Nepal Testbericht
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Erfahrungsbericht von tepungaatewaka
Von Panzernashörner, Bären und Salzwasserkrokodile
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich über einen kleinen Teil meiner Nepalreise ausführlicher Berichten, nämlich über den Royal Chitwan National Park. Dieser war nicht nur einer der schönsten Erlebnisse meiner Nepalreise, er zählt auch zu den wertvollsten Erinnerungen, die ich je auf einer Reise gesammelt habe.
Schon vor meiner Reise in dieses mich völlig faszinierende Land informierte ich mich über die verschiedenen Nationalparks und trotz vieler verschiedener Parks, wo jeder seinen ganz bestimmten reiz auf mich ausübte, war ich mir von Anfang an sicher, dass der Royal Chitwan im Terrai von Nepal, nahe der Grenze zu Indien (also ganz im Süden Nepals) mein Ziel sein wird.
Von Katmandu ist es eine etwa 6Stündige Busreise, wobei man im Umgang mit Zeitangaben in Nepal generell etwas flexibel sein sollte, und sich lieber 3Stunden mehr als zu wenig Zeit nehmen sollte, alleine schon wegen der Tatsache, das in Nepal die Uhren einfach anders ticken als in der gewohnten Heimat.
Die Busfahrt durch dieses faszinierende Land lässt einem nicht nur manchmal den Atem stocken wegen der wirklich atemberaubenden Natur, sondern ebenfalls wegen der ebenso atemberaubenden Fahrkünste eines fast jeden Nepalis. Doch Rückblickend –und wirklich nur Rückblickend- kann ich sagen, das die Fahrzeugführer, egal, ob Bus, Taxi oder Rikscha im Allgemeinen wissen, wie sie in ihrem Land fahren müssen, um nicht in einen Unfall verwickelt zu werden, denn so viel Glück kann kein einzelner Mensch haben...
Die Fahrt bringt viele verschiedene landschaftliche Bilder mit sich, und ich war überrascht, wie farbenfroh und wie viel Natur es außerhalb der versmogten Stadt von Katmandu tatsächlich gibt. Je größer die Entfernung zwischen Katmandu und unserem Bus wurde, desto verlassener wurden die Gegenden, desto ärmer die Menschen. Hie und da mal ein zwei Häuser, ein paar spielende Kinder und arbeitende Eltern. Armut ist sicherlich eines der größten Probleme in diesem Land, umso faszinierender die Menschen. Sie wirken nicht nur glücklich sondern sind es auch, was für unser eins oft schwer zu verstehen ist. Doch wer sich mit der Religion dieses Landes beschäftigt, Gespräche mit den Menschen führt wird sich darüber nie wieder wundern!
Das eines der wichtigsten Anbauprodukte Nepals der Reis ist, ist nicht nur beim Landeanflug auf Katmandu zu sehen. Die Straße ins Terrai führt an unzähligen imposanten Reisterassen vorbei. Immer steiler wird die Straße und die Umgebung scheint einzig und allein aus Natur zu bestehen. Ein Fluss begleitet uns schon fast seit Beginn unserer Reise. Mal fliest er langsamer, mal schneller, mal sind die uns umgebenden Berge höher, mal niedriger, jeder Blick aus dem Fenster lässt einen stets einen anderen Blick erhaschen.
Obwohl die Fahrt Spaß macht ist sie dennoch sehr anstrengend, oft wird angehalten und es wird Post zu den kleineren Dörfern gebracht, oder der Fahrer unterhält sich mit einem uns entgegenkommenden Bus, gründe für eine Verzögerung der weiterfahrt gibt es unzählige, immer!
Kaum zu glauben aber war, wir sind am Ziel. Der Royal Chitwan National Park. Ich wurde von dem Driver (=Fahrer) meines Hotels abgeholt und musste erst eine schmale Brücke samt Gepäck überqueren um zum Jeep zu gelangen. Die Fahrt zu meiner Unterkunft durfte ich auf der Ladefläche verbringen, was sehr angenehm war, denn zum ersten mal seit antritt der reise war die Luft herrlich. Angekommen im Hotel wunderte ich mich anfänglich über die Mauern die es umgaben, nach einigen Stunden jedoch begriff ich den Sinn und Zweck.
Es kommt selten vor, aber ich war tatsächlich der einzige Gast, was mir natürlich einen erstklassigen Service bescherte, den ich und jeder andere aber –da bin ich mir ganz sicher- ohnehin gehabt hätte. Ich bekam einen Guide zugeteilt, was ich nicht wusste und mir anfangs auch nicht so recht war, denn eigentlich unternehme und entdecke ich die Länder lieber alleine nach meinem Geschmack und ohne einen festen Tagesablauf und genau den bekam ich zu Anfang vorgesetzt: 7.30 a.m. wake up call. 8 a.m. breakfast 8.30 a.m. leaving for jeep drive. So sah jedoch nicht nur mein Morgen aus, der ganze Tag und der halbe Abend wurden verplant. Ich lies mich darauf ein und bereute es mit keiner Minute.
Zuerst bekam ich ein exzellentes Essen und dann ging es los mit meiner Tour. Auf dem plan Stand erst mal eine Orientierung durch das Dorf der Tharu Einwohner. Sie wohnen in Lehmhäusern, ernähren sich von ihrem Vieh wie Hühner o.ä. und sind überaus freundlich. Mit Ram, meinem Guid machte ich sozusagen eine Entdeckungsreise durch eine wunderbare Welt. Elefanten, auf denen Menschen saßen kamen uns entgegen, die Tharu-Einwohner luden mich zur Besichtigung ihrer Häuser ein und Ram erklärte mir viel über die Herkunft und Lebensweise dieser Menschen und über den Dschungel, den ich am morgigen Tag mit eigenen Füßen betreten sollte. Wir kamen auch an eine Art Informationscenter, wo die Geschichte von Chitwan mit samt ihren Tieren und ihrer heutigen Anzahl festgehalten war. Ich staunte nicht schlecht als ich las, dass es hier Tiger, wilde Elefanten, Panzernashörner, Pythons, Bären, Salzwasserkrokodile und noch so mancherlei leibenswerter Tierchen gab. Wenige Minuten später, nachdem wir das Ufer des Rapti rivers erreicht hatten staunte ich noch mehr. Was ich anfangs für einen schlechten Scherz hielt war tatsächlich wahr. Der Dschungel liegt einfach nur auf der anderen Seite des schmalen Flusses, keine Absperrung, der ihn von dem kleinen Dorf trennt, nichts. Er steht da, wie ein Dom mitten in der Stadt, wie ein Schuhgeschäft im Einkaufscenter. WOW, das ist wirklich eine Erlebnisreise. Nachdem wir den gigantischen Sonnenuntergang voll staunen miterlebt hatten, oder besser ich, für Ram ja alltäglich, ging es zurück zum Hotel und ich war dankbar um die hohen mauern, von denen es umgeben wurde.
Am nächsten Morgen wurde ich geweckt und nachdem Frühstück ging es bei Dunst und Nebel auf zur Entdeckung! Unsere Fahrer brachte uns zu einem Boot, wo wir schon erwartet wurden. Mir war sehr mulmig zu Mute und netter Weise kam unser Jeepfahrer als zusätzliche Begleitung mit uns in den Dschungel, schließlich waren ja keine anderen Gäste da, die ihn gebraucht hätten. Unser Boot bestand aus einem Baumstamm in dem wir sehr ruhig saßen, denn es war bei der kleinsten Bewegung etwas wackelig, und nachdem Ram mir in weiter Entfernung 3salzwasserkrokodile in dem Fluss zeigte, den wir gerade befuhren, traute ich mich kaum mehr zu atmen. Es kam während dieser Fahrt nicht selten vor, das ich mir wünschte mich niemals auf dieses Erlebnis eingelassen zu haben.
Nach einer guten Stunde Fahrt, die mir öfter den Atem stocken lies, entweder, wegen weiteren Entdeckungen oder wegen Panzernashörnern die am Flussufer standen oder einfach nur wegen irgendwelchen fremden Geräuschen, die ich nicht zuordnen konnte.
Eigentlich wollte ich am liebsten wieder mit dem Boot zurückfahren, doch dachte ich mir, wenn du es bis hierhin geschafft hast, wirst du auch die nächsten Stunden im Dschungel überleben. Wie sehr ich mich Täuschte und doch Recht behielt....
Ram ging als erster voraus, danach kam ich gefolgt vom Raja, unserem Jeepdriver. Beider bewaffnet mit einem langen Holzstock fühlte ich mich richtig unwohl. Wir bahnten uns einen Weg durch die Gräser und Büsche. Wir sollten uns leise verhalten und das taten wir auch. Anfangs sahen wir außer Natur nichts, und ich war darüber sehr erleichtert, wobei ich mir insgeheim doch wünschte, einmal ein wildes Tier in seiner Heimat und nicht im Zoo zu sehen. Während Ram damit beschäftigt war, mir Spuren von Tigertatzen zu zeigen und mir erklärte, wie lange diese Spuren schon hier seien oder mir Geräusche erklärte und viele, viele Informationen gab wurde ich etwas ruhiger. Sein Wissen faszinierte mich und ich wusste, das er weis, was er tut. Wir setzten unseren Weg fort und dann winkte er mir zu, ich solle bis zu ihm kommen, was ich auch tat. Was ich zu sehen bekam war mein erstes Salzwasserkrokodil in freier Wildnis. Anfangs war ich etwas erschrocken darüber, doch als ich sah, dass es einfach nur so im Wasser lag, bekam ich Lust durchs Fernglas zu sehen, um mir alles mal genauer anzusehen. Was ich sah faszinierte mich. Die Augen kullerten im Kreis, ansonsten keinerlei Bewegung. Selbst, als wir näher kamen, schenkte es uns kaum Beachtung. Stolz in der Heimat berichten zu können ein Krokodil gesehen zu haben führten uns die kommenden Stunden zu weiteren Erlebnissen. Die Krokodile, von denen wir noch jede Menge zu sehen bekamen, machten mir so gut wie nichts mehr aus, vielmehr führte ich schon eine Strichliste in meinen Gedanken. Lediglich das eine mit der Nummer 7 erschreckte mich sehr, denn es lag mitten auf unserem Weg und somit keine 4meter entfernt. Ram hielt seinen Stock bereit, während wir einen weiten Bogen machten und ich zumindest einstweilen genug von Krokodilen hatte.
Wir begegneten Affen und Hühnern, und diese Tiere waren mir dann doch etwas sympathischer, wobei Affen auf Dauer sehr nervig sein können, denn sie schreien am laufenden Band, davon abgesehen sind sie auch nicht ungefährlich und viel angriffslustiger als Krokodile. Plötzlich blieb Ram stehen und sagte, wir sollen leise sein, er war sichtlich beunruhigt und ich mit. Er erwähnte, er könne einen Bären riechen und wir sollen stehen blei9ben wo wir sind. Das es kein Scherz war merkte ich an seiner Art wie er zu uns redete. Ich hatte nicht lange Zeit mich zu fragen, wie er einen Bären riechen kann und wo er dann sei. Denn da stand dann ein Bär in etwa 2-300m Entfernung. Uff. Mir fiel nur ein, was Ram vor unserem Aufbruch zu mir sagte: „Wenn ein Krokodil angreift, klettere auf einen Baum, wenn ein Nashorn auf uns zurennt, klettere auf einen Baum!“ Aber über einen Bären sagte er nichts und das ein Baum kein gutes Ziel war wusste ich auch ohne Ram, schließlich weis jeder, das Bären bemerkenswerte Kletterer sind. Wie angewurzelt stand ich da und beobachte fasziniert und voller Ehrfurcht den Bären. Er war zwar kein Riese, so wie man diese gemeingefährlichen Bären immer in Filmen zu sehen bekommt, dennoch groß genug um mich davor zu fürchten. Doch während der Bär einfach weiterging ohne uns Beachtung zu schenken kam Ram wieder zu uns und sagte, das der Wind günstig steht und er uns nicht riechen kann. Ich hofft, dass dies der einzige Bär auf meiner Strichliste bleiben würde.
Eine der wohl einprägsamsten Erfahrungen die ich dort machte war mit einem Panzernashorn. Anfangs beobachteten wir es aus der ferne, doch aus irgendeinem Grund nahm es plötzlich den Weg in unserer Richtung und Ram empfahl mir, auf den Baum zu klettern, was ich auch gleich mit seiner Hilfe tat. Es bereitete mir keine großen Schwierigkeiten, was wohl daran lag, das sowohl er, als auch ich am gestrigen tag darauf bestanden, das zu üben, denn Kletterkünste können einem so manches mal das leben retten. Keine 2Minuten war ich mehr als froh oben auf einem Ast zu sitzen und das Nashorn unten beim Fressen zu beobachten. Es ist unglaublich faszinierend diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu wissen und gleichzeitig aus sicherer Höhe dem Schauspiel seine Aufmerksamkeit schenken zu können. Wie sich der Panzer des Nashorns bei Bewegungen verschiebt, wie es ständig die Ohren bewegt, diese riesigen Augen, das Horn, ich war fasziniert wie selten zuvor in meinem Leben.
Da dieses Nashorn keinerlei Anstalten machte, sich einen anderen Platz zum Ausruhen zu suchen kam es, dass wir mehr als eine Stunde auf den Ästen des Baumes verbrachten, in denen ich wieder viel über den park und die Tiere erfahren durfte, bevor wir absteigen konnten um schließlich zum Heimweg aufzubrechen. Als der Rapti river wieder in Sichtweite lag war ich froh, mich endlich wieder in Sicherheit zu wiegen und Stolz und Dankbar um diese Erfahrung.
Ich bekam während meinem gesamten Aufenthalt im Chitwan Park viel über die Tiere und den Dschungel berichtet, sowohl Fakten, Instinkte der Tiere und Erlebnisse von anderen Touristen. Leider kommt es noch immer sehr häufig vor, dass Touristen viel zu locker mit der Natur und vor allem mit den Gefahren die im Dschungel lauern umgehen. Es ist nach wie vor keine Seltenheit, das die Erlebnisreise unbedachter Touristen im Dschungel endet. Viele meinen, sie sind in der Lage alleine in den Dschungel zu gehen, doch den Beweis, das es nicht gut geht, bekommen leider nur noch die Angehörigen. Als wir am heutigen morgen den Dschungel betraten fragte ich Ram, wo er seine Pistole hat. Er belächelte meine Frage und hob den Stock um mir zu verdeutlichen, dass dies seine Waffe sei.
Im nachhinein kann ich jedoch nur sagen, das ich mich jederzeit wieder einem solchen Guide anvertrauen würde, denn diese Menschen, die hier leben, wissen, wie man mit der Natur und ihrem Tierreich umgeht. Sie hören die Gefahren kommen, und gehen bevor sie einen erreichen. Unerfahrene Touristen sind oftmals leichtsinnig, ob bewusst oder unbewusst, doch die Fehler, die sie begehen, können nicht rückgängig gemacht werden wie eine Fehlbuchung auf dem Konto.
Leider gibt es solch wunderbare flecken auf der erde viel, viel zu wenig, doch umso wertvoller sind die noch vorhandenen naturbelassenen Orte. Es würde jeglichen Rahmen sprengen all meine Erfahrungen und Erlebnisse die ich dort sammelte niederzuschreiben, vielleicht ja eines Tages einmal in einem anderen Bericht.
Abschließend bleibt mir jedoch noch zu sagen, das diese reise wohl zu den eindrucksvollsten gehört. Dieser Fleck erde kann unmöglich in unserer Welt sein, aber er ist es, und ich kann jedem nur raten, der nicht nur die Herausforderung sondern auch die Natur liebt und offen für neue Erfahrungen der mal ganz anderen Art ist, last euch solch eine Reise nicht nehmen, denn wer weis, wie lange diese Plätze noch auf unserem Erdenball in dieser Form existieren!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-21 23:44:19 mit dem Titel Namaste!!
Nepal...eine sicherlich interessante Reise, die so allerlei zu bieten hat. Egal, welches Alter, ob Gruppen- oder Alleinreisende/r, wer Lust auf fremde Kulturen hat, einen heißhunger auf phantastische Natur und gerne Menschen kennenlernt, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.
Der Flug nach nepal alleine ist schon eine Reise Wert, über Österreich, weiter über das Pamir-Gebirge, bis man endlich Indien überfliegt und Nepal erreicht. In 10.000 Meter Höhe aus dem Fenster schauend ist es verwunderlich, dass man oberhalb der Wolken doch tatsächlich ein atemberaubendes Gebrigsmassiv erblicken kann -Den Himalaya-
Sofort beginnt man zu Träumen, in Gedanken verunken, „Mount Everest“ und es wird sicherlich die ganze Reise über nicht vergehen, das \"sich wundern\".
Angekommen in Kathmandu spürt man gleich die Andersartigkeit dieses Landes. Alles erscheint einem sehr hektisch, und doch liebenswürdig und ohne stress.
Vom Flughafen zur \"Innenstadt\" ist es nicht sehr weit, und man realisiert sofort, egal, ob man Taxi oder rikscha wählt \"Das ist nicht Deutschland!\" Jede Fahrt wird zu einem Erlebniss, die Hupe als ständiger Begleiter des Fahrers, Löcher in den Strassen, Staub der aufgewirbelt wird und zu Guter Letzt noch eine heilige Kuh mitten auf der Straße, was bedeutet, das erstmal warten angesagt ist, lassen einen schliesslich den restlich vorhandenen Berufsstress aus der eigenen Heimat vergessen.
Endlich im Hotel angekommen wird man sehr freundlich empfangen, in etwa so, als sei man ein Stammgast, der seit eh und jeh 2* im Jahr vorbeischaut. Ganz gleich, welche fragen, anforderungen und Wünsche man hat, die Angestellten versuchen immer das Unmögliche Möglich zu machen. Nach einiger Zeit hat man jedeoch realisiert, dass die uhren in diesem land etwas anders ticken als bei uns und man passt sich sehr schnell der \"Nepaltime\" an, ob gezwungenermassen oder freiwillig sei dahingestellt.
Ein schlendern durch Kathmandus Straßen erscheint einem, wie ein Traum. Gerüche, Menschenmengen, Taxis, Hunde, Kühe, Mönche, man ist überwältigt von Eindrücken und Erschlagen zugleich, freut sich bereits auf die erste nacht im neuen Domizil. Erschöpft von den Strapazen des Fluges, den Eindrücken des 1.Tages und gespannt auf die Kommenden Erlebnisse wälzt man sich im Bett. Wie gerne würde man schlafen, doch die vielen streundernden Hunde wissen dies allerdings zu verhindern. Und für die kommenden Tage soll sich das hundegejaule in der Nacht auch nicht ändern.
Mit den einführenden Worten hoffe ich nun, dass sie sich in etwa vorstellen können, was einen in nepal am 1.tag seiner Reise so alles widerfahren kann und das ich Ihnen nun im folgenden 2.Teil die Eindrücke auf Grund der vermittelten Stimmung vielleicht etwas näher bringen zu vermag.
Swayambunath, eine eindrucksvolle Buddah-Stupa. Seit vielen Jahren von einer Herde von Affen befallen wird er auch Monkey-Temple genannt. Am besten ist es, wenn man sich einen Führer nimmt, der einem all die Dnge, die man sieht und auch nicht sehen kann erklärt. Er erklärt in englisch, hält einem die manchmal doch sehr ausdauernde Obdachlose menschen fern und bettelnde Kinder. Armut ist in Nepal ein problem, das man nicht nur vom Hören-Sagen kennt, man sieht teilweise doch sehr erschreckende Bilder, doch diesmal nicht wie sonst aus dem fernsehen, sondern mit den eigenen Augen.
Der Tempel ist zu Ehren Buddahs erbaut worden, unzählige Bunte Gebetsfahnen zieren ihn und selbstverständlich wacht buddha über das gebiet. In jede Himmelsrichtung zeigen seine Augen, ihm bleibt nichts verborgen. Sehr beeindruckend sind die Gebetsmühlen und die betenden Mönche, die im Uhrzeigersinn die Gabetsmühlen anstoßen und immer im Kreise weiterlaufen, währrend sie ihr Gebet vor sich hinsprechen und am Ende jeder Runde die Glocke schlagen, dass, wie man mir erklärte, als eine Art \"anruf\" an Buddah zu sehen ist, so dass all die Gebete auch tatsächlich ankommen.
Ein weiterer überaus beeindruckender Tempel ist einer der weltgrößten Hindu-tempel namens Pashupatinath. Er befindet sich an einem kleinen Fluß, der in den heiligen Ganges mündet, was auch einer der Gründe dafür ist, dass der Leichnahm eines jeden Verstorbenen Nepalis binnen 24stunden nach dem Tod am Fuß des tempels verbrannt wird und die verbleibende Asche in den Fluß gekehrt wird. Auch hier wird einem wieder sehr deutlich, wie unterschiedlich unsere Kulturen sind. In Nepal gehört der Tod zum alltäglichen Leben dazu. Er wird quasi integriert. Kinder spielen unten am Wasser, oben raucht das feuer, es ist ein gewähnungsbedürftiges bild, aber um so mehr man sich mit den menschen nepals unterhält, je mehr man über ihre Kultur, ihre Bräuche und Sitten erfährt, desto spannender ist es von Tag zu Tag, aufs neue auf Entdeckungsreise zu gehen um neue Dinge zu sehen, zu beobachten, erfahrungen zu sammeln und einen selbst mit allem zu konfrontieren. fast durchweeg jeder nepali ist ein wissbegieriger Büger, der sich gerne mit fremden menshcen aus anderen ländern unterhält, da es oftmals seine einzige möglcihkeit ist, etwas über andere Länder zu erfahren. Wenn man bedenkt, wie arm die meisten Nepalis sind (und doch erscheinen sie sehr zufrieden und glücklich in ihrem Leben!!), ist es nicht verwunderlich, dennoch sehr traurig, dass 90% aller Einwohner Nepals niemals in ihrem leben ein Flugzeug vo innen sehen.
Ich möchte nicht auf die detalis eingehen, denn es wäre viel zu Schade, dieses Land nicht selbst auf sich wirken zu lassen. es hat so viels mehr als nur unbeschreibliche Berge zu bieten.
Nepal hat ettliche sehenswert national-Praks, die ihren Namen verdienen, da es wirklich orte, gebiete und landschaften sind, die sehr ursprünglich, und naturbelassen sind.
Der Royal-Chitwan-Nationalpark ist einder davon. Er liegt an der grenze zu indien, und somit im terrai von Nepal. Alleine die fahrt mit einem \"reisebus\" von Kathmandu dorthin ist eine geschichte voller Erlebnisse.
Wohnen mitten im Dschungel und zwischen unzählgen wilden Tieren.versetzten einen in eine schon längst totgeglaubte zeit. Panzernashörnern, wilden Elefanten, Pythons, Tiger, Bären, hier können viele, die immer so tun, als hätten sie vopr ncihts Angst ihren Mut unter beweis stellen. Einem Salzwasserkrokodil unter freiem Himmel direkt gegenüber zu stehen und das, ohne einen Draht dazwischen zu wissen, sind Erfahrungen im Leben, die prägen. Nepal ist ein großartiges Land, mit großartigen Menschen, einer großartigen Kultur und einer ebenso großartigen Natur.
Wer einmal einem Namaste! (=hallo) von einem nepali gelauscht hat, möchte es nie wieder vergessen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-14 21:35:16 mit dem Titel I touched Mt. Everest with my heart
„Nepal...? Wo liegt denn das..?“
„Na dort, wo der Mount Everest steht!!“
„Ach sooo, sag das doch gleich!“
Man muss ja zugeben, dass es heutzutage nicht wirklich selbstverständlich ist, zu wissen, wo das ein oder andere Land liegt, es sei denn, man war selbst schon dort, hat Freunde oder Bekannte die schon dort waren oder kennt irgendeine Fußballmannschaften aus diversen Ländern...
Obwohl meine Nepalreise nun schon mehr als 1 Jahr zurückliegt, erinnere ich mich gerne, oft und meist mit einem Schmunzeln im Gesicht daran zurück.
Nachdem ich ja nun schon über Nepal im Allgemeinen und den Royal Chitwan Nationalpark im Süden Nepals geschrieben habe, möchte ich mich heute einer weiteren Besonderheit widmen.
......Sagarmatha.....
Sagarmatha ist der nepalesische Name für den in unseren Breiten unter Mount Everest wohl bekannteste, berühmteste und zweifelsohne höchsten Berg der Welt.
Mit 8848 Höhenmetern ragt er gen Himmel und es ist ähnlich wie mit Ägypten. Man kann nicht in Ägypten gewesen sein, ohne die Pyramiden gesehen zu haben, so verhält es sich auch mit diesem magischen Berg des Himalayas. In Nepal gewesen zu sein, ohne den Mt. Everest gesehen zu haben...no way!
Die Entscheidung
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Da ich aus Zeitmangel diesen Berg nicht besteigen konnte....smile...ihn aber unbedingt „live“ sehen wollte boten sich mir 2 Alternativen. Wiederkommen mit mehr Zeit oder mich auf das Wagnis mit Buddha Air einlassen. Das geringere Übel, so dachte ich anfangs zumindest noch, wäre sicherlich die erste Alternative gewesen.
Beim Schlendern durch Kathmandus faszinierende Stadt grübelte ich und während ich grübelte lernte ich einen sehr netten älteren Mann aus Amerika kennen, der mir, wie er mir beim Mittagessen freudig strahlend mitteilte seit etlichen Jahren etwa 4-6 Monate eines jeden Jahres in Nepal verbringt. Während wir uns unterhielten kamen wir auf meine Reisepläne zu sprechen und binnen 2 Sekunden war meine Entscheidung für den Flug gefallen. „Wenn Nepalesen eines können, dann ist es fliegen. Schauen sie sich doch um, so viele Berge hier, das ist nichts, was fremd für sie ist..!!“ Noch am gleichen Tag buchte ich meinen sightseeing- flight für den kommenden Morgen.
Von Flugzeugen habe ich relativ wenig bis keine Ahnung, aber ich weis noch, dass dieses Flugzeug den Namen beech 1900D trug, 19 Sitze hatte und jeder von ihnen direkt am Fenster, was sich für einen solchen Flug schließlich geradezu anbietet.
Das Warten
°°°°°°°°°°°°
Morgens um 5 Uhr wurde ich abgeholt und mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Um 6:30 Uhr sollte der etwa 60- 90 minütige Rundflug starten, aber wer sich wie ich, schon einige Tage in Nepal aufhielt, der weis, dass Nepaltime etwas anders tickt. Mit anderen Worten: in 100% aller Fälle immer etwas zu langsam.
Nach dem „einchecken“ durften wir dann in die Abflughalle, sofern man es so nennen kann. Es war bitterkalt und weit und breit kein Flugzeug in Sicht, zumindest keines, dass aussah wie auf dem Prospekt den ich in meiner Hand hielt.
Es verging eine Stunde, es vergingen 2, dann 3 und endlich, nach knapp 4 Stunden Warten durften wir, ich lernte in der Zwischenzeit 2 nette Nordrhein- Westfähler kennen, endlich in den bus einsteigen der uns die etwa 150m zum Flugzeug fuhr. Die Maschine war voll ausgebucht, also 18 weitere gespannte Touristen, die sich auf die kommenden Minuten freuten.
Einer nach dem anderen durfte die kleine Treppe ins Flugzeug einsteigen und dann begann das warten von neuem. Eine nette Stewardess erklärte uns, dass wir den Pilot vergessen hatten, so musste der Bus diese enorme strecke von 150m wieder zurückfahren, den Pilot abholen und dies Strecke erneut zurücklegen. Diese prozedur dauerte in etwa weitere 30 Minuten, in denen wir aber schon unseren „Bergplan“ ausgehändigt bekamen und immer ungeduldiger wurden.
„Hee Sonja, hast du eigentlich schon mal Affen über die Rollbahn rennen sehen..?“
„Nein, wieso?!“
„Dann schau doch mal zum Fenster raus!!“
Diese Affenherde führte erneut zu Verzögerungen, aber immerhain bekamen wir diesmal etwas geboten;)
Der Flug
°°°°°°°°°°
Problemlos hob das Flugzeug ab und als wir unsere Flughöhe von 25.000 feet erreicht hatten wurden wir auch sogleich für das lange Warten belohnt. Die Sonne schien am Himmel und die wenigen Wolken am Selbigen störten keineswegs, im Gegenteil, der Blick, der sich uns aus dem Fenster bot, war unvergleichlich schön.
Für die Bergsteiger unter uns die „Route“:
Langtang Lirung (7234m), Shisha Pangma (8013m), Dorje- Lakpa (6966m), Phurbi- Ghyachu (6637m), Gauri Shankar (7134m), Melungtse (7181m) Numbur (6957m), Cho- Oyu (8201m) Nuptse (7855m), Everest (8848m), Lhotse (8516m), Ama- Dablan (6812m), Chamlang (7319m), Makalu (8463m).
Für die nicht- Bergsteiger, hier stehen verdammt hohe und gigantische Berge..smile..
Der Flug war optimal. Sowohl die Flughöhe, als auch die Entfernung zu den Bergen (etwa 5-10 nautische Meilen) ließen keinerlei Wünsche offen.
Mit dem Fernglas hatte ich einen gigantischen Blick auf die Schneebedeckten Berge, auf die Gipfel und die unsagbaren Gletscher. Überrascht war ich, als ich tatsächlich Bergsteiger auf dem Everest entdecken konnte. Es ist mehr als nur faszinierend eine solch einmalige Landschaft aus nächster Nähe zu betrachten. Ich zweifle sicherlich nicht an, dass das bergsteigen in einer solchen Landschaft mehr Gefühle und Emotionen in fast allen Bereichen mit sich bringt. Dennoch, dieser Flug war keineswegs eine minder tolle Erfahrung, er war eben nur anders.
Wieder sicher gelandet und das tolle Gefühl genossen, wieder Boden unter den Füßen zu haben, bekam jeder Einzelne von uns ein Zertifikat mit der weltweit einmaligen Buddha- airline geflogen zu sein, etwas kitschig, aber dennoch ein nettes kleines Andenken an einen unvergesslichen tag aus vielerlei Gründen.
Fazit
°°°°°°
Für Naturliebhaber und solche, die einfach mal etwas ganz besonders erleben wollen, ist der Flug mit Buddha- Air eine unvergessliche Erinnerung an ein überaus faszinierendes,
vielseitiges und jederzeit lohnenswertes Reiseziel, nämlich Nepal! Es ist ein irre toller Anblick diesen Berg zu sehen, von ihm geht so viel Stimmung aus, eine wahnsinnige Macht und eine Beständigkeit die uns über unser eigenes Leben nachdenken lässt.
„I did not climb Mount Everest with my feed, but touched it with my heart!“
Schon vor meiner Reise in dieses mich völlig faszinierende Land informierte ich mich über die verschiedenen Nationalparks und trotz vieler verschiedener Parks, wo jeder seinen ganz bestimmten reiz auf mich ausübte, war ich mir von Anfang an sicher, dass der Royal Chitwan im Terrai von Nepal, nahe der Grenze zu Indien (also ganz im Süden Nepals) mein Ziel sein wird.
Von Katmandu ist es eine etwa 6Stündige Busreise, wobei man im Umgang mit Zeitangaben in Nepal generell etwas flexibel sein sollte, und sich lieber 3Stunden mehr als zu wenig Zeit nehmen sollte, alleine schon wegen der Tatsache, das in Nepal die Uhren einfach anders ticken als in der gewohnten Heimat.
Die Busfahrt durch dieses faszinierende Land lässt einem nicht nur manchmal den Atem stocken wegen der wirklich atemberaubenden Natur, sondern ebenfalls wegen der ebenso atemberaubenden Fahrkünste eines fast jeden Nepalis. Doch Rückblickend –und wirklich nur Rückblickend- kann ich sagen, das die Fahrzeugführer, egal, ob Bus, Taxi oder Rikscha im Allgemeinen wissen, wie sie in ihrem Land fahren müssen, um nicht in einen Unfall verwickelt zu werden, denn so viel Glück kann kein einzelner Mensch haben...
Die Fahrt bringt viele verschiedene landschaftliche Bilder mit sich, und ich war überrascht, wie farbenfroh und wie viel Natur es außerhalb der versmogten Stadt von Katmandu tatsächlich gibt. Je größer die Entfernung zwischen Katmandu und unserem Bus wurde, desto verlassener wurden die Gegenden, desto ärmer die Menschen. Hie und da mal ein zwei Häuser, ein paar spielende Kinder und arbeitende Eltern. Armut ist sicherlich eines der größten Probleme in diesem Land, umso faszinierender die Menschen. Sie wirken nicht nur glücklich sondern sind es auch, was für unser eins oft schwer zu verstehen ist. Doch wer sich mit der Religion dieses Landes beschäftigt, Gespräche mit den Menschen führt wird sich darüber nie wieder wundern!
Das eines der wichtigsten Anbauprodukte Nepals der Reis ist, ist nicht nur beim Landeanflug auf Katmandu zu sehen. Die Straße ins Terrai führt an unzähligen imposanten Reisterassen vorbei. Immer steiler wird die Straße und die Umgebung scheint einzig und allein aus Natur zu bestehen. Ein Fluss begleitet uns schon fast seit Beginn unserer Reise. Mal fliest er langsamer, mal schneller, mal sind die uns umgebenden Berge höher, mal niedriger, jeder Blick aus dem Fenster lässt einen stets einen anderen Blick erhaschen.
Obwohl die Fahrt Spaß macht ist sie dennoch sehr anstrengend, oft wird angehalten und es wird Post zu den kleineren Dörfern gebracht, oder der Fahrer unterhält sich mit einem uns entgegenkommenden Bus, gründe für eine Verzögerung der weiterfahrt gibt es unzählige, immer!
Kaum zu glauben aber war, wir sind am Ziel. Der Royal Chitwan National Park. Ich wurde von dem Driver (=Fahrer) meines Hotels abgeholt und musste erst eine schmale Brücke samt Gepäck überqueren um zum Jeep zu gelangen. Die Fahrt zu meiner Unterkunft durfte ich auf der Ladefläche verbringen, was sehr angenehm war, denn zum ersten mal seit antritt der reise war die Luft herrlich. Angekommen im Hotel wunderte ich mich anfänglich über die Mauern die es umgaben, nach einigen Stunden jedoch begriff ich den Sinn und Zweck.
Es kommt selten vor, aber ich war tatsächlich der einzige Gast, was mir natürlich einen erstklassigen Service bescherte, den ich und jeder andere aber –da bin ich mir ganz sicher- ohnehin gehabt hätte. Ich bekam einen Guide zugeteilt, was ich nicht wusste und mir anfangs auch nicht so recht war, denn eigentlich unternehme und entdecke ich die Länder lieber alleine nach meinem Geschmack und ohne einen festen Tagesablauf und genau den bekam ich zu Anfang vorgesetzt: 7.30 a.m. wake up call. 8 a.m. breakfast 8.30 a.m. leaving for jeep drive. So sah jedoch nicht nur mein Morgen aus, der ganze Tag und der halbe Abend wurden verplant. Ich lies mich darauf ein und bereute es mit keiner Minute.
Zuerst bekam ich ein exzellentes Essen und dann ging es los mit meiner Tour. Auf dem plan Stand erst mal eine Orientierung durch das Dorf der Tharu Einwohner. Sie wohnen in Lehmhäusern, ernähren sich von ihrem Vieh wie Hühner o.ä. und sind überaus freundlich. Mit Ram, meinem Guid machte ich sozusagen eine Entdeckungsreise durch eine wunderbare Welt. Elefanten, auf denen Menschen saßen kamen uns entgegen, die Tharu-Einwohner luden mich zur Besichtigung ihrer Häuser ein und Ram erklärte mir viel über die Herkunft und Lebensweise dieser Menschen und über den Dschungel, den ich am morgigen Tag mit eigenen Füßen betreten sollte. Wir kamen auch an eine Art Informationscenter, wo die Geschichte von Chitwan mit samt ihren Tieren und ihrer heutigen Anzahl festgehalten war. Ich staunte nicht schlecht als ich las, dass es hier Tiger, wilde Elefanten, Panzernashörner, Pythons, Bären, Salzwasserkrokodile und noch so mancherlei leibenswerter Tierchen gab. Wenige Minuten später, nachdem wir das Ufer des Rapti rivers erreicht hatten staunte ich noch mehr. Was ich anfangs für einen schlechten Scherz hielt war tatsächlich wahr. Der Dschungel liegt einfach nur auf der anderen Seite des schmalen Flusses, keine Absperrung, der ihn von dem kleinen Dorf trennt, nichts. Er steht da, wie ein Dom mitten in der Stadt, wie ein Schuhgeschäft im Einkaufscenter. WOW, das ist wirklich eine Erlebnisreise. Nachdem wir den gigantischen Sonnenuntergang voll staunen miterlebt hatten, oder besser ich, für Ram ja alltäglich, ging es zurück zum Hotel und ich war dankbar um die hohen mauern, von denen es umgeben wurde.
Am nächsten Morgen wurde ich geweckt und nachdem Frühstück ging es bei Dunst und Nebel auf zur Entdeckung! Unsere Fahrer brachte uns zu einem Boot, wo wir schon erwartet wurden. Mir war sehr mulmig zu Mute und netter Weise kam unser Jeepfahrer als zusätzliche Begleitung mit uns in den Dschungel, schließlich waren ja keine anderen Gäste da, die ihn gebraucht hätten. Unser Boot bestand aus einem Baumstamm in dem wir sehr ruhig saßen, denn es war bei der kleinsten Bewegung etwas wackelig, und nachdem Ram mir in weiter Entfernung 3salzwasserkrokodile in dem Fluss zeigte, den wir gerade befuhren, traute ich mich kaum mehr zu atmen. Es kam während dieser Fahrt nicht selten vor, das ich mir wünschte mich niemals auf dieses Erlebnis eingelassen zu haben.
Nach einer guten Stunde Fahrt, die mir öfter den Atem stocken lies, entweder, wegen weiteren Entdeckungen oder wegen Panzernashörnern die am Flussufer standen oder einfach nur wegen irgendwelchen fremden Geräuschen, die ich nicht zuordnen konnte.
Eigentlich wollte ich am liebsten wieder mit dem Boot zurückfahren, doch dachte ich mir, wenn du es bis hierhin geschafft hast, wirst du auch die nächsten Stunden im Dschungel überleben. Wie sehr ich mich Täuschte und doch Recht behielt....
Ram ging als erster voraus, danach kam ich gefolgt vom Raja, unserem Jeepdriver. Beider bewaffnet mit einem langen Holzstock fühlte ich mich richtig unwohl. Wir bahnten uns einen Weg durch die Gräser und Büsche. Wir sollten uns leise verhalten und das taten wir auch. Anfangs sahen wir außer Natur nichts, und ich war darüber sehr erleichtert, wobei ich mir insgeheim doch wünschte, einmal ein wildes Tier in seiner Heimat und nicht im Zoo zu sehen. Während Ram damit beschäftigt war, mir Spuren von Tigertatzen zu zeigen und mir erklärte, wie lange diese Spuren schon hier seien oder mir Geräusche erklärte und viele, viele Informationen gab wurde ich etwas ruhiger. Sein Wissen faszinierte mich und ich wusste, das er weis, was er tut. Wir setzten unseren Weg fort und dann winkte er mir zu, ich solle bis zu ihm kommen, was ich auch tat. Was ich zu sehen bekam war mein erstes Salzwasserkrokodil in freier Wildnis. Anfangs war ich etwas erschrocken darüber, doch als ich sah, dass es einfach nur so im Wasser lag, bekam ich Lust durchs Fernglas zu sehen, um mir alles mal genauer anzusehen. Was ich sah faszinierte mich. Die Augen kullerten im Kreis, ansonsten keinerlei Bewegung. Selbst, als wir näher kamen, schenkte es uns kaum Beachtung. Stolz in der Heimat berichten zu können ein Krokodil gesehen zu haben führten uns die kommenden Stunden zu weiteren Erlebnissen. Die Krokodile, von denen wir noch jede Menge zu sehen bekamen, machten mir so gut wie nichts mehr aus, vielmehr führte ich schon eine Strichliste in meinen Gedanken. Lediglich das eine mit der Nummer 7 erschreckte mich sehr, denn es lag mitten auf unserem Weg und somit keine 4meter entfernt. Ram hielt seinen Stock bereit, während wir einen weiten Bogen machten und ich zumindest einstweilen genug von Krokodilen hatte.
Wir begegneten Affen und Hühnern, und diese Tiere waren mir dann doch etwas sympathischer, wobei Affen auf Dauer sehr nervig sein können, denn sie schreien am laufenden Band, davon abgesehen sind sie auch nicht ungefährlich und viel angriffslustiger als Krokodile. Plötzlich blieb Ram stehen und sagte, wir sollen leise sein, er war sichtlich beunruhigt und ich mit. Er erwähnte, er könne einen Bären riechen und wir sollen stehen blei9ben wo wir sind. Das es kein Scherz war merkte ich an seiner Art wie er zu uns redete. Ich hatte nicht lange Zeit mich zu fragen, wie er einen Bären riechen kann und wo er dann sei. Denn da stand dann ein Bär in etwa 2-300m Entfernung. Uff. Mir fiel nur ein, was Ram vor unserem Aufbruch zu mir sagte: „Wenn ein Krokodil angreift, klettere auf einen Baum, wenn ein Nashorn auf uns zurennt, klettere auf einen Baum!“ Aber über einen Bären sagte er nichts und das ein Baum kein gutes Ziel war wusste ich auch ohne Ram, schließlich weis jeder, das Bären bemerkenswerte Kletterer sind. Wie angewurzelt stand ich da und beobachte fasziniert und voller Ehrfurcht den Bären. Er war zwar kein Riese, so wie man diese gemeingefährlichen Bären immer in Filmen zu sehen bekommt, dennoch groß genug um mich davor zu fürchten. Doch während der Bär einfach weiterging ohne uns Beachtung zu schenken kam Ram wieder zu uns und sagte, das der Wind günstig steht und er uns nicht riechen kann. Ich hofft, dass dies der einzige Bär auf meiner Strichliste bleiben würde.
Eine der wohl einprägsamsten Erfahrungen die ich dort machte war mit einem Panzernashorn. Anfangs beobachteten wir es aus der ferne, doch aus irgendeinem Grund nahm es plötzlich den Weg in unserer Richtung und Ram empfahl mir, auf den Baum zu klettern, was ich auch gleich mit seiner Hilfe tat. Es bereitete mir keine großen Schwierigkeiten, was wohl daran lag, das sowohl er, als auch ich am gestrigen tag darauf bestanden, das zu üben, denn Kletterkünste können einem so manches mal das leben retten. Keine 2Minuten war ich mehr als froh oben auf einem Ast zu sitzen und das Nashorn unten beim Fressen zu beobachten. Es ist unglaublich faszinierend diese Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu wissen und gleichzeitig aus sicherer Höhe dem Schauspiel seine Aufmerksamkeit schenken zu können. Wie sich der Panzer des Nashorns bei Bewegungen verschiebt, wie es ständig die Ohren bewegt, diese riesigen Augen, das Horn, ich war fasziniert wie selten zuvor in meinem Leben.
Da dieses Nashorn keinerlei Anstalten machte, sich einen anderen Platz zum Ausruhen zu suchen kam es, dass wir mehr als eine Stunde auf den Ästen des Baumes verbrachten, in denen ich wieder viel über den park und die Tiere erfahren durfte, bevor wir absteigen konnten um schließlich zum Heimweg aufzubrechen. Als der Rapti river wieder in Sichtweite lag war ich froh, mich endlich wieder in Sicherheit zu wiegen und Stolz und Dankbar um diese Erfahrung.
Ich bekam während meinem gesamten Aufenthalt im Chitwan Park viel über die Tiere und den Dschungel berichtet, sowohl Fakten, Instinkte der Tiere und Erlebnisse von anderen Touristen. Leider kommt es noch immer sehr häufig vor, dass Touristen viel zu locker mit der Natur und vor allem mit den Gefahren die im Dschungel lauern umgehen. Es ist nach wie vor keine Seltenheit, das die Erlebnisreise unbedachter Touristen im Dschungel endet. Viele meinen, sie sind in der Lage alleine in den Dschungel zu gehen, doch den Beweis, das es nicht gut geht, bekommen leider nur noch die Angehörigen. Als wir am heutigen morgen den Dschungel betraten fragte ich Ram, wo er seine Pistole hat. Er belächelte meine Frage und hob den Stock um mir zu verdeutlichen, dass dies seine Waffe sei.
Im nachhinein kann ich jedoch nur sagen, das ich mich jederzeit wieder einem solchen Guide anvertrauen würde, denn diese Menschen, die hier leben, wissen, wie man mit der Natur und ihrem Tierreich umgeht. Sie hören die Gefahren kommen, und gehen bevor sie einen erreichen. Unerfahrene Touristen sind oftmals leichtsinnig, ob bewusst oder unbewusst, doch die Fehler, die sie begehen, können nicht rückgängig gemacht werden wie eine Fehlbuchung auf dem Konto.
Leider gibt es solch wunderbare flecken auf der erde viel, viel zu wenig, doch umso wertvoller sind die noch vorhandenen naturbelassenen Orte. Es würde jeglichen Rahmen sprengen all meine Erfahrungen und Erlebnisse die ich dort sammelte niederzuschreiben, vielleicht ja eines Tages einmal in einem anderen Bericht.
Abschließend bleibt mir jedoch noch zu sagen, das diese reise wohl zu den eindrucksvollsten gehört. Dieser Fleck erde kann unmöglich in unserer Welt sein, aber er ist es, und ich kann jedem nur raten, der nicht nur die Herausforderung sondern auch die Natur liebt und offen für neue Erfahrungen der mal ganz anderen Art ist, last euch solch eine Reise nicht nehmen, denn wer weis, wie lange diese Plätze noch auf unserem Erdenball in dieser Form existieren!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-21 23:44:19 mit dem Titel Namaste!!
Nepal...eine sicherlich interessante Reise, die so allerlei zu bieten hat. Egal, welches Alter, ob Gruppen- oder Alleinreisende/r, wer Lust auf fremde Kulturen hat, einen heißhunger auf phantastische Natur und gerne Menschen kennenlernt, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.
Der Flug nach nepal alleine ist schon eine Reise Wert, über Österreich, weiter über das Pamir-Gebirge, bis man endlich Indien überfliegt und Nepal erreicht. In 10.000 Meter Höhe aus dem Fenster schauend ist es verwunderlich, dass man oberhalb der Wolken doch tatsächlich ein atemberaubendes Gebrigsmassiv erblicken kann -Den Himalaya-
Sofort beginnt man zu Träumen, in Gedanken verunken, „Mount Everest“ und es wird sicherlich die ganze Reise über nicht vergehen, das \"sich wundern\".
Angekommen in Kathmandu spürt man gleich die Andersartigkeit dieses Landes. Alles erscheint einem sehr hektisch, und doch liebenswürdig und ohne stress.
Vom Flughafen zur \"Innenstadt\" ist es nicht sehr weit, und man realisiert sofort, egal, ob man Taxi oder rikscha wählt \"Das ist nicht Deutschland!\" Jede Fahrt wird zu einem Erlebniss, die Hupe als ständiger Begleiter des Fahrers, Löcher in den Strassen, Staub der aufgewirbelt wird und zu Guter Letzt noch eine heilige Kuh mitten auf der Straße, was bedeutet, das erstmal warten angesagt ist, lassen einen schliesslich den restlich vorhandenen Berufsstress aus der eigenen Heimat vergessen.
Endlich im Hotel angekommen wird man sehr freundlich empfangen, in etwa so, als sei man ein Stammgast, der seit eh und jeh 2* im Jahr vorbeischaut. Ganz gleich, welche fragen, anforderungen und Wünsche man hat, die Angestellten versuchen immer das Unmögliche Möglich zu machen. Nach einiger Zeit hat man jedeoch realisiert, dass die uhren in diesem land etwas anders ticken als bei uns und man passt sich sehr schnell der \"Nepaltime\" an, ob gezwungenermassen oder freiwillig sei dahingestellt.
Ein schlendern durch Kathmandus Straßen erscheint einem, wie ein Traum. Gerüche, Menschenmengen, Taxis, Hunde, Kühe, Mönche, man ist überwältigt von Eindrücken und Erschlagen zugleich, freut sich bereits auf die erste nacht im neuen Domizil. Erschöpft von den Strapazen des Fluges, den Eindrücken des 1.Tages und gespannt auf die Kommenden Erlebnisse wälzt man sich im Bett. Wie gerne würde man schlafen, doch die vielen streundernden Hunde wissen dies allerdings zu verhindern. Und für die kommenden Tage soll sich das hundegejaule in der Nacht auch nicht ändern.
Mit den einführenden Worten hoffe ich nun, dass sie sich in etwa vorstellen können, was einen in nepal am 1.tag seiner Reise so alles widerfahren kann und das ich Ihnen nun im folgenden 2.Teil die Eindrücke auf Grund der vermittelten Stimmung vielleicht etwas näher bringen zu vermag.
Swayambunath, eine eindrucksvolle Buddah-Stupa. Seit vielen Jahren von einer Herde von Affen befallen wird er auch Monkey-Temple genannt. Am besten ist es, wenn man sich einen Führer nimmt, der einem all die Dnge, die man sieht und auch nicht sehen kann erklärt. Er erklärt in englisch, hält einem die manchmal doch sehr ausdauernde Obdachlose menschen fern und bettelnde Kinder. Armut ist in Nepal ein problem, das man nicht nur vom Hören-Sagen kennt, man sieht teilweise doch sehr erschreckende Bilder, doch diesmal nicht wie sonst aus dem fernsehen, sondern mit den eigenen Augen.
Der Tempel ist zu Ehren Buddahs erbaut worden, unzählige Bunte Gebetsfahnen zieren ihn und selbstverständlich wacht buddha über das gebiet. In jede Himmelsrichtung zeigen seine Augen, ihm bleibt nichts verborgen. Sehr beeindruckend sind die Gebetsmühlen und die betenden Mönche, die im Uhrzeigersinn die Gabetsmühlen anstoßen und immer im Kreise weiterlaufen, währrend sie ihr Gebet vor sich hinsprechen und am Ende jeder Runde die Glocke schlagen, dass, wie man mir erklärte, als eine Art \"anruf\" an Buddah zu sehen ist, so dass all die Gebete auch tatsächlich ankommen.
Ein weiterer überaus beeindruckender Tempel ist einer der weltgrößten Hindu-tempel namens Pashupatinath. Er befindet sich an einem kleinen Fluß, der in den heiligen Ganges mündet, was auch einer der Gründe dafür ist, dass der Leichnahm eines jeden Verstorbenen Nepalis binnen 24stunden nach dem Tod am Fuß des tempels verbrannt wird und die verbleibende Asche in den Fluß gekehrt wird. Auch hier wird einem wieder sehr deutlich, wie unterschiedlich unsere Kulturen sind. In Nepal gehört der Tod zum alltäglichen Leben dazu. Er wird quasi integriert. Kinder spielen unten am Wasser, oben raucht das feuer, es ist ein gewähnungsbedürftiges bild, aber um so mehr man sich mit den menschen nepals unterhält, je mehr man über ihre Kultur, ihre Bräuche und Sitten erfährt, desto spannender ist es von Tag zu Tag, aufs neue auf Entdeckungsreise zu gehen um neue Dinge zu sehen, zu beobachten, erfahrungen zu sammeln und einen selbst mit allem zu konfrontieren. fast durchweeg jeder nepali ist ein wissbegieriger Büger, der sich gerne mit fremden menshcen aus anderen ländern unterhält, da es oftmals seine einzige möglcihkeit ist, etwas über andere Länder zu erfahren. Wenn man bedenkt, wie arm die meisten Nepalis sind (und doch erscheinen sie sehr zufrieden und glücklich in ihrem Leben!!), ist es nicht verwunderlich, dennoch sehr traurig, dass 90% aller Einwohner Nepals niemals in ihrem leben ein Flugzeug vo innen sehen.
Ich möchte nicht auf die detalis eingehen, denn es wäre viel zu Schade, dieses Land nicht selbst auf sich wirken zu lassen. es hat so viels mehr als nur unbeschreibliche Berge zu bieten.
Nepal hat ettliche sehenswert national-Praks, die ihren Namen verdienen, da es wirklich orte, gebiete und landschaften sind, die sehr ursprünglich, und naturbelassen sind.
Der Royal-Chitwan-Nationalpark ist einder davon. Er liegt an der grenze zu indien, und somit im terrai von Nepal. Alleine die fahrt mit einem \"reisebus\" von Kathmandu dorthin ist eine geschichte voller Erlebnisse.
Wohnen mitten im Dschungel und zwischen unzählgen wilden Tieren.versetzten einen in eine schon längst totgeglaubte zeit. Panzernashörnern, wilden Elefanten, Pythons, Tiger, Bären, hier können viele, die immer so tun, als hätten sie vopr ncihts Angst ihren Mut unter beweis stellen. Einem Salzwasserkrokodil unter freiem Himmel direkt gegenüber zu stehen und das, ohne einen Draht dazwischen zu wissen, sind Erfahrungen im Leben, die prägen. Nepal ist ein großartiges Land, mit großartigen Menschen, einer großartigen Kultur und einer ebenso großartigen Natur.
Wer einmal einem Namaste! (=hallo) von einem nepali gelauscht hat, möchte es nie wieder vergessen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-01-14 21:35:16 mit dem Titel I touched Mt. Everest with my heart
„Nepal...? Wo liegt denn das..?“
„Na dort, wo der Mount Everest steht!!“
„Ach sooo, sag das doch gleich!“
Man muss ja zugeben, dass es heutzutage nicht wirklich selbstverständlich ist, zu wissen, wo das ein oder andere Land liegt, es sei denn, man war selbst schon dort, hat Freunde oder Bekannte die schon dort waren oder kennt irgendeine Fußballmannschaften aus diversen Ländern...
Obwohl meine Nepalreise nun schon mehr als 1 Jahr zurückliegt, erinnere ich mich gerne, oft und meist mit einem Schmunzeln im Gesicht daran zurück.
Nachdem ich ja nun schon über Nepal im Allgemeinen und den Royal Chitwan Nationalpark im Süden Nepals geschrieben habe, möchte ich mich heute einer weiteren Besonderheit widmen.
......Sagarmatha.....
Sagarmatha ist der nepalesische Name für den in unseren Breiten unter Mount Everest wohl bekannteste, berühmteste und zweifelsohne höchsten Berg der Welt.
Mit 8848 Höhenmetern ragt er gen Himmel und es ist ähnlich wie mit Ägypten. Man kann nicht in Ägypten gewesen sein, ohne die Pyramiden gesehen zu haben, so verhält es sich auch mit diesem magischen Berg des Himalayas. In Nepal gewesen zu sein, ohne den Mt. Everest gesehen zu haben...no way!
Die Entscheidung
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Da ich aus Zeitmangel diesen Berg nicht besteigen konnte....smile...ihn aber unbedingt „live“ sehen wollte boten sich mir 2 Alternativen. Wiederkommen mit mehr Zeit oder mich auf das Wagnis mit Buddha Air einlassen. Das geringere Übel, so dachte ich anfangs zumindest noch, wäre sicherlich die erste Alternative gewesen.
Beim Schlendern durch Kathmandus faszinierende Stadt grübelte ich und während ich grübelte lernte ich einen sehr netten älteren Mann aus Amerika kennen, der mir, wie er mir beim Mittagessen freudig strahlend mitteilte seit etlichen Jahren etwa 4-6 Monate eines jeden Jahres in Nepal verbringt. Während wir uns unterhielten kamen wir auf meine Reisepläne zu sprechen und binnen 2 Sekunden war meine Entscheidung für den Flug gefallen. „Wenn Nepalesen eines können, dann ist es fliegen. Schauen sie sich doch um, so viele Berge hier, das ist nichts, was fremd für sie ist..!!“ Noch am gleichen Tag buchte ich meinen sightseeing- flight für den kommenden Morgen.
Von Flugzeugen habe ich relativ wenig bis keine Ahnung, aber ich weis noch, dass dieses Flugzeug den Namen beech 1900D trug, 19 Sitze hatte und jeder von ihnen direkt am Fenster, was sich für einen solchen Flug schließlich geradezu anbietet.
Das Warten
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Morgens um 5 Uhr wurde ich abgeholt und mit dem Taxi zum Flughafen gefahren. Um 6:30 Uhr sollte der etwa 60- 90 minütige Rundflug starten, aber wer sich wie ich, schon einige Tage in Nepal aufhielt, der weis, dass Nepaltime etwas anders tickt. Mit anderen Worten: in 100% aller Fälle immer etwas zu langsam.
Nach dem „einchecken“ durften wir dann in die Abflughalle, sofern man es so nennen kann. Es war bitterkalt und weit und breit kein Flugzeug in Sicht, zumindest keines, dass aussah wie auf dem Prospekt den ich in meiner Hand hielt.
Es verging eine Stunde, es vergingen 2, dann 3 und endlich, nach knapp 4 Stunden Warten durften wir, ich lernte in der Zwischenzeit 2 nette Nordrhein- Westfähler kennen, endlich in den bus einsteigen der uns die etwa 150m zum Flugzeug fuhr. Die Maschine war voll ausgebucht, also 18 weitere gespannte Touristen, die sich auf die kommenden Minuten freuten.
Einer nach dem anderen durfte die kleine Treppe ins Flugzeug einsteigen und dann begann das warten von neuem. Eine nette Stewardess erklärte uns, dass wir den Pilot vergessen hatten, so musste der Bus diese enorme strecke von 150m wieder zurückfahren, den Pilot abholen und dies Strecke erneut zurücklegen. Diese prozedur dauerte in etwa weitere 30 Minuten, in denen wir aber schon unseren „Bergplan“ ausgehändigt bekamen und immer ungeduldiger wurden.
„Hee Sonja, hast du eigentlich schon mal Affen über die Rollbahn rennen sehen..?“
„Nein, wieso?!“
„Dann schau doch mal zum Fenster raus!!“
Diese Affenherde führte erneut zu Verzögerungen, aber immerhain bekamen wir diesmal etwas geboten;)
Der Flug
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Problemlos hob das Flugzeug ab und als wir unsere Flughöhe von 25.000 feet erreicht hatten wurden wir auch sogleich für das lange Warten belohnt. Die Sonne schien am Himmel und die wenigen Wolken am Selbigen störten keineswegs, im Gegenteil, der Blick, der sich uns aus dem Fenster bot, war unvergleichlich schön.
Für die Bergsteiger unter uns die „Route“:
Langtang Lirung (7234m), Shisha Pangma (8013m), Dorje- Lakpa (6966m), Phurbi- Ghyachu (6637m), Gauri Shankar (7134m), Melungtse (7181m) Numbur (6957m), Cho- Oyu (8201m) Nuptse (7855m), Everest (8848m), Lhotse (8516m), Ama- Dablan (6812m), Chamlang (7319m), Makalu (8463m).
Für die nicht- Bergsteiger, hier stehen verdammt hohe und gigantische Berge..smile..
Der Flug war optimal. Sowohl die Flughöhe, als auch die Entfernung zu den Bergen (etwa 5-10 nautische Meilen) ließen keinerlei Wünsche offen.
Mit dem Fernglas hatte ich einen gigantischen Blick auf die Schneebedeckten Berge, auf die Gipfel und die unsagbaren Gletscher. Überrascht war ich, als ich tatsächlich Bergsteiger auf dem Everest entdecken konnte. Es ist mehr als nur faszinierend eine solch einmalige Landschaft aus nächster Nähe zu betrachten. Ich zweifle sicherlich nicht an, dass das bergsteigen in einer solchen Landschaft mehr Gefühle und Emotionen in fast allen Bereichen mit sich bringt. Dennoch, dieser Flug war keineswegs eine minder tolle Erfahrung, er war eben nur anders.
Wieder sicher gelandet und das tolle Gefühl genossen, wieder Boden unter den Füßen zu haben, bekam jeder Einzelne von uns ein Zertifikat mit der weltweit einmaligen Buddha- airline geflogen zu sein, etwas kitschig, aber dennoch ein nettes kleines Andenken an einen unvergesslichen tag aus vielerlei Gründen.
Fazit
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Für Naturliebhaber und solche, die einfach mal etwas ganz besonders erleben wollen, ist der Flug mit Buddha- Air eine unvergessliche Erinnerung an ein überaus faszinierendes,
vielseitiges und jederzeit lohnenswertes Reiseziel, nämlich Nepal! Es ist ein irre toller Anblick diesen Berg zu sehen, von ihm geht so viel Stimmung aus, eine wahnsinnige Macht und eine Beständigkeit die uns über unser eigenes Leben nachdenken lässt.
„I did not climb Mount Everest with my feed, but touched it with my heart!“
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