No one lives forever (PC Spiel Shooter) Testbericht

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ab 19,37
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Erfahrungsbericht von Trillian28

No One plays forever...oder doch?

Pro:

günstig

Kontra:

Grafik, kein \

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich hier so viele positive Berichte über die PC – Version von NOLF gelesen hatte, konnte ich kaum glauben, dass mich das selbe Spiel in der Version für die Playstation 2 gerade total auf die Palme bringt und ich nun schon kurz davor bin aufzugeben.
Natürlich war mir klar, dass das Originalspiel bereits im Jahre 2000 erschienen war, was wenigstens die mäßige Grafik erklärte, aber warum mich der Spielablauf so dermaßen frustrierte das habe ich gerade eben in einer Rezension über dieses Spiel im Internet erfahren: das Originalspiel für PC hatte eine „Quick Save“ – Funktion, die sich die Macher der PS2 – Version mal eben gespart haben. Die extrem nervige und total frustrierende Konsequenz ist, dass man jedesmal wenn man stirbt die Szene wieder gaaanz von voooorne durchspielen muss. Manchmal sind solche Szenen verdammt lang und der Wunsch die Waffe nicht auf die Gegner, sondern auf sich selber zu richten wird manchmal übermächtig!

Aber nun, ganz langsam und von vorne:

Wer bist du?
Du bist Cate Archer. Eine wirklich attraktive Agentin in der Zeit wilden 70er.
Früher mal hast du dich als Einbrecherin verdingt, doch bist dann – nachdem du erwischt wurdest - von der internationalen Antiterrororganisation UNITY als Agentin akquiriert worden.

Was ist deine Mission?
Rette Australien und 50. Mio Dollar.

Häh?
Eine Organisation namens HARM hat eine echt gemeine Chemikalie, samt dem Professor der diese Chemikalie erfunden hat, entführt. Mit der gemeinen Chemikalie kann man lebende Menschen zu tickenden Zeitbomben machen, ohne dass sie es merken....irgendwann macht es dann BOOM.
Wenn nicht eine Summe von 50 Mio Dollar und Australien (finde ich persönlich eine sehr gute Wahl) der Organisation übergeben wird, dann droht HARM Gebrauch von dem Sprengstoff zu machen.

Aber wieso gerade du?
Tja, leider sind fast alle männlichen Geheimagenten bereits von HARM eliminiert worden, so dass UNITY nun keine Wahl hat und – wenn auch widerwillig – einer Frau den Job übertrage muss.

Wie siehst du aus?
Tja, du siehst klasse aus! Das muss man dir lassen. Leider ist deine Umgebung nicht so berauschend. Nicht, dass die Grafik an sich schlecht wäre. Naja, die Gesichter der Menschen sind noch etwas unförmig und teilweise verschwommen, aber die Linien und Formen sind in der Regel klar und es gibt so gut wie keine Bugs. Aber leider fehlen die Details. Die Grafik ist auf das Nötigste reduziert und wirkt...naja, eben von vor 3 Jahren und ist einfach nur langweilig.
Von der Grafik heutiger PS2 – Spiele erwarte ich einfach mehr: eine detailreiche Umgebung, mit Wetterveränderungen, Schattenspielen, Spiegelungen und und und...Fehlanzeige!


Was tust du um Australien zu retten?

Du tust allerlei. Meistens schleichst du durch verschiedene Gebäude und versuchst irgendetwas zu finden. Dabei mußt du in manchen Leveln – derer es insgesamt 60 gibt – möglichst unbemerkt bleiben und an Kameras und Gegnern vorbeischleichen; in anderen Levels mußt du die Gegner dagegen abknallen.
Zwischendrin gibt es Missionen die ganz anders sind, wo du z.B. auf der Straße Leuten die Tasche klauen mußt ohne bemerkt zu werden. Einmal mußt du mit einem Falschirm springen, ein anderes Mal in ein versunkenes Schiff tauchen. An sich sind die Level recht vielfältig und deine Aufgaben immer wieder anders gestaltet.
Oft gibt es auch kleinere Herausforderungen an die Intelligenz, wie z.B. einen Hebel umzulegen oder, wenn es anspruchsvoller wird: den abgebrochenen Hebel finden und wieder anbringen, bevor man ihn umlegt.
Außerdem gibt es auf jedem Level Geheimmaterial, dass man aufsammeln kann. Ich benutze bewußt das Wort „aufsammeln“, denn das Geheimmaterial ist vom Inhalt her für die Mission total wertlos. Einkaufszettel, sinnlose Botschaften, Kassenbons etc. Am Ende einer Mission steht dann da wie viele der versteckten Geheimmaterialien man gefunden hat. Wobei „versteckt“ übertrieben ist – die Botschaften liegen halt auf dem Boden oder Tischen rum. Ein Feature, dass man sich meiner Meinung nach auch hätte sparen können.
Im Gegensatz zum PC – Spiel gibt es übrigens 4 zusätzliche Level...juhu...:-(


Und wie siehts mit deiner Stimme aus?

Tja, deine Stimme mag ja eigentlich ganz nett sein, wie auch die Stimme der anderen Personen. Nur leider klingen in manchen Sequenzen die Stimmen einzelner Personen dumpf, während andere eine glasklare Stimme haben. Aber das ist halb so wild.
In dem Spiel gibt es übrigens einige Dialoge. Manche sind zu lang und überflüssig. Manche sind ganz nett, vor allem die Gespräche der Gegner untereinander – bevor man sie abknallt. Allerdings ist es nötig die Missionen so oft zu wiederholen, dass es einem irgendwann nur noch nervt, sich zum 30. Mal anhören zu müssen, dass die Schwiegermutter des einen HARM – Agenten demnächst zu Besuch kommt.

Mit der Musik haben sich die Macher leider keine Mühe gegeben. Im Hintergrund tüdelt ein auf 70er gemachtes - an sich nettes - Endlosstück vor sich hin. Leider unterstützt die Musik die Stimmung des Spiels oft so gar nicht. Es hat Passagen, die seeehr beruhigend wirken und dann plötzlich Passagen, die Spannung suggerieren. Wie sehr mich Musik beeinflußt habe ich hier gemerkt: immer wenn die spannende Stelle in der Musik kam, find mein Herz an zu klopfen und ich habe mich erschrocken nach nahenden Gegnern umgesehen, obwohl weit und breit niemand war. In einem Actionfilm wäre diese Musik nämlich genau an einer Stelle gekommen, wo der Held vom Gegner hinterrücks gemeuchelt wird! Genauso ist es mir aber auch passiert, dass ich – von der beruhigenden Musik eingelullt – direkt in den nächsten Gegner reingelaufen bin.


Was hast du zu bieten, um die Welt (und vor allem Australien) zu retten?

Körperlich gesehen, bist du leider – wie soll man es nur nett formulieren? – etwas unsportlich. Du kannst dich ducken und springen und das war es. Ach ja, man kann noch mit der Faust zuschlagen. Da bis dato aber alle Gegner bewaffnet waren, habe ich diese Möglichkeit noch nicht sinnvoll nutzen können.
Wenigstens hast du von UNITY einige interessante Gegenstände und Waffen à la James Bond ausgehändigt bekommen. Das heißt...naja, ausgehändigt ist übertrieben. Du trainierst am Anfang jedes Levels die Anwendung neuer Gegenstände und Waffen. Leider mußt du sie oft erst finden. Viele coole Gegenstände sind aber im Spiel bis jetzt noch nicht aufgetaucht...entweder ich habe sie nicht gefunden oder sie kommen in einem späteren Level noch.
Es gibt verschiedene Waffen, wie Revolver, Armbrust, Maschinen – und ein Präszisionsgewehr.
Außerdem gibt es einen Lippenstift, der wie eine Handgranate funktioniert; ein Parfum, mit einem Betäubungsspray; eine Münze (eine geniale Erfindung: man wirft diese Münze hinter die gegnerischen Wachen, um sie abzulenken), einen Pheromonroboterhund etc.
Leider habe ich anscheinend oft die Stellen verpasst, wo man solche Gegenstände hätte anwenden können, wenn ich sie denn mal hatte. Es tut mir ja leid, aber anstatt den Schäferhund mit der Pheromonroboterpudeldame abzulenken, habe ihn einfach erschossen...
Angeblich gibt es in diesem Spiel auch lenkbare Autos und Motorräder. Mein Freund und ich spielen nun schon viele Abend dieses Spiel und haben immer noch kein Auto oder Motorrad gesehen. Die kommen wahrscheinlich auch erst später...leider glaube ich nicht, dass ich es noch so lange durchhalte...


Wenn ich so toll bin, warum sind dann doch alle frustriert?

Tja, wie schon oben erwähnt, hat das Spiel leider keine Möglichkeit während einer Mission zu speichern. Das gibt es auch bei anderen Spielen wie GTA Vice City, aber bei NOLF sind die Missionen besonders lang und man muss die selben Szenen einfach zu oft durhc spielen, bis man sie endlich zu einem Ende bringen kann. Das Ganze wird dann zu einer nervigen Pflichtübung.
Es gibt zum Beispiel eine Mission, wo man unentdeckt auf einem Grundstück mit Lagerhäusern 3 Bücher finden und fotografieren soll. Dabei gibt es zahlreiche Kameras und Wachen auf dem Gelände...einem großen Gelände...nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum, entdeckt man mit der Zeit alle Kameras und Wachen auf dem Gelände, während man nach den Büchern sucht. Bis man sich einigermaßen orientiert hat ist man schon 30 Mal tot. Nun muss man aber alle 3 Bücher (die an gaaanz verschiedenen Stellen liegen) hintereinander fotografieren ohne erwischt zu werden. Stellt euch das Frusterlebnis vor, wenn ihr endlich nach unendlich vielen Versuchen es geschafft habt 2 Bücher unbemerkt zu fotografieren (Dauer etwa 10 Minuten) und beim Letzten dann erwischt werdet...?!
Das wirklich Nervtötende stellte sich dann erst ein, je öfter wir das Level spielten – vielleicht das Werk eines sadistischen Spieleprogrammierers? – der Alarm ging zunehmend ohne erkennbaren Grund los, was dann auf meiner Seite sehr unterschiedliche Emotionen hervorrief, wie Heulkrämpfe oder den Wunsch irgendetwas völlig sinnlos zu zerstören...


FAZIT:

Eine nette Spielidee mit einer tollen Geschichte – als PC- Spiel vor 3 Jahren sicher klasse. Die PS2- Version leider Gottes nur etwas, um jemanden in den Wahnsinn zu treiben. Dass das Spiel im Moment sehr günstig verkauft wird (ich hätte gleich skeptisch werden sollen), ist immerhin positiv. Dafür gibts dann auch nur ne 4.
Tip: wer das Spiel hat, sollte die Waffen so einstellen, dass sie automatisch zielen und den Schwierigkeitsgrad nicht zu schwer einstellen. Ich habe „normal“ gewählt, würde aber in der Zwischenzeit „leicht“ vorziehen.
Aber besser noch: lasst einfach die Finger davon!


Infos:
http://www.noonelivesforever-ps2.de

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