Nintendo GameCube (Spielkonsole) Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Zuverlässigkeit:
- Design:
Erfahrungsbericht von Erwin1678
Can you handle the Cube?
Pro:
günstigste Konsole, leistungsfähige Hardware, gutes Spieleaufgebot, Zukunftsaussichten
Kontra:
Zubehör ist teuer
Empfehlung:
Ja
Am 03.05.2002 war es soweit, Nintendo hat den Game Cube in Deutschland auf den Markt geworfen. Videospiele-Deutschland hatte dieses Jahr schon ein Release einer Konsole auszuhalten, neben der neuen X-Box von Microsoft buhlt auch noch der Bestseller Playstation 2 um die Gunst des Käufers. Interessanter könnte also die Konstellation nicht sein.
Kurzer Hinweis: Der Bericht ist durch mehrmaliges Updaten leider noch länger geworden als bisher, deshalb habe ich mich auch für eine neue Gliederung entschieden. Ich verlange nicht, dass jeder den ganzen Bericht liest, dank der Unterteilung findet jeder die richtigen Infos.
1. History
***************
Nintendo ist für mich seit jeher ein zweischneidiges Schwert, diese Firma produziert ohne Zweifel die besten Videospiele auf dem Markt, zudem hat man massiven Erfolg mit den Handheldsystemen Game Boy und Game Boy Advance. Andererseits hat man mit dem Super NES die letzte erfolgreiche Heimkonsole produziert, beim Nintendo 64 lief so ziemlich alles verkehrt was verkehrt laufen konnte. Nintendo wurde zum einen vollständig durch Sony mit der Playstation I überrumpelt, zum anderen hielt man an veralteten Techniken fest, was sich negativ auf den Spielemarkt für Nintendo auswirkte. Spätestens seit der Playstation setzte sich die CD als Speichermedium durch, Nintendo konnte teilweise nicht so schnell auf dieses Medium setzen, zum anderen wollte man auch nicht, CDs sind leicht kopierbar und was man für einen Ärger damit haben kann, hat man mit der Playstation erlebt. Zudem verlor Nintendo durch diesen Nicht-Wechsel und durch die super-erfolgreiche Playstation exklusive Spieleentwickler, alle Welt produzierte plötzlich für die Playstation, selbst damalige Nintendo-only-Hersteller wie Square und Enix konnten sich nicht vom N64 überzeugen lassen. So hatte Nintendo mit einem Desaster zu kämpfen, in Japan verkaufte sich die Konsole sehr schlecht, wenigstens konnte man auf den zwei anderen Märkten Amerika und Europa wichtige Marktanteile sichern. Aber Nintendo war nun nicht mehr Marktführer im Bereich der Heimkonsolen, Sony hatte erfolgreich diese Position übernommen und baute diese mit der Playstation 2 nur noch aus.
Zwar produzierte Nintendo immer noch die besten Spiele aber was nützt dies, wenn einfach nicht genug Konsolen verkauft werden, um die Games abzusetzen. In Japan fehlten schlicht und ergreifend Rollenspiele, jedes Kind weiß, das sich eine Konsole im Mutterland der Videospiele nicht verkauft ohne Games aus diesem Genre.
Nun, wir haben 2002 und Nintendo möchte mit dem Game Cube alles besser machen. Nintendo hat sich zum einen an die Speichermedien der Konkurrenz angepasst, zum anderen buhlt man mit besserer Technik und natürlich den bekannten und beliebten Spieleserien um die Käuferschar. Doch da hat sich noch ein dritter Konkurrent auf dem Markt eingefunden, die Rede ist von Microsoft. Und diese Firma drängt sich unverhohlen auf den Videospielemarkt, wollte man doch vor zwei Jahren ohne mit der Wimper zu zucken Sega und Nintendo aufkaufen (!). Natürlich lassen sich japanische Firmen nicht einfach so schlucken, Nintendo bringt nun den Spiele-Würfel auf den Markt, neben Microsoft hat man auch noch mit Megaseller Sony zu kämpfen, die Playstation drückte ja fast allein Sega aus dem Konsolenmarkt.
Nintendo geht dabei mit der neuen Konsole einen anderen Weg als die Konkurrenz, Sony und Microsoft protzen mit den Multimediafähigkeiten ihrer Spielemaschinen, DVD-Player und Festplatte machen aber noch kein Multimedia. Nintendo setzt dagegen rein auf Spiele, natürlich mit der Option auf Online Gaming.
Wie sieht es nun nach dem Release des Game Cube auf dem Markt aus? In Japan verkauft sich der Würfel nach der Playstation 2 am besten, es fehlen aber noch echte Spiele-Perlen, um Boden gut zum machen. Microsoft ist in Japan keine Konkurrenz, die X-Box verkauft sich im Mutterland der Konsolen monatlich zur Zeit nur in tausender Stückzahlen.
In Amerika ist es etwas anders. Zwar ist Amerika eigentlich Nintendos Darling, selbst mit dem Flop N64 konnte man gute Verkaufzahlen erreichen, nur leider setzte Microsoft den Relaesetermin der X-Box geschickt an, so das die Konsole vor dem Game Cube erschien. Nintendo musste also erst einmal aufholen, mittlerweile verkauft sich der Game Cube aber ganz gut in Amerika.
Und wie schaut es in Europa aus? Nintendo konnte angeblich schon über 50.000 Einheiten in Deutschland verkaufen, ähnlich gut schaut es in Großbritannien aus. Nintendo hat sich jedenfalls das ehrgeizige Ziel gesetzt in Eruopa monatlich mehr Konsolen wie Sony und Microsoft zusammen zu verkaufen. Ob man das umsetzen kann, ich bin gespannt und werde Euch an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden halten.
Update: Nintendo kann mittlerweile auf erfolgreichen Hardware-Release in Europa zurückblicken, 400.000 Game Cube sollen über die Ladentische gegangen sein.
Derweil wurde für Amerika eine erneute Preissenkung bekannt gegeben, der Game Cube kostet dort nur noch 149,95 $ (ca. 163 €). In Japan soll der Preis ebenfalls sinken, dies wurde von Nintendo aber noch nicht bestätigt.
So, ihr habt Euch erfolgreich durch meine kleine History gelesen, im weiteren Verlauf soll es natürlich um den Game Cube direkt gehen.
2. Basics
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___Hardware___
Nintendo hat sich wie beim Vorgänger N64 wieder sehr viel Zeit mit dem Design der Hardware gelassen, nun muss sich Big N immerhin gleich mit zwei Konsolen messen, das heißt eine konkurrenzfähige Hardware musste geschaffen werden. Nintendo sah erst fast wie der sichere Sieger im Hardwareduell gegen Playstation 2 und Dreamcast aus, leider lesen sich die Hardwarespezifikationen der X-Box noch besser. Natürlich kann man die reinen Zahlen schlecht vergleichen, die Hauptchips jeder Konsole sind immer Spezialanfertigungen, so dass die MHz-Zahl wohl kaum die eigentliche Leistung angibt. Vergleichbar ist die Hardware-Power wohl eher an der Anzahl der darstellbaren Polygone, was man denn letztendlich an der Spielegrafik sieht.
Was steckt nun drin im Game Cube? Wichtig ist natürlich erstmal der Hauptprozessor, im Würfel befindet sich eine Spezialfertigung von IBM, der Hauptprozessor nennt sich „Gekko“. Getaktet ist dieser mit 485 MHz. Gut, mehr als die Playstation 2 aber weniger als die X-Box werden nun einige sagen. Der Vergleich hinkt, der IBM-Prozessor leistet pro Taktzyklus in einigen Bereichen mehr als die Hauptchips der PS2 oder der X-Box, ist also durchaus konkurrenzfähig. Ein kleiner Vorteil ist zudem, das der Chip keinen eigenen Kühler benötigt.
Weiter geht es mit dem Grafik-/Soundchip, einer Anfertigung von ATI und Nintendo, getauft „Flipper“. Getaktet mit 162 MHz, wieder das gleiche wie beim Hauptprozessor. Der Chip vereint sämtliche Grafik- und Soundfunktionen, als Grafikleistung werden 6-12 Millionen Polygone pro Sekunde angegeben. PS2 und X-Box protzen wieder mit weit höheren Zahlen, nur betrügt man hier etwas, die Daten spiegeln die Anzahl wieder, bei allen ausgeschalteten Zusatzfunktionen. Der Game Cube stellt dagegen dies 6-12 Millionen Polygone mit eingeschalteten Funktionen dar, für alle die es interessiert, nenn ich gern diese Bildbearbeitungsfunktionen: Nebel, Subpixel Anti-Aliasing, 8 Harware-Lichtquellen, Alpha Blending, Virtual Texture Design, Multitexturing, Bump-Mapping, Environment-Mapping, MIP-Mapping, Bilineares Filtering, Trilineares Filtering, Anisotropisches Filtering, Hardware Textur-Dekompression in Echtzeit [S3TC], Dekompression der Display-Liste in Echtzeit, HW 3-line Deflickering Filter. Einige dieser Funktionen verbessern schlicht und einfach die Grafik, wer die Bedeutung aller dieser Bergriffe wissen möchte, der darf mich gern fragen.
Wie viel Arbeitsspeicher besitzt der Game Cube? Insgesamt 40 MByte, aufgeteilt in einmal 16, die nur mit 81 Mhz getaktet sind, dieser Speicher wird für Musik, Musik-Effekte oder auch einige Spieldaten genutzt. Die 24 MByte RAM werden dagegen für das Ablegen von Grafikdaten verwendet. Auch hier besitzt Nintendo wieder eine Spezialtechnik, verwendet man hier doch 1T-RAM, was bedeutet, das eine Speicherstelle nur aus einem Transistor besteht. Als Vorteil ist natürlich die kurze Schaltzeit anzusehen, außerdem ist der Speicher günstiger wie herkömmlicher Cache-Speicher.
So, mit mehr Daten möchte ich Euch nicht quälen, diese sollte lediglich darstellen, dass der Game Cube durchaus mit zum Beispiel der X-Box mithalten kann, als Kurzfazit bleibt festzuhalten, Nintendo hat eine leistungsfähige Hardware gebaut.
___Grafik und Sound___
Dank der Hardware sollte es ja möglich sein, grafisch und soundtechnisch einiges aus dem Came Cube herauszuholen.
Entscheidend ist neben der Anzahl der darstellbaren Polygone auch die Möglichkeit, verschiedenste Grafikeffekte anzuwenden, natürlich funktioniert das nur in Zusammenhang mit einem leistungsfähigen Hauptprozessor und genügend Arbeitsspeicher.
Für die Spiele des Game Cube bedeutet dies, das natürlich erstmal eine gute Grundgrafik vorzuweisen ist. Dies sieht man bereits an den ersten Spielen, von der Grafik fällt eigentlich keines durch.
Bei den Spielen die ich bisher auf dem Came Cube gezockt habe (Luigis Mansion, Wave Race, Star Wars, Sonic) fiel mir vor allem folgendes auf. Die drei letztgenannten Spiele beinhalten ja bekanntlich Polygongrafik, selten habe ich so sauber dargestellte Texturen gesehen, vor allem sind diese detailliert und nicht zu groß. Das ist wichtig, so erscheint die Grafik feiner. Zudem blieb mein Auge bisher von Grafikfehlern verschont, wenigstens bei diesen Spielen. Hoffentlich hält Nintendo die Qualität auch bei zukünftigen Games.
Beim Sound macht der Came Cube ebenfalls keine schlechte Figur. Von glasklare Sprachausgabe bis zum Orchestersound wird alles geboten, was ein Ohr zu verwöhnen vermag.
___Lieferumfang___
Andilein77 freut sich natürlich immer wie ein kleines Kind, wenn eine neue Konsole seine Wohnung betritt, beim Lieferumfang ist Nintendo jedoch genauso sparsam gewesen, wie die Konkurrenz. Konsole, Scart-AV-Kabel zum Anschluss an den Fernseher, Netzkabel, Handbuch und Joypad, das war es auch schon. Keine Memory Card, keine Demo Disc, erst recht kein Spiel. Gut, die Konsole ist mit 199 € die derzeit günstigste auf dem Markt, Zusatzkosten kommen aber auf jeden Fall dazu (später geh ich noch konkret darauf ein). Will ich mir nun erstmal die Konsole anschauen. An der Größe des Würfels (15x15x11 cm, Gewicht ca. 1,3 Kilo) kann man eindeutig erkennen, Nintendo setzt auf Kompaktheit. Das Design ist vielleicht schlichter wie bei Playstation 2 und X-Box, dafür hole ich mir mit dem Game Cube jedenfalls nicht ein Mördergerät ins Haus, was unter keinen Fernseher passt (gerade in Bezug auf die große und 4 kg schwere X-Box).
Was ist dran am Game Cube? Auf der Vorderseite besitzt der Würfel vier Joypad-Anschlüsse, sowie zwei Steckplätze für MemoryCards. Löblich, das Nintendo an den 4 Joypad-Anschlüssen festhält, es werden viele Spiele erscheinen, die einen 4 Player-Modus besitzen, da erspare ich mir auf jeden Fall schon mal einen Adapter.
Auf der Oberseite des Game Cube befindet sich der Toploader, das heißt durch Druck auf den „Open“-Button öffnet sich der Deckel und die Spieledisc wird eingelegt, zudem gibt es wie gewohnt noch einen Power- und Resetknopf, die Funktionen dieser Taster dürften ja bekannt sein. Im Gegensatz zur Konkurrenz verzichtet Nintendo auf die aufwendige und teure Frontlade-Technik, schlecht bedient ist man damit nicht.
Auf der Rückseite des Game Cube haben wir einen niedlichen Tragegriff, Netzanschluss, optischen sowie digitalen AV-Anschluss. Was man sich mit dem Griff gedacht hat, weiß ich nicht genau, zwar ist der Game Cube dank Größe und Gewicht leicht überall hin zu befördern, ich werde aber wohl kaum mit dem Game Cube in der Hand durch die Straßen schlendern.
Noch zur Unterseite, hier haben wir noch mal drei Schnittstellen, einen Highspeed-Port, sowie zwei serielle Schnittstellen. Serial Port 1 dient zum künftigen Erweitern durch ein analoges Modem oder einen Breitbandadapter, die anderen beiden Schnittstellen haben noch keine genaue Verwendung.
Das Aussehen wäre nun geklärt, vielleicht wird dem Game Cube-Besitzer schon aufgefallen sein, das bei Nintendo ein neues Speichermedium benutzt wird, die so genannte Game Disc, auf diese 8 Zentimeter-Scheibe (im Durchmesser natürlich) passen ganze 1,5 GByte. Gut, weniger wie bei den DVDs der Konkurrenz, Nintendo hat sich wohl eher Sorgen gemacht, dass Spiele wieder zu schnell kopiert werden können, dem will man mit der Game Disc Einhalt gebieten.
Aus der Game Disc und dem entsprechenden Laufwerk ließe sich natürlich ein Nachteil drehen, der Game Cube kann keine Film-DVDs abspielen. Ich habe es aber bereits weiter oben erwähnt, Nintendo setzt komplett auf Spielen, nicht auf Multimedia. Zudem ist ein richtiger DVD-Player wohl auch einer Konsole vorzuziehen.
Natürlich kommen nun auf mich als armen Spiele-Zocker mit dem Game Cube wieder diverse Zusatzkosten zu, mit dem Scart-AV-Kabel bietet der Würfel nicht die beste optische Qualität (etwas verwaschen), da muss natürlich ein RGB-Kabel her. Damit erreicht man die beste Bildqualität und bei der grafischen Leistung des Game Cube sollte man sich das Kabel auch gönnen (kostet etwa 30 €). Natürlich braucht man auch wieder eine Memory Card, ich will ja schließlich meine Spielstände speichern. Nintendo bietet zum einen eine 4 MB Speicherkarte an (20 €), meine Erfahrungen damit sind gut, es passen einige der Spielstände von den ersten Games drauf. In Zukunft wird es aber auch Spiele geben, die einen Spielstand haben, der eine komplette Karte \"frisst\", da wird es natürlich teuer. Nintendo bietet zudem aber noch einen SD-Card-Adapter an, dieser wird in den Memory Card-Schacht gesteckt, SD-Karten bieten ja mehr Speicher, natürlich kostet das auch wieder einiges.
Ja und wer natürlich noch ein zweites Joypad braucht, der darf auch wieder löhnen und zwar ganze 35 Euro.
___Der Controller___
Ihr werdet mir zustimmen, ohne den richtigen Controller macht das Spielen nur halb soviel Spaß. Deshalb werde ich das Came Cube-Joypad auch mit einem eigenen Absatz würdigen.
Nintendo hat für mich schon immer die besten Joypads gebaut, das Came Cube-Joypad macht da keine Ausnahme. Erwirbt man eine Konsole, liegt natürlich auch nur ein Joypad bei, ein weiteres oder auch mehrere kann man derzeit in den Farben lila und schwarz für teure 34,99 € erwerben. Was, so viel Geld für einen Controller, dann muss er aber schon ziemlich gut sein? Und er ist es. Wie schaut der Controller nun aus? Nun, nach ausgiebigen Testen erinnert er mich sowohl an das Playstation- wie auch an das Dreamcast-Joypad. Die Form lässt sich am ehesten mit dem Playstation-Controller vergleichen, diese Haltegriffe am Joypad habe ich auf jeden Fall schon mal irgendwo gesehen.
Spielen lässt sich mit diesem Joypad auf jeden Fall gut. Auch die Lage der Tasten und Sticks trägt dazu bei. Auf der linken oberen Seite findet man den Control-Stick, damit kann man präzise Sachen steuern, natürlich ist dieser Stick digital, was zum Beispiel zulässt, das man eine Spielfigur durch Antippen des Sticks nur ein paar Millimeter laufen lässt, drückt man den Stick dagegen massiv in eine Richtung, bewegt sich die Figur auch schneller oder weiter in diese Richtung.
Versetzt unter dem Control-Stick befindet sich das bekannte Steuerkreuz. Dies besitzt eigentlich jeder Controller, ausgelegt ist es für Steuern in vier Richtungen, wenn es sich gut gebrauchen lässt, dann auch in acht Richtungen. Das Steuerkreuz des Came Cube Controllers ist ebenfalls digital, dass heißt, schon allein durch die Druckintensität kann man unterschiedlich ins Spielgeschehen eingreifen.
Auf der rechten Seite eines Joypads befinden sich ja meist die Taster, die man zum Ausführen von bestimmten Aktionen bei Spielen benötigt. Betrachtet man beim Came Cube Controller die Anordnung der Tasten, muss ich sagen, Nintendo hat sich sehr viel Gedanken gemacht und für mich die wohl perfekte Tasten-Konstellation geschaffen. Zentral in der Mitte liegt der A-Button, er ist größer als alle anderen darum liegenden Buttons, deshalb und auch weil er in der Mitte liegt, findet man ihn sehr leicht mit dem Finger. Etwas unterhalb finden meine „Griffel“ den B-Button, da man ihn im Spiel nicht so häufig verwendet, darf er auch ruhig etwas kleiner sein. Benötigt ein Spiel mehr Tasten zur vollständigen Steuerung, wird man auch die über dem großen A-Button liegenden Y- und Z- Button gebrauchen können. Und wenn das immer noch nicht reicht, dann hätten wir auch noch oben auf dem Pad die mittlerweile beliebten L- und R-Buttons sowie die Z-Taste. Diese ist meiner Meinung nach das einzige Manko am Pad, denn sie ist etwas umständlich erreichbar und daher nicht intuitiv einsetzbar.
Positiv ist dagegen die Rumblefunktion des Pads anzusehen, für mich persönlich ist solche ein Feature zwar sinnlos, ich kenne aber einige, die darauf nicht verzichten wollen und für diese bietet das Joypad „rütteln“ in verschiedener Intensität.
Kurzfazit: Ich habe schon viele Joypads in der Hand gehabt und ich hätte nicht gedacht, dass jemals ein Controller das Playstation 2- und das SNES-Joypad übertreffen kann. Der Came Cube Controller erreicht dies. Er liegt wirklich einmalig in der Hand, sowohl in einer großen, wie auch in einer kleinen. Tasten und Sticks lassen präzise Steuermöglichkeiten zu, Verharken oder gar Tasten-Ausfall ist bei meinen Joypads nach nicht vorgekommen. Auch bei der Tastenanordnung hat sich Big N Mühe gegeben, genial ist vor allem wie der A-Button im Verhältnis zu den anderen Buttons angeordnet ist. Dies erlaubt wirklich intuitives Spielen, ich musste nur kurze Zeit auf das Pad schauen um mich daran zu gewöhnen.
3. Gaming
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___Die Spiele__
Bevor ich etwas zu bereits erhältlichen und kommenden Spielen schreibe, will ich noch einige grundlegende Game Cube-Eigenheiten in Bezug auf die Spiele erklären.
Im Gegensatz zu den teilweise doch langen PS2-Ladezeiten, verwöhnt der Game Cube mit schneller Ladetechnik, die Ladepausen sind entweder nicht vorhanden, oder so gering, dass sie mich bisher nicht störten.
Was mich eher nervt, ist die schlechte Bildqualität, diese ist nur mit einem RGB-Kabel zu beheben. Vielleicht wird man auch mit der normalen Bildqualität zufrieden sein, aber wer den Unterschied einmal gesehen hat, der wird wissen was ich meine.
Nintendo verspricht für Deutschland perfekt angepasste Spiele, zudem mit 60 Hertz-Option, auf jeden Fall bleibt man von allzu dicken PAL-Balken verschont, die Spiele laufen schnell.
Beim Sound gibt sich der Game Cube konservativ. Beim Würfel wird nur analog gespielt, für DolbyProLogic 2 braucht man schon eine AV-Receiver. Aber keine Angst, der Sound der Game Cube-Spiele kann sich auch so hören lassen.
Nun zu den Spielen konkret, Nintendo liefert gleich zu Beginn sehr gute Games ab. Als Beispiel wären hier mal Luigis Mansion und Wave Race – Blue Storm anzusehen. Das Spiel um den Mario-Bruder beeindruckt mit einer guten Grundgrafik, sensationell sind dagegen die Lichteffekte. Gegenstände und Figuren besitzen einen korrekten Schatten, Räume sind realistisch ausgeleuchtet. Auch darf man sich bei dem Spiel davon überzeugen, dass der Game Cube glasklare Sprachausgabe beherrscht, wenn Luigi verzweifelt nach Mario ruft, bleibt zudem kein Auge trocken.
Grafisch noch beeindruckender ist Wave Race, hier leider nur das Wasser. Ich sage nur, das best nachgestellte Wasser auf Konsole. Leider hat man dabei etwas den Hintergrund vergessen, aber genial sieht es trotzdem aus. Auch die Spielbarkeit bei diesem Game ist beindruckend, Wave Race Blue Storm wird Euch lange an den Bildschirm fesseln.
Wer die beste Grafik auf dem Game Cube sehen möchte, der sollte unbedingt zum Star Wars-Spiel greifen, das was ich davon gesehen habe, ist sehr beeindruckend. Detailverliebtheit bis ins Letzte, keine Ruckler, konstanter Grafikaufbau.
Nintendo deckt mit der ersten Spielepalette fast alle Genres ab, von Jump&Run bis zum Rennspiel ist einiges dabei. Nur die Rollenspielfans schauen mal wieder in die Röhre.
Wie wird es nun in Zukunft mit Spielen für den Game Cube aussehen? Natürlich entwickeln nahezu alle großen Hersteller für den Game Cube, wahrscheinlich ist auch, dass Square für Nintendo entwickelt, das glaube ich aber erst, wenn ein fertiges Spiel da ist.
___Spielezukunft___
Welche Spielehighlights erwarten uns nun in den kommenden Monaten? Natürlich darf kein echtes Mario-Spiel fehlen, Mario Sunshine sieht auf den ersten Blick aus, wie Mario 64 mit verbesserter Grafik. Schaut man sich Mario mal genauer an, fällt auf, dass er zum Beispiel einen Wasserwerfer bei sich trägt, ich bin mir sicher, Mario Sunshine wird nur so vor neuen innovativen Elementen strotzen.
Ebenfalls beeindruckend schaut „Wario World“ aus, der liebenswerte Bösewicht wird natürlich auch mit einem Spiel auf dem Came Cube bedacht. Bei ersten Filmchen zu diesem Game beeindruckte mich vor allem die witzige Musikuntermalung und die Grafik, hier sieht man mal, welch feine Texturen der Game Cube darstellen kann.
Worauf ich aber sehnsüchtig warte, ist Metroid Prime: Von diesem Spiel hab ich bereits den Trailer (Vorspann) und einige Spielszenen gesehen und da kann ich nur sagen, atemberaubend. Der Trailer ist unheimlich düster, vergleichbar ist die aufkommende Stimmung mit dem beklemmenden Alien-Gefühl. Beim eigentlichen Spiel wird uns wohl eine unheimlich detaillierte 3D-Grafik erwarten, ich denke hier wird der Game Cube das erste Mal beweisen, das er grafisch locker mit der X-Box mithalten kann.
Wer Nintendo-Fan ist, der mag auch meist Zelda. Und ich weiß, viele erwarten das Came Cube-Zelda sehnsüchtig (ich auch). Nintendo schockte ja etwas die Ur-Zelda-Fans, beim neuesten Teil will man die Grafik im Cell-Shading-Verfahren darstellen. Ich gehe ja aus Prinzip unvoreingenommen an jedes Spiel, solange die Spielbarkeit top ist, kann ich auch auf Protzgrafik und Hifi-Sound verzichten. Aber die Filmchen, die ich von Zelda gesehen habe, überzeugen auch grafisch. Das ganze schaut wie ein überaus detaillierter Zeichentrickfilm aus, solch eine perfekte Mimik habe ich bei Link noch nicht gesehen. Leider wird das Spiel wohl erst Ende 2002, wenn nicht sogar erst Anfang 2003 auf den Markt kommen.
Zur Vollständigkeit halber noch eine Liste mit angekündigten Came Cube-Spielen: Eternal Darkness (Action-Adventure), Mario Party 4 (Nintendo, Party-Spiel); Colin McRae Rally 3 (Codemasters, Rennsimulation); Super Monkey Ball 2 (Sega); Star Wars: Bounty Hunter (LucasArts); Beach Spikers (Sega, Volleyball-Funspiel); Virtua Fighter Quest (Sega; Action-Adventure); Medal of Honor Frontline (EA; 3D Shooter); Turok Evolution (Acclaim, 3D Shooter); Gladius (LucasArts, Action-Adventure um die Gladiatoren im alten Rom); Soul Calibur 2 (Namco, Beat em up); Star Fox Shooter (Arbeitstitel, Namco, 3D Shooter); Rayman 3 (Ubi Soft, 3D Jump&Run), Golden Sun (Rollenspiel, Nintendo, Camelot); Skies of Arcadia (Rollenspiel, Sega); Tales... (Rollenspiel, Namco)
Wer übrigens Interesse an den Movies hat, von denen ich hier gesprochen habe, ich gebe Euch gern die Links dazu.
___Came Cube+GBA___
Vielleicht hat sich Nintendo gedacht, wenn der Came Cube schon nicht zu unseren anderen Konsolen kompatibel ist, dann verlinken wir ihn halt mit dem Game Boy Advance. Ja, ihr habt richtig gehört, man kann den GBA an den Came Cube anschließen. Möglich wird diese mit einem separat erhältlichen Kabel, was übrigens auch wieder ganze 12,99 € kostet.
Einsatzmöglichkeiten für diese Funktion gibt es meiner Meinung nach fast unendlich, ein paar Beispiele gefällig? Bei Pinballspielen, die Kugel ist fast verloren, fliegt dann aber wie durch ein Wunder in den GBA und man spielt sie von dort wieder auf den normalen Bildschirm. Oder bei Rollenspielen, Karten oder Menüs werden auf dem GBA dargestellt, der „Rest“ auf dem Came Cube.
Eine Möglichkeit will ich Euch noch nennen, leider stammt sie nicht von mir (hab ich in der Zeitschrift „Advance“ gelesen). Unser guter Mario taucht ja gern in Röhren ab, wie wäre es wenn er da jedes Mal in den GBA abtaucht und dort nach Extras und Münzen sucht?
Diese ganzen Möglichkeiten verlangen natürlich eines. Man muss jedes Mal beide Spiele, also das jeweilige Game auf GBA und Came Cube besitzen. Und das dürfte teuer werden.
Bei den für den GBA und den Came Cube erhältlichen Spielen gibt es bereits ein Game, was diese Linkfunktion unterstützt, von Sonic ist natürlich die Rede. Chao, kleine pokemonähnliche Wesen werden auf dem GBA gezüchtet und umhegt und dann auf den Came Cube übertragen. Ich hab mich schon an den diversen Minispielchen probiert, der Spielspaß hält sich dabei jedoch in Grenzen.
Für die Zukunft ist die Linkfunktion bei einigen Spielen gedacht, genannt sei hier mal Zelda, Metroid, Animal Forest sowie ein noch unbekanntes Spiel aus dem Hause Square.
___News zum Online-Gaming___
Nintendo möchte seinen Online-Dienst bereits im Sommer 2002 in Japan und im Herbst 2002 in Amerika starten. Die zum Online-Spielen benötigten V90-Modems bzw. Breitbandadapter werden zu einem Preis von je 34,95 $/4.500 Yen (ca. 39 €) auf den Markt kommen. Die beiden ersten Online Games sollen Phantasy Star Online I & II sein, über weitere Spiele schweigt man sich aus. (Infos von www.gamefront.de)
4. Fazit
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Obwohl ich sowohl Playstation 2 und X-Box besitze, bin ich doch Nintendo-Fan geblieben. Zu gut sind die Spiele, natürlich gibt es diese nur auf einer Big-N Konsole.
Was hat Nintendo nun mit dem Game Cube geleistet? Im Endeffekt eine leistungsfähige Spielemaschine, nicht mehr und nicht weniger. Den Vergleich mit der Konkurrenz muss Nintendo nicht scheuen, in absehbarer Zeit werden Game Cube-Spiele wohl besser aussehen wie die meisten PS2-Games (die PS2 ist ja auch schon etwas älter, kein Besitzer muss sich da ärgern) und wie ich Nintendo kenne, holen sie so viel aus der Hardware raus, dass auch X-Box Spiele nicht viel besser ausschauen werden.
Ich persönlich habe mir diese Konsole gekauft, weil ich einfach nicht auf Spiele wie Mario, Zelda, Metroid... verzichten will. Nintendo hat es bis jetzt immer geschafft, hauseigene Spiele zum Klassiker zu machen und ich vertraue auch in Zukunft darauf. Zudem wird man sich wundern, welche Spiele alles auf dem Game Cube erscheinen, dass für mich nie da gewesene Kinder-Image von Nintendo sollte man schnell vergessen. Zudem, ich kenne viele Erwachsene, die gerne Mario oder Zelda spielen und die freuen sich auch auf den Game Cube.
Wird der Würfel nun zukunftsfähig sein? Da bin ich mir 100% sicher. Nintendo hat durch die Pokemon-Manie und den GBA- sowie GB-Erfolg viel Profit gemacht, ich erwarte das Nintendo die Konsole unterstützt, eventuell auch, wenn man nicht die PS 2 einholen sollte (was ich sowieso denke). Man braucht sich nur mal anzuschauen, wie lange Nintendo das N64 am Leben erhielt, beim Game Cube wird es nicht anders sein.
Nintendo denkt zudem mit dem Game Cube auch an Online-Gaming, viele Experten sehen darin die Spielform der Zukunft, der Came Cube ist darauf vorbereitet.
Für wen ist der Cube nun empfehlenswert? Im Prinzip für alle, wer die bekannten und beliebten Spiele mag, der wird sich den Würfel kaufen müssen. Auch halte ich den Game Cube für die perfekte Zweitkonsole, wer eine PS2 oder eine X-Box besitzt und noch Geld übrig hat, der wird nach dem Kauf nicht enttäuscht sein.
Zudem glaube ich, das selbst mit dem Preis von 199 € noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, Nintendo hat ja behauptet, dass der Game Cube sehr kostengünstig hergestellt werden kann, ich erwarte langfristig einen niedrigeren Preis, 149 € oder gar weniger, ich bin mir sicher, der aktuelle Preis steht nicht für immer. Nur in naher Zukunft sollte man nicht darauf hoffen, außer Sony oder Microsoft reagieren kurzfristig.
Ich bin begeistert vom Game Cube und ich hoffe einige von Euch werden es auch sein.
Kurzer Hinweis: Der Bericht ist durch mehrmaliges Updaten leider noch länger geworden als bisher, deshalb habe ich mich auch für eine neue Gliederung entschieden. Ich verlange nicht, dass jeder den ganzen Bericht liest, dank der Unterteilung findet jeder die richtigen Infos.
1. History
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Nintendo ist für mich seit jeher ein zweischneidiges Schwert, diese Firma produziert ohne Zweifel die besten Videospiele auf dem Markt, zudem hat man massiven Erfolg mit den Handheldsystemen Game Boy und Game Boy Advance. Andererseits hat man mit dem Super NES die letzte erfolgreiche Heimkonsole produziert, beim Nintendo 64 lief so ziemlich alles verkehrt was verkehrt laufen konnte. Nintendo wurde zum einen vollständig durch Sony mit der Playstation I überrumpelt, zum anderen hielt man an veralteten Techniken fest, was sich negativ auf den Spielemarkt für Nintendo auswirkte. Spätestens seit der Playstation setzte sich die CD als Speichermedium durch, Nintendo konnte teilweise nicht so schnell auf dieses Medium setzen, zum anderen wollte man auch nicht, CDs sind leicht kopierbar und was man für einen Ärger damit haben kann, hat man mit der Playstation erlebt. Zudem verlor Nintendo durch diesen Nicht-Wechsel und durch die super-erfolgreiche Playstation exklusive Spieleentwickler, alle Welt produzierte plötzlich für die Playstation, selbst damalige Nintendo-only-Hersteller wie Square und Enix konnten sich nicht vom N64 überzeugen lassen. So hatte Nintendo mit einem Desaster zu kämpfen, in Japan verkaufte sich die Konsole sehr schlecht, wenigstens konnte man auf den zwei anderen Märkten Amerika und Europa wichtige Marktanteile sichern. Aber Nintendo war nun nicht mehr Marktführer im Bereich der Heimkonsolen, Sony hatte erfolgreich diese Position übernommen und baute diese mit der Playstation 2 nur noch aus.
Zwar produzierte Nintendo immer noch die besten Spiele aber was nützt dies, wenn einfach nicht genug Konsolen verkauft werden, um die Games abzusetzen. In Japan fehlten schlicht und ergreifend Rollenspiele, jedes Kind weiß, das sich eine Konsole im Mutterland der Videospiele nicht verkauft ohne Games aus diesem Genre.
Nun, wir haben 2002 und Nintendo möchte mit dem Game Cube alles besser machen. Nintendo hat sich zum einen an die Speichermedien der Konkurrenz angepasst, zum anderen buhlt man mit besserer Technik und natürlich den bekannten und beliebten Spieleserien um die Käuferschar. Doch da hat sich noch ein dritter Konkurrent auf dem Markt eingefunden, die Rede ist von Microsoft. Und diese Firma drängt sich unverhohlen auf den Videospielemarkt, wollte man doch vor zwei Jahren ohne mit der Wimper zu zucken Sega und Nintendo aufkaufen (!). Natürlich lassen sich japanische Firmen nicht einfach so schlucken, Nintendo bringt nun den Spiele-Würfel auf den Markt, neben Microsoft hat man auch noch mit Megaseller Sony zu kämpfen, die Playstation drückte ja fast allein Sega aus dem Konsolenmarkt.
Nintendo geht dabei mit der neuen Konsole einen anderen Weg als die Konkurrenz, Sony und Microsoft protzen mit den Multimediafähigkeiten ihrer Spielemaschinen, DVD-Player und Festplatte machen aber noch kein Multimedia. Nintendo setzt dagegen rein auf Spiele, natürlich mit der Option auf Online Gaming.
Wie sieht es nun nach dem Release des Game Cube auf dem Markt aus? In Japan verkauft sich der Würfel nach der Playstation 2 am besten, es fehlen aber noch echte Spiele-Perlen, um Boden gut zum machen. Microsoft ist in Japan keine Konkurrenz, die X-Box verkauft sich im Mutterland der Konsolen monatlich zur Zeit nur in tausender Stückzahlen.
In Amerika ist es etwas anders. Zwar ist Amerika eigentlich Nintendos Darling, selbst mit dem Flop N64 konnte man gute Verkaufzahlen erreichen, nur leider setzte Microsoft den Relaesetermin der X-Box geschickt an, so das die Konsole vor dem Game Cube erschien. Nintendo musste also erst einmal aufholen, mittlerweile verkauft sich der Game Cube aber ganz gut in Amerika.
Und wie schaut es in Europa aus? Nintendo konnte angeblich schon über 50.000 Einheiten in Deutschland verkaufen, ähnlich gut schaut es in Großbritannien aus. Nintendo hat sich jedenfalls das ehrgeizige Ziel gesetzt in Eruopa monatlich mehr Konsolen wie Sony und Microsoft zusammen zu verkaufen. Ob man das umsetzen kann, ich bin gespannt und werde Euch an dieser Stelle natürlich auf dem Laufenden halten.
Update: Nintendo kann mittlerweile auf erfolgreichen Hardware-Release in Europa zurückblicken, 400.000 Game Cube sollen über die Ladentische gegangen sein.
Derweil wurde für Amerika eine erneute Preissenkung bekannt gegeben, der Game Cube kostet dort nur noch 149,95 $ (ca. 163 €). In Japan soll der Preis ebenfalls sinken, dies wurde von Nintendo aber noch nicht bestätigt.
So, ihr habt Euch erfolgreich durch meine kleine History gelesen, im weiteren Verlauf soll es natürlich um den Game Cube direkt gehen.
2. Basics
********************
___Hardware___
Nintendo hat sich wie beim Vorgänger N64 wieder sehr viel Zeit mit dem Design der Hardware gelassen, nun muss sich Big N immerhin gleich mit zwei Konsolen messen, das heißt eine konkurrenzfähige Hardware musste geschaffen werden. Nintendo sah erst fast wie der sichere Sieger im Hardwareduell gegen Playstation 2 und Dreamcast aus, leider lesen sich die Hardwarespezifikationen der X-Box noch besser. Natürlich kann man die reinen Zahlen schlecht vergleichen, die Hauptchips jeder Konsole sind immer Spezialanfertigungen, so dass die MHz-Zahl wohl kaum die eigentliche Leistung angibt. Vergleichbar ist die Hardware-Power wohl eher an der Anzahl der darstellbaren Polygone, was man denn letztendlich an der Spielegrafik sieht.
Was steckt nun drin im Game Cube? Wichtig ist natürlich erstmal der Hauptprozessor, im Würfel befindet sich eine Spezialfertigung von IBM, der Hauptprozessor nennt sich „Gekko“. Getaktet ist dieser mit 485 MHz. Gut, mehr als die Playstation 2 aber weniger als die X-Box werden nun einige sagen. Der Vergleich hinkt, der IBM-Prozessor leistet pro Taktzyklus in einigen Bereichen mehr als die Hauptchips der PS2 oder der X-Box, ist also durchaus konkurrenzfähig. Ein kleiner Vorteil ist zudem, das der Chip keinen eigenen Kühler benötigt.
Weiter geht es mit dem Grafik-/Soundchip, einer Anfertigung von ATI und Nintendo, getauft „Flipper“. Getaktet mit 162 MHz, wieder das gleiche wie beim Hauptprozessor. Der Chip vereint sämtliche Grafik- und Soundfunktionen, als Grafikleistung werden 6-12 Millionen Polygone pro Sekunde angegeben. PS2 und X-Box protzen wieder mit weit höheren Zahlen, nur betrügt man hier etwas, die Daten spiegeln die Anzahl wieder, bei allen ausgeschalteten Zusatzfunktionen. Der Game Cube stellt dagegen dies 6-12 Millionen Polygone mit eingeschalteten Funktionen dar, für alle die es interessiert, nenn ich gern diese Bildbearbeitungsfunktionen: Nebel, Subpixel Anti-Aliasing, 8 Harware-Lichtquellen, Alpha Blending, Virtual Texture Design, Multitexturing, Bump-Mapping, Environment-Mapping, MIP-Mapping, Bilineares Filtering, Trilineares Filtering, Anisotropisches Filtering, Hardware Textur-Dekompression in Echtzeit [S3TC], Dekompression der Display-Liste in Echtzeit, HW 3-line Deflickering Filter. Einige dieser Funktionen verbessern schlicht und einfach die Grafik, wer die Bedeutung aller dieser Bergriffe wissen möchte, der darf mich gern fragen.
Wie viel Arbeitsspeicher besitzt der Game Cube? Insgesamt 40 MByte, aufgeteilt in einmal 16, die nur mit 81 Mhz getaktet sind, dieser Speicher wird für Musik, Musik-Effekte oder auch einige Spieldaten genutzt. Die 24 MByte RAM werden dagegen für das Ablegen von Grafikdaten verwendet. Auch hier besitzt Nintendo wieder eine Spezialtechnik, verwendet man hier doch 1T-RAM, was bedeutet, das eine Speicherstelle nur aus einem Transistor besteht. Als Vorteil ist natürlich die kurze Schaltzeit anzusehen, außerdem ist der Speicher günstiger wie herkömmlicher Cache-Speicher.
So, mit mehr Daten möchte ich Euch nicht quälen, diese sollte lediglich darstellen, dass der Game Cube durchaus mit zum Beispiel der X-Box mithalten kann, als Kurzfazit bleibt festzuhalten, Nintendo hat eine leistungsfähige Hardware gebaut.
___Grafik und Sound___
Dank der Hardware sollte es ja möglich sein, grafisch und soundtechnisch einiges aus dem Came Cube herauszuholen.
Entscheidend ist neben der Anzahl der darstellbaren Polygone auch die Möglichkeit, verschiedenste Grafikeffekte anzuwenden, natürlich funktioniert das nur in Zusammenhang mit einem leistungsfähigen Hauptprozessor und genügend Arbeitsspeicher.
Für die Spiele des Game Cube bedeutet dies, das natürlich erstmal eine gute Grundgrafik vorzuweisen ist. Dies sieht man bereits an den ersten Spielen, von der Grafik fällt eigentlich keines durch.
Bei den Spielen die ich bisher auf dem Came Cube gezockt habe (Luigis Mansion, Wave Race, Star Wars, Sonic) fiel mir vor allem folgendes auf. Die drei letztgenannten Spiele beinhalten ja bekanntlich Polygongrafik, selten habe ich so sauber dargestellte Texturen gesehen, vor allem sind diese detailliert und nicht zu groß. Das ist wichtig, so erscheint die Grafik feiner. Zudem blieb mein Auge bisher von Grafikfehlern verschont, wenigstens bei diesen Spielen. Hoffentlich hält Nintendo die Qualität auch bei zukünftigen Games.
Beim Sound macht der Came Cube ebenfalls keine schlechte Figur. Von glasklare Sprachausgabe bis zum Orchestersound wird alles geboten, was ein Ohr zu verwöhnen vermag.
___Lieferumfang___
Andilein77 freut sich natürlich immer wie ein kleines Kind, wenn eine neue Konsole seine Wohnung betritt, beim Lieferumfang ist Nintendo jedoch genauso sparsam gewesen, wie die Konkurrenz. Konsole, Scart-AV-Kabel zum Anschluss an den Fernseher, Netzkabel, Handbuch und Joypad, das war es auch schon. Keine Memory Card, keine Demo Disc, erst recht kein Spiel. Gut, die Konsole ist mit 199 € die derzeit günstigste auf dem Markt, Zusatzkosten kommen aber auf jeden Fall dazu (später geh ich noch konkret darauf ein). Will ich mir nun erstmal die Konsole anschauen. An der Größe des Würfels (15x15x11 cm, Gewicht ca. 1,3 Kilo) kann man eindeutig erkennen, Nintendo setzt auf Kompaktheit. Das Design ist vielleicht schlichter wie bei Playstation 2 und X-Box, dafür hole ich mir mit dem Game Cube jedenfalls nicht ein Mördergerät ins Haus, was unter keinen Fernseher passt (gerade in Bezug auf die große und 4 kg schwere X-Box).
Was ist dran am Game Cube? Auf der Vorderseite besitzt der Würfel vier Joypad-Anschlüsse, sowie zwei Steckplätze für MemoryCards. Löblich, das Nintendo an den 4 Joypad-Anschlüssen festhält, es werden viele Spiele erscheinen, die einen 4 Player-Modus besitzen, da erspare ich mir auf jeden Fall schon mal einen Adapter.
Auf der Oberseite des Game Cube befindet sich der Toploader, das heißt durch Druck auf den „Open“-Button öffnet sich der Deckel und die Spieledisc wird eingelegt, zudem gibt es wie gewohnt noch einen Power- und Resetknopf, die Funktionen dieser Taster dürften ja bekannt sein. Im Gegensatz zur Konkurrenz verzichtet Nintendo auf die aufwendige und teure Frontlade-Technik, schlecht bedient ist man damit nicht.
Auf der Rückseite des Game Cube haben wir einen niedlichen Tragegriff, Netzanschluss, optischen sowie digitalen AV-Anschluss. Was man sich mit dem Griff gedacht hat, weiß ich nicht genau, zwar ist der Game Cube dank Größe und Gewicht leicht überall hin zu befördern, ich werde aber wohl kaum mit dem Game Cube in der Hand durch die Straßen schlendern.
Noch zur Unterseite, hier haben wir noch mal drei Schnittstellen, einen Highspeed-Port, sowie zwei serielle Schnittstellen. Serial Port 1 dient zum künftigen Erweitern durch ein analoges Modem oder einen Breitbandadapter, die anderen beiden Schnittstellen haben noch keine genaue Verwendung.
Das Aussehen wäre nun geklärt, vielleicht wird dem Game Cube-Besitzer schon aufgefallen sein, das bei Nintendo ein neues Speichermedium benutzt wird, die so genannte Game Disc, auf diese 8 Zentimeter-Scheibe (im Durchmesser natürlich) passen ganze 1,5 GByte. Gut, weniger wie bei den DVDs der Konkurrenz, Nintendo hat sich wohl eher Sorgen gemacht, dass Spiele wieder zu schnell kopiert werden können, dem will man mit der Game Disc Einhalt gebieten.
Aus der Game Disc und dem entsprechenden Laufwerk ließe sich natürlich ein Nachteil drehen, der Game Cube kann keine Film-DVDs abspielen. Ich habe es aber bereits weiter oben erwähnt, Nintendo setzt komplett auf Spielen, nicht auf Multimedia. Zudem ist ein richtiger DVD-Player wohl auch einer Konsole vorzuziehen.
Natürlich kommen nun auf mich als armen Spiele-Zocker mit dem Game Cube wieder diverse Zusatzkosten zu, mit dem Scart-AV-Kabel bietet der Würfel nicht die beste optische Qualität (etwas verwaschen), da muss natürlich ein RGB-Kabel her. Damit erreicht man die beste Bildqualität und bei der grafischen Leistung des Game Cube sollte man sich das Kabel auch gönnen (kostet etwa 30 €). Natürlich braucht man auch wieder eine Memory Card, ich will ja schließlich meine Spielstände speichern. Nintendo bietet zum einen eine 4 MB Speicherkarte an (20 €), meine Erfahrungen damit sind gut, es passen einige der Spielstände von den ersten Games drauf. In Zukunft wird es aber auch Spiele geben, die einen Spielstand haben, der eine komplette Karte \"frisst\", da wird es natürlich teuer. Nintendo bietet zudem aber noch einen SD-Card-Adapter an, dieser wird in den Memory Card-Schacht gesteckt, SD-Karten bieten ja mehr Speicher, natürlich kostet das auch wieder einiges.
Ja und wer natürlich noch ein zweites Joypad braucht, der darf auch wieder löhnen und zwar ganze 35 Euro.
___Der Controller___
Ihr werdet mir zustimmen, ohne den richtigen Controller macht das Spielen nur halb soviel Spaß. Deshalb werde ich das Came Cube-Joypad auch mit einem eigenen Absatz würdigen.
Nintendo hat für mich schon immer die besten Joypads gebaut, das Came Cube-Joypad macht da keine Ausnahme. Erwirbt man eine Konsole, liegt natürlich auch nur ein Joypad bei, ein weiteres oder auch mehrere kann man derzeit in den Farben lila und schwarz für teure 34,99 € erwerben. Was, so viel Geld für einen Controller, dann muss er aber schon ziemlich gut sein? Und er ist es. Wie schaut der Controller nun aus? Nun, nach ausgiebigen Testen erinnert er mich sowohl an das Playstation- wie auch an das Dreamcast-Joypad. Die Form lässt sich am ehesten mit dem Playstation-Controller vergleichen, diese Haltegriffe am Joypad habe ich auf jeden Fall schon mal irgendwo gesehen.
Spielen lässt sich mit diesem Joypad auf jeden Fall gut. Auch die Lage der Tasten und Sticks trägt dazu bei. Auf der linken oberen Seite findet man den Control-Stick, damit kann man präzise Sachen steuern, natürlich ist dieser Stick digital, was zum Beispiel zulässt, das man eine Spielfigur durch Antippen des Sticks nur ein paar Millimeter laufen lässt, drückt man den Stick dagegen massiv in eine Richtung, bewegt sich die Figur auch schneller oder weiter in diese Richtung.
Versetzt unter dem Control-Stick befindet sich das bekannte Steuerkreuz. Dies besitzt eigentlich jeder Controller, ausgelegt ist es für Steuern in vier Richtungen, wenn es sich gut gebrauchen lässt, dann auch in acht Richtungen. Das Steuerkreuz des Came Cube Controllers ist ebenfalls digital, dass heißt, schon allein durch die Druckintensität kann man unterschiedlich ins Spielgeschehen eingreifen.
Auf der rechten Seite eines Joypads befinden sich ja meist die Taster, die man zum Ausführen von bestimmten Aktionen bei Spielen benötigt. Betrachtet man beim Came Cube Controller die Anordnung der Tasten, muss ich sagen, Nintendo hat sich sehr viel Gedanken gemacht und für mich die wohl perfekte Tasten-Konstellation geschaffen. Zentral in der Mitte liegt der A-Button, er ist größer als alle anderen darum liegenden Buttons, deshalb und auch weil er in der Mitte liegt, findet man ihn sehr leicht mit dem Finger. Etwas unterhalb finden meine „Griffel“ den B-Button, da man ihn im Spiel nicht so häufig verwendet, darf er auch ruhig etwas kleiner sein. Benötigt ein Spiel mehr Tasten zur vollständigen Steuerung, wird man auch die über dem großen A-Button liegenden Y- und Z- Button gebrauchen können. Und wenn das immer noch nicht reicht, dann hätten wir auch noch oben auf dem Pad die mittlerweile beliebten L- und R-Buttons sowie die Z-Taste. Diese ist meiner Meinung nach das einzige Manko am Pad, denn sie ist etwas umständlich erreichbar und daher nicht intuitiv einsetzbar.
Positiv ist dagegen die Rumblefunktion des Pads anzusehen, für mich persönlich ist solche ein Feature zwar sinnlos, ich kenne aber einige, die darauf nicht verzichten wollen und für diese bietet das Joypad „rütteln“ in verschiedener Intensität.
Kurzfazit: Ich habe schon viele Joypads in der Hand gehabt und ich hätte nicht gedacht, dass jemals ein Controller das Playstation 2- und das SNES-Joypad übertreffen kann. Der Came Cube Controller erreicht dies. Er liegt wirklich einmalig in der Hand, sowohl in einer großen, wie auch in einer kleinen. Tasten und Sticks lassen präzise Steuermöglichkeiten zu, Verharken oder gar Tasten-Ausfall ist bei meinen Joypads nach nicht vorgekommen. Auch bei der Tastenanordnung hat sich Big N Mühe gegeben, genial ist vor allem wie der A-Button im Verhältnis zu den anderen Buttons angeordnet ist. Dies erlaubt wirklich intuitives Spielen, ich musste nur kurze Zeit auf das Pad schauen um mich daran zu gewöhnen.
3. Gaming
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___Die Spiele__
Bevor ich etwas zu bereits erhältlichen und kommenden Spielen schreibe, will ich noch einige grundlegende Game Cube-Eigenheiten in Bezug auf die Spiele erklären.
Im Gegensatz zu den teilweise doch langen PS2-Ladezeiten, verwöhnt der Game Cube mit schneller Ladetechnik, die Ladepausen sind entweder nicht vorhanden, oder so gering, dass sie mich bisher nicht störten.
Was mich eher nervt, ist die schlechte Bildqualität, diese ist nur mit einem RGB-Kabel zu beheben. Vielleicht wird man auch mit der normalen Bildqualität zufrieden sein, aber wer den Unterschied einmal gesehen hat, der wird wissen was ich meine.
Nintendo verspricht für Deutschland perfekt angepasste Spiele, zudem mit 60 Hertz-Option, auf jeden Fall bleibt man von allzu dicken PAL-Balken verschont, die Spiele laufen schnell.
Beim Sound gibt sich der Game Cube konservativ. Beim Würfel wird nur analog gespielt, für DolbyProLogic 2 braucht man schon eine AV-Receiver. Aber keine Angst, der Sound der Game Cube-Spiele kann sich auch so hören lassen.
Nun zu den Spielen konkret, Nintendo liefert gleich zu Beginn sehr gute Games ab. Als Beispiel wären hier mal Luigis Mansion und Wave Race – Blue Storm anzusehen. Das Spiel um den Mario-Bruder beeindruckt mit einer guten Grundgrafik, sensationell sind dagegen die Lichteffekte. Gegenstände und Figuren besitzen einen korrekten Schatten, Räume sind realistisch ausgeleuchtet. Auch darf man sich bei dem Spiel davon überzeugen, dass der Game Cube glasklare Sprachausgabe beherrscht, wenn Luigi verzweifelt nach Mario ruft, bleibt zudem kein Auge trocken.
Grafisch noch beeindruckender ist Wave Race, hier leider nur das Wasser. Ich sage nur, das best nachgestellte Wasser auf Konsole. Leider hat man dabei etwas den Hintergrund vergessen, aber genial sieht es trotzdem aus. Auch die Spielbarkeit bei diesem Game ist beindruckend, Wave Race Blue Storm wird Euch lange an den Bildschirm fesseln.
Wer die beste Grafik auf dem Game Cube sehen möchte, der sollte unbedingt zum Star Wars-Spiel greifen, das was ich davon gesehen habe, ist sehr beeindruckend. Detailverliebtheit bis ins Letzte, keine Ruckler, konstanter Grafikaufbau.
Nintendo deckt mit der ersten Spielepalette fast alle Genres ab, von Jump&Run bis zum Rennspiel ist einiges dabei. Nur die Rollenspielfans schauen mal wieder in die Röhre.
Wie wird es nun in Zukunft mit Spielen für den Game Cube aussehen? Natürlich entwickeln nahezu alle großen Hersteller für den Game Cube, wahrscheinlich ist auch, dass Square für Nintendo entwickelt, das glaube ich aber erst, wenn ein fertiges Spiel da ist.
___Spielezukunft___
Welche Spielehighlights erwarten uns nun in den kommenden Monaten? Natürlich darf kein echtes Mario-Spiel fehlen, Mario Sunshine sieht auf den ersten Blick aus, wie Mario 64 mit verbesserter Grafik. Schaut man sich Mario mal genauer an, fällt auf, dass er zum Beispiel einen Wasserwerfer bei sich trägt, ich bin mir sicher, Mario Sunshine wird nur so vor neuen innovativen Elementen strotzen.
Ebenfalls beeindruckend schaut „Wario World“ aus, der liebenswerte Bösewicht wird natürlich auch mit einem Spiel auf dem Came Cube bedacht. Bei ersten Filmchen zu diesem Game beeindruckte mich vor allem die witzige Musikuntermalung und die Grafik, hier sieht man mal, welch feine Texturen der Game Cube darstellen kann.
Worauf ich aber sehnsüchtig warte, ist Metroid Prime: Von diesem Spiel hab ich bereits den Trailer (Vorspann) und einige Spielszenen gesehen und da kann ich nur sagen, atemberaubend. Der Trailer ist unheimlich düster, vergleichbar ist die aufkommende Stimmung mit dem beklemmenden Alien-Gefühl. Beim eigentlichen Spiel wird uns wohl eine unheimlich detaillierte 3D-Grafik erwarten, ich denke hier wird der Game Cube das erste Mal beweisen, das er grafisch locker mit der X-Box mithalten kann.
Wer Nintendo-Fan ist, der mag auch meist Zelda. Und ich weiß, viele erwarten das Came Cube-Zelda sehnsüchtig (ich auch). Nintendo schockte ja etwas die Ur-Zelda-Fans, beim neuesten Teil will man die Grafik im Cell-Shading-Verfahren darstellen. Ich gehe ja aus Prinzip unvoreingenommen an jedes Spiel, solange die Spielbarkeit top ist, kann ich auch auf Protzgrafik und Hifi-Sound verzichten. Aber die Filmchen, die ich von Zelda gesehen habe, überzeugen auch grafisch. Das ganze schaut wie ein überaus detaillierter Zeichentrickfilm aus, solch eine perfekte Mimik habe ich bei Link noch nicht gesehen. Leider wird das Spiel wohl erst Ende 2002, wenn nicht sogar erst Anfang 2003 auf den Markt kommen.
Zur Vollständigkeit halber noch eine Liste mit angekündigten Came Cube-Spielen: Eternal Darkness (Action-Adventure), Mario Party 4 (Nintendo, Party-Spiel); Colin McRae Rally 3 (Codemasters, Rennsimulation); Super Monkey Ball 2 (Sega); Star Wars: Bounty Hunter (LucasArts); Beach Spikers (Sega, Volleyball-Funspiel); Virtua Fighter Quest (Sega; Action-Adventure); Medal of Honor Frontline (EA; 3D Shooter); Turok Evolution (Acclaim, 3D Shooter); Gladius (LucasArts, Action-Adventure um die Gladiatoren im alten Rom); Soul Calibur 2 (Namco, Beat em up); Star Fox Shooter (Arbeitstitel, Namco, 3D Shooter); Rayman 3 (Ubi Soft, 3D Jump&Run), Golden Sun (Rollenspiel, Nintendo, Camelot); Skies of Arcadia (Rollenspiel, Sega); Tales... (Rollenspiel, Namco)
Wer übrigens Interesse an den Movies hat, von denen ich hier gesprochen habe, ich gebe Euch gern die Links dazu.
___Came Cube+GBA___
Vielleicht hat sich Nintendo gedacht, wenn der Came Cube schon nicht zu unseren anderen Konsolen kompatibel ist, dann verlinken wir ihn halt mit dem Game Boy Advance. Ja, ihr habt richtig gehört, man kann den GBA an den Came Cube anschließen. Möglich wird diese mit einem separat erhältlichen Kabel, was übrigens auch wieder ganze 12,99 € kostet.
Einsatzmöglichkeiten für diese Funktion gibt es meiner Meinung nach fast unendlich, ein paar Beispiele gefällig? Bei Pinballspielen, die Kugel ist fast verloren, fliegt dann aber wie durch ein Wunder in den GBA und man spielt sie von dort wieder auf den normalen Bildschirm. Oder bei Rollenspielen, Karten oder Menüs werden auf dem GBA dargestellt, der „Rest“ auf dem Came Cube.
Eine Möglichkeit will ich Euch noch nennen, leider stammt sie nicht von mir (hab ich in der Zeitschrift „Advance“ gelesen). Unser guter Mario taucht ja gern in Röhren ab, wie wäre es wenn er da jedes Mal in den GBA abtaucht und dort nach Extras und Münzen sucht?
Diese ganzen Möglichkeiten verlangen natürlich eines. Man muss jedes Mal beide Spiele, also das jeweilige Game auf GBA und Came Cube besitzen. Und das dürfte teuer werden.
Bei den für den GBA und den Came Cube erhältlichen Spielen gibt es bereits ein Game, was diese Linkfunktion unterstützt, von Sonic ist natürlich die Rede. Chao, kleine pokemonähnliche Wesen werden auf dem GBA gezüchtet und umhegt und dann auf den Came Cube übertragen. Ich hab mich schon an den diversen Minispielchen probiert, der Spielspaß hält sich dabei jedoch in Grenzen.
Für die Zukunft ist die Linkfunktion bei einigen Spielen gedacht, genannt sei hier mal Zelda, Metroid, Animal Forest sowie ein noch unbekanntes Spiel aus dem Hause Square.
___News zum Online-Gaming___
Nintendo möchte seinen Online-Dienst bereits im Sommer 2002 in Japan und im Herbst 2002 in Amerika starten. Die zum Online-Spielen benötigten V90-Modems bzw. Breitbandadapter werden zu einem Preis von je 34,95 $/4.500 Yen (ca. 39 €) auf den Markt kommen. Die beiden ersten Online Games sollen Phantasy Star Online I & II sein, über weitere Spiele schweigt man sich aus. (Infos von www.gamefront.de)
4. Fazit
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Obwohl ich sowohl Playstation 2 und X-Box besitze, bin ich doch Nintendo-Fan geblieben. Zu gut sind die Spiele, natürlich gibt es diese nur auf einer Big-N Konsole.
Was hat Nintendo nun mit dem Game Cube geleistet? Im Endeffekt eine leistungsfähige Spielemaschine, nicht mehr und nicht weniger. Den Vergleich mit der Konkurrenz muss Nintendo nicht scheuen, in absehbarer Zeit werden Game Cube-Spiele wohl besser aussehen wie die meisten PS2-Games (die PS2 ist ja auch schon etwas älter, kein Besitzer muss sich da ärgern) und wie ich Nintendo kenne, holen sie so viel aus der Hardware raus, dass auch X-Box Spiele nicht viel besser ausschauen werden.
Ich persönlich habe mir diese Konsole gekauft, weil ich einfach nicht auf Spiele wie Mario, Zelda, Metroid... verzichten will. Nintendo hat es bis jetzt immer geschafft, hauseigene Spiele zum Klassiker zu machen und ich vertraue auch in Zukunft darauf. Zudem wird man sich wundern, welche Spiele alles auf dem Game Cube erscheinen, dass für mich nie da gewesene Kinder-Image von Nintendo sollte man schnell vergessen. Zudem, ich kenne viele Erwachsene, die gerne Mario oder Zelda spielen und die freuen sich auch auf den Game Cube.
Wird der Würfel nun zukunftsfähig sein? Da bin ich mir 100% sicher. Nintendo hat durch die Pokemon-Manie und den GBA- sowie GB-Erfolg viel Profit gemacht, ich erwarte das Nintendo die Konsole unterstützt, eventuell auch, wenn man nicht die PS 2 einholen sollte (was ich sowieso denke). Man braucht sich nur mal anzuschauen, wie lange Nintendo das N64 am Leben erhielt, beim Game Cube wird es nicht anders sein.
Nintendo denkt zudem mit dem Game Cube auch an Online-Gaming, viele Experten sehen darin die Spielform der Zukunft, der Came Cube ist darauf vorbereitet.
Für wen ist der Cube nun empfehlenswert? Im Prinzip für alle, wer die bekannten und beliebten Spiele mag, der wird sich den Würfel kaufen müssen. Auch halte ich den Game Cube für die perfekte Zweitkonsole, wer eine PS2 oder eine X-Box besitzt und noch Geld übrig hat, der wird nach dem Kauf nicht enttäuscht sein.
Zudem glaube ich, das selbst mit dem Preis von 199 € noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist, Nintendo hat ja behauptet, dass der Game Cube sehr kostengünstig hergestellt werden kann, ich erwarte langfristig einen niedrigeren Preis, 149 € oder gar weniger, ich bin mir sicher, der aktuelle Preis steht nicht für immer. Nur in naher Zukunft sollte man nicht darauf hoffen, außer Sony oder Microsoft reagieren kurzfristig.
Ich bin begeistert vom Game Cube und ich hoffe einige von Euch werden es auch sein.
32 Bewertungen, 1 Kommentar
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15.05.2005, 12:34 Uhr von falke
Bewertung: sehr hilfreichSehr ausführlich und sehr detailiert beschrieben. Klasse. Viele Grüße,Ralf
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