur in dem Buch. Er wir als bedachter und intelligenter, durchaus attraktiver Mann gezeift. Die Einblicke, die man in sein bisheriges Leben und in seine Gedankenwelt bekommt, sind meine Lieblingsstellen in dem Buch. Sie sind sehr gut und nachvollziehbar beschrieben und fügen sich optimal in die Geschichte ein.
Die Person des Killers ist dem Autor sehr gut gelungen.
Die Opfer
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Die leiden ja alle an irgendwelchen Phobien. Allerdings habe ich da etwas anderes erwartet. Einige der Phobien sind ja schon nahezu langweilig und auch der damit zusammenhängende Mord hat mich nicht wirklich berührt oder geschockt. Naja, es hätte mich eher interessiert, wie die bereits zu Beginn des Buches verstorbenen umgekommen sind.
Das Leben der Opfer wird mit seinen Schattenseiten immer ganz gut erfasst und man bekommt einen Eindruck von der Gefühlswelt und den Benachteiligungen der Phobiker.
Der Verlauf der Geschichte
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In den ersten Kapiteln wird man landsam in das Leben der FBI-Agenten eingeführt und bekommt einen ersten Eidruck von den Hauptfiguren.
Der Einstieg in die Morde des Serienkillers ist etwas lahm und zieht sich sehr. Auch wenn man schon auf den ersten Seiten in einen Mord involviert wird, der auch interessant beschrieben ist, bekommt man das Gefühl, dass der Verlauf etwas abflacht. Wie gesagt, wird die Abruzzi ständig beschrieben und man erfährt viel über die vergangenheit.
Zu Beginn ist mir Simon Childs zu passiv. Auch überschlagen sich die Ereignisse nicht gerade. Das liegt aber vor allem an Nasaws Erzählstil. Pro großes Kapitel erlebt der Leser das Geschehene aus mehreren Perspektiven. Es kann schon passieren, dass gerade etwas super spannendes passiert ist, man aber auf der nächsten Seite wieder das von vor 10 Minuten liest. Nur ist es diesmal zum Beispiel aus Abruzzis Perspektive.
So schlimm wars jetzt nicht immer, aber teils war der darauffolgende "Rückblick" etwas extrem.
Naja, es hatte auch seine Vortele: Man wird so besser in die Geschichte gezogen und kann sich besser in die Figuren hineinversetzen.
Ab der Mitte des Buches ging es dann etwas zügiger und ab Seite 300 oder so war ich sehr zufrieden. Dann find alles an sich zu überschlagen, Ereignis über Ereignis. So soll es sein!
Das Ende war mir etwas zu abrupt und der Epilog zu kurz. Ansonsten ein sehr gutes Ende.
FAZIT und KRITIK
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Meine Erwartungen an das Buch waren zugegebenermaßen recht hoch und wurden leider auch etwas enttäuscht. Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
Die Idee finde ich nach wie vor gut, jemanden mit seiner Phobie umzubringen. (Natürlich nur im Buch) Gabs so noch nicht.
Auch der Schreibstil, der Niveau hat, hat mir gefallen.
Die Szenenüberschneidungen haben ihr Für und Wider. Manchmal gefiels mir sehr gut, andere Male hätte ich es anders gemacht.
Begeistert hat mich die Figur des Mörders, die facettenreicher nicht hätte sein können. Dafür habe ich Abruzzi, wie gesagt, erst gegen Ende akzeptiert.
Die Beschreibung der Morde war teilweise nichts für schwache Nerven und man konnte gut mit den Opfern mitfühlen. Auch wenn ich ja bessere Phobien für dieses Thema wüsste.
Der Humor und die Liebe kamen hier auch nicht zu kurz. Pender ist ein sehr witziger Charakter, der auch viel Charme hat. Das Theme Sexualität hat auch eine tragende Rolle gespielt und man erfuhr dazu auch einiges. Auch wenn das dann auch nichts mehr für schwache Nerven war, weil es teils schon ins eklige ging. Aber für die Geschichte war es so schon ganz okay.
Also: anfangs ein wenig lahm aber ab der Mitte echt spitze!!
Bye, anna
14 Bewertungen, 9 Kommentare
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17.12.2005, 00:58 Uhr von MasterDeniz
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich und Interessant :-) Gegenlesen macht freude, mfg
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16.12.2005, 03:36 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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16.12.2005, 00:21 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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15.12.2005, 01:32 Uhr von mandymom
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/>
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14.12.2005, 10:34 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG von Claudia
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14.12.2005, 00:11 Uhr von Doro1975
Bewertung: sehr hilfreichKlasse! LG Doro
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13.12.2005, 23:58 Uhr von Rauschkugel
Bewertung: sehr hilfreichschöner bericht sh
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13.12.2005, 23:31 Uhr von Tigerente1106
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich LG Stefan :-)
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13.12.2005, 23:17 Uhr von Lidlefood
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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