No one lives forever (PC Spiel Shooter) Testbericht

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ab 19,37
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Erfahrungsbericht von TheGreatMaster

Cate Archer auf den Spuren von James Bond!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zwischendurch, wenn mein Studium es zeitlich zulässt, leihe ich mir gerne mal die neuesten Computerspiele aus, um denen mal so richtig auf den Zahn zu fühlen.

No one lives forever, oder kurz gesagt NOLF ist ein actionorientiertes 3D-Adventure, daß in einem Agentenmilieu der 60er Jahre angesiedelt ist und am ehesten mit den Filmen wie James Bond verglichen werden kann. Ich würde NOLF nicht in die Kategorie Ego-Shooter einsortieren, weil das Spiel mehr Adventureanteile besitzt als reine Ballerei.

Am ehesten unterscheidet sich NOLF von den James Bond Filmen bei der Hauptfigur. Während 007 ein smarter Brite ist, dessen Haupthobbies die Frauen sind und sein Lieblingsdrink Wodka Martini (geschüttelt nicht gerührt!) ist, stellt die Hauptperson Cate Archer von NOLF einen anderen Charakter dar.

Cate Archer ist eine wirklich toll aussehende Frau, die auch nicht auf den Mund gefallen ist. Sie beherrscht die verschiedenartigsten Waffen genauso gut wie ihr männliches Agenten Vorbild James Bond und ihr Outfit ist ziemlich farbenfroh. Man kann nicht gerade von einem Tarnanzug reden...

Nun zur Story. In NOLF versucht die sogenannte Unity die Verbrecherorganisation H.A.R.M zu vernichten. Cate Archer, die Topagentin der Unity verfolgt die Anführer dieser Organisation über die ganze Welt. Schauplätze wie Mexico, Ostberlin, Hamburg usw. werden alle in einer brauchbaren 3D Grafikengine dargestellt.

Die Grafikengine, die die Programmierer von Monolith für NOLF, ist die Lithtech 2.0 Engine. Der Detailgrad dieser Engine ist recht hoch und die Grafik wirkt sehr farbenfroh. Jedoch ist mir an der Grafikengine negativ aufgefallen, daß an vielen Stellen doch Clippingfehler (Grafikfehler) auftreten, die nicht so schön anzusehen sind. Die Personen werden von der Engine ziemlich flüssig und detailliert dargestellt. Besonders Cate Archer ist eine Augenweide.

Cate Archer verfügt bei ihren Einsätzen auch über eine sehr abwechslungsreiche Ausrüstung sowie Bewaffnung. Viele der Gegenstände, die Kate verwendet, ähneln doch sehr den Gegenständen, die Q James Bond so gerne gebastelt hat.
So kann man beispielsweise mit einem Feuerzeug jemandem eine Zigarette anzünden oder auch als Miniaturschweißgerät benutzen.
Einen Lippenstift kann man bei NOLF z.B. als eine Zeitbombe einstellen, die nach 5 Sekunden detoniert usw.

Die herkömmlichen Waffen reichen von normalen Handfeuerwaffen mit Schalldämpfer über Scharfschützengewehre, wie das Hampton-Gewehr bis zu Bleispritzen von Maschinengewehre.

Was mich aber besonders an NOLF fasziniert ist das sehr abwechslungsreiche Missionsdesign. Wie in einem guten Agentenfilm ala James Bond muß Cate Archer viele brenzlige Situationen durchstehen, z.B. einen Mann mit dem Scharfschützengewehr beschützen, aus dem Flugzeug springen und einen Falschschirm klauen, Bilder abfotografieren in Bibliotheken, Forscher befreien, Motorrad fahren usw.
Dabei muß man auch immer aufpassen, daß man von Kameras nicht beobachtet wird. Man kann es zwar auch auf die Rambo-Tour versuchen, jedoch fehlt einem in späteren Levels die Energie.

Man sieht daran, daß NOLF nicht ein X-beliebiger 3D Shooter ist. Das Missiondesign stellt sogar solche guten Spieleperlen im Singleplayerbereich, wie Half Life in den Schatten.

Bei NOLF gibt es auch keine Medipacks mehr, womit man seine Lebensenergie wieder auftanken kann. Lediglich liegen Westen herum, die Cate die Panzerung wieder auffüllen. Wenn eine komplette Mission jedoch abgeschlossen ist, bekommt Cate wieder volle Energie.

Was ebenfalls zu dem 60er Jahre Flair des Spieles passt ist die Sounduntermalung. Z.B. die Melodie aus dem Hauptmenu geht einem nicht mehr aus dem Ohr und ist ein richtiger Ohrwurm. Außerdem wird die Musikuntermalung dramatischer, wenn Cate sich in einer brenzligen Situation befindet.

Die KI ist auch überaus gut, da Gegner sich gerne schonmal einen Tisch als Verteidigung nehmen, wenn man das Feuer eröffnet. Jedoch wenn man leise bleibt, dann kann man jeden Gegner mit einem gezielten Kopfschuss außer Gefecht setzen.

NOLF spielt sich wie ein richtiger interaktiver Agentenfilm!

Mein Fazit:
===========
No one lives forever ist neben Max Payne das mit Abstand fesselndste 3D-Actionspiel, was ich jemals gespielt habe. Die Angst, von Kameras nicht bemerkt zu werden, der dramatische Sound sowie die Agentenstory und das Aussehen von Cate Archer motivieren enorm, daß Spiel durchzuzocken. NOLF ist auch kein Spiel, was man so ebend mal abhakt, denn es ist verdammt lang. Ca. eine Woche benötigt man, um NOLF durchzuspielen bei normaler Spieleintensität. Profis haben NOLF aber schon etwas früher durch.

Also wenn ihr auf der Suche seit nach einem wirklich fesselnden Computerspiel, dann kann ich euch No one lives forever bedingungslos empfehlen, denn das Spiel ist noch lange nicht vom alten Eisen. Oder ihr wartet auf den Nachfolger, der schon in der Mache ist und vielleicht noch dieses Jahr erscheint.

Ich wünsche Euch noch viel Spaß beim zocken!

Mit freundlichen Grüßen

Gerwin (TheGreatMaster)

Update vom 09.01.2001 (altes Yopi)

25 Bewertungen, 2 Kommentare

  • hirni

    28.04.2002, 16:09 Uhr von hirni
    Bewertung: sehr hilfreich

    und bald kommt NOLF 2 raus, muss gut sein

  • ralf0816

    19.03.2002, 22:58 Uhr von ralf0816
    Bewertung: sehr hilfreich

    ganz deiner meinung.humor und einfallsreichtum. muß man haben, auch wenn man nicht unbedingt der ego-shooter fan ist.