Novotel Mannheim Testbericht

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ab 67,91
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Erfahrungsbericht von Travelwriter

Klingel, klingel, ist da jemand?

Pro:

Ideal für Familien, Spielplatz, kostenloser Parkplatz, großer Park

Kontra:

Natürlich etwas belebter, Personal war irgendwie nicht am Desk

Empfehlung:

Ja

Wegen einigen Ausstellungen in Mannheim war es wieder mal soweit, das ich ein Hotel in 'der Stadt der Quadrate' finden musste.

Buchung

Gebucht hatte ich über die Website der Hotelkette Accor, da ich wegen meiner Accor Favorite Guests Klubkarte unbedingt ein Hotel dieser Kette nehmen wollte. Da ich in Mannheim genau jenes schon einmal genutzt hatte, entschied mich schließlich noch mal dafür.

Preis

Der Preis betrug für mich 52 Euro für das Zimmer plus 13 Euro für das Frühstück. Dabei handelte es sich um einen Sparpreis ohne Stornierungsmöglichkeit. Der Preis wird direkt von der Kreditkarte abgebucht, bei Nichterscheinen ist das Geld verloren.

Lage/Anfahrt

Am Bahnhof löste ich zuerst eine 24h Karte für die Verkehrsbetriebe von Mannheim (5 Euro). Den das Hotel liegt etwas abseits vom Zentrum, und es war klar, das ich mehrere Fahrten (á 2 Euro) brauchen würde, um mein Programm zu erledigen.

Dann fuhr ich mit der Linie bis Tattersall und stieg dort in die Linie 6 um. Die Linie 9 wäre direkt gefahren, aber die fährt leider nur an manchen Stunden am Nachmittag.

Nachdem die Straßenbahn sogar knapp am Hotel vorbei fuhr, stieg ich an der Haltestelle Luisenpark aus und ging vielleicht 100 Meter gegen die Fahrtrichtung zurück zum Eingang.b

Parken

Dabei ging ich auch am großen Parkplatz beim Hotel vorbei, der kostenfrei den Gästen zur Verfügung stand. Bemerkenswerterweise gab es dabei auch eigene Frauenparkplätze.

Check-In

Durch eine große Glastür betrat ich einen sehr großen Empfangsbereich mit gemütlicher Sitzecken und sogar einem kleinen Kinderspielbereich. Weiter links begann die Bar und das Restaurant. Hier können auch größere Gruppen mal verweilen.

Nun ein wenig verweilte ich auch, den der Check-In war nicht besetzt. So durfte ich erstmals diese eine spezielle Glocke betätigen, die ich bisher eigentlich nur von Filmen kannte. Was mir im Laufe meines Aufenthaltes auffiel, der Check-In war selten besetzt.

Der Meldeschein war auf Basis meiner Buchungsdaten bereits ausgefüllt, ich musste lediglich unterschreiben. Lediglich der Preis war falsch angedruckt. Da ich aber meine Buchungsbestätigung dabei hatte, war die Sache rasch geklärt.

Aufzug/Barrierefreiheit

Nun ging es mit dem Gepäck mittels einem der beiden Aufzüge in den vierten Stock, wo mich ein angenehm großes Zimmer empfing. Das ganze Gebäude war übrigens barrierefrei begehbar.

Was aber nicht so toll war: Durch die Integration der Dusche in die Badewanne muss man über den Wannenrand in die Dusche steigen. Wem das zu beschwerlich ist, sollte vorab telefonieren, ob es auch andere Duschen gibt.

Zimmer

Das Zimmer schloss ich mit einer Magnetkarte auf, bei der die Nummer erst im letzten Augenblick vergeben wird. Durch einen kleinen Vorraum mit großer Garderobe gelangte ich in das eigentliche Zimmer, wo sich rechts ein großes Doppelbett und ein als Zusatzbett verwendbares Sofa befand.

Auf der linken Seite erstreckte sich eine sehr lange Schrank-Tisch Kombination, in der sich auch die Minibar befand. Diese Kombination war in Weiß gehalten.

Den Boden bildete ein in Ocker gehaltener gemusterter Spannteppich, die Vorhänge waren in Grün gehalten. Insgesamt wirkte das Zimmer sehr harmonisch. An der Wand hing ein Werk von Octavio Blasi, einem 1960 in Argentinien geborenen Künstler. Eine Besonderheit von Novotel scheint zu sein, das sie im Rahmen der Novotel Collection die Zimmer und sonstigen Räume mit Originalen ausstatten.

Die Garderobe war sehr geräumig und offen gestaltet. Dort konnte ich meine Sache an diese Kleiderbügel aufhängen, die etwas lästig sind, weil man sie so konstruiert hat, das ihr Diebstahl keinen Nutzen bringt. Leider muss man dann auch als ehrlicher Gast immer etwas hantieren, bis alles hängt. Gegenüber der Garderobe befand sich an der Badtür ein Ganzkörperspiegel.

Natürlich gab es auch Fernsehen. Neben ca. 30 Kanälen der üblichen Sorte gab es noch PAY TV um 12,50 Euro je Tag. Allerdings waren nur drei Filme auswählbar ('Hitch' und zwei Erotikfilme).

Arbeitsmöglichkeiten

Die Arbeitsmöglichkeiten waren für mich überraschend schlecht. So fand ich nur eine Steckdose am Tisch (eine weitere klaute ich mir vom Verteiler für den Kühlschrank und das TV Gerät). Die Beleuchtung fand durch eine Tischlampe statt. Weiters gab es noch einen Anschluss für ein analoges Modem.

Kopieren und Faxen soll laut Infomappe in der Eingangshalle möglich sein. Diese Infomappe bestand übrigens hauptsächlich aus Werbung für Einrichtungen des Hotels, über Mannheim fand ich lediglich eine Art Stadtmagazin vor.

Als vorteilhaft empfand ich hingegen zwei Stühle und ein eigener Papierkorb unter dem Tisch.

Bad

Ganz abgesehen davon, dass ich in den Monaten Mai bis September auch ins Außenschwimmbad springen hätte können, verfügte das Zimmer auch über ein etwas größeres Bad.

Dieses war so konstruiert, das die Badewanne in eine Duschecke überging. Eine sehr teuer wirkende Konstruktion, wo man aber als gebrechlicher Mensch vielleicht seine Probleme bekommen wird. Der Duschvorgang hingegen schützte das Bad vor Spritzwasser sehrt gut, auch der Duschkopf war gut zu gebrauchen.

Der Boden und das Waschbecken wirkten sehr gediegen. Ich vermute mal, beim Boden handelte es sich um ein Laminat mit Parkettimitation, das Becken wirkte wie aus Stein gemacht.

Zusätzlich gab es noch einen Föhn, neben den normalen Seifen- und Shampoospendern am Waschbecken und an der Dusche noch ein Stück Seife und zwei Shampoofläschchen extra.

Obwohl das Bad größer war, hatte ich erstaunlich wenig Platz für meine Sachen, die einzig denkbare Abstellfläche war das Waschbecken selbst.

Eine eigene Badheizung ab es nicht, auch ein Rasierspiegel stand nicht zur Verfügung. Dafür gabs Klinexx am Waschbecken und die üblichen Hygienesäckchen bei der Toilette. Handtücher waren in 2 Garnituren vorhanden.

Bar/Minibar

Die Bar war von 06:00 bis 01:00 geöffnet. Aber auch hier vermisste ich einen ständigen Ansprechpartner hinter der Theke. Der Barmann schien immer im Haus hin und her zu flitzen. Aber er entkam mir nicht und so genoss ich schließlich doch meinen Drink.

Ich hätte mich natürlich auch an der Minibar auf meinem Zimmer bedienen können, da gab es das Bier 0,33 ab 3 Euro und das Mineralwasser 0,25 ab 2,10 Euro.

Restaurant

Das Restaurant war von 11:30 bis 14:30 und von 18:00 bis 22:30 geöffnet. Am Abend musste ich aber feststellen, das dort niemand saß. Ich bevorzuge es aber ohnehin, in der Innenstadt zu essen.

Das Angebot wäre jedoch interessant gewesen, es gab für jeden Geschmack (Fleisch, Vegetarisch, Fisch etc.) etwas zu essen, auch Spezialwochen werden angeboten (z.B. Spargelwochen bis Anfang Juni).

Bett/Nachtruhe

Das Bett war als Doppelbett mit einer Decke und zwei Polstern ausgeführt. Die Härte der Matratze empfand ich als bequem. In einem kleinen Schrank entdeckte ich noch eine Zusatzdecke, für den Fall, das die Partnerin eine eigene Decke haben möchte.

Links und rechts vom Bett befanden sich zwei Nachttischbrettchen, die jeweils von einer Lampe gekrönt waren. Ein weiterer Schalter ließ das Hauptlicht schalten. Steckdosen für Mobiltelefon oder dergleichen gab es leider nicht.

Durch meinen Blick auf die Grünfläche hinter dem Hotel blieb ich vom Verkehrslärm ungestört. Allerdings befanden sich unter mir das Schwimmbad und der hoteleigene Kinderspielplatz (Wippe, Rutsche, Sandkarten, Schaukel).

Die Stimmen der Jugendlichen und Kinder sind auch bei geschlossenem Fenster gut hörbar, in warmen Sommernächsten tritt da wohl nicht so schnell Ruhe ein.

Klimaanlage

Eine Klimaanlage war zweifellos vorhanden, das Zimmer war bei meiner Ankunft bereits wunderbar gekühlt. Auch die Gänge waren gekühlt, was ich als positiv empfand. Die Klimaanlage zu regeln gelang mir aber nicht, der verantwortliche Schalter drehte sich irgendwie ins Leere.

Frühstück

Das Frühstück um 13 Euro pro Kopf und Magen nahm ich im Restaurant ein. Dieses war sehr schön gestaltet, der Boden und die Wände in verschiedenen hellen Brauntönen, sowie die milde Zugluft vom Schwimmbecken her, gaben mir sofort ein mediterranes Gefühl. Auch die ruhige Musik passte gut zur Stimmung.

Aber auch das aufgebaute Buffet war erwähnenswert. Es gab zahlreiche Käse-, Wurst-, Speck- und Schinkensorten aufgeschnitten, dazu zwei Sorten von Leberaufstrichen. Ich selbst plünderte die Box mit dem Rührei, das ich abwechselnd mit Lachs und dann mit krossem Speck kombinierte.

Die Nürnberger Würste ließ ich stehen, es waren ja auch noch andere Gäste im Saal. Diese konnten auch noch jede Menge Marmelade, Müsli, und Brot frisch aus dem Toaster genießen. Was vielleicht nicht so stark vertreten war, waren diese typischen Mehlspeisen zum Frühstück.

Der Kaffee wurde übrigens von einer netten Bedienung an den Tisch gebracht, wobei auch nach der Zimmernummer gefragt wurde. Einige Gäste blieben übrigens nicht brav im Saal sitzen, sondern verlegten wegen dem strahlenden Wetter ihr Frühstück an die Tische beim Pool, auch hier genossen sie das Service der freundlichen Bedienung.

Ich blieb hingegen vom Pool fern und produzierte meine persönliche Hawaiistimmung, indem ich eine kräftige Portion von den Ananaswürfeln verdrückte. So gefüttert begab ich mich zum Auschecken.

Check-Out

Dieses erfolgte recht zügig - nachdem ich die Dame erklingelt hatte - die Rechnung wurde mit nunmehr richtigen Wert erstellt. Da die Bezahlung per Internet nicht geklappt hatte, bezahlte ich per Kreditkarte erneut. Jetzt bin ich schon mal gespannt, ob es zu einer Doppelbuchung auf meiner Kreditkarte kommen wird.

Resümee

Abgesehen von dem Kuriosum, das das Personal sich nicht gerne präsent zeigt (natürlich sind sie trotzdem da und dem Gast freundlich zu Diensten), gefiel mir die mangelnde Möglichkeit zum Arbeiten im Zimmer weniger. Auf der anderen Seite könnte ich mir dieses Hotel als ideale Heimat für Familien mit Wagen vorstellen (Nähe zum Luisenpark, Kinderspielplatz, Pool, kostenloser Parkplatz etc.)

Mannheim, Juni 2005



Kontakt lt. Website

Am Friedensplatz 1
68165 MANNHEIM
Tel : ++49 (621) 42340
Fax :++49 (621) 417343

56 Bewertungen, 5 Kommentare

  • monsena

    18.07.2005, 15:04 Uhr von monsena
    Bewertung: sehr hilfreich

    dein Bericht.Hotelberichte lese ich immer wieder gern,man könnte soch so manchen Reinfall sparen. LG Monsena

  • mami_online

    06.07.2005, 03:11 Uhr von mami_online
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich freue mich auf mehr Lesestoff....

  • Hasi_1972

    02.07.2005, 00:07 Uhr von Hasi_1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Berichte von Dir, Super . Hasi_1972

  • April

    01.07.2005, 00:49 Uhr von April
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...ein sehr guter und ausführlicher Hotelbericht von Dir! Diese diebstahlsicheren Kleiderbügel hasse ich wie die Pest ;-)! LG April

  • redwomen

    30.06.2005, 23:51 Uhr von redwomen
    Bewertung: sehr hilfreich

    einfach unglaublich wieviel du in der "Weltgeschichte rumkommst" und dabei doch auch noch, Gott sei Dank, immer gute "Übernachtunsunterbringung" findest. -wir selbst, also mein Mann und ich, sind schon zwei Mal sehr in Sachen &quot