Nur zu Besuch (Single) - Die Toten Hosen Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von Elli-Spirelli
Himmelstränen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich bin ein Mensch der Musik braucht und das in jeder Lebenslage unter jedem Umstand. Wenn ich mich nicht gerade vor den Fernseher setze , was ohnehin sehr selten ist oder mein heißgeliebtes Kino aufsuche so habe ich so gut wie unentwegt immer Musik an. Diese variiert von Situation zu Situation und natürlich auch je nach Stimmung und Gefühl. Es sei denn, ich habe Radio an, Radio hören hat immer so etwas überraschendes. Nicht selten habe ich durchs Radio hören schon Lieder kennengelernt, die ich sonst vielleicht noch lange nicht kennen würde. Besonders geeignet ist da immer “Delta Radio“, was sicher nur wenige hier kennen dürften. Vor einigen Tagen hatte ich auch im Auto das Radio an und ich hatte keine Ahnung mit welchem Gefühl diese Autofahrt enden würde ...
An jenem Tag regnete es in Strömen und der Blick aus der Frontscheibe des Wagens war sichtlich eingedämmt. Der Regen fiel weiter auf de Scheibe hinab, der eingeschaltete Scheibenwischer schaffte nur wenig und das Radio, ja das hatte ich an und dann erkannte ich Campinos Stimme.
„Immer, wenn ich dich besuch, fühl ich mich grenzenlos. Alles andre ist von hier aus so weit weg. Ich mag die Ruhe hier, zwischen all den Bäumen, als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.“
... bedächtig ruhig die Melodie im Hintergrund .. hervorstechen von Klaviertönen und einer, wie es im ersten Moment scheint, Streichorchesterballade ... Der sonst so rockige Klang in Campinos Stimme scheint sich ganz sanft zu verirren und es klingt nach Traurigkeit. Dabei weckt der Text in mir trotz keinem Anzeichen ein schönes und dennoch ungutes Gefühl zugleich.
Die Melodie im Hintergrund wird etwas dunkler und Campinos Stimme etwas voller...dann wieder leiser und ja ich möchte sagen, trauriger, hauchend fast zwischendurch.
„Es ist ein schöner Weg, der unauffällig zu dir führt. Ja ich hab ihn gern, weil er so hell und freundlich wirkt. Ich habe Blumen mit, weiß nicht, ob du sie magst. Damals hättest du dich wahrscheinlich sehr gefreut“
Langsam bildet sich Gänsehaut auf meinen Armen, der Regen stimmt sich ein und das Wasser auf der Straße bildet große Pfützen. Meine Gedanken sind bei dem Lied. Es dringt Traurigkeit in mich und ich frage mich, was mir dieses Lied erzählen wird. Ganz automatisch mache ich das Radio lauter, denn ich will keine Textstelle verpassen. Ich möchte wissen, ob es wirklich so traurig ist, wie meine Ahnung es in den sich aufstellenden Haaren wiederspiegelt. Fast gelähmt blicke ich auf die Straße und führe meine langsame Fahrt fort.
„Wenn sie dir nicht gefallen, stör dich nicht weiter dran. Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt ...“ in mir taucht die Frage auf, wovon er singt ... ist es ein Grab? ein Krankenhaus? welch trauriges Ende wird mir bevorstehen? ...“Wie es mir geht, die Frage stellst du jedesmal. Ich bin okay, will nicht, daß du dir Sorgen machst...“ Ich scheine etwas erleichtert zu sein, die Gänsehaut bleibt zwar, aber der furchtbare Gedanke an den Tod lege ich ab. Tote stellen keine Fragen ... und dann wird die Stimme laut, voll, die Klaviertöne mischen sich mit einer dunklen, bedächtig schweren Musik und schmerzvoll ertönt:
„und so red ich mit dir wie immer, so als ob es wie früher wär, so als hätten wir jede Menge Zeit. Ich spür dich ganz nah, hier bei mir. Kann deine Stimme im Wind hören und wenn es regnet, weiß ich daß du manchmal weinst“ ... Ruhe ... “bis die Sonne scheint, bis sie wieder scheint“ ... als ich die Töne wahrnehme und in mein Ohr dringt, daß er die Stimme im Wind hört, ist mir klar, was er singt, aber vielleicht interpretiere ich es nur falsch ... Ich weiß nur, daß dieses Zusammenspiel von Stimme, Musik und Text meine Arme frieren läßt und ich in dem Moment ganz schwer schlucken muß, ein Gefühl der Bedrückung.
„Ich soll dich grüßen von den andern, sie denken alle noch ganz oft an dich. Und dein Garten, es geht ihm wirklich gut, obwohl man merkt, daß du ihm doch sehr fehlst, und es kommt immer noch Post ganz fett adressiert an dich, obwohl doch jeder weiß, daß du weggezogen bist ...“ wieder folgt laut die schmerzgetragene Stimme .. Schreie voll mit Traurigkeit, und in mir herrscht Chaos, denn ich merke wie mich das alles berührt, ich friere obwohl mir warm sein müßte und weiß nicht, ob ich wirklich das letzte Ende ertragen kann , will ...
„Und so red ich mit dir wie immer und ich verspreche dir wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit“ .. das Druckgefühl unter den Augen wird stärker, ich merke es mehr als nur deutlich, mein Herz pocht schneller ... „dann werden wir uns wiedersehen, du kannst dich ja kümmern, wenn du willst, daß die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint“ Als die Ruhe eintritt, merke ich die Träne, die aus meinem rechten Auge fließt. Das kenne ich , oft ist es ein Auge, welches Tränen verliert, immer dann wenn ich von Gefühlen übermannt werde und mich etwas urplötzlich trifft. Ruhig und bedächtig höre ich die letzten ruhigen Töne des Liedes „daß die Sonne scheint, daß sie wieder scheint ...“ und fahre weiter im Regen, der Himmel ist voll mit Tränen und ich bin gefangen in der Traurigkeit. Es hat sich etwas verändert, ich habe soeben das Gefühl, daß ich, wie jeder Mensch viel zu oft den Tod einfach wegschiebe, nicht darüber nachdenken möchte und dann kommt dieses Lied und zeigt mir genau den Schmerz, den man sich nie vorstellen möchte. Ich werde meine Gänsehaut noch einige Minuten mit mir tragen und die Träne die mir gerade am Kinn herunterrinnt wird trocknen und dann werde ich den Gedanken wieder verlieren, bis ich in das nächste Geschäft fahre und mir die Single kaufe...
....
„Nur zu Besuch – Die Toten Hosen“ auf dem Album „Auswärtsspiel“ Lied Nummer 11 – als Single seit Ende Juli zu kaufen. (http://www.dth.de/homepage.htm)
An jenem Tag regnete es in Strömen und der Blick aus der Frontscheibe des Wagens war sichtlich eingedämmt. Der Regen fiel weiter auf de Scheibe hinab, der eingeschaltete Scheibenwischer schaffte nur wenig und das Radio, ja das hatte ich an und dann erkannte ich Campinos Stimme.
„Immer, wenn ich dich besuch, fühl ich mich grenzenlos. Alles andre ist von hier aus so weit weg. Ich mag die Ruhe hier, zwischen all den Bäumen, als ob es den Frieden auf Erden wirklich gibt.“
... bedächtig ruhig die Melodie im Hintergrund .. hervorstechen von Klaviertönen und einer, wie es im ersten Moment scheint, Streichorchesterballade ... Der sonst so rockige Klang in Campinos Stimme scheint sich ganz sanft zu verirren und es klingt nach Traurigkeit. Dabei weckt der Text in mir trotz keinem Anzeichen ein schönes und dennoch ungutes Gefühl zugleich.
Die Melodie im Hintergrund wird etwas dunkler und Campinos Stimme etwas voller...dann wieder leiser und ja ich möchte sagen, trauriger, hauchend fast zwischendurch.
„Es ist ein schöner Weg, der unauffällig zu dir führt. Ja ich hab ihn gern, weil er so hell und freundlich wirkt. Ich habe Blumen mit, weiß nicht, ob du sie magst. Damals hättest du dich wahrscheinlich sehr gefreut“
Langsam bildet sich Gänsehaut auf meinen Armen, der Regen stimmt sich ein und das Wasser auf der Straße bildet große Pfützen. Meine Gedanken sind bei dem Lied. Es dringt Traurigkeit in mich und ich frage mich, was mir dieses Lied erzählen wird. Ganz automatisch mache ich das Radio lauter, denn ich will keine Textstelle verpassen. Ich möchte wissen, ob es wirklich so traurig ist, wie meine Ahnung es in den sich aufstellenden Haaren wiederspiegelt. Fast gelähmt blicke ich auf die Straße und führe meine langsame Fahrt fort.
„Wenn sie dir nicht gefallen, stör dich nicht weiter dran. Sie werden ganz bestimmt bald wieder weggeräumt ...“ in mir taucht die Frage auf, wovon er singt ... ist es ein Grab? ein Krankenhaus? welch trauriges Ende wird mir bevorstehen? ...“Wie es mir geht, die Frage stellst du jedesmal. Ich bin okay, will nicht, daß du dir Sorgen machst...“ Ich scheine etwas erleichtert zu sein, die Gänsehaut bleibt zwar, aber der furchtbare Gedanke an den Tod lege ich ab. Tote stellen keine Fragen ... und dann wird die Stimme laut, voll, die Klaviertöne mischen sich mit einer dunklen, bedächtig schweren Musik und schmerzvoll ertönt:
„und so red ich mit dir wie immer, so als ob es wie früher wär, so als hätten wir jede Menge Zeit. Ich spür dich ganz nah, hier bei mir. Kann deine Stimme im Wind hören und wenn es regnet, weiß ich daß du manchmal weinst“ ... Ruhe ... “bis die Sonne scheint, bis sie wieder scheint“ ... als ich die Töne wahrnehme und in mein Ohr dringt, daß er die Stimme im Wind hört, ist mir klar, was er singt, aber vielleicht interpretiere ich es nur falsch ... Ich weiß nur, daß dieses Zusammenspiel von Stimme, Musik und Text meine Arme frieren läßt und ich in dem Moment ganz schwer schlucken muß, ein Gefühl der Bedrückung.
„Ich soll dich grüßen von den andern, sie denken alle noch ganz oft an dich. Und dein Garten, es geht ihm wirklich gut, obwohl man merkt, daß du ihm doch sehr fehlst, und es kommt immer noch Post ganz fett adressiert an dich, obwohl doch jeder weiß, daß du weggezogen bist ...“ wieder folgt laut die schmerzgetragene Stimme .. Schreie voll mit Traurigkeit, und in mir herrscht Chaos, denn ich merke wie mich das alles berührt, ich friere obwohl mir warm sein müßte und weiß nicht, ob ich wirklich das letzte Ende ertragen kann , will ...
„Und so red ich mit dir wie immer und ich verspreche dir wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit“ .. das Druckgefühl unter den Augen wird stärker, ich merke es mehr als nur deutlich, mein Herz pocht schneller ... „dann werden wir uns wiedersehen, du kannst dich ja kümmern, wenn du willst, daß die Sonne an diesem Tag auch auf mein Grab scheint“ Als die Ruhe eintritt, merke ich die Träne, die aus meinem rechten Auge fließt. Das kenne ich , oft ist es ein Auge, welches Tränen verliert, immer dann wenn ich von Gefühlen übermannt werde und mich etwas urplötzlich trifft. Ruhig und bedächtig höre ich die letzten ruhigen Töne des Liedes „daß die Sonne scheint, daß sie wieder scheint ...“ und fahre weiter im Regen, der Himmel ist voll mit Tränen und ich bin gefangen in der Traurigkeit. Es hat sich etwas verändert, ich habe soeben das Gefühl, daß ich, wie jeder Mensch viel zu oft den Tod einfach wegschiebe, nicht darüber nachdenken möchte und dann kommt dieses Lied und zeigt mir genau den Schmerz, den man sich nie vorstellen möchte. Ich werde meine Gänsehaut noch einige Minuten mit mir tragen und die Träne die mir gerade am Kinn herunterrinnt wird trocknen und dann werde ich den Gedanken wieder verlieren, bis ich in das nächste Geschäft fahre und mir die Single kaufe...
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„Nur zu Besuch – Die Toten Hosen“ auf dem Album „Auswärtsspiel“ Lied Nummer 11 – als Single seit Ende Juli zu kaufen. (http://www.dth.de/homepage.htm)
43 Bewertungen, 6 Kommentare
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31.07.2008, 22:59 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich! Liebe Grüße
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15.06.2008, 13:45 Uhr von schwupsy
Bewertung: besonders wertvollGing nicht anders. Mußte ein BW werden.
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14.06.2008, 20:37 Uhr von creedy18
Bewertung: sehr hilfreichfeiner Bericht LG Andrea
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14.06.2008, 03:55 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichs.h. liebe grüße felix =)
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06.06.2008, 08:34 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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08.04.2008, 20:51 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichPrima. LG
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