Angstspiel (Taschenbuch) / Jonathan Nasaw Testbericht
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Erfahrungsbericht von vampire-lady
von Langeweile getrieben
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Buch stand bei Karstadt rum – der Titel zog mich an und auch der Klappentext klang vielversprechend (wie so oft eigentlich), außerdem meinte ich über Jonathan Nasaw schon positives gehört zu haben. Gekauft habe ich es dann nicht, gibt ja auch andere Lösungen. Im Endeffekt habe ich es mal wieder über buchticket.de bezogen, ein freundliches Mitglied hat gesehen, daß ich es suche und es mir als Leihgabe geschickt. Die Deutsche Erstausgabe aus dem Hause Heyne (TB v. 2004, 431 Seiten) hat € 12,- gekostet – die Karstadt-Ausgabe hatte aber anders ausgesehen.
Beim Lesen stellte sich zunächst allerdings Enttäuschung ein. So ganz glücklich wurde ich nämlich mit dem Schreibstil nicht – außerdem hat Nasaw diese blöde Neigung dem Leser unerklärte Abkürzungen (FBI-zeugs) und eine geballte Ladung Fremdworte an den Kopf zu schmeißen, abgesehen davon, daß mich die Golfabenteuer einer Hauptfigur ungemein langweilten. Eigentlich sollte man dem Autor mal beibiegen, daß er mehr auf die Handlung achten sollte und nicht so sehr darauf, dem Leser merkwürdiges Zeug beibringen zu wollen. So um Seite 75 herum wollte ich schon aufgeben, als ich dann aber frustriert bei Ciao herumsurfte und feststellte, wer alles das Buch positiv bewertet hat, gab ich dem Wälzer eine zweite Chance und wenig später wurde die Geschichte besser. „Angstspiel“ (Fear Itself) ist kein kochend heißer Thriller, die Geschichte blubbert vielmehr dahin. Rückblickend ist es wohl Geschmackssache ob man so etwas mag.
Meine größte Irritation besteht allerdings darin, daß die Originalausgabe in 2003 erschienen ist, während die Figuren in der Handlung immer noch das Jahr 2000 Problem beschäftigt. Geht irgendwo nicht ganz zusammen.
Aber jetzt zum Inhalt:
Linda Abruzzi wird vom FBI aufs Abstellgleis geschoben, als sie an MS erkrankt. Zur Büroarbeit verdonnert, wird sie in eine Abteilung versetzt, die auf pure Recherchearbeit setzt und vor allen Dingen kurz vor der Schließung steht. Ihr Vorgänger, Pender (ein Original), war dort ebenfalls kaltgestellt worden. Der kuriose Bald-Rentner hat aber aus der Not eine Tugend gemacht und dort einige Erfolge gefeiert. Nun soll er eigentlich seinen Resturlaub nehmen und Golfspielen, aber er kann es nicht lassen und steht Linda weiterhin zur Seite, indem er einfach die Laufarbeit übernimmt – nebenbei hat es ihn voll erwischt: er kann das letzte Opfer eines Serienkillers gerade noch aus dessen Händen befreien, und Dorie (ich musste immer an den Fisch aus Nemo denken) ist einfach ein Prachtweib nach Penders Geschmack. Leider erleidet bei dieser Aktion die Schwester des Killers einen plötzlichen Herztod. Der Killer haut ab und will sich an Pender rächen. Zuvor aber hatte Serienkiller Childs sich aber über 20 Jahre daran ergötzt Phobiker zu quälen, indem er sie mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontierte und folterte. Ausgerechnet Dorie, eine gute Bekannte von Childs, war dem Killer (von dem sie nicht wusste, wer er war) auf die Spur gekommen und hatte sich an Penders/Lindas FBI-Abteilung gewagt, als sie feststellte, daß immer mehr Phobiker eines merkwürdigen Todes starben oder einfach verschwanden – so daß bei Dorie alle Fäden zusammen liefen. Nach Dories Befreiung kippt Childs verdrehte Psyche völlig in sich zusammen...
Die Grundidee von Childs ist dabei nicht zu verachten. Leute mit ihren größten Ängsten zu konfrontieren und zu ermorden, bietet sich für einen Thriller schlichtweg an. Warum tut er dies aber? Als Kind wurden ihm die eigenen Phobien vom Großvater auf ähnliche Art und Weise ausgeprügelt, daß der arme Junge sich mangels seiner Phobien nun grenzenlos langweilt. Sein „Angstspiel“ soll dem vorbeugen, birgt aber auch das Risiko, daß die Opfer noch eine Weile leben müssen, um mitzuspielen – schließlich ist der Tod nicht zwingend das Ziel, sondern eher die Notwendigkeit. Nach außen hin ein netter freundlicher Zeitgenosse, der sich sogar um die Phobiker der Welt kümmert und Selbsthilfetreffen organisiert und Treffpunkte im Internet schafft und sich um seine behinderte Schwester kümmert, spielen sich in seinem Keller ganz andere Szenen ab, die der Autor aber teilweise verschwimmen lässt. Man weiß was Childs treibt, man kann es sich vorstellen, aber genauere Beschreibungen umgeht Nasaw. Er ist ja auch mit den Golfspielszenen zu beschäftigt. Natürlich birgt Golf einen reizvollen Kontrast zum Angstspiel, aber wozu? Childs Fassade bricht mit seiner Entdeckung zusammen. Der gleichzeitige Tod seiner Schwester bewirkt, was Childs immer befürchtet hat – er verliert den Bodenkontakt zur normalen Welt, denn seine Sorge um sie war immer sein Halt zur Vorsicht. Nun überschreitet er die letzte Schwelle zum Irrsinn, dadurch ganz offensichtlich gekennzeichnet, daß er sein Aussehen an das seines Großvaters anpasst. Nasaw lässt dem Leser allerdings keine Gelegenheit, dies selbst zu erkennen, das wird einem dann doch rechtzeitig gesagt. Dabei fasziniert seine Freundlichkeit, seine Umgänglichkeit mit der er sich selbst um seine Opfer kümmert – allerdings auch die Selbstverständlichkeit mit der er mordet. Trotzdem gelingt es ihm nicht in die Riege eines Hannibal Lector aufzusteigen. Einfach nicht gut genug. Eigentlich ist das schade, denn dadurch, daß der Erzähler die Perspektiven zwischen den Figuren ständig wechselt, kann er sich jedem Charakter ausführlich widmen. Schade nur, wenn er sich mit Blödsinn ablenken lässt. Außerdem habe ich ein Tempoproblem. Der Childsstrang läuft zwar parallel zum FBI-Strang, hat aber wesentlich mehr Tempo, denn Pender und Linda kommen mir häufig ziemlich behäbig vor. Natürlich ist man als Leser auch ein wenig ungeduldig – schließlich ist der Killer ja dem Leser von Anfang an bekannt(, und auch dem FBI nach einigen 100 Seiten).
Reichlich konfus ist auch die FBI-Arbeit. Natürlich wird wieder mal eifrig im www gewühlt. Das gute alte Internet muß in seinem Mysterium und seinen unendlichen Weiten immer wieder für diverse Thriller herhalten, so daß es auch diesmal eine Nebenrolle spielt, leider keine wirklich gute... dient es doch nur dazu Childs zu Abruzzi zu locken. Wieder so ein merkwürdiger Zufall. Childs ist auf der Suche nach Pender und zufällig wohnt einer seiner Internetphobiker bei Pender um die Ecke? Und ganz zufällig reagiert ein Killer, der seit Urzeiten aktiv ist, genau auf den einzigen Foreneintrag eines Neu-Phobikers, der zufällig der Fake einer FBI-Agentin ist? etwas gebündelt, die Zufälle.
Auch Abruzzi ist nicht mein Fall – ich mag die Frau nicht. Ok sie hat MS, aber seit „das Fenster zum Hof“ ist es halt cool, wenn der zuständige Ermittler irgendein körperliches Handicap hat, und wenn schon nicht das – dann hat er eben einen Defekt an der Klatsche. In meiner Herzlosigkeit konnte ich auch die Informationen des Autors über ihre vielfältigen Befindlichkeiten genauso wenig würdigen, wie die über Penders sexuelle Akrobatik mit Dorie. Pender ist eine John Wayne Type im grottigen Outfit eines debilen Frührentners. Seine völlig unkonventionelle Art verschafft dem Kuriosum aber die Sympathien der Leser, die ein Buch braucht – auch wenn es eher Kopfschütteln auslöst, wenn ein Ermittler erst ein ehemaliges Opfer poppt (Respekt übrigens für seine Kondition in seinem Alter) und dann noch zur Killerverfolgung mitschleift. Eine wichtige Randfigur auf der „guten Seite“ ist Pool, Penders Vorzimmertante und eine FBI-Legende, hinter der Miss Moneypenny verblassen mag. Frage mich nur, was so eine Frau (ihre vielfältigen Kontakte verschaffen ihr eine Position gleich hinter dem Herrgott) in einer so ungeliebten Abteilung tut? Und trotz Lindas Bemühungen, die ohne Pool gar nichts auslösen würden, gelingt keine vernünftige Koordination der FBI-Arbeit. Nach wie vor wird ein durchgeknallter Serienkiller von einem Krüppel und einem Rentner in die Zange genommen. Gut, daß diese Gedanken sich erst nach Buchende formen und nicht schon während der Lektüre.
Das Finale? Auch wenn ich Abruzzi nicht mochte, fand ich es doch mies, wie Nasaw diese Figur am Ende abfertigte. Auch wenn alles auf diesen ätzenden amerikanischen Helden-Pathos hinausläuft, durch den sie in ungeahnte Heldenhöhen gehoben wird und irgendwo Gerechtigkeit erfährt. Gefällt mir nicht. Überhaupt das Finale – geboren daraus, daß der Autor die Kurve dazu nur durch den Effekt einer spektakulären Explosion bekommt. Die Explosion passt nicht wirklich in den Stil der Erzählung – man verlässt sich danach nur allzu schnell darauf, daß Childs sich in die Luft gejagt hat. Es sei übrigens noch erwähnt, daß Linda mittlerweile auch noch zufällig bei Pender eingezogen ist... ich glaube den Rest kann man sich denken?!
Da ich derartige Gedankengänge erst nach dem Lesen habe und nicht währenddessen, will ich aber bei der Sternchenverteilung berücksichtigen, daß mich der Krimi trotzdem ganz gut unterhalten hat.
Beim Lesen stellte sich zunächst allerdings Enttäuschung ein. So ganz glücklich wurde ich nämlich mit dem Schreibstil nicht – außerdem hat Nasaw diese blöde Neigung dem Leser unerklärte Abkürzungen (FBI-zeugs) und eine geballte Ladung Fremdworte an den Kopf zu schmeißen, abgesehen davon, daß mich die Golfabenteuer einer Hauptfigur ungemein langweilten. Eigentlich sollte man dem Autor mal beibiegen, daß er mehr auf die Handlung achten sollte und nicht so sehr darauf, dem Leser merkwürdiges Zeug beibringen zu wollen. So um Seite 75 herum wollte ich schon aufgeben, als ich dann aber frustriert bei Ciao herumsurfte und feststellte, wer alles das Buch positiv bewertet hat, gab ich dem Wälzer eine zweite Chance und wenig später wurde die Geschichte besser. „Angstspiel“ (Fear Itself) ist kein kochend heißer Thriller, die Geschichte blubbert vielmehr dahin. Rückblickend ist es wohl Geschmackssache ob man so etwas mag.
Meine größte Irritation besteht allerdings darin, daß die Originalausgabe in 2003 erschienen ist, während die Figuren in der Handlung immer noch das Jahr 2000 Problem beschäftigt. Geht irgendwo nicht ganz zusammen.
Aber jetzt zum Inhalt:
Linda Abruzzi wird vom FBI aufs Abstellgleis geschoben, als sie an MS erkrankt. Zur Büroarbeit verdonnert, wird sie in eine Abteilung versetzt, die auf pure Recherchearbeit setzt und vor allen Dingen kurz vor der Schließung steht. Ihr Vorgänger, Pender (ein Original), war dort ebenfalls kaltgestellt worden. Der kuriose Bald-Rentner hat aber aus der Not eine Tugend gemacht und dort einige Erfolge gefeiert. Nun soll er eigentlich seinen Resturlaub nehmen und Golfspielen, aber er kann es nicht lassen und steht Linda weiterhin zur Seite, indem er einfach die Laufarbeit übernimmt – nebenbei hat es ihn voll erwischt: er kann das letzte Opfer eines Serienkillers gerade noch aus dessen Händen befreien, und Dorie (ich musste immer an den Fisch aus Nemo denken) ist einfach ein Prachtweib nach Penders Geschmack. Leider erleidet bei dieser Aktion die Schwester des Killers einen plötzlichen Herztod. Der Killer haut ab und will sich an Pender rächen. Zuvor aber hatte Serienkiller Childs sich aber über 20 Jahre daran ergötzt Phobiker zu quälen, indem er sie mit ihren schlimmsten Ängsten konfrontierte und folterte. Ausgerechnet Dorie, eine gute Bekannte von Childs, war dem Killer (von dem sie nicht wusste, wer er war) auf die Spur gekommen und hatte sich an Penders/Lindas FBI-Abteilung gewagt, als sie feststellte, daß immer mehr Phobiker eines merkwürdigen Todes starben oder einfach verschwanden – so daß bei Dorie alle Fäden zusammen liefen. Nach Dories Befreiung kippt Childs verdrehte Psyche völlig in sich zusammen...
Die Grundidee von Childs ist dabei nicht zu verachten. Leute mit ihren größten Ängsten zu konfrontieren und zu ermorden, bietet sich für einen Thriller schlichtweg an. Warum tut er dies aber? Als Kind wurden ihm die eigenen Phobien vom Großvater auf ähnliche Art und Weise ausgeprügelt, daß der arme Junge sich mangels seiner Phobien nun grenzenlos langweilt. Sein „Angstspiel“ soll dem vorbeugen, birgt aber auch das Risiko, daß die Opfer noch eine Weile leben müssen, um mitzuspielen – schließlich ist der Tod nicht zwingend das Ziel, sondern eher die Notwendigkeit. Nach außen hin ein netter freundlicher Zeitgenosse, der sich sogar um die Phobiker der Welt kümmert und Selbsthilfetreffen organisiert und Treffpunkte im Internet schafft und sich um seine behinderte Schwester kümmert, spielen sich in seinem Keller ganz andere Szenen ab, die der Autor aber teilweise verschwimmen lässt. Man weiß was Childs treibt, man kann es sich vorstellen, aber genauere Beschreibungen umgeht Nasaw. Er ist ja auch mit den Golfspielszenen zu beschäftigt. Natürlich birgt Golf einen reizvollen Kontrast zum Angstspiel, aber wozu? Childs Fassade bricht mit seiner Entdeckung zusammen. Der gleichzeitige Tod seiner Schwester bewirkt, was Childs immer befürchtet hat – er verliert den Bodenkontakt zur normalen Welt, denn seine Sorge um sie war immer sein Halt zur Vorsicht. Nun überschreitet er die letzte Schwelle zum Irrsinn, dadurch ganz offensichtlich gekennzeichnet, daß er sein Aussehen an das seines Großvaters anpasst. Nasaw lässt dem Leser allerdings keine Gelegenheit, dies selbst zu erkennen, das wird einem dann doch rechtzeitig gesagt. Dabei fasziniert seine Freundlichkeit, seine Umgänglichkeit mit der er sich selbst um seine Opfer kümmert – allerdings auch die Selbstverständlichkeit mit der er mordet. Trotzdem gelingt es ihm nicht in die Riege eines Hannibal Lector aufzusteigen. Einfach nicht gut genug. Eigentlich ist das schade, denn dadurch, daß der Erzähler die Perspektiven zwischen den Figuren ständig wechselt, kann er sich jedem Charakter ausführlich widmen. Schade nur, wenn er sich mit Blödsinn ablenken lässt. Außerdem habe ich ein Tempoproblem. Der Childsstrang läuft zwar parallel zum FBI-Strang, hat aber wesentlich mehr Tempo, denn Pender und Linda kommen mir häufig ziemlich behäbig vor. Natürlich ist man als Leser auch ein wenig ungeduldig – schließlich ist der Killer ja dem Leser von Anfang an bekannt(, und auch dem FBI nach einigen 100 Seiten).
Reichlich konfus ist auch die FBI-Arbeit. Natürlich wird wieder mal eifrig im www gewühlt. Das gute alte Internet muß in seinem Mysterium und seinen unendlichen Weiten immer wieder für diverse Thriller herhalten, so daß es auch diesmal eine Nebenrolle spielt, leider keine wirklich gute... dient es doch nur dazu Childs zu Abruzzi zu locken. Wieder so ein merkwürdiger Zufall. Childs ist auf der Suche nach Pender und zufällig wohnt einer seiner Internetphobiker bei Pender um die Ecke? Und ganz zufällig reagiert ein Killer, der seit Urzeiten aktiv ist, genau auf den einzigen Foreneintrag eines Neu-Phobikers, der zufällig der Fake einer FBI-Agentin ist? etwas gebündelt, die Zufälle.
Auch Abruzzi ist nicht mein Fall – ich mag die Frau nicht. Ok sie hat MS, aber seit „das Fenster zum Hof“ ist es halt cool, wenn der zuständige Ermittler irgendein körperliches Handicap hat, und wenn schon nicht das – dann hat er eben einen Defekt an der Klatsche. In meiner Herzlosigkeit konnte ich auch die Informationen des Autors über ihre vielfältigen Befindlichkeiten genauso wenig würdigen, wie die über Penders sexuelle Akrobatik mit Dorie. Pender ist eine John Wayne Type im grottigen Outfit eines debilen Frührentners. Seine völlig unkonventionelle Art verschafft dem Kuriosum aber die Sympathien der Leser, die ein Buch braucht – auch wenn es eher Kopfschütteln auslöst, wenn ein Ermittler erst ein ehemaliges Opfer poppt (Respekt übrigens für seine Kondition in seinem Alter) und dann noch zur Killerverfolgung mitschleift. Eine wichtige Randfigur auf der „guten Seite“ ist Pool, Penders Vorzimmertante und eine FBI-Legende, hinter der Miss Moneypenny verblassen mag. Frage mich nur, was so eine Frau (ihre vielfältigen Kontakte verschaffen ihr eine Position gleich hinter dem Herrgott) in einer so ungeliebten Abteilung tut? Und trotz Lindas Bemühungen, die ohne Pool gar nichts auslösen würden, gelingt keine vernünftige Koordination der FBI-Arbeit. Nach wie vor wird ein durchgeknallter Serienkiller von einem Krüppel und einem Rentner in die Zange genommen. Gut, daß diese Gedanken sich erst nach Buchende formen und nicht schon während der Lektüre.
Das Finale? Auch wenn ich Abruzzi nicht mochte, fand ich es doch mies, wie Nasaw diese Figur am Ende abfertigte. Auch wenn alles auf diesen ätzenden amerikanischen Helden-Pathos hinausläuft, durch den sie in ungeahnte Heldenhöhen gehoben wird und irgendwo Gerechtigkeit erfährt. Gefällt mir nicht. Überhaupt das Finale – geboren daraus, daß der Autor die Kurve dazu nur durch den Effekt einer spektakulären Explosion bekommt. Die Explosion passt nicht wirklich in den Stil der Erzählung – man verlässt sich danach nur allzu schnell darauf, daß Childs sich in die Luft gejagt hat. Es sei übrigens noch erwähnt, daß Linda mittlerweile auch noch zufällig bei Pender eingezogen ist... ich glaube den Rest kann man sich denken?!
Da ich derartige Gedankengänge erst nach dem Lesen habe und nicht währenddessen, will ich aber bei der Sternchenverteilung berücksichtigen, daß mich der Krimi trotzdem ganz gut unterhalten hat.
52 Bewertungen, 1 Kommentar
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11.09.2006, 22:45 Uhr von Kerith
Bewertung: sehr hilfreichDas ist mal ein SH, das sich sehen lassen kann :3 Sehr gut und informativ geschrieben! Und das hilfreich da verstehe ich gar nicht. oO
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