Need for Speed Underground 2 (PC Rennspiel) Testbericht

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ab 15,33
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Erfahrungsbericht von DeeJayXS

On the road again

Pro:

fast grenzenlose Tuning - Möglichkeiten, Spielspaß

Kontra:

Preis

Empfehlung:

Ja

Seit einiger Zeit ist er endlich zu haben, der langersehnte Nachfolger zu „Need for Speed Underground“, der sinnigerweise „Need for Speed Underground 2“ heißt. Wie so manch anderer, der dieses Spiel sehnsüchtig erwartet hat, habe auch ich direkt am ersten Tag zugeschlagen. Heute, nach etlichen Stunden hinter meinem PC, möchte ich Euch meinen ersten Eindruck vermitteln.

Auf Wunsch nun doch etwas zu den Systemvoraussetzungen:

Laut Hersteller (aktualisierte Anforderungen laut den FAQs) benötigt man mindestens einen Pentium III mit 933 Mhz (oder vergleichbar) , 128 MB Ram (256MB unter Windows XP), eine DirectX 9.0c kompatible Graka mit mindestens 32 MB (ab Geforce 2 bzw. Radeon 7500), ein 8x CD-Laufwerk und 2 GB Platz auf der Festplatte. Als Betriebssystem wrden Win98/ME/2000 und XP unterstützt, eine verwendete Soundkarte sollte DirectX 9.0c unterstützen.

Zur empfohlenen Mindestkonfiguration war auf der Homepage leider nichts zu finden. Ich selbst habe nen Pentium 4 mit 2,4 GHz, ne Geforce FX5900XT (128MB) und 512 MB Ram und kann das Spiel bis zu einer Auflösung von 1024x768 Pixeln bei vollen Details problemlos spielen. Bei 1280x1024 Pixeln fängt´s dann an zu ruckeln.

Die Vermutung liegt also nah, dass man, um das Spiel in einer halbwegs gescheiten Auflösung (800x600) mit mindestens mittlerer Detailsstufe ruckelfrei Spielen zu können wohl einen Prozessor jenseits der 1,5 GHz Grenze, ne Geforce4 TI Graka (64MB oder besser) oder vergleichbar und eher 512 MB als 256 MB benötigt - vor allem, wenn XP verwendet wird, da dies selbst schon einiges an Arbeitsspeicher braucht. Dies kann allerdings nur einen grobe Schätzung sein, da es fast unendlich viele Hardware-Kombinationen gibt und ich sicherlich kein Technik-Experte bin.

What´s new?

Einiges! Zum Einem gibt es wesentlich mehr Fahrzeuge als im Vorgänger. Dabei wurden endlich auch mehr europäische Fahrzeuge berücksichtigt. Ich habe mittlerweile fast alle Fahrzeuge freigeschaltet, und schon jetzt mir stehen bereits jetzt mehr europäische Fahrzeuge zur Verfügung als im ersten Teil. Beispielhaft seien der Golf GTI, Opel Corsa sowie der TT und der A3 von Audi genannt, aber auch der 106 und der 206 von Peugot.

Außerdem stehen nun auch einige – vielleicht weniger renntaugliche – größere Fahrzeuge zur Verfügung, wie z.B. der Hummer. Da man zudem – je nach Spielfortschritt – mehrere Fahrzeuge besitzen darf, ist es durchaus reizvoll, sich so seine individuelle Proll-Karre zusammenzustellen.

Auch die Tuningmöglichkeiten wurden stark erweitert. Nun kann z.B. auch eine Stereoanlage eingebaut werden, es stehen deutlich mehr Spoiler zur Verfügung, es gibt Flügeltüren undundund.....

Interessantes Feature: Das fertig getunte Fahrzeug kann auf dem Leistungsstand auf Herz und Nieren geprüft werden. Außerdem können auch noch Feinabstimmungen an Fahrwerk und Co. vor genommen werden.

Haken beim Tuning: Kauft man ein neues Fahrzeug, fängt man wieder bei 0 an. Denn die bereits gekauften Teile werden nicht automatisch übernommen, das Fahrzeug muss neu aufgebaut werden.

Die bekannten Rennmodi sind erhalten geblieben: Es gibt nach wie vor Drift, Drag, Rundkurs und Sprintrennen. Allerdings gibt´s beim Drift eine neue Variante: Downhill Drifts. Auf engen, kurvigen Gebirgsstrassen wird bergab gedriftet, was deutlich anspruchsvoller ist, als ein Drift auf einem abgesperrten Rundkurs.

Komplett neu hingegen sind Street X und URL (Underground Racing League) . Beim Street X fährt man auf engen, kurzen Strecken (von der Anlage her ähnlich wie Drift-Strecken) im direkten „Nahkampf“ mit seinen Konkurrenten – und „Nahkampf“ ist wörtlich zu nehmen, den Karambolagen sind an der Tagesordnung und oftmals rennentscheidend. Die URL-Rennen sind letztlich Rennen auf abgesperrten Rundkursen mit 6 statt der üblichen 4 Teilnehmer fernab vom normalen Straßenverkehr.

Ein dritter neuer Rennmodus ist der „Outrun“-Modus. Hier kann spontan einer der vielen durch die Stadt streifenden Rivalen zum Kräftemessen aufgefordert werden. Dieses endet, sobald einer der Konkurrenten über 300m Vorsprung herausgefahren hat. Bei diesem Modus gibt es keine vorgegebene Strecke. Der Führende gibt die Route vor, die ganze Stadt steht ihm dabei offen.

Ebenfalls neu ist die Tatsache, dass nach und nach die ganze Stadt frei befahrbar ist. Um zu einem Rennen zu kommen, muss man erstmal selber durch die Stadt fahren, um sein Fahrzeug zu tunen, muss man zu den verschiedenen Händlern fahren. Diese sind teilweise versteckt und müssen erst einmal vom Spieler per Zufall oder durch Hinweise, die man während des Spiels erhält, entdeckt werden.

Auf diese Art und Weise kann man zum einen die Stadt erkunden, zum anderen aber auch noch geheime Rennen finden, durch die sich gutes, zusätzliches Geld verdienen lässt. Solche geheimen Rennen lohnen sich, gibt es hier doch deutlich höhere Preisgelder zu gewinnen.

Eine weitere Neuerung ist, dass man bei gewonnenen Zeitschriften-Covern – zumindest teilweise – sein Auto selber in Pose bringen kann.

Diesmal wurde auch ein Mehrspieler-Modus für LAN-Spiele eingebaut. So können bis zu 6 Leute gegeneinander antreten – nicht nut über Internet. Leider konnte ich den LAN-Modus noch nicht testen, aber das werde ich so schnell wie möglich nachholen, um Euch zu berichten.

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Update vom 23.02.2005:
Wir haben letztens auf einer kleinen, privaten LAN versucht, NFSU2 im Multiplayer-Modus zu spielen. Zu unseren großen Enttäuschung ist es uns leider auf keinem der Rechner gelungen, erfolgreich einen Server zu starten. Handbuch und EA-Homepage konnten uns leider auch nicht weiterhelfen.

Nach Einrichtung des Servers versucht NFSU2 eine Verbindung mit der Lobby herzustellen - was leider fehlschlägt.

Da ich noch nicht weiß, wo der Fehler liegt, möchte ich den Multiplayer-Modus nicht abwerten. Ich versuche, eine Lösung zu finden und dann auch entsprechend zu werten. Bis dahin lasse ich den Punkt unbewertet.

Solltet Ihr ähnliche Probleme haben oder gehabt haben, wäre ich für einen Eintrag in mein Gästebuch dankbar....
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Grafik:

Wie schon Teil 1 besticht „Need for Speed Underground 2“ durch eine exzellente Grafik. Diese wurde nochmals verbessert und um diverse Effekte ergänzt – exemplarisch seinen stärkere Verzerrungen bei hohen Geschwindigkeiten und komplexere Lichtreflexionen erwähnt. Auch die Fahrzeuge und die Umgebung sind detaillierter dargestellt als beim Vorgänger.

Sound:

Auch hier wurde noch nachgebessert. Die Motorengeräusche klingen realistischer und verändern sich, wenn der Motor frisiert wird.

Wieder ist es EA gelungen, das Spiel mit einem klasse Soundtrack zu untermalen. Sehr löblich, dass diesmal außer Hip-Hop und Hardrock/Metal-Stücken auch einige Stücke elektronischer Musik vorhanden sind – mit Sicherheit ein Tribut an die vielen europäischen Fans von NFSU und auch an die europäische Tuning-Szene.

Gameplay:

An der Art und Weise, ein Fahrzeug zu steuern, hat sich wenig verändert. Auch NFSU 2 setzt, wie Teil 1, weniger auf realistisches Fahrverhalten als auf Spaß am Spiel – und das meines Erachtens mit Erfolg.

Über den neuen Explore-Modus, in dem die Rennen aufgesucht und die Stadt abgefahren wird, kann man sich natürlich streiten. Sicherlich geht jetzt viel Zeit verloren, wenn man die Rennen nacheinander abfährt oder seinen Wagen tunen möchte.

Andererseits wird das Ganze durch den Reiz, die Stadt nach eigenen Wünschen zu durchfahren, sowie die Aussicht, attraktive, geheime Rennen zu finden, wieder ausgeglichen.

Über die neuen Modi kann man sich streiten, mir gefallen sie nicht. Street X und URL sind letztlich modifizierte Rundkurs-Rennen, der Outrun-Modus ist nicht uninteressant, aber nicht in die Story eingebunden und damit nicht sonderlich attraktiv für Spieler, die das Spiel einfach nur schaffen wollen.

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Update vom 23.02.2005:
Also, der Outrun-Modus hat aus meiner Sicht einen ganz großen Haken: Wenn man weiß wie, ist er viel zu einfach!

Wenn man den Gegner direkt zu Beginn geschickt rempelt, kann man das Rennen locker nach Hause fahren. Macht die Sache natürlich einfach, aber irgendwie witzlos.
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Toll ist, dass die Strecken nun deutlich abwechslungsreicher sind. Vor allem Rundkurse, Sprints und Drifts im Gebirge haben es wirklich in sich und bereiten eine Menge Spaß!

Durch die Vielzahl der neuen Tuning-Möglichkeiten ist das Tuning natürlich nicht einfacher geworden. Dafür sehen die fertigen Wagen dann einfach klasse aus.

Ob das Feinabstimmen z.B. vom Fahrwerk wirklich ein sinnvolles Feature ist, wage ich zu bezweifeln. Ein Test für ein Drag-Rennen brachte keine spürbare Veränderung. Es scheint also eher Spielerei zu sein.

Insgesamt ist das Spiel deutlich umfangreicher in wirklich allem: Zahl der Fahrzeuge, Tuning-Optionen, Anzahl der Rennen,......

Fazit:

EA ist da sicherlich ein großer Wurf gelungen. Man hat ein gutes Spiel um neue Optionen ergänzt und alles deutlich umfangreicher gestaltet. Insgesamt macht NFSU 2 da weiter, wo Teil 1 aufgehört hat.

Dieses Spiel macht wirklich jedem Spaß, der entweder auf Renn-Spiel, auf prollige Autos oder auf Beides steht.

Damit der Spaß nicht so schnell nachlässt, hat man das Ganze deutlich umfangreicher gestaltet, als beim Vorgänger – somit ist ein wirklich sehr langer Spielspaß garantiert.

Ob man die neuen Modi nun mag oder nicht, wird den Vorgänger liebte, der muss auch NFSU 2 lieben! Allerdings muss man ganz klar anmerken, dass nicht jede Änderung wirklich zum erhöhten Spielspaß beiträgt. Eine Dinge hätte man ruhig weglassen können, dazu gehört meiner Meinung nach der URL-Modus sowie die möglichen Feinabstimmungen.

NFSU2 macht süchtig, weil´s einfach toll ist, nicht einfach nur Rennen zu fahren, sondern sich nebenbei auch noch sein eigenes „Traumauto“ zusammenzustellen.

Für mich ist NFSU2 ein absolutes Muss – daher eine klare Empfehlung und 5 Sterne.

Eine Anmerkung noch: Mit 45 € ist der Preis recht happig, aber leider normal für aktuelle PC-Spiele. Außerdem finde ich die Freigabe ohne Altersangabe nicht sinnvoll. Denn ich glaube kaum, das ein 6 jähriger vollen Spaß am Spiel haben kann, weil der Tuning-Bereich wohl zu komplex sein dürfte. Rein vom Inhalt des Spieles ist die Freigabe sicherlich gerechtfertigt, empfehlen kann ich das Spiel aber eher für Leute ab 12, denn dann hat man garantiert mehr Spaß am Spiel.

Vielen Dank für´s Lesen, Bewerten und kommentieren!
Marc

Diesen Bericht habe ich auch bei Ciao unter selbem Nick veröffentlicht!

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