Nicht von dieser Welt (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
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Erfahrungsbericht von egonman
Wer ist da im Park ?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
„Nicht von dieser Welt“ , Regie Giuseppe Piccioni .
Mit Margherita Buy , Silvio Orlando und Carolina Freschi .
Dem Leben am nächsten : Kino aus Italien !
Während Fantasy und Hokuspokus für die großen Schlagzeilen sorgen , kommen aus Italien in diesen Tagen die Filme , die dem Leben am nächsten sind . Nach Morettis „Das Zimmer meines Sohnes“ nun „Nicht von dieser Welt“ von Giuseppe Piccioni ,der ebenfalls auf der Suche ist nach einer Wahrheit im Alltäglichen, der nah an einzelne Schicksale herangeht , um gerade so allgemein Gültiges sichtbar zu machen . Piccioni erzählt von gewöhnlichen Menschen in Situationen , die nicht vorgeben , einzigartig zu sein , deswegen aber keineswegs weniger bedeutungsvoll erscheinen .
Ein Kind wird zum Katalysator der Geschehnisse , ein im Park ausgesetztes Neugeborenes , das der Nonne Caterina (Margherita Buy) , die vor dem letzten Gelübde steht , von einem Jogger in den Arm gedrückt wird . Sie gibt das Baby im Krankenhaus ab , doch ihre mütterlichen Instinkte sind geweckt , und sie will mehr über sein Schicksal herausbekommen . Der Pullover , in den das Kind gewickelt war , führt sie zum Reinigungs-Besitzer Ernesto (Silvio Orlando) , einem einsamen , unglücklichen Mann , der vielleicht der Vater sein könnte . Die dritte Haupt-Figur ist Teresa (Carolina Ferschi) , die junge Mutter , die in ihrer Verzweiflung die Schwangerschaft geheim gehalten hatte .
Wenn der kleine Säugling , den sie Fausto nennen , im Krankenhaus Besuch bekommt - sei es von Caterina oder potenziellen Adoptiv-Eltern - , dann gibt Piccioni Faustos noch verschwommenen Blick mit unscharfen Bildern wieder . erst mit der Zeit ist das Kind in der Lage , Menschen und Gesichter zu unterscheiden . Und in etwa so funktioniert auch die Dramaturgie von\"Nicht von dieser Welt\" : Der Film nimmt sich angenehm Zeit , seinen Fokus zu finden . Erst nach und nach wird einem klar , wie hier wer mit wem zusammenhängt , und es schälen sich die Themen und Fragen heraus : nach Berufung , der „richtigen“ Lebens-Führung , dem Verhältnis von Eltern und Kindern und nicht zuletzt nach der Bedeutung von Familie - die keineswegs auf Verwandschaft beschränkt ist , sondern die man sich auch selbst suchen muss .
Mit seiner außergewöhnlichen , liebenswerten Geschichte , die auf diversen Fetivals prämiert worden ist , bewegt sich Piccioni frei zwischen Drama und Komödie , zwischen Poesie und Realismus . Er versteht seinen Film auch als Gegenentwurf zu jenen mit strategisch gesetzten Plot-Points , an denen die Handlung sich formelhaft wendet oder alles wie von Zauberhand zusammenläuft . Im Gegenteil : Er zeigt , dass - wie im richtigen Leben - sich vieles eben unerwartet und genau im „falschen“ Moment ereignet . Was letztlich nur bedeutet , dass man flexibel genug bleiben muss , um damit umzugehen . und genau darum geht es in „Nicht von dieser Welt“ , um die Erkenntnis , dass auch die festesten Pläne und das eingefahrenste Verhalten nichts Endgültiges sein können , immer wieder überdacht sein wollen . so bleibt am stimmigen Ende manches offen , doch eines ist gewiss : Caterina und Ernesto haben gelernt , dass sie sich nicht hinter Rollen und Uniformen verstecken können , weil ihr Leben einzigartig ist und sie selbst jederzeit dafür verantwortlich sind !
Mit Margherita Buy , Silvio Orlando und Carolina Freschi .
Dem Leben am nächsten : Kino aus Italien !
Während Fantasy und Hokuspokus für die großen Schlagzeilen sorgen , kommen aus Italien in diesen Tagen die Filme , die dem Leben am nächsten sind . Nach Morettis „Das Zimmer meines Sohnes“ nun „Nicht von dieser Welt“ von Giuseppe Piccioni ,der ebenfalls auf der Suche ist nach einer Wahrheit im Alltäglichen, der nah an einzelne Schicksale herangeht , um gerade so allgemein Gültiges sichtbar zu machen . Piccioni erzählt von gewöhnlichen Menschen in Situationen , die nicht vorgeben , einzigartig zu sein , deswegen aber keineswegs weniger bedeutungsvoll erscheinen .
Ein Kind wird zum Katalysator der Geschehnisse , ein im Park ausgesetztes Neugeborenes , das der Nonne Caterina (Margherita Buy) , die vor dem letzten Gelübde steht , von einem Jogger in den Arm gedrückt wird . Sie gibt das Baby im Krankenhaus ab , doch ihre mütterlichen Instinkte sind geweckt , und sie will mehr über sein Schicksal herausbekommen . Der Pullover , in den das Kind gewickelt war , führt sie zum Reinigungs-Besitzer Ernesto (Silvio Orlando) , einem einsamen , unglücklichen Mann , der vielleicht der Vater sein könnte . Die dritte Haupt-Figur ist Teresa (Carolina Ferschi) , die junge Mutter , die in ihrer Verzweiflung die Schwangerschaft geheim gehalten hatte .
Wenn der kleine Säugling , den sie Fausto nennen , im Krankenhaus Besuch bekommt - sei es von Caterina oder potenziellen Adoptiv-Eltern - , dann gibt Piccioni Faustos noch verschwommenen Blick mit unscharfen Bildern wieder . erst mit der Zeit ist das Kind in der Lage , Menschen und Gesichter zu unterscheiden . Und in etwa so funktioniert auch die Dramaturgie von\"Nicht von dieser Welt\" : Der Film nimmt sich angenehm Zeit , seinen Fokus zu finden . Erst nach und nach wird einem klar , wie hier wer mit wem zusammenhängt , und es schälen sich die Themen und Fragen heraus : nach Berufung , der „richtigen“ Lebens-Führung , dem Verhältnis von Eltern und Kindern und nicht zuletzt nach der Bedeutung von Familie - die keineswegs auf Verwandschaft beschränkt ist , sondern die man sich auch selbst suchen muss .
Mit seiner außergewöhnlichen , liebenswerten Geschichte , die auf diversen Fetivals prämiert worden ist , bewegt sich Piccioni frei zwischen Drama und Komödie , zwischen Poesie und Realismus . Er versteht seinen Film auch als Gegenentwurf zu jenen mit strategisch gesetzten Plot-Points , an denen die Handlung sich formelhaft wendet oder alles wie von Zauberhand zusammenläuft . Im Gegenteil : Er zeigt , dass - wie im richtigen Leben - sich vieles eben unerwartet und genau im „falschen“ Moment ereignet . Was letztlich nur bedeutet , dass man flexibel genug bleiben muss , um damit umzugehen . und genau darum geht es in „Nicht von dieser Welt“ , um die Erkenntnis , dass auch die festesten Pläne und das eingefahrenste Verhalten nichts Endgültiges sein können , immer wieder überdacht sein wollen . so bleibt am stimmigen Ende manches offen , doch eines ist gewiss : Caterina und Ernesto haben gelernt , dass sie sich nicht hinter Rollen und Uniformen verstecken können , weil ihr Leben einzigartig ist und sie selbst jederzeit dafür verantwortlich sind !
12 Bewertungen, 1 Kommentar
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08.04.2002, 13:55 Uhr von Peter16jh
Bewertung: sehr hilfreichSChön geschrieben
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