Nintendo Game Boy Camera (Zubehör für Spielkonsolen) Testbericht

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Erfahrungsbericht von excituz

Das etwas andere "Gameboyspiel"

Pro:

Spaß, Umfang

Kontra:

Preis, Bildqualität

Empfehlung:

Ja

VORAB
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Ich berichte nun über ein Produkt, das ich schon Jahrelang besitze. Es handelt sich um die Gameboy Kamera von Nintendo, ein Modul das in den Spielslot passt und als Fotoapparat, Digitalkamera und Spiel dienen kann. Damals innovativ neu und heißt begehrt - heute schrott.


FEATURES
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- Schwarz-weiß Digitalkamera
- Fotoalben mit einem Speicher von 30 Bildern
- Nachbearbeitung von Bildern
- 4 Minispiele
- klein, passt in den Spieleslot
- Fotos sind mit einem zusatztool, dem \"Gameboy Printer\", einem Wärmedrucker, ausdruckbar.
- Erhältlich in 4 verschiedenen Farben, passend zum Gameboy


KAMERA und Bildfunktionen
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Die Digitalkamera ist klein, kompakt und direkt am Slotmodul platziert. Es ist ein kleiner Kopf, der 180° drehbar ist. Somit kann man sowohl sich selbst fotografieren, als auch gegenüberstehende, andere Leute.
Es gibt verschiedene Modi, um Bilder zu schießen. Der Zeitauslöser ist Ideal, um sich selbst ins Bild platzieren zu können. Mit der Time-Lapse Funktion wird in einem manuell einstellbaren Zeitabstand automatisch Bilder nacheinander geschossen. Desweiteren gibt es die Funktion \"Magic\", womit man Bilder verzerren kann und womit Panoramabilder möglich sind.
Hat man sich bereits ein kleines Repertoire an Bildern angeschossen, so kann man sich diese in Ruhe per Slideshow mit einer auswählbaren Hintergrundmusik und einem auswählbaren Rahmen ansehen, oder manuell im Fotoalbum herumblättern.

Per Link-Kabel ist es möglich, Bilder mit einem Partner zu tauschen. Als Vorraussetzung muss dieser natürlich auch einen Gameboy und eine GameboyCamera besitzen.

Was sehr nützlich sein kann, ist die Movie Funktion.
Hier kann man leicht aus einer Reihe von Bildern einen kleinen Film erstellen. Wobei die Bilder nicht unbedingt geschossen werden müssen, da man auch selber über ein Zeichenprogramm Bilder malen kann.

Die Fotos können mit Hotspots versehen werden, um eine interaktive Slideshows zu erstellen.



BILDQUALITÄT
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Die Bildqualität ist schlecht und pixelig. Man kann den Fotografierten zwar erkennen, jedoch Distanzbilder sind unmöglich.
Helligkeit und Kontrast lassen sich manuell einstellen.
Um hier ein Bild zu schießen, drückt man auf Knopf \"A\". Gleich danach wird das Bild angezeigt um es zu speichern, mit einem weiteren Druck auf Knopf \"A\".
Somit ist die Bedienung spielend einfach und für jedermann ohne weitere Probleme erlernbar.


SPIELE
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Die eigenen, geschossenen Bilder lassen sich auch in die jeweiligen Spiele einfügen, als Gesicht. Die Spiele sind natürlich simpler aufgebaut, als andere Gameboy spiele. Was jedoch nicht bedeutet, das sie keinen spaß machen! Ganz im Gegenteil!

Space Fever II ist eine art Klon des bekannten Spieles \"Space Invaders\". Man fliegt ein Raumschiff, mit dem man andere Raumschiffe abschiessen muss. Hin und wieder gibt es Zwischengegner zu besiegen. Ist man am Ende angelangt, und hat man genügend Punkte gesammelt, so erscheint der Endgegner - mit dem eigenen Foto als Kopf.

In dem Spiel \"Ball\" geht es um das Jonglieren von Bällen. Dieses Spiel ist zeitaufwändig und langweilig. Mit dem Steuerkreuz muss man die Arme der Spielfigur bewegen, um die fliegenden Bälle wieder aufzufangen und weiter hochzuwerfen. Hier variiert die Geschwindigkeit der Bälle. Und auch hier ist das eigene Foto der Kopf des Jongleurs.
Fällt ein Ball hin, so ist auch dieses Spiel verloren.

Das 3te Spiel trägt den Namen \"DJ\". Man kann es mehr als \"Musicmaker\" als als ein \"Spiel\" bezeichnen. Man kann verschiedene Gameboy Miditöne mischen über ein relativ gut übersichtliches Interface. In der Zweitansicht hampelt dann ein Strichmännchen mit wiederrum dem eigenen Kopf rum.


Das 4te Spiel, wohl das beste Spiel nach \"DJ\" muss erst in Space Fever II freigespielt werden, indem man den Endgegner besiegt. Es heißt \"Run\", ein weiterer Klon der alten Ahtleticsspiele auf dem C64.
Hier spielt man einen Athleten, der ein Hürdenlauf gegen einen Vogel und einen Maulwurf gewinnen muss. Umso schneller man den Kopf \"A\" betätigt, desto schneller rennt er.


Zusatzfeature:
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Durch das Spielen und Tauschen der Bilder werden mit der Zeit einige Secrets freigeschaltet!


EIGENE MEINUNG:
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Beim Release war die GameboyCamera sicherlich eine nette, kleiner Spielerei für die kleineren Leser unter uns. Mittlerweile ist die Technik veraltet.

Ich persönlich besitze die Kamera schon viele Jahre lang. Damals kostete sie 150 DM, was ca. 75 Euro entspricht. Aktuell beträgt der Neupreis ca. 20-30 Euro. Es hat sich sicherlich gelohnt, mehr noch als sämtliche andere Gameboyspiele in meinem Archiv. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieses Produkt nach Releasedatum bewerten soll, oder aktuell. Denn damals hätte es sicherlich eine gute Note verdient. Heute könnte ich es nicht besser, als mit einer 5 bewerten.


© by Christian V. (excituz) 2003

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