No One Lives Forever 2: Agentin in geheimer Mission (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 11,74
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Erfahrungsbericht von Whiteghost

Action + Spannung + Humor + Advenure!!!!

Pro:

kreative Spielideen, viel Humor, sehr spannend

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich hatte schon immer ein Auge auf Nolf 2 (No One Lives Forever 2). Neulich habe ich es mir auf einem Flohmarkt ergattert. Gebraucht und mit etwas kaputter Hülle, aber mit 3,50€ war es ein guter Kauf!

Die Installation:
Nolf 2 zu installieren ist kein großes Kunststück, schließlich ist die Installation auf Deutsch und leicht verständlich.

Die Story:
Sie sind Cate Archer, eine amerikanische Top-Agentin. Sie besitzen vom Besten nur das Beste. Ihr Ziel ist es, die H.A.R.M. , eine verbrecherische Organisation, von ihrem Plan abzuhalten, die Welt in ihre Gewalt zu bringen. Ihre Feinde sind geschult, Sie zu eliminieren. Ihre Missionen sind gefährlich. - Seien Sie bereit, seien Sie zu allem bereit! Sie werden Dinge erleben, die sie nie erwarten würden! Was auch immer passieren mag, vergessen sie nie: Es wird keine Gnade geben!!!

Die Spielanleitung:
Das Heft umfasst ca. 40 Seiten und es enthält eine breite Fülle an Informationen. So werden dem Leser alle Waffen, die Agenten-Gegenstände Cates und die einzelnen Gegner aufgeführt. Zudem wird einem das HUD vorgestellt (HUD = Heads Up Display = Symbole und Textangaben, die man während dem Spiel sehen kann) und man wird über die Installation sowie den Support informiert. - Auch sehr nett: Eine Übersicht zum Herausnehmen mit allen wichtigen Erklärungen und Tastenzuordnungen.

Das Spielprinzip:
Es handelt sich um eine gelungene Mischung aus Shooter- und Adventure-Elementen. Zwar muss man sich teilweise durch die Barrikaden ballern, aber man kann auch mit Taktik und Geschick den Feind besiegen. Natürlich kommt man auch mit Schleichen und Verstecken an sein Ziel, aber es ist nicht immer von Nöten. Aber ganz egal, wie man die Feinde außer Gefecht setzt oder tötet, bleibt ein gewisser Spürsinn unverzichtbar. Denn nicht selten sind wichtige Informationen auf kleinen, unscheinbaren Zetteln oder sie befinden sich in überall auffindbaren Aktenschränken. Daher ist neben einer ruhigen Hand zum Ziel auch ein kluger Kopf unersetzlich! Aber die meisten "Geheimdienstinformationen" tragen wenig zur Mission direkt bei. Durch sie und durch das Abschließen von Aufgaben erhält Cate Archer Punkte. Mit den Punkten kann sie ihre Fertigkeiten aufbessern. Dies ist eine sehr sinnvolle Idee, denn so entwickelt jeder Spieler die Agentin nach seinem Ermessen. > Der eine schießt sehr gerne, also entwickelt er viel im Bereich Treffsicherheit und Waffenkenntnis. Ein anderer möchte lieber mehr Leben und mehr Panzerung haben, also powert er da rein. Jedem das seine!

Die Schwierigkeit:
Wieder einmal hatten die Entwickler eine lobenswerte Idee: Jederzeit ist es möglich, die Fähigkeiten der Gegner zu stärken oder zu drosseln! Dadurch kommt jeder auf seine Kosten - niemand muss verzweifelt gegen schier Unbesiegbare und keiner wird mit bewegenden Pappfiguren genervt! Und sollte es einmal überhaupt nicht weiter gehen, kein Problem: Einfach die Gegner ultra-dumm einstellen, noch einmal alles absuchen, dann wieder auf eine vernünftige Intelligenz der Bots umstellen und weiter geht's!

Die Waffen:
Das Arsenal von Cate und ihren Gegnern ist zwar nicht riesig, aber sehr vielfältig. Es gibt neben Nahkampfwaffen, wie einem Säbel, auch lautlose Waffen, Fallen, Granaten und selbstverständlich auch Schusswaffen. Allerdings haben sich die Entwickler auch hier wieder ein paar Gedanken gemacht: So finden sich Bananen, auf denen man ausrutscht, Katzen, die mechanisch Gegnern hinterher laufen und sich dann in die Luft jagen und auch ein paar mehr interessante Dinge…

Die Gegner:
Was wäre ein Agentenspiel ohne Sie, die Gegner? Nichts! Und darum hat Cate Archer auch reichlich von ihnen. Es sind insgesamt sechs verschiedene Gegnertypen im Handbuch erwähnt, aber ich lasse euch am Besten die Überraschung…. . Sehr interessant ist auch hier ein netter Einfall der Spiel-Götter: Auch wenn man alle Gegner in einem Level getötet hat, so wird man immer wieder welche treffen! Zwar nicht gerade in der Tundra oder auf einer großen Wiese, aber wenn man in einem Lager kämpft und alles meint besiegt zu haben, so erscheint hier und da mal ein Wachmann, der auf Patroullie geht. Wehe dem, den er sieht!!! Sofort rennt er zu einem Alarmknopf und ehe man sich versieht, ist man in einem regen Kugelhagel. Da hilft nur energisches Gegenfeuer! Aber ist dann erstmal jeder im Himmel, beginnt die Suche nach Brauchbarem. Während der Durchsuchung eines Rucksackes (Symbol für einen Toten, der Körper verschwindet) findet Cate oft Waffen und Munition. Aber selbst wenn sie mal leer ausgeht, immer findet sie etwas Unbrauchbares, dass sie auch nie mitnimmt. Mal ist es ein alter Plastikkamm, dann ein Apfel und auch ein "Schluss-Mach-Brief" kann gefunden werden. Und natürlich noch vieles mehr…

Der Humor:
Nolf 2 ist kein normales Spiel. Nicht nur die vielfältigen Waffen und die Kombination mehrerer Spieltypen machen es so einzigartig! Durch das ganze Spiel zieht sich ein veralbernder Humor!!! Dies ist sehr selten anzutreffen und ganz wenig vertreten. So reden die Gegner in komischen Dialogen und witzigen Gesprächen über selten Blödes und schier Beklopptes. Im Laufe des Spiels findet man auch Tonbänder eines Detektivs, der vergeblich eine Frau sucht, schließlich müsse jeder Super-Held auch ein Frauen-Held sein! Dann findet man mehr Tonbänder und der Spieler erfährt, dass der Detektiv …. (ich denke, dass müssen Sie selber raus finden, ansonsten wird's langweilig). Aber auch an anderen Stellen besticht das Spiel mit seinen Geflogenheiten. So kommt in einem Video der Chef der H.A.R.M. in einem Ganz-Körper-Gips angerollt, weil er einen Ski-Unfall hatte!!! - Man findet im Spiel Parodien zu James Bond, Kill Bill und anderen Spielen, Filmen und Charakteren. Dies heitert nicht nur auf, es macht einen auch auf die Schwachstellen der Verarschten aufmerksam - zum Beispiel auf die meist übertriebene Action. - Ein weiterer Teil des Humors ist auch bei der Informationssuche zu finden. Denn als "Geheimdienstinformation" gilt jeder Zettel, jeder Hinweis und alles im Entferntesten Wichtiges. Ja, echt! Von einem Rezept für Kohlsuppe bis hin zu einem Formular zum Ordern von Klopapier, alles ist wichtig und gibt Punkte (oben ja erwähnt). Ich weiß zwar nicht, warum die das interessiert, aber lustig ist es schon!

Die Grafik und der Sound:
In beiden Punkten bin ich sehr zufrieden. Auch wenn die Bäume etwas komisch aussehen und die Hintergründe nicht immer perfekt sind, kann man sonst nichts bemängeln. Der Sound ist auch gut gelungen. Er passt stimmungsmäßig recht gut und auch die Waffen klingen real.

Die Physik:
Dieses Kriterium erfüllt Nolf2 relativ gut. Es lässt sich nicht immer alles erschießen, aber schon das meiste. So kann man die eigentlich aufzuknackenden Vorhängeschlösser auch kaputt schießen und Sicherheitskameras lassen sich auch zerstören (nicht zu empfehlen - es löst Alarm aus).

Der Multiplayer:
Dummerweise geht der bei mir nicht. Daher kann ich hier nichts schreiben, seht es einfach als eine Überraschung…


MEINE EIGENE MEINUNG:
Ich kann dieses Spiel jedem empfehlen!! Es bleibt immer interessant und spannend, überall begegnet man humorvollen Dialogen und an jedem Ort ist irgendwo was versteckt. Es ist einfach super! Klar, man kann es schnell und einfach durchspielen, wenn man sich durchballert, aber ich bin sehr detailverliebt (soll NICHT heißen: ich sehe mir stundenlang die Einrichtung der Räume an, weil sie sie so faszinierend aussieht). Ich suche in allen Räumen nach Hinweisen und nach den Gegenständen, die mich weiter bringen. Aber manchmal muss man schon länger suchen, um einen übersehenen Schnipsel zu finden. Das ist einigen zu lästig, aber mir gefällt es eben, dass man mitdenken muss und dennoch eine ungezähmte Spannung in der Luft liegt. Aber am Besten seht ihr selber, ob euch das Spiel liegt, ich kann es euch nur ans Herz legen! Ich gebe dem Spiel jedenfalls die volle Punktzahl, da es sehr viele gute Ideen miteinander verbindet.





Die Mindestanforderungen:
- Windows 98/98SE/ME/2000/XP
- DirectX 8.1 oder höher
- Pentium III 500 Mhz oder gleichwertiger Prozessor
- 128 MB RAM (256 MB unter Windows XP)
- 32 MB Direct3D-kompatible Grafikkarte mit Unterstützung für T&L, 32-Bit-Farben und DirectX-8.1-kompatiblen Treiber
- 1,4 GB freier Festplattenspeicher für die Installation
- Zusätzlicher Festplattenspeicher für eine Windows-Auslagerungsdatei und gespeicherte Spieldateien
- 4-fach-CD-ROM-Laufwerk
- 16-Bit-DirectX8.1-kompatible Soundkarte mit Unterstützung für EAX 2.0
- Maus
- Tastatur
- Kabelmodem oder Lokales Netzwerk (LAN) für den Multiplayer

10 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Bea_im_Netz

    01.11.2005, 19:03 Uhr von Bea_im_Netz
    Bewertung: sehr hilfreich

    wie üblich hab ich von dir wieder was Cooles gelernt, womit ich mich nie beschäftigen würde - aber Gegner ultraverdummen, das gefällt mir. Dein Bericht auch. LG

  • henna82

    14.10.2005, 15:31 Uhr von henna82
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. greetz henna82!

  • morla

    10.10.2005, 03:20 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • NancyNoack

    07.10.2005, 20:00 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wie immer ein sehr schöner Bericht von dir. Lg, Nancy