Naturmuseum Senckenberg Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von giwdul
Pflanzen, Dynosaurier und Embryonen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Anmerkung: Am Ende der Meinung befindet sich eine Erklärung der Fachausdrücke.
Das Naturkundemuseum Senckenberg in Frankfurt/Main dürfte wohl mit eines der umfangreichsten und interessantesten Museen in Deutschland sein. Da ich dort eine Zeit lang beruflich als tech. wiss. Ass. tätig war, möchte ich über dieses berichten und zwar nicht nur aus der Sicht des Besuchers.
Bereits 1817 gründete der Arzt Dr. J. Christian Senckenberg die Senckenbergstiftung aus welcher das Naturkundemuseum, 1907 erbaut, hervorging.
Dr. Senckenberg hatte bereits eine umfangreiche Sammlung aus den Bereichen der Paläontologie, Geologie und Mineralogie sowie Botanik und Mammalogie aufgebaut auch Stücke aus der Ichthyologie, Herpetologie und vor allem aus der Entomologie waren vorhanden, welche er von seinen zahlreichen Auslandreisen mitbrachte oder auch von befreundeten Wissenschaftlern erhielt.
Auf diesen Grundstock aufbauend wurde das Senckenberg Naturkundemusem zu einen Museum von Weltruf.
Jedoch nicht nur die sehr umfangreiche Schausammlung dieser Institution soll Erwähnung finden, auf diese werde ich nachfolgend noch eingehen, sondern vor allem auch der Forschungs- Bildungs- bzw. der Ausbildungsbereich sind hier mit anzusprechen.
Forschungsbereich
Für den Besucher verborgen sind diesem Naturkundemuseum sehr umfangreiche Forschungsabteilungen angegliedert, welche nicht nur für die Pflege und Erhaltung
Der Exponate zuständig sind, sondern auch jeweils einen wichtigen Bereich der wissenschaftlichen Forschungen abdecken.
Vor allem auf den Gebieten der Mammalogie, der Paläontologie (hier auch der Paläoanthropologie), der Herpetologie und der Ichthyologie sind namhafte Wissenschaftler mit einem weltweiten Bekanntheitsgrad am Senckenbergmuseum tätig. Hier werden z.T. auch Lebendtiere zum Beobachten ihrer Verhaltensweisen gehalten, es wird auch sehr eng mit anderen Forschungseinrichtungen in der ganzen Welt zusammengearbeitet.
Ebenso wird ein Meeresbiologisches Institut, sogar mit einem eigenen Forschungsschiff (der Senckenberg) in Wilhelmshaven unterhalten.
Bildungsbereich
In diesem Bereich ist das Naturkundemuseum bzw. das Forschungsinstitut sehr rege. Neben Sonderausstellungen mit entsprechenden Führungen durch die Museumsräume, welche meist die Wissenschaftler selbst, oder deren Assistenten durchführen, werden auch Sonderveranstaltungen in Form von Vorträgen zu den div. Wissensgebieten gehalten. Auch werden jede Menge wissenschaftliche Veröffentlichungen sei es in Form von Büchern bzw. Heften herausgegeben.
Als Mitglied bei den Freunden des Senckenbergmuseums erhält man auch das sehr interessante Heft dieser Gesellschaft.
Ausbildungsbereich
Alle zwei Jahre werden an diesen Museum Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland, z.T. auch aus dem Ausland zum tech. wiss. Ass. ausgebildet, dieser Beruf beinhaltet alle Voraussetzungen, welche ein Mitarbeiter, sei es in einem Naturkundemuseum bzw. an einem naturkundlichen Forschungsinstitut benötigt.
Neben dieser „Senckenberg-Schule“ werden auch in allen anderen Bereichen Leute ausgebildet, so z.B. im Bereich der Präparatoren (Paläontologie und Zoologie- sowie Botanik).
Doch nun zu den Schausammlungen
Betritt man das altehrwürdige Gebäude, so ist man anfangs sofort sehr angenehm von der Helligkeit und der großzügigen Bauweise der Innenräume überrascht. Vor allem die sog. Lichthöfe in welchen div. Großtiere, seien es nun die Saurier, die Elefanten und Wale ausgestellt sind überzeugen wohl jeden Besucher und lassen diesen staunen.
In der Fossilienabteilung sind sehr seltene Exponate so z.B. der Archäopteryx (Urvogel mit Nochmerkmalen der Reptilien), das Urpferdchen aus der Grube Messel und vieles andere zu finden.
Auch eine Abteilung Mumien aus der Zeit der Ägypter ist vorhanden.
Laufend wechselnde Sonderaustellungen ziehen den Besucher immer wieder aufs Neue in den Bann, im Moment ist die Ausstellung -Borstenwürmer- zu sehen, man wird überrascht sein, wie vielgestaltig und bunt diese Tiere sein können.
Begibt man sich dann über die Treppen in die anderen Stockwerke, so findet man dort sehr viel Ausstellungsgut von Insekten, Krebsen, Reptilien und Amphibien , Säugetieren und natürlich auch von uns, den Menschen, den Homo sapiens. Hier ist die Entwicklung unserer Artengruppe sehr ausführlich dargestellt. Besonders aktuell und sehr informativ mit allen uns im Moment zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten (wie DVD usw.) ist die Ausstellung Embryonalentwicklung des Menschen ausgestattet. Und auch für jedermann sehenswert, der sich einen Einblick in unsere Entwicklung im Mutterleib verschaffen möchte.
.
Eines sollte man mit Sicherheit einplanen, genügend Zeit, wenn man sich alles anschauen will, oder, was noch eher anzuraten ist ein mehrmaliger Besuch, da man in diesem Museum immer wieder Neues und lehrreiches entdecken kann.
Zur Vorbereitung auf den Besuch, bzw. auch nur zur Information sollte man nicht versäumen die Homepage des Senckenberg Museums aufzusuchen, diese ist für jeden, aber auch wirklich jeden naturinteressierten ein Muß, hier die Url:
http://www.senckenberg.uni-frankfurt.de
Mit Sicherheit hätte ich allein über die div. Schausammlungen einige Seiten schreiben können, dies erübrigt sich jedoch in soweit, daß man ja diese sehr gute Page aufsuchen kann und sich dort wirklich sehr ausführlich über dieses Museum, welches seinesgleichen sucht informieren kann.
Für jeden Frankfurtbesucher, sollte ein Besuch dieses Museums ein muß sein, obwohl ja Frankfurt im Bereich der Museen einiges zu bieten hat, sollte man dieses Museum auf keinen Fall auslassen.
Ich kann den Besuch dort auch für Leute, welche sich nur am Rande für die Biologie interessieren uneingeschränkt empfehlen.
Anmerkung: Hier die Übersetzung der Fachausdrücke.
Paläontologie: Fossilienkunde
Paläoanthropologie: Kunde über den fossilen Menschen
Geologie: Gesteinskunde
Mineralogie: Mineralienkunde
Botanik: Pflanzenkunde
Mammalogie: Säugetierkunde
Ichthyologie: Fischkunde
Herpetologie: Reptilien- u. Amphibienkunde
Entomologie: Insektenkunde
Das Naturkundemuseum Senckenberg in Frankfurt/Main dürfte wohl mit eines der umfangreichsten und interessantesten Museen in Deutschland sein. Da ich dort eine Zeit lang beruflich als tech. wiss. Ass. tätig war, möchte ich über dieses berichten und zwar nicht nur aus der Sicht des Besuchers.
Bereits 1817 gründete der Arzt Dr. J. Christian Senckenberg die Senckenbergstiftung aus welcher das Naturkundemuseum, 1907 erbaut, hervorging.
Dr. Senckenberg hatte bereits eine umfangreiche Sammlung aus den Bereichen der Paläontologie, Geologie und Mineralogie sowie Botanik und Mammalogie aufgebaut auch Stücke aus der Ichthyologie, Herpetologie und vor allem aus der Entomologie waren vorhanden, welche er von seinen zahlreichen Auslandreisen mitbrachte oder auch von befreundeten Wissenschaftlern erhielt.
Auf diesen Grundstock aufbauend wurde das Senckenberg Naturkundemusem zu einen Museum von Weltruf.
Jedoch nicht nur die sehr umfangreiche Schausammlung dieser Institution soll Erwähnung finden, auf diese werde ich nachfolgend noch eingehen, sondern vor allem auch der Forschungs- Bildungs- bzw. der Ausbildungsbereich sind hier mit anzusprechen.
Forschungsbereich
Für den Besucher verborgen sind diesem Naturkundemuseum sehr umfangreiche Forschungsabteilungen angegliedert, welche nicht nur für die Pflege und Erhaltung
Der Exponate zuständig sind, sondern auch jeweils einen wichtigen Bereich der wissenschaftlichen Forschungen abdecken.
Vor allem auf den Gebieten der Mammalogie, der Paläontologie (hier auch der Paläoanthropologie), der Herpetologie und der Ichthyologie sind namhafte Wissenschaftler mit einem weltweiten Bekanntheitsgrad am Senckenbergmuseum tätig. Hier werden z.T. auch Lebendtiere zum Beobachten ihrer Verhaltensweisen gehalten, es wird auch sehr eng mit anderen Forschungseinrichtungen in der ganzen Welt zusammengearbeitet.
Ebenso wird ein Meeresbiologisches Institut, sogar mit einem eigenen Forschungsschiff (der Senckenberg) in Wilhelmshaven unterhalten.
Bildungsbereich
In diesem Bereich ist das Naturkundemuseum bzw. das Forschungsinstitut sehr rege. Neben Sonderausstellungen mit entsprechenden Führungen durch die Museumsräume, welche meist die Wissenschaftler selbst, oder deren Assistenten durchführen, werden auch Sonderveranstaltungen in Form von Vorträgen zu den div. Wissensgebieten gehalten. Auch werden jede Menge wissenschaftliche Veröffentlichungen sei es in Form von Büchern bzw. Heften herausgegeben.
Als Mitglied bei den Freunden des Senckenbergmuseums erhält man auch das sehr interessante Heft dieser Gesellschaft.
Ausbildungsbereich
Alle zwei Jahre werden an diesen Museum Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland, z.T. auch aus dem Ausland zum tech. wiss. Ass. ausgebildet, dieser Beruf beinhaltet alle Voraussetzungen, welche ein Mitarbeiter, sei es in einem Naturkundemuseum bzw. an einem naturkundlichen Forschungsinstitut benötigt.
Neben dieser „Senckenberg-Schule“ werden auch in allen anderen Bereichen Leute ausgebildet, so z.B. im Bereich der Präparatoren (Paläontologie und Zoologie- sowie Botanik).
Doch nun zu den Schausammlungen
Betritt man das altehrwürdige Gebäude, so ist man anfangs sofort sehr angenehm von der Helligkeit und der großzügigen Bauweise der Innenräume überrascht. Vor allem die sog. Lichthöfe in welchen div. Großtiere, seien es nun die Saurier, die Elefanten und Wale ausgestellt sind überzeugen wohl jeden Besucher und lassen diesen staunen.
In der Fossilienabteilung sind sehr seltene Exponate so z.B. der Archäopteryx (Urvogel mit Nochmerkmalen der Reptilien), das Urpferdchen aus der Grube Messel und vieles andere zu finden.
Auch eine Abteilung Mumien aus der Zeit der Ägypter ist vorhanden.
Laufend wechselnde Sonderaustellungen ziehen den Besucher immer wieder aufs Neue in den Bann, im Moment ist die Ausstellung -Borstenwürmer- zu sehen, man wird überrascht sein, wie vielgestaltig und bunt diese Tiere sein können.
Begibt man sich dann über die Treppen in die anderen Stockwerke, so findet man dort sehr viel Ausstellungsgut von Insekten, Krebsen, Reptilien und Amphibien , Säugetieren und natürlich auch von uns, den Menschen, den Homo sapiens. Hier ist die Entwicklung unserer Artengruppe sehr ausführlich dargestellt. Besonders aktuell und sehr informativ mit allen uns im Moment zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten (wie DVD usw.) ist die Ausstellung Embryonalentwicklung des Menschen ausgestattet. Und auch für jedermann sehenswert, der sich einen Einblick in unsere Entwicklung im Mutterleib verschaffen möchte.
.
Eines sollte man mit Sicherheit einplanen, genügend Zeit, wenn man sich alles anschauen will, oder, was noch eher anzuraten ist ein mehrmaliger Besuch, da man in diesem Museum immer wieder Neues und lehrreiches entdecken kann.
Zur Vorbereitung auf den Besuch, bzw. auch nur zur Information sollte man nicht versäumen die Homepage des Senckenberg Museums aufzusuchen, diese ist für jeden, aber auch wirklich jeden naturinteressierten ein Muß, hier die Url:
http://www.senckenberg.uni-frankfurt.de
Mit Sicherheit hätte ich allein über die div. Schausammlungen einige Seiten schreiben können, dies erübrigt sich jedoch in soweit, daß man ja diese sehr gute Page aufsuchen kann und sich dort wirklich sehr ausführlich über dieses Museum, welches seinesgleichen sucht informieren kann.
Für jeden Frankfurtbesucher, sollte ein Besuch dieses Museums ein muß sein, obwohl ja Frankfurt im Bereich der Museen einiges zu bieten hat, sollte man dieses Museum auf keinen Fall auslassen.
Ich kann den Besuch dort auch für Leute, welche sich nur am Rande für die Biologie interessieren uneingeschränkt empfehlen.
Anmerkung: Hier die Übersetzung der Fachausdrücke.
Paläontologie: Fossilienkunde
Paläoanthropologie: Kunde über den fossilen Menschen
Geologie: Gesteinskunde
Mineralogie: Mineralienkunde
Botanik: Pflanzenkunde
Mammalogie: Säugetierkunde
Ichthyologie: Fischkunde
Herpetologie: Reptilien- u. Amphibienkunde
Entomologie: Insektenkunde
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