Die Geduld der Spinne (Taschenbuch) / Jonathan Nasaw Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2005
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Erfahrungsbericht von winterspiegel
Rotschopf im Visier des Killers
Pro:
Spannender Thriller, fesselnd und auf den Punkt gebracht
Kontra:
Nicht sehr viel
Empfehlung:
Ja
Wenn sich ein Verlag so unverfroren des verkaufsfördernden Aushängeschilds eines Hannibal Lecter bedient, muss er sich nicht wundern, dass der Eindruck entsteht, vorliegendes Werk hätte es bitter nötig und müsse durch eine solche Reklame tatkräftig unter die Arme gegriffen werden. Bezieht man dabei auch noch ein, dass Jonathan Nasaw hier sein Debüt vorlegt, könnte sich dieser Anschein wohl eher noch verdichten.
Denn mit das erste was einem optisch bei Nasaws Roman „Die Geduld der Spinne“ auch sofort in die Augen springt, ist der markante Werbespruch, der sich über die gesamte Buchvorderseite zieht und der vor Selbstvertrauen nur so zu strotzen scheint: „Wenn sie glauben, dass Hannibal Lecter ein böser Bursche ist, dann haben Sie den Killer in Nasaws Roman noch nicht kennen gelernt.“ The Toronto Sun
Treffendes und berechtigtes Zitat, oder nur mal wieder der Versuch, mit einem großen Namen auf sich gezielt aufmerksam zu machen?
Handlung
Als die Psychiaterin Irene Cogan sich ein Bild von dem Häftling machen soll, der bei einer Routinekontrolle der Polizei seine Begleiterin aufschlitzte und die Beamtin, die ihn überprüfen wollte schwer verletzt, merkt sie schnell, dass sie es mit einer außergewöhnlichen Person zu tun hat. Während des Gesprächs steht für die bekannte Psychologin schon nach kurzer Zeit fest, dass ihr Patient mehrere Charaktere fast übergangslos zustandebringen kann, also eine multiple Persönlichkeit ist. Doch so aufschlussreich der Fall für Irene auch sein mag (zumindest eine der Persönlichkeiten interessiert sich auch für Irene) wird der Mörder höchstwahrscheinlich so schnell wie möglich hingerichtet werden.
Der FBI-Veteran und eigenbrötlerische Agent Ed Pender ist schon geraume Zeit hinter einem brandgefährlichen Serienkiller her, der sich nur für Frauen mit einer ganz speziellen roten Haarfarbe zu interessieren scheint. Als Pender von dem Killer hört, der bei der Kontrolle festgenommen wurde, meint er seinen langgesuchten Verbrecher gefunden zu haben. Der FBI-Agent lässt sich als Häftling verkleidet in die Zelle von Maxwell – wie sich die Kontrollperson der schizophrenen Persönlichkeit nennt – sperren, um ihm verräterische Einzelheiten über unzählige andere Frauen zu entlocken, die laut Penders Meinung auch alle auf das Konto des einsitzenden Gefangenen gehen.
Doch alles kommt ganz anders. Der gerissene Maxwell bekommt heraus, wer der neue Mitgefangene in Wirklichkeit ist und kann sich unbemerkt von seinen Handschellen befreien. Anschließend gelingt es ihm den FBI-Mann niederschlagen und einen Wärter zu töten. Danach befreit Maxwell die anderen Gefangenen. Durch den dadurch entstehenden Tumult ist es für den durchtriebenen Killer ein Leichtes unterzutauchen.
Mit Hilfe seiner - mit den verschiedensten Fähigkeiten ausgestattetsten, jederzeit austauschbaren Charaktere, gelingt es Maxwell sich erstens bestialisch an der Polizistin und ihrer Lebensgefährtin zu rächen, die ihn um ein Haar die Giftspritze eingebracht hätte. Zweitens kurz danach die Psychiaterin Irene Cogan und ihre Freundin von der Straße weg zu kidnappen. Von der Psychiaterin verspricht sich Maxwell vor allem, seine so unterschiedlichen Persönlichkeiten besser im Zaum halten zu können. Doch da sind auch noch Irenes Haare, deren natürliche Farbe dem psychopatischen Mörder so gut gefallen...
Kritik
Vorab eine kleine Warnung an diejenigen gerichtet, die sich schon durch leichte Andeutungen von Gewalt und Grausamkeiten ins Boxhorn jagen lassen. Denn ganz eindeutig ist dieser Erstlingsroman von Jonathan Nasaw nichts für ängstlichere Naturen oder solche Leser, die bei expliziter Gewaltbeschreibung leicht Ekelgefühle bekommen. Stellenweise dürfte der Splatter und Blutfaktor sogar die in dieser Beziehung nicht gerade zimperlichen Hannibal Lecter-Bücher vom Romancier Thomas Harris ganz locker übertreffen und erreicht fast, den in diesem Bereich vielleicht als Referenz geltenden Roman „American Psycho“ von Ellis, Bret Easton, wenn es darum geht abartige Handlungen an Personen zu zeigen. Zwar blendet der Autor die allerletzte Konsequenz gerade noch einmal aus, für manchen weniger hartgesottenen dürfte das Ganze trotzdem haarscharf an der Grenze des Erträglichen vorbeischrammen.
So, nachdem sich jetzt höchstwahrscheinlich die Hälfte, die den Bericht bisher gelesen haben sich mit Grausen abwenden (und die andere Hälfte vermutlich erst richtig munter geworden ist), werde ich versuchen zu verdeutlichen, warum dieses Buch auch außerhalb des eben beschriebenen Gesichtspunkts einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat, wie vielleicht schon lange kein Serienkillerroman, Thriller oder auch Krimi in letzter Zeit mehr.
Es ist zuallererst der Schreibstil, der so einfach wie verblüffend effektiv eine mitreißende Geschichte erzählt. Relativ kurze, sich auf das wesentliche beschränkende Kapitel mit einem höllischen Tempo niedergeschrieben, die immer wieder zwischen den Ereignissen wechseln, lassen einen einfach nicht zur Ruhe kommen.
Schon in den Anfangsszenen als die Psychiaterin Tuchfühlung mit ihrem gemeingefährlichen Klienten aufnimmt, packt einen die schnörkellose Schreibe von Nasaw beim Schlafittchen und lässt einen nicht mehr so schnell los. Der Autor hält den Spannungsbogen immer schön unter Hochdruck. Längere Abschweifungen, Leerlauf oder gar Langeweile wird man im gesamten Buch dann auch vergeblich suchen. Allein schon der Bösewicht, den der Autor - von dem man in Zukunft hoffentlich noch viel hören wird – als sogenannte multiple Persönlichkeit erschaffen hat, ist als Gesamtcharakter außerordentlich unterhaltsam konstruiert worden. Es gibt sogar gutmütige Charakterformen, die sich als eigenständige Individuen manifestieren, aber meist gegen die abgrundtiefbösen Wesenszüge der Gesamtkreatur fast keine Chance haben.
Dies hört sich im ersten Moment unter Umständen etwas merkwürdig an, ist aber bei der Lektüre ein sehr reizvolles Element des fesselnden Handlungsverlaufs. Zwar erreicht diese Schurken-Verkörperung nicht ganz das Charisma eines schon erwähnten Hannibal Lecter, doch in einigen Phasen kommt sie doch verdammt nahe an die Verschlagenheit des berühmten Kannibalen heran. Gleich danach hat es mir eine Figur angetan, die vielleicht das vielbemühte Klischee des desillusionierten Bullen bedient, der noch den letzten Fall seines Lebens abschließen muss, bevor er sich entgültig zur Ruhe setzt. Die Beschreibung des FBI-Agenten kommt aber richtig sympathisch rüber und es werden sich sicher sehr viele Leser mit ihm identifizieren können.
Die Atmosphäre im gesamten Buch ist wie es sich für ein solches Werk auch gehört, meist leicht unbehaglich bis sehr düster gehalten. Sie bekommt durch die Wellen von Gewalt und der ständigen Bedrohung einen beklemmenden Unterton, der einem ständig versucht den Atem zu rauben.
Die Psychologin Irene Cogan ist anfänglich noch vom Tod ihres Ehemanns, der noch nicht so lange verstorben ist, beeinflusst und in ihren Handlungen sind noch gehemmt. Doch wenn sie ins kalte Wasser geworfen wird und es nur noch ums reine Überleben geht, muss sich zeigen aus welchem Holz die intelligente Frau wirklich geschaffen ist. Denn wenn Irene den Schlagabtausch mit Maxwell – oder einem seiner vielschichtigen Persönlichkeiten – aufnimmt bleibt wirklich kein Auge trocken. Der Autor gibt des weiteren ins Detail gehendes Fachwissen über seelenkundliche Spitzfindigkeiten wieder, um den Leser noch tiefer in das teuflische Geschehen dieser Geschichte mit einzubeziehen zu können.
Fazit
Selten zuvor überzeugte mich ein niedergeschriebener Thriller oder eine Serienkillerstory in letzter Zeit so sehr wie Jonathan Nasaws Version eines Killers mit verschiedenartiger Persönlichkeitsstruktur. Er hat meiner Meinung nach, die genau richtige Mischung aus ansprechender polizeilicher Ermittlungsarbeit, adrenalinhaltigem psychologischem Horror, und kompromissloser physischer Gewalt getroffen. Auf fast jeder der ganz genau 400 Seiten im Roman passiert etwas, dass einem die Haare zu Berge stehen lässt, aber einen gleichsam fast schon dazu nötigt immerzu weiterzulesen, um die angestaute unerträglich gewordene Neugier befriedigen zu können.
Deshalb bleibt mir eigentlich nichts weiter zu tun, als allen die auch nur im Entferntesten etwas für dieses Genre übrig haben, diesen Roman weiterzuempfehlen. Die wenig zimperlichen Gewaltphasen mit denen das Buch aufwartet, muss (darf) man natürlich dabei schon vorher einkalkulieren.
© winterspiegel für Ciao & Yopi
Jonathan Nasaw
Die Geduld der Spinne
Roman
Wilhelm Heyne Verlag
Preis: 12 Euro
Denn mit das erste was einem optisch bei Nasaws Roman „Die Geduld der Spinne“ auch sofort in die Augen springt, ist der markante Werbespruch, der sich über die gesamte Buchvorderseite zieht und der vor Selbstvertrauen nur so zu strotzen scheint: „Wenn sie glauben, dass Hannibal Lecter ein böser Bursche ist, dann haben Sie den Killer in Nasaws Roman noch nicht kennen gelernt.“ The Toronto Sun
Treffendes und berechtigtes Zitat, oder nur mal wieder der Versuch, mit einem großen Namen auf sich gezielt aufmerksam zu machen?
Handlung
Als die Psychiaterin Irene Cogan sich ein Bild von dem Häftling machen soll, der bei einer Routinekontrolle der Polizei seine Begleiterin aufschlitzte und die Beamtin, die ihn überprüfen wollte schwer verletzt, merkt sie schnell, dass sie es mit einer außergewöhnlichen Person zu tun hat. Während des Gesprächs steht für die bekannte Psychologin schon nach kurzer Zeit fest, dass ihr Patient mehrere Charaktere fast übergangslos zustandebringen kann, also eine multiple Persönlichkeit ist. Doch so aufschlussreich der Fall für Irene auch sein mag (zumindest eine der Persönlichkeiten interessiert sich auch für Irene) wird der Mörder höchstwahrscheinlich so schnell wie möglich hingerichtet werden.
Der FBI-Veteran und eigenbrötlerische Agent Ed Pender ist schon geraume Zeit hinter einem brandgefährlichen Serienkiller her, der sich nur für Frauen mit einer ganz speziellen roten Haarfarbe zu interessieren scheint. Als Pender von dem Killer hört, der bei der Kontrolle festgenommen wurde, meint er seinen langgesuchten Verbrecher gefunden zu haben. Der FBI-Agent lässt sich als Häftling verkleidet in die Zelle von Maxwell – wie sich die Kontrollperson der schizophrenen Persönlichkeit nennt – sperren, um ihm verräterische Einzelheiten über unzählige andere Frauen zu entlocken, die laut Penders Meinung auch alle auf das Konto des einsitzenden Gefangenen gehen.
Doch alles kommt ganz anders. Der gerissene Maxwell bekommt heraus, wer der neue Mitgefangene in Wirklichkeit ist und kann sich unbemerkt von seinen Handschellen befreien. Anschließend gelingt es ihm den FBI-Mann niederschlagen und einen Wärter zu töten. Danach befreit Maxwell die anderen Gefangenen. Durch den dadurch entstehenden Tumult ist es für den durchtriebenen Killer ein Leichtes unterzutauchen.
Mit Hilfe seiner - mit den verschiedensten Fähigkeiten ausgestattetsten, jederzeit austauschbaren Charaktere, gelingt es Maxwell sich erstens bestialisch an der Polizistin und ihrer Lebensgefährtin zu rächen, die ihn um ein Haar die Giftspritze eingebracht hätte. Zweitens kurz danach die Psychiaterin Irene Cogan und ihre Freundin von der Straße weg zu kidnappen. Von der Psychiaterin verspricht sich Maxwell vor allem, seine so unterschiedlichen Persönlichkeiten besser im Zaum halten zu können. Doch da sind auch noch Irenes Haare, deren natürliche Farbe dem psychopatischen Mörder so gut gefallen...
Kritik
Vorab eine kleine Warnung an diejenigen gerichtet, die sich schon durch leichte Andeutungen von Gewalt und Grausamkeiten ins Boxhorn jagen lassen. Denn ganz eindeutig ist dieser Erstlingsroman von Jonathan Nasaw nichts für ängstlichere Naturen oder solche Leser, die bei expliziter Gewaltbeschreibung leicht Ekelgefühle bekommen. Stellenweise dürfte der Splatter und Blutfaktor sogar die in dieser Beziehung nicht gerade zimperlichen Hannibal Lecter-Bücher vom Romancier Thomas Harris ganz locker übertreffen und erreicht fast, den in diesem Bereich vielleicht als Referenz geltenden Roman „American Psycho“ von Ellis, Bret Easton, wenn es darum geht abartige Handlungen an Personen zu zeigen. Zwar blendet der Autor die allerletzte Konsequenz gerade noch einmal aus, für manchen weniger hartgesottenen dürfte das Ganze trotzdem haarscharf an der Grenze des Erträglichen vorbeischrammen.
So, nachdem sich jetzt höchstwahrscheinlich die Hälfte, die den Bericht bisher gelesen haben sich mit Grausen abwenden (und die andere Hälfte vermutlich erst richtig munter geworden ist), werde ich versuchen zu verdeutlichen, warum dieses Buch auch außerhalb des eben beschriebenen Gesichtspunkts einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat, wie vielleicht schon lange kein Serienkillerroman, Thriller oder auch Krimi in letzter Zeit mehr.
Es ist zuallererst der Schreibstil, der so einfach wie verblüffend effektiv eine mitreißende Geschichte erzählt. Relativ kurze, sich auf das wesentliche beschränkende Kapitel mit einem höllischen Tempo niedergeschrieben, die immer wieder zwischen den Ereignissen wechseln, lassen einen einfach nicht zur Ruhe kommen.
Schon in den Anfangsszenen als die Psychiaterin Tuchfühlung mit ihrem gemeingefährlichen Klienten aufnimmt, packt einen die schnörkellose Schreibe von Nasaw beim Schlafittchen und lässt einen nicht mehr so schnell los. Der Autor hält den Spannungsbogen immer schön unter Hochdruck. Längere Abschweifungen, Leerlauf oder gar Langeweile wird man im gesamten Buch dann auch vergeblich suchen. Allein schon der Bösewicht, den der Autor - von dem man in Zukunft hoffentlich noch viel hören wird – als sogenannte multiple Persönlichkeit erschaffen hat, ist als Gesamtcharakter außerordentlich unterhaltsam konstruiert worden. Es gibt sogar gutmütige Charakterformen, die sich als eigenständige Individuen manifestieren, aber meist gegen die abgrundtiefbösen Wesenszüge der Gesamtkreatur fast keine Chance haben.
Dies hört sich im ersten Moment unter Umständen etwas merkwürdig an, ist aber bei der Lektüre ein sehr reizvolles Element des fesselnden Handlungsverlaufs. Zwar erreicht diese Schurken-Verkörperung nicht ganz das Charisma eines schon erwähnten Hannibal Lecter, doch in einigen Phasen kommt sie doch verdammt nahe an die Verschlagenheit des berühmten Kannibalen heran. Gleich danach hat es mir eine Figur angetan, die vielleicht das vielbemühte Klischee des desillusionierten Bullen bedient, der noch den letzten Fall seines Lebens abschließen muss, bevor er sich entgültig zur Ruhe setzt. Die Beschreibung des FBI-Agenten kommt aber richtig sympathisch rüber und es werden sich sicher sehr viele Leser mit ihm identifizieren können.
Die Atmosphäre im gesamten Buch ist wie es sich für ein solches Werk auch gehört, meist leicht unbehaglich bis sehr düster gehalten. Sie bekommt durch die Wellen von Gewalt und der ständigen Bedrohung einen beklemmenden Unterton, der einem ständig versucht den Atem zu rauben.
Die Psychologin Irene Cogan ist anfänglich noch vom Tod ihres Ehemanns, der noch nicht so lange verstorben ist, beeinflusst und in ihren Handlungen sind noch gehemmt. Doch wenn sie ins kalte Wasser geworfen wird und es nur noch ums reine Überleben geht, muss sich zeigen aus welchem Holz die intelligente Frau wirklich geschaffen ist. Denn wenn Irene den Schlagabtausch mit Maxwell – oder einem seiner vielschichtigen Persönlichkeiten – aufnimmt bleibt wirklich kein Auge trocken. Der Autor gibt des weiteren ins Detail gehendes Fachwissen über seelenkundliche Spitzfindigkeiten wieder, um den Leser noch tiefer in das teuflische Geschehen dieser Geschichte mit einzubeziehen zu können.
Fazit
Selten zuvor überzeugte mich ein niedergeschriebener Thriller oder eine Serienkillerstory in letzter Zeit so sehr wie Jonathan Nasaws Version eines Killers mit verschiedenartiger Persönlichkeitsstruktur. Er hat meiner Meinung nach, die genau richtige Mischung aus ansprechender polizeilicher Ermittlungsarbeit, adrenalinhaltigem psychologischem Horror, und kompromissloser physischer Gewalt getroffen. Auf fast jeder der ganz genau 400 Seiten im Roman passiert etwas, dass einem die Haare zu Berge stehen lässt, aber einen gleichsam fast schon dazu nötigt immerzu weiterzulesen, um die angestaute unerträglich gewordene Neugier befriedigen zu können.
Deshalb bleibt mir eigentlich nichts weiter zu tun, als allen die auch nur im Entferntesten etwas für dieses Genre übrig haben, diesen Roman weiterzuempfehlen. Die wenig zimperlichen Gewaltphasen mit denen das Buch aufwartet, muss (darf) man natürlich dabei schon vorher einkalkulieren.
© winterspiegel für Ciao & Yopi
Jonathan Nasaw
Die Geduld der Spinne
Roman
Wilhelm Heyne Verlag
Preis: 12 Euro
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