Nikon F50 Testbericht
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- Verarbeitung:
- Bildqualität:
- Zuverlässigkeit:
- Ausstattung:
Erfahrungsbericht von BelgiumKing
MEHR LÄCHELN UND GANZ VIEL SCHMOLLMUND, BITTE ;-)
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Im Jahre 1997 kaufte ich für ca. 400,- DM eine Nikon F-50, da meine über 15 Jahre alte Nikon EM, das ehemalige Einsteigermodell des Herstellers längst überholt und nicht mehr up to date war. Einige hundert Filme hatte ich durch sie gejagt. Funktionstüchtig war sie noch immer, aber der fehlende Autofocus machte sich in vielem, - gerade bei Motorsportfotografie -, sehr deutlich bemerkbar.
Auch wenn ich mich als Hobbyfotografen betrachte, bin ich nicht bereit, Unsummen in dieses Hobby zu stecken. Ein brauchbares Kameragehäuse mit den notwendigen Features, eine Autofocus-Funktion und Zuverlässigkeit sind die Basis einer allseits einsetzbaren Kamera.
Zusatzobjektive und externer Blitz sind ein separates Thema. Mein Bericht bezieht sich ausschließlich auf das Gehäuse. Die Zoom-Objektive 28-70 mm und 70-200 mm habe ich separat gekauft und werde ihnen einen späteren Bericht ggf. widmen.
Technische Daten
Kamera: Spiegelreflexkamera mit Autofokus und eingebautem Transportmotor
Belichtungsregelung: Programm-, Blenden-, Zeitautomatik-, Sport-, Landschafts- und Portrait-Programm
Verschluss: Metall, vertikal ablaufender Schlitzverschluss
Verschlusszeiten: 30-1/2000s
Belichtungsmessung: Mittenbetonte sowie Matrixmessung (Mehrfeldmessung)
Filmempfindlichkeit: DX: ISO 25 - 6400
Sucher: Freistehender Dachkantenprismensucher
Sucheranzeige: Verschlusszeit, Arbeitsblende, Blitzbereitschaftsanzeige
Einstellscheibe: Feststehende Vollmattscheibe
Suchergesichtsfeld: ca. 90%
Blitzsynchronisation: Blitzgerät eingebaut, 1/125s
Hinzu kommt noch eine Gegenlichtfunktion, z.B. wenn durch Sonne oder Schnee die Belichtungsverhältnisse überdurchschnittlich verfälscht werden.
Das Gehäuse ist schwarz und verfügt über einen obenliegenden Auslöseknopf. Auch das Menü ist obenliegend und lässt per Schalter die Auswahl der genannten Funktion Programm-, Blenden-, Zeitautomatik-, Sport-, Landschafts- und Portrait-Programm zu. Natürlich - dies zur Ergänzung, können Belichtung als auch Zeit - manuell eingestellt werden.
Warum diese automatischen Programme ? Nun, Superprofis werden sich teils dagegen und stellen alles manuell ein. Die Programme aber lassen Grundeinstellungen für bestimmte Situationen zu. Bei Sportaufnahmen beispielsweise ist eine schnelle Verschlusszeit als Basis sinnvoll, um Verwacklungen zu vermeiden. Das kann durch eine größere Blende zu einer geringeren Tiefenschärfe führen. Beim der Funktion Landschaftsaufnahmen indes ist es genau gegenteilig. Mangelnde Bewegungsabläufe lassen die Wahrscheinlichkeit eines unscharfen Bildes kaum zu, d.h. eine längere Verschlusszeit erlaubt eine kleine Blende, was widerrum bedeutet, dass die gesamte Tiefenschärfe deutlich größer ist. Manuell indes ist schick, bei einem Porträt zu arbeiten, z.B. um die Person oder das Gesicht tiefenscharf zu gestalten und den Hintergrund vollkommen verwischen zu lassen.
Handling und Erfahrungen
Als Hobbyfotograf, der vor allem Spass am Bild und weniger an der Technik hat, möchte ich eine Spiegelreflex, die unkompliziert ist und nicht meinen ganzen Denkapparat vom Fotografieren selbst ablenkt. Durch die vielen Automatikfunktionen ist das zum Glück weitgehend ausgeschlossen. Meine Arbeit ist vor allem - egal welches Objektiv ich auf das hier beschriebene Gehäuse der F-50 ich aufsetze, das Zoom so positionieren, dass mein Motiv bildschön in Szene gesetzt ist. Die Scharfstellung per Autofocus übernimmt ein ganz sanfter Druck auf den Auslöser, und wenn es dann passt, dann kann ich ggf. auslösen.
Diese ganzen Funktionen gehen superschnell. Kann aber auch sein, dass es bereits schon eine Spur zu dunkel ist. Dann meldet sich im Display eine Anzeige, ich möge den oberhalb des Suchers eingebauten Blitz per Knopfdruck aufklappen. Nun, dieser Blitz ist besser als nicht. Allerdings ist die parallele Position zum Objektiv bei all diesem Kameratypen nicht ideal. Die Parallele zwischen Blitz- und Objektiv ist Schuld für die bekannten und unbeliebten Rotaugeneffekte. Für viele Situationen ist der eingebaute Blitz natürlich prima. Fotografiert man indes z.B. auf einer Party unter Menschen, sollte man z.B. einen externen Stabblitz unterschrauben, der dann seitlich von der Kamera sitzt und den Effekt roter Augen vermeidet.
Das Gehäuse ist zwar aus Kunststoff, aber überaus stabil. Ein Gesamtgewicht von ca. 650 Gramm (ohne Objektiv) liegt stabil in der Hand.
Der Verbrauch von Batterien hält sich in Grenzen. Allerdings kann ich diesbezüglich empfehlen, Ersatzbatterien im Fotokoffer mitzuführen, denn wenn die eingelegten Batterien den Geist aufgeben, geschieht dies ohne Vorwarnung. Energiefresser ist vor allem der eingebaute Blitz, den ich eh weniger empfehle, sonder - wie erwähnt - den Anschluß eines externen Blitzes empfehle.
Die Objektive - sei es Originale namens Nikkor oder hochwertige Zweiprodukte - können am entsprechenden Verschluß eingesetzt werden. Dies geht reibungslos und unkompliziert. Dies Objektive rasten problemlos ein und können ebenso leicht wieder abgenommen werden. Direkt neben dem Flansch gibt es einen zusätzlichen Schalter M/AF. Damit ist möglich die automatische Scharfeinstellung, d.h. den Autofocus zu deaktivieren und in der Stellung M die Scharfstellung manuell vorzunehmen.
Natürlich - neben dem Funktionsfeld rechts an der Oberseite der Kamera, wo Display und Tastenfunktionen platziert sind, gibt es letztlich noch einen Button als Selbstauslöser.
Ein On/Off Button versteht sich von selbst, aber es gibt noch eine weitere Funktion namens Advanced/Button. Hier kann nochmals seitens des Fotografen entschieden werden, ob er sich komplett auf Automatik verlässt oder die Features der diversen Funktionen selber einstellt und entsprechend seiner Vorstellungen anpasst.
Das Einlegen eines Films ist simpel. Die Lasche des Films wird an entsprechend Stelle eingehakt und der Deckel geschlossen. Mit leichtem Einsatz des Motors wird das Filmmaterial dann positioniert. Ein Nichtspulen ist indes nahezu ausgeschlossen, denn sollte sich der Film nach dem Verschließen des Deckels nicht einfädeln, kommt eine Fehlermeldung auf dem Display.
Fazit
Nach rund sechs Jahren Foto-Ehe mit der Nikon F-50 und zahllosen schönen Fotos von schöner und weniger schönen Visagen, Enten, hübschen Freundinnen, Landschaften, Party's, Urlaubsaufnahmen, Aktaufnahmen bei der Volkshochschule in schwarz/weiß und noch zahllosen anderen Anlässen kann ich nur sagen: KLASSE !!! Diese Spiegelreflexkamera, die genauso treu ist, wie meine uralte Nikon EM, ist nicht nur für Einsteiger ausreichend, denn die Bilder sind - abhängig von den gewählten Objektiven -hochwertig. Eine Spiegelreflex, die das 3 bis 4-fache kostet, hat vielleicht noch eine Vielzahl von Zusatzfunktionen, die aber bestenfalls von Profis ausgereizt werden können, bei Amateuren aber vollkommen oversized sind. Seinerzeit entschied ich mich gegen eine Alternative namens Canon, da die Programm- und Benutzerführung wesentlich umständlicher als bei Nikon ist.
Für Einsteiger und Amateure kann ich den Body (Gehäuse) der Nikon F-50 bestens empfehlen. Volle 5 Sterne sind für Qualität und Preis-/Leistungsverhältnis angebracht.
JL (für yopi und ciao)
P.S. Ich empfehle Objektive von Sigma. Diese schließen in Tests ebenso gut und teils besser als Original-Objektive von Nikon, die zudem deutlich teurer sind.
P.P.S. Neuere Produkte - sei es Canon, Minolta, Pentax oder der Nikon-Nachfolger der F-50 namens F-55 - gibt es heutzutage inclusive einem Zoom-Objektiv im Bereich 28-70 mm bereits für rund 200 Euro.
27 Bewertungen, 11 Kommentare
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24.04.2006, 00:32 Uhr von bodspy
Bewertung: sehr hilfreichklasse Beitrag.. hat mir sehr gefallen :)
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23.04.2006, 17:34 Uhr von Annabell234
Bewertung: sehr hilfreich<br/>Interssant, informativ und ausführlich. Auf wiederlesen! :o)
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23.04.2006, 16:33 Uhr von Mogry1987
Bewertung: sehr hilfreichSH ;) LG Stefanie :)
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23.04.2006, 16:28 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG Sandy :-))))
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23.04.2006, 15:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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23.04.2006, 15:14 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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23.04.2006, 15:11 Uhr von Pepie
Bewertung: sehr hilfreichsh lg Gudrun
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23.04.2006, 14:54 Uhr von SeriousError
Bewertung: sehr hilfreich<b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>
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23.04.2006, 14:45 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichStellst du jetzt deine alten Berichte von ciao alle bei yopi ein?
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23.04.2006, 14:28 Uhr von mikrosteff
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht!!!
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23.04.2006, 14:11 Uhr von daaflow
Bewertung: sehr hilfreichschön hilfreisch
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