Nokia 5130 Testbericht

Nokia-5130
Leider kein Preis
verfügbar
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  durchschnittlich
  • Akkulaufzeit:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von schraddel

Unverwüstlicher Mobilknochen

  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Ausstattung:  durchschnittlich

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der nachstehende Bericht ist schon zwei Jahre alt; da ich mein Nokia 5130 aber immer noch besitze, habe ich ihn leicht überarbeitet. Das war auch nötig, da eine der darin erwähnten Mobilfunkfirmen (Quam) im Lauf dieser Zeit den Betrieb einstellte (na ja: sie hatten ihn eigentlich nie richtig angefangen), und eine andere ihren Namen änderte (Viag Interkom; jetzt O2).

Hier also der "neue alte" Bericht:

Mein 5130 ist inzwischen über fünf Jahre alt. Ein stolzes Alter für ein Mobiltelefon, und Anlass genug, über dieses Gerät zu schreiben.

Das 5130 ist baugleich mit dem 5110, allerdings mit einem kleinen Unterschied. Beides sind Single-Band-Handys, senden also nur in einem einzigen Frequenzband. Deswegen ist das 5110 nur für T-Mobile und Vodafone geeignet (D-Netz, 900-MHz-Band), das 5130 nur für e-plus und (eingeschränkt). - Die Einschränkung bei O2 rührt daher, dass für Gebiete, in denen diese Forma kein eigenes Netz hat (und das sind ziemlich viele), ein Roaming-Abkommen mit T-Mobile besteht. Hier müsste das Handy ins D-Netz umschalten können, und das kann das 5130 nicht.

Über die weiteren technischen Eigenschaften und die Menüführung der 51er Nokias möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen; wer will, kann das alles unter www.nokia.de nachlesen. Nur so viel: Man kann mit diesem Telefon eben telefonieren, Kurznachrichten verschicken (ohne T9 oder sonstige "Eingabehilfen"), und, wenn man möchte, auch ein (in Ziffern: 1) Betreiberlogo ins Display einblenden lassen. Keine Bildmitteilungen, keine zusätzlichen Klingeltöne, keine Chat-Funktion, kein WAP, kein GPRS, kein Schnickschnack. Eben ein Telefon.

Meine Küchenwaage zeigt als Gewicht 175 Gramm an. Genauer geht sie nicht. Auf jeden Fall ist das 51er kein Leichtgewicht und lässt sich nicht "mal eben" in die Hosentasche stecken. Ich trage es im Winter gewöhnlich in der Jackentasche (mit Reißverschluss), und im Sommer habe ich es entweder in der Aktentasche (wenn ich sie dabei habe), in der Westen-Innentasche (wenn ich eine trage), oder am Gürtel (obwohl das hässlich aussieht und ich das nach Möglichkeit vermeide).

Mein 5130 hat noch den Original-Akku, der trotz Dauereinsatz - oft auch unter erschwerten Bedingungen - noch dieselbe Leistung bringt wie ganz am Anfang. Fünf Tage Erreichbarkeit mit gelegentlichen Telefonaten sind ein realistisches Maß; bei Dauergesprächen können es aber auch mal nur zwei Tage sein. Besonders erfreulich finde ich, dass Nokia nicht für jedes Telefon ein eigenes Ladegerät gebaut hat. So konnte ich mich schon öfters bei Freunden mit Strom versorgen, auch wenn sie ein anderes Telefon dieses Herstellers besaßen.

Zwischenzeitlich habe ich mir bei eBay für fünf Euro ein defektes 5110 ersteigert. Dessen Akku ist baugleich, so dass ich jetzt immer einen geladenen Akku zum Wechseln habe. Billiger kommt man nicht an einen Ersatzakku samt Ladestation!

Gelegentliches Tiefentladen kann einen Nickel-Metallhydrid-Akku, wie Nokia ihn in diesem Gerät verwendet, übrigens wieder auffrischen. Dabei sollte man nicht nur warten, bis das Telefon sich automatisch abschaltet, sondern es anschließend wieder einschalten und diesen Vorgang ein paar Mal wiederholen, so dass die letzten Energiereserven verbraucht werden. Danach gehört das Handy über Nacht ans Ladegerät, und es sollte noch mindestens zwei Stunden angeschlossen bleiben, auch wenn bereits ein voller Akku angezeigt wird. Damit bekommt man auch Gebrauchtgeräte mit schlappem Akku wieder fit; wenn sie allerdings ihr Handy-Leben in einer Ladestation im Auto verbracht haben, sollte man den Vorgang zwei- oder dreimal wiederholen.

Wer sein Handy gerne mal "umdekoriert", findet für das 5110/5130 noch zahlreiche passende Oberschalen im Angebot, auch von Fremdherstellern. Hier muss man allerdings ein wenig aufpassen.

Die "XPress-On"-Cover von Nokia funktionieren wirklich expressmäßig und rasten auf den ersten Druck ein. Es gibt aber zahlreiche Billig-Nachahmungen, bei denen Vorsicht anzuraten ist. Wenn Euch ein Motiv gefällt, dann kauft die Oberschale ruhig, aber lasst sie Euch auf jeden Fall gleich im Laden aufs Handy setzen. Wenn sie dann nicht passt, könnt Ihr vom Kauf immer noch zurücktreten. Ich habe einmal den Fehler gemacht, eine solche Oberschale "originalverpackt" zu kaufen und anschließend zuhause die Gussgrate mit der Nagelfeile entfernt, die man im Herstellerwerk großzügigerweise drangelassen hatte. Seitdem probiere ich jede Schale im Laden aus, und das hat mir manchen Ärger erspart. Es schadet übrigens auch nicht, leicht mit dem Daumen von vorne gegen die Display-Abdeckung zu drücken; manche sind sehr schlecht verklebt. Aber bitte nur leicht, denn mit Gewalt bekommt man selbst original Nokia-Zubehör kaputt!

Ein ewiges Ärgernis sind die Keypads, die mit den Billigschalen geliefert werden. Schon im Originalzustand wurden die 51er von Nokia oft wegen ihrer "Billig-Tastatur" kritisiert; aber die Plastik-Keypads von Nokia sind um Längen besser als alles, was es von Fremdherstellern gibt. Mit dem Originalpad sind die Tasten sogar relativ leichtgängig (aber immer noch schwerfällig z.B. im Vergleich zum 3210). Ich habe mir zwei Nokia-Ersatzpads besorgt und verwende immer eines davon mit Oberschalen von anderen Anbietern; die mitgelieferten Pads sind einfach zu schlecht, und die aufgedruckten Buchstaben reiben sich zu schnell ab.

Ich habe übrigens keine ordentliche silberfarbene Oberschale für dieses Handy gefunden; sogar das Silber von Nokia sah mir zu sehr nach Plastik aus. Deshalb griff ich zur Selbsthilfe, und das ging so:

Ich nahm eine gebrauchte Oberschale, deren Motiv mir nicht mehr gefiel. Da das Display-Fenster ordentlich verklebt war, wollte ich es nicht entfernen; deswegen klebte ich es mit Tesa ab und schnitt die Kanten passgenau mit einem Cutter zurecht. Das geht recht einfach, da rund um das Fenster eine kleine Rille läuft. In diese Rille drückte ich den Tesa noch mit dem Fingernagel nach, damit wirklich kein Lack unter die Abklebung dringen konnte.

Danach rauhte ich das Cover, dessen Oberfläche recht glatt war, mit 120er Sandpapier an und entstaubte es anschließend mit Hilfe eines Pinsels. Jetzt klebte ich noch die Halterungen ab, die hernach ins Gehäuse einrasten sollten, was mit einer zusätzlichen Lackschicht vielleicht nicht mehr möglich gewesen wäre.

Als Metallic-Silber-Ton suchte ich mir an der Tankstelle eine Dose Auto-Sprühlack aus. Das Audi-Silber gefiel mir am besten; es hat einen ganz leichten Stich ins Hellblaue. Damit lackierte ich das alte Cover in einem ersten Durchgang genau so viel, dass der "alte" Hintergrund noch etwas durchschien, also hauchdünn.

Nach dem Trocknen verfuhr ich noch einmal so in einem zweiten Durchgang, und danach noch in einem dritten. Beim ersten Durchgang hatte ich von oben nach unten gesprüht, beim zweiten von links nach rechts, und beim dritten Mal einfach "nochmal drüber", also kreuz und quer. Wichtig ist, den Lack gleichmäßig aufzutragen und dabei die Seiten des Covers nicht zu vergessen, und mit der Dose nicht zu nahe ranzugehen. Es darf kein Lack in die Aussparungen für die Tasten laufen; wenn das passiert, hat man zu dick aufgetragen.

Da ich schnelltrocknenden Lack verwendet hatte, war die ganze Angelegenheit im Lauf eines warmen Sommernachmittags erledigt, und abends wäre das Cover theoretisch schon "einsatzfähig" gewesen. Ich ließ den Lack aber sicherheitshalber noch einen Tag lang aushärten. Seitdem benutze ich das Cover immer wieder, und ich wurde schon manchmal gefragt, wo es das denn zu kaufen gäbe. Hiermit habe ich also das Geheimnis gelüftet.

Da das Nokia 5110/5130 inzwischen als Gebrauchtgerät sehr günstig zu bekommen ist, denke ich, dass diese Tipps vielleicht nützlich sind, wenn sich jemand ein Ersatz- oder Zweithandy zulegen möchte. Ich halte dieses Telefon für ziemlich unverwüstlich, und wer nur telefonieren und manchmal eine SMS versenden möchte, ist damit bestimmt gut beraten. Für optische Abwechslung ist gesorgt bzw. kann man selber sorgen, wie ich hier hoffentlich zeigen konnte, und die Bedienung des Geräts ist - wie bei allen Nokias - kinderleicht, so dass ein Handbuch überflüssig ist.

Ich werde mir bestimmt noch ein oder zwei Jahre kein neues Handy kaufen, denn die ganzen Multimedia-Funktionen der modernen Geräte benötige ich nicht, und die Qualität der eingebauten Kameras ist mir noch zu schlecht.

33 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Sommergirl

    28.09.2006, 15:44 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    ist wirklich ein Knochen, uralt...

  • hurb

    22.03.2005, 13:13 Uhr von hurb
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Handy hatte ich auch mal! Geiles ding! Snake gezoggt bis zum Umfallen! Auch guter Testbericht!! Danke für deinen Beitrag bei meinem Testbericht! Viel Spass noch!