Oberstufe, Leistungskurse Testbericht

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Erfahrungsbericht von Nyaasu

Englisch LK - Death of Macbeth in the Timemachine

Pro:

nicht allzu schwer / Arbeitsaufträge bereits aus der Sek I bekannt / Parallelen zum Deutschunterricht / viel Literatur für Lesefreudige / wenn der Lehrer stimmt, macht es manchmal Spaß

Kontra:

Themen nur wenig unterschiedlich >> viele Wiederholungen / aus Dauer langweilig

Empfehlung:

Ja

Letzte Woche Montag habe ich meine Englisch LK Abiturklausur geschrieben. Der letzte schulische Kontakt mit der englischen Sprache, da sie nicht in meinem Studium auftauchen wird. Zeit also, diesem Fach und meinem LK einen Bericht zu widmen.
Wie der Titel dieses Berichts zustande kam, werdet ihr spätestens nach der Themenübersicht wissen :-D



WARUM ENGLISCH LEISTUNGSKURS?
Irgendwann im 2. Halbjahr der 11. Klasse (meistens nach den Osterferien) muss die Wahl der Leistungskurse für die letzten 2 Jahre der Oberstufe feststehen.
Der erste würde Deutsch werden, das stand für mich von Anfang an fest, denn auch wenn ich mich oft langweilte, machte Deutsch mir Spaß und ich war gut (das einzige Fach, in dem ich wirklich mal glänzen konnte). Aber welches Fach sollte ich noch nehmen??
Eigentlich wollte ich ja Sozialwissenschaften nehmen, aber meine Schule bietet für dieses Fach keinen LK an. Ebenso für Philosophie, was meine zweite Wahl gewesen wäre.
Nun war guter Rat teuer. Es blieben Mathe, Physik, Geschichte und Englisch über. Mathe und Physik fielen von vorneherein weg, weil ich da schon immer kämpfen musste, um auf eine 4 zu kommen, und Geschichte zog ich nur bis zur 12 durch, um es dann abwählen zu können.
Also entschied ich mich für Englisch – als dritte Wahl.

Kein guter Start? Da mit Herrn K. ein wenig beliebter Mann auf der Liste der möglichen LK-Lehrer stand, hatte ich schon ziemlichen Bammel. Und Herr Krämer bekam auch einen ELK, aber ich kam in den anderen, und den hatte Herr S. bekommen, mein absoluter Lieblingslehrer, bei dem ich schon von der 8 bis zur 10 Englisch gehabt hatte. Also war ich dann doch glücklich mit meiner Wahl und bereue es bis heute nicht.



WAS BRAUCHT MAN FÜR DEN ELK?
Man muss sich immer vor Augen halten, dass dieser LK nicht unbedingt billig ist, da er ähnlich wie der Deutsch Unterricht viele Lektüren benötigt.
TIPP: *** Vieles wurde bei uns schon in der 11 angeschafft, aber wenn man Englisch nicht als LK nimmt oder es gleich nach der 11 abwählt, reicht es, muss man die Sachbücher nicht unbedingt kaufen, und wenn, dann gebraucht. Aus manchen Büchern wurden nur wenige Seiten genutzt, diese kann man auch von Mitschülern kopieren. ***

Unumgänglich ist das Langenscheidt Dictionary (DCE), ein sehr großes und dickes rein englisches Wörterbuch, ähnlich wie der Duden aufgebaut. Es darf und sollte auch bei Klausuren verwendet werden, denn es bewahrt einen vor so manchen Rechtschreibfehlern und ähnlichen.
In vielen anderen Schulen bekommt man das DCE nur für die Klausuren, wir haben dieses Buch jedoch bereits in der 11. Klasse geliehen bekommen, und jeder, der Englisch als GK oder LK weiterwählt, kann es bis zur Abschlussprüfung behalten. In der Abiturprüfung bekommt man allerdings ein anderes, das eigene darf nicht benutzt werden, um Spicken durch Notizen im DCE vorzubeugen.
Die Softcoverausgabe mit CD-Rom kostet etwa 35 Euro, man sollte sich die Anschaffung also überlegen. Bei Geschwistern, denen man es weitervererben kann, lohnt es sich erst recht.
*** TIPP: Auch außerhalb von Klausuren, z.B. bei den Hausaufgaben, auf das DCE zurückgreifen, um den Umgang damit zu lernen, da nicht jeder Lehrer genau erklärt, wie es zu benutzen ist (mein Lehrer in der 11 tat das aber zum Glück). ***

Ebenso mussten bei uns am Anfang der 11 (also auch schon für den Grundkurs) das „Student’s Glossary of Literary Terms“ und „Words in Context“ angeschafft werden.
Beim SGOTL handelt es sich um ein Buch, in welchem alle möglichen Fachbegriffe aus den Bereichen Lyrik, Literatur etc. auf Englisch und mit lustigen Comics veranschaulicht werden, z.B. Stilmittel oder Texttypen.
WIC dagegen ist kein reines Nachschlagewerk, sondern ein Buch, mit dem wir – zumindest in der 11 – auch gearbeitet haben, denn hier gibt es sehr informative Texte (englisch, natürlich) zu den verschiedensten Themen (z.B. Politik, Medien oder Schule), aus denen die wichtigsten Vokabeln und die entsprechende Übersetzung ins Deutsche auf der linken Seite stehen (die Texte dementsprechend auf der rechten Seite).
Beide Bücher sind praktisch als Klausurvorbereitung und gerade fürs Abi als Wiederholung.
Kosten für beide zusammen liegen bei etwa 20 Euro.

Des Weiteren werden in den 2 Schuljahren durchschnittlich 3 Lektüren gelesen. Diese werden meistens vom Lehrer besorgt, da dieser dann Mengenrabatt rausschlagen und sicherstellen kann, dass auch wirklich alle die gleiche Ausgabe und Auflage besitzen. Es handelt sich dabei oft um besondere Ausgaben, die mit Annotations (Erklärungen), Hintergrundinformationen usw. dem Schüler beim Verstehen und Bearbeiten der Lektüre helfen.
Bei 3 Lektüren, die meistens als Softcoverausgabe gekauft werden, kann man schon mit 20 bis 25 Euro Kosten rechnen, auch wenn die Lektüren oft sehr dünn sind.

Ansonsten braucht man nur ein Heft, Ringbuch o.ä. und was zu Schreiben, aber das ist ja normal.
Mit den ganzen Büchern kommt man aber schon mal schnell auf 80 Euro, und wenn man evtl. Ausflüge, Kinobesuche o.ä., mit hinzunimmt, kann der Betrag auch mal dreistellig werden. „Klingt doch gar nicht nach sooo viel“, sagt ihr? Gut, aber da man durchschnittlich 9 Fächer hat, kann das auf Dauer ganz schön ins Geld gehen...
*** TIPP: Bekannte und Verwandte nach entsprechenden Büchern fragen, oder einfach mal bei ebay oder auf dem Trödelmarkt kucken – fragen kostet nichts! ***



WAS MACHT MAN DENN JETZT IM ELK?
Wie schon der Name sagt, wird hier mehr geleistet als z.B. in einem Grundkurs. Die Themen sind die selben, aber im LK werden sie intensiver behandelt. Nun ja, sollten sie, denn Herr S. hat sich andauernd beschwert, dass er hier nur einen Grunzkurs bekommen hat, wo er doch so gern einen LK gehabt hätte... Aber das ist ja eine speziell auf unseren LK zutreffende Eigenschaft, das darf euch also nicht abschrecken ;-)

Während ein GK 3 Stunden pro Woche ausmacht, ist ein LK 5-stündig. Man hat also rein vom Zeitvolumen her viel mehr Möglichkeiten, sich intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen und dabei auch einmal ein bisschen außerhalb des Lehrplans zu machen, auch wenn wir uns schon an diesen gehalten haben. Bedenkt bei den folgenden Angaben aber bitte, dass es sich um den gymnasialen Lehrplan NRW handelt, er ist also nicht allgemeingültig!


12.1
Das erste Halbjahr der 12, das erste Halbjahr des LKs.
Das erste Thema war „American Dreams – American Nightmares“ mit allem Drum und Dran, dem „Melting Pot Myth“ und allen Klischees mit der Frage, ob dieser Dream überhaupt existiert, wobei besonderer Wert auf die Stellung von Farbigen und späten Einwanderern gelegt wurde. Dieses Thema war also auch stark geschichtlich angehaucht (socio-cultural and historical background/development)

Im zweiten Quartal stand ein (relativ) modernes Drama auf dem Programm, welches jedoch allein von Herrn S. bestimmt wurde – „Death of a Salesman“ von Arthur Miller. Da ein weiteres Klischees die amerikanischen Bilderbuchfamilien sind, passte dieses Drama ganz gut zum vorangegangenen Thema. Ein weiterer Schwerpunkt war bei der Bearbeitung des Dramas die Verdrehung von „Values and Virtues“, also Prioritäten und Tugenden, da der Salesmann als Hauptperson ganz andere Dinge für gut und wichtig für seine Söhne hält, als man es erwarten könnte.
Die Lektüre war vollständig auf Englisch, jedoch keine spezielle für Schüler, also ohne Worterklärungen etc., was das Bearbeiten deutlich erschwerte, für einen LK aber angebracht war.
Dazu wurde auch der Film auf Englisch gekuckt um zu untersuchen, was im Film gemacht wurde und wie diese Szene auf der Bühne dargestellt worden wäre.


12.2
„Great Britain – a changing country“: Der Schwerpunkt hierbei lag besonders auf dem politischen System und seine Entwicklung bis heute, ebenso wie die Entwicklungen der Wirtschaft (trade unions), wobei natürlich auch auf den Sklavenhandel und die Kolonien eingegangen wurde. Aber zum Glück war das Thema recht schnell abgeschlossen. *gähn*

Als nächstes sollte eine (relativ) moderne Lektüre zum Thema „Science and Technology – social consequences and ecological effects, dangers ans opportunities“, und wir hatten die Wahl zwischen „Brave new World“ und „Time Machine“. Ich hätte ja gerne ersteres genommen, da wir das bereits in der 11 in Philosophie durchgenommen hatten (auf deutsch natürlich), aber es wurde abgestimmt, und die Mehrheit entschied sich für H.G. Wells’ „Time Machine“, weil man das ja sicherlich mit dem gerade angelaufenen Kinofilm verbinden könnte. Positiv war aber, dass Herr S. das Ganze nicht allein entschieden hat, sondern uns die Wahl überließ.
Bei der Lektüre wurde besonderer Wert auf die Pros und Contras der modernen Technik und der gesellschaftlichen Entwicklung gelegt, aber auch auf die Verwendung von Stilmitteln und die Erzählstruktur, welche gerade bei „Time Machine“ sehr ausgeprägt sind (Autor erzählt über den Erzähler – der Erzähler berichtet vom Zeitreisenden – der Zeitreisende erzählt von seiner Reise – der Zeitreisende erlebt Abenteuer in der Zukunft).
Diese Lektüre war glücklicherweise eine spezielle Ausgabe für Schüler und Studenten, wodurch uns einige Erklärungen zu Vokabeln, Umständen etc. zuteil wurden.
In Verbindung damit sind wir tatsächlich ins Kino gegangen, aber der Kinobesuch war freiwillig, und ich hatte keine Lust und blieb daheim.

Als kurzer Einschub und Rückblick zum Thema Großbritannien folgte zum Schluss dieses Halbjahres noch das Thema „Great Britain’s capital – a changing metropolis“, also London, welches hauptsächlich durch passende Gedichte veranschaulicht wurde. Das meiste war einem aber schon aus dem Unterricht in der Sek I bekannt.


13.1
„Shakespeare and his time“ – alles über die Zeit, in welcher der gute alte William gelebt hat („Elizabethan time“). Da wir in Verbindung dazu aber Macbeth gelesen haben, standen natürlich besonders Hierarchie und Tyrannei des Adels im Mittelpunkt, aber auch das mystische, Aberglaube, Magie etc.
Macbeth wurde sehr ausführlich besprochen, wobei besonders Wert auf das schon genannte Mystische gelegt wurde, aber auch auf das Kernmotiv von Macbeth, „conflict between legal power ans personal ambitions“. Stilmittel, dramaturgische Struktur etc. wurden natürlich auch gründlichst analysiert. Dabei kam das alte Englisch, welches in keinem Wörterbuch nachzuschlagen ist, erschwerend dazu. Die erste Hälfte des Dramas wurde nach und nach gemeinsam besprochen, die zweite Hälfte vom Kurs in Form von Referaten erarbeitet.
Unsere Lektüre war sehr gut, denn während jeweils auf der Rechten Hälfte einer Doppelseite das Drama abgedruckt war, war die linke Seite voll mit Annotations, erklärenden Bildern usw., und am Anfang jeder Szene stand sogar deren Zusammenfassung, es war also nicht sehr schwer, Inhalt und Sprache des Dramas nachvollziehen zu können.
Zum Schluss wurde dann der Film von Polanski gekuckt (mit deutschen Untertiteln, höhö) und in einer Art Review mit dem Drama verglichen.

Da Shakespeare sehr viel Zeit in Anspruch genommen hatte, fiel das zweite Thema dieses Halbjahres, „English around the world“ auch dementsprechend kurz aus, zumal es ein Rückblick auf „Great Britain – a changing country“ war, da es hierbei um die Ursachen und Entwicklungen der weltweiten Verbreitung der englischen Sprache und ihren Status als „Weltsprache“ ging.


13.2
Wir nähern uns dem Ende, sprich den Abiprüfungen, denn die 13.2 ist kein Halbjahr sondern gerade mal ein Quartal.
Das erste Thema war „Understanding Poetry“, welches erstaunlicherweise unter „Learning for Life“ lief. Da viele Gedichte um Schönheit, Vergänglichkeit, Ende und Bedeutung des Lebens gingen, kann man es unter philosophischem Aspekt aber durchaus gelten lassen.
Um ein Gedicht zu verstehen, muss natürlich erst eine klassische Analyse – Reimschema, Metrum, Stilmittel etc. – durchgeführt werden, und genau das haben wir auch gemacht. Es war also im Großen und Ganzen nichts neues.

Abschließend folgte das Thema Sprache in den Medien, die Besonderheiten des jeweiligen Mediums und wie so zwischenmenschliche Beziehungen aufgebaut werden können („Human Interrelationships“). Die Medien wurden in Form von Referaten vorgestellt, was nicht schwer war, da sich gerade in unserer Generation jeder mit Fernsehen, Internet usw. relativ stark identifizieren kann.

Bis zu den Abiklausuren folgte dann eine kurze Wiederholung der Themen von 12.1 bis jetzt, und dann war es auch schon vorbei.



KLAUSUREN
Wie in jedem Abifach werden auch im Englisch LK Klausuren geschrieben, und zwar 2 pro Halbjahr, als eine pro Quartal. Die hier genannten Regeln gelten auch für jeden anderen LK, z.B. Deutsch, Biologie oder Geschichte (Mathe und Physik mal ausgenommen), sollen der Vollständigkeit halber aber mit aufgeführt werden.
Von der 12. bis zur 13.1 machen diese Klausuren 4 Schulstunden aus (4 mal 45 min + Pausen, also insgesamt 205 Minuten), wobei in den Pausen durchgeschrieben wird, man darf den Raum also nicht verlassen, und wenn, dann nur um zu Pinkeln oder wenn man mit der Klausur fertig ist.
In der 13.1 wird nur noch eine Klausur geschrieben, welche Abivorklausur genannt wird, da diese schon in die Wertung der Abiprüfungen miteinbezogen wird und nicht mehr zum herkömmlichen Durchschnitt (Nebenfächer etc.) gezählt wird. Da sie wie eine normale Abiklausur aufgebaut ist, bekommt man hier zwei Themen zur Auswahl, zu den 4 Schulstunden kommen also noch 30 Minuten Auswahlzeit hinzu (also 235 Minuten). Die Regeln sind die selben wie bei der vorangegangenen Klausur.
Die Abiklausur letztendlich macht 4 Zeitstunden plus 30 Minuten Auswahlzeit aus, also insgesamt 270 Minute. Die Regeln sind ebenfalls die selben, jedoch führt der Lehrer, der Aufsicht hat, genau Buch darüber, wer wann und für wie lange auf Toilette war und wer wann abgegeben hat. Das ist zwar nur so pro forma, gehört aber dazu.

Mittlerweile habe ich sämtliche Klausuren hinter mir (Dienstag, 13.5. ist noch die mündliche Prüfung in SoWi), und ich denke, ich habe mich ganz wacker geschlagen. Lag immer zwischen 2- und 3-, also zumindest in Englisch.



NOTENGEBUNG
Da relativ wenig Klausuren geschrieben werden, zählt die mündliche Leistung zu ca. 2/3, die schriftliche zu 1/3, aber das ist von Lehrer zu Lehrer verschieden, manche werten sie weiterhin 1:1.
Zur mündlichen Leistung gehören sämtliche Beiträge zum Unterricht, also Hausaufgaben vorlesen, Referate, Fragen beantworten etc.
Da ich in Englisch lieber schreibe als rede, hat mich meine mündliche Note immer etwas nach unten gezogen, das heißt, wenn meine Klausur 2- war, kam auf dem Zeugnis nie was Besseres als 3+ zustande, aber das war auch ok, ich bin kein Mensch, der sich ein Bein ausreißt, weil er unbedingt überall 1 stehen will.
*** TIPP: Spätestens 2 Wochen vor Quartalsende habt ihr ein Recht darauf, eure Noten gesagt und begründet zu bekommen, auch wenn der Lehrer sich weigert! Zur Not zum Direx gehen! ***



FÜR WEN IST DER ELK WAS?
Du solltest ELK wählen, wenn du Interesse hast an...
... (klassischer) Literatur und Lyrik und deren analytische Bearbeitung
... englischer und amerikanischer Geschichte
... Entwicklung, Form etc. von Sprache
Du solltest ELK wählen, wenn du...
... die englische Sprache mündlich und schriftlich gut beherrscht (Faustregel: Man sollte in der 11 mindestens 3- gestanden haben, und in Deutsch sollte man sich auch in diesem Bereich aufhalten)
... keine Scheu hat, sich aktiv am Unterricht zu beteiligen
... gerne und aufmerksam liest

Solltet ihr die meisten Angaben eher verneinen, überlegt es auch. Man schafft es auch ohne das nötige Interesse (sieht man ja an mir), jedoch kann es einem dann passieren, dass man sich zu Tode langweilt und start zum Blaumachen neigt... (nicht, dass Letzteres auch auf mich zutreffen würde...)



FAZIT
Der Englisch LK unterscheidet sich nicht wirklich vom herkömmlichen Unterricht. Alles, was man macht, hat man bereits vorher irgendwann durchgenommen, schließlich wurden Texte, Gedichte etc. bereits in der Sek I analysiert, und parallel dazu auch noch in Deutsch. Die eigentliche Leistung besteht darin, dass man mehr macht (bedingt durch 5 Stunden die Woche), aber nichts Schwereres macht. Die Grundkurse haben teilweise die selben Themen und Werke behandelt, nur halt etwas kürzer, man wird im ELK also nicht überfordert.
Im LK wird das ganze nur etwas ausführlicher besprochen als im Grundkurs, wobei Literatur und Lyrik deutlich überwiegen, man muss also schon recht lesefreudig sein. Das bin ich, allerdings nicht bei Büchern, die mich nicht interessieren, und ich habe sowohl Macbeth als auch Death of a Salesman nicht zu Ende gebracht, und Time Machine auch nur unter Anstrengungen. Ich hätte ja lieber was von Stephen King oder so gelesen, aber es geht hier halt um klassische Literatur. Wer keine Probleme hat, Englisch zu lesen, aber klassische Literatur öde findet, hat also auch schon mal ein Problem.
Da ich als LK1 Deutsch hatte, war es für mich relativ einfach, da ich z.B. Stilmittel und Reimformen eines Gedichtes nur einmal lernen musste, und damit trotzdem beide Fächer abgedeckt hatte.
Insgesamt lässt sich also sagen, dass im LK nur auf bereits Bekanntes aufgebaut wird und nichts wirklich Neues dazukommt. Wer also bereits in der Sek I Probleme mit Englisch hatte, sollte einen großen Bogen um diesen LK machen, da er nicht damit rechnen kann, mit etwas völlig anderem konfrontiert zu werden. Wer in der Sek I gut in Englisch war, es aber insgesamt wenig interessant fand, sollte sich überlegen, ob er sich auch bis zum Abi weiter langweilen möchte.
Ich gebe zu, dass ich mich oft ziemlich gelangweilt habe, da analysieren auf Dauer mehr als ätzend ist, aber dafür war es für mich echt einfach und ich konnte mich auch durchmogeln ohne einen Finger krumm zu machen. Das soll aber nicht als Vorbild dienen, nicht überall ist das möglich, und auch zum Improvisieren gehört ein gewisses Maß an Talent (das einzige Talent, das ich habe...).
Aber wenigstens hatte ich einen Lehrer, der witzig ist, Spaß versteht, jede Frage zu beantworten versucht und dessen Sarkasmus unübertroffen ist >> der einzige Lehrer, der mir wirklich fehlen wird...
Fragt am besten euren Englischlehrer aus der 11 und vielleicht auch den davor, ob sie der Meinung sind, dass ihr euch für den LK eignet würdet, aber seid nicht deprimiert, wenn sie euch vom ELK abraten. Aber auf der anderen Seite habt ihr immer noch das letzte Wort, und wenn ihr unbedingt in den ELK wollt, weil ihr das Gefühl habt, dass es das richtige für euch ist, auch wenn es vielleicht nicht leicht wird, solltet ihr euch nicht von irgendjemandem reinreden lassen. Aber vergesst nicht: Gewählt ist gewählt, ein Zurück gibt es nicht!!!

Ich gebe dem Englisch LK 3 Sterne. 2 Sterne Abzug gibt es, weil die Themen sich alle sehr ähneln und auf Dauer langweilen und weil man nicht wirklich mehr leistet als im Grundkurs. Dies würden einige vielleicht eher als Vorteil ansehen, weil man ja so leichter durchkommt, da es aber nicht dem eigentlichen Sinn eines LKs entspricht, muss es als negativ gewertet werden.

Die Angaben unten sind ziemlich doof (Preis/Leistungsverhältnis???), daher gebe ich da einfach überall ein gut.

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