Oasis Testbericht

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Erfahrungsbericht von Frederik

Standing On The Shoulder Of Giants

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich habe viele Stimmen gehört, die enttäuscht von der Platte waren. Es hieß, die (inzwischen ja nicht mehr so ganz) neuen Stücke kommen bei weitem nicht an Highlights wie das frühere Album "(What`s the story) morning glory?" oder die Singles "Whatever", "Some Might Say" und wie sie alle heißen heran.
Sicher, ich gebe zu, all diese Lieder haben etwas einmaliges an sich, jedes für sich, das bestimmt nicht wieder erreicht wird. Doch ich frage mich, ob das wirklich so schlimm ist?
Ich habe erst gar nicht erwartet, dass dieses Album alte Erfolge und Stücke erreicht oder sogar toppt.
Deswegen bin ich sicher nicht enttäuscht von "Standing on the shoulder of giants", aber ich kann all den Stimmen, die behaupten, dass dieses Album schlecht sei, auf keinen Fall zustimmen.
Man muss nur die Platte für sich, als einzelnes Werk sehen, und schon merkt man, wieviel Arbeit dahintersteckt und dass sich das Ergebnis auf keinen Fall verstecken muss.
Natürlich hat jede Platte ihre Schwachpunkte, und ironischerweise beginnt diese direkt mit einem: Das Instrumental-Stück "Fuckin` in the bushes" ist - meiner Meinung nach - einfach nur langweilig und überflüssig.
Ich bin ein Fan schöner Melodien, aber auch härteren Tönen gegenüber nicht verschlossen, doch diesem Lied fehlt einfach alles, was es hörbar macht.
Tipp: Einfach überspringen, denn mit dem zweiten Lied "Go let it out", der ersten Single-Auskopplung, beginnt das eigentliche Album.
Einschlägig, sicher nicht innovativ, aber ganz sicher ein gutes Lied in alter Oasis-Manier.
Ein erstes Highlight findet sich beim dritten Lied, dem über 5 Minuten langen "Who feels love?".
Ein sehr guter Song, der meine schon genannten Kriterien (melodisch, aber doch rau) eines guten Liedes bestimmt erfüllt.
Die beiden nächsten Lieder, "Put yer money where yer mouth is" und "Little James" halte ich persönlich für weniger erwähnenswert. Für Freunde schnelleren Rocks ist das erstgenannte jedoch bestimmt gut geeignet, ebenso für jede Party.
Ein weiterer Song, der bestimmt jeden in irgendeiner Weise anspricht, ist das 7. Lied der CD, die wunderschöne Ballade "Where did it all go wrong?".
Hier singt zur Abwechslung mal Noel, ich finde seine Stimme zwar nicht so tief und facettenreich wie die Liams, doch das macht dem Lied auf keinen Fall einen Abstrich.
Der absolute Höhepunkt des Albums ist jedoch mit "Sunday Morning Call" erreicht.
Eine weitere Single-Auskopplung, die auf jeden Fall den Vergleich mit alten Oasis-Klassikern wie zB "Wonderwall" oder "Champagne Supernova" nicht scheuen muss und ohne Probleme in die Kategorie der besten Oasis-Songs überhaupt aufgenommen werden kann.
Den Abschluss bildet wieder eine Ballade.
"Roll it over" mag beim ersten Hören langweilig klingen, wenn man jedoch öfters mal reinhört und in der richtigen entspannten Stimmung ist, kann auch das Lied ein Genuss werden.
Alles in allem ist diese Platte wirklich gelungen und hat es bestimmt nicht nötig, in die hinteren Reihen der CD-Regale verbannt zu werden.

7 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Gorion

    27.04.2002, 21:56 Uhr von Gorion
    Bewertung: sehr hilfreich

    Genau meine Meinung! War SEHR enttäuscht von der CD! Manche Lieder, haben einfach nicht den Oasis-typischen Beat! Die Gitarren sind mir bei vielen Lieder zu kreischend. Also "whats the story..." war eindeutig das Beste von ihnen...man schaue