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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von paelzer
Wanderungen im mittleren Schwarzwald
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt. Seid mal ehrlich. Wann habt ihr das letzte mal unsere Heimat, zum Beispiel den schönen Schwarzwald, auf Schusters Rappen erkundet
Wer durch den mittleren Schwarzwald wandert, begegnet Schnapsbründln, alten Mühlen und Mummelseegeistern.
In verschiedenen Mühle fliegen auch heute noch die Späne. Besuchergruppen können sich selbst in der Kunst des Spänehobelns versuchen. Damit - wie in alten Zeiten - das Licht nicht ausgeht. Es sind zwar keine Kien-, sondern Buchenholzspäne, die hier fallen, aber sie werden in die großen eisernen Halter gesteckt, um die ganze Szenerie zünftig zu beleuchten. Die noch voll funktionsfähige Vollmersmühle ist nur eine von zahlreichen Mühlen des Achertales, das sich vom Rhein an den Rebenhängen von Kappelrodeck vorbei dem Schwarzwaldkamm entgegen hochzieht.
Im Frühjahr habe ich am Rande des Schwarzwaldes die Tour über den Mühlenweg, der im Dorf Ottenhöfen beginnt, selbst erwandert. Zwölf Kilometer lang ist er, ein Klacks also für gute Wanderer. Doch zwölf Kilometer können lang werden, wenn bei jeder Mühle, bei jedem Hof ein Schnapsbründl fließt, das Hochprozentiges rinnen lässt wie anderswo reines Brunnenwasser. Kein Wunder in einem Tal, in dem jeder Bauer seine Kirschbäume und sein Brennrecht hat. Auch auf diesem Weg gibt es urige Einkehrmöglichkeiten, wie etwa beim hoch über Dorf und Tal in aussichtsreicher Lage angesiedelten Köninger Hof, einer der Stationen des Mühlenweges. Im alten Fasskeller des Hofes werden die eigenen Erzeugnisse vor den hungrigen Wanderern aufgetischt: Platten mit Schinken und Würsten, Brot aus dem hofeigenen Backofen, selbstgemachte Butter, eigene Destillate. Ich kann nur sagen: Absolut empfehlenswert.
Ein paar Kilometer höher ändert sich das liebliche Landschaftsbild des Achertales. Die Mühlen mit ihrem fröhlichen Besucherleben oder die Weinberge von Kappelrodeck sind verschwunden. Hier oben auf der Schwarzwaldhochstraße, einer der schönsten Panoramastraßen Deutschlands, sind die Wanderer auf der rauen Höhe eines Mittelgebirges, dessen Klima und Vegetation fast an die Alpen erinnern. Der verheerende Wirbelsturm, "Lothar", der Weihnachten 1999 auf dem Schwarzwaldkamm, und nicht nur hier (die französischen Nachbarn im Elsaß und den Vogesen können ein Lied davon singen) getobt und weite Waldbestände niedergemäht hat, schuf eine lange nicht gekannte Fernsicht. Nun geht der Blick weit über den Nördlichen und Mittleren Schwarzwald bis zu den Vogesen im Westen.
Auf der Hornisgrinde, dem höchsten Gipfel des nördlichen Schwarzwaldes, liegt der Mummelsee mit seinem mehr als hundert Jahre alten Berghotel. Ich kann mich auch heute noch erinnern hier im Nebel dem Seegeist begegnet zu sein. Eindrucksvoll ist der Blick vom Wanderweg in die Tiefe auf den geheimnisvollen und von zahlreichen Sagen und Fabeln umwobenen Mummelsee. Dieser Geistersee ist heute ein beliebtes und viel besuchtes Ausflugsziel, eine feste Anlaufstation für alle Schwarzwald-Touristen. Am Rande des großen Parkplatzes duftet es nach Brot. Große Laibe werden in einem mit Holz befeuerten Backofen gebacken und dann verkauft.
Den Uferweg säumen merkwürdige Gebilde aus Stein, Plastik, Metall und Holz. Moderne Kunstobjekte sind es, die den "Kunstpfad Mummelsee" säumen. 15 Künstler haben bislang versucht mit ihren Werken den Zauber einzufangen, der diesem geheimnisvollen See seit Menschengedenken anhaftet, und in ihren Objekten umzusetzen. Mit diesem Kunstpfad soll versucht werden, dem allzu einseitigen Klischeebild vom "Mummelsee gleich Rummelsee" entgegen zu wirken.
Dies ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten, die sich dem begeisterten Wanderer in dieser Gegend bieten. Am besten ihr fahrt selbst hin und macht eure eigenen Erfahrungen.
Wer durch den mittleren Schwarzwald wandert, begegnet Schnapsbründln, alten Mühlen und Mummelseegeistern.
In verschiedenen Mühle fliegen auch heute noch die Späne. Besuchergruppen können sich selbst in der Kunst des Spänehobelns versuchen. Damit - wie in alten Zeiten - das Licht nicht ausgeht. Es sind zwar keine Kien-, sondern Buchenholzspäne, die hier fallen, aber sie werden in die großen eisernen Halter gesteckt, um die ganze Szenerie zünftig zu beleuchten. Die noch voll funktionsfähige Vollmersmühle ist nur eine von zahlreichen Mühlen des Achertales, das sich vom Rhein an den Rebenhängen von Kappelrodeck vorbei dem Schwarzwaldkamm entgegen hochzieht.
Im Frühjahr habe ich am Rande des Schwarzwaldes die Tour über den Mühlenweg, der im Dorf Ottenhöfen beginnt, selbst erwandert. Zwölf Kilometer lang ist er, ein Klacks also für gute Wanderer. Doch zwölf Kilometer können lang werden, wenn bei jeder Mühle, bei jedem Hof ein Schnapsbründl fließt, das Hochprozentiges rinnen lässt wie anderswo reines Brunnenwasser. Kein Wunder in einem Tal, in dem jeder Bauer seine Kirschbäume und sein Brennrecht hat. Auch auf diesem Weg gibt es urige Einkehrmöglichkeiten, wie etwa beim hoch über Dorf und Tal in aussichtsreicher Lage angesiedelten Köninger Hof, einer der Stationen des Mühlenweges. Im alten Fasskeller des Hofes werden die eigenen Erzeugnisse vor den hungrigen Wanderern aufgetischt: Platten mit Schinken und Würsten, Brot aus dem hofeigenen Backofen, selbstgemachte Butter, eigene Destillate. Ich kann nur sagen: Absolut empfehlenswert.
Ein paar Kilometer höher ändert sich das liebliche Landschaftsbild des Achertales. Die Mühlen mit ihrem fröhlichen Besucherleben oder die Weinberge von Kappelrodeck sind verschwunden. Hier oben auf der Schwarzwaldhochstraße, einer der schönsten Panoramastraßen Deutschlands, sind die Wanderer auf der rauen Höhe eines Mittelgebirges, dessen Klima und Vegetation fast an die Alpen erinnern. Der verheerende Wirbelsturm, "Lothar", der Weihnachten 1999 auf dem Schwarzwaldkamm, und nicht nur hier (die französischen Nachbarn im Elsaß und den Vogesen können ein Lied davon singen) getobt und weite Waldbestände niedergemäht hat, schuf eine lange nicht gekannte Fernsicht. Nun geht der Blick weit über den Nördlichen und Mittleren Schwarzwald bis zu den Vogesen im Westen.
Auf der Hornisgrinde, dem höchsten Gipfel des nördlichen Schwarzwaldes, liegt der Mummelsee mit seinem mehr als hundert Jahre alten Berghotel. Ich kann mich auch heute noch erinnern hier im Nebel dem Seegeist begegnet zu sein. Eindrucksvoll ist der Blick vom Wanderweg in die Tiefe auf den geheimnisvollen und von zahlreichen Sagen und Fabeln umwobenen Mummelsee. Dieser Geistersee ist heute ein beliebtes und viel besuchtes Ausflugsziel, eine feste Anlaufstation für alle Schwarzwald-Touristen. Am Rande des großen Parkplatzes duftet es nach Brot. Große Laibe werden in einem mit Holz befeuerten Backofen gebacken und dann verkauft.
Den Uferweg säumen merkwürdige Gebilde aus Stein, Plastik, Metall und Holz. Moderne Kunstobjekte sind es, die den "Kunstpfad Mummelsee" säumen. 15 Künstler haben bislang versucht mit ihren Werken den Zauber einzufangen, der diesem geheimnisvollen See seit Menschengedenken anhaftet, und in ihren Objekten umzusetzen. Mit diesem Kunstpfad soll versucht werden, dem allzu einseitigen Klischeebild vom "Mummelsee gleich Rummelsee" entgegen zu wirken.
Dies ist nur ein ganz kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten, die sich dem begeisterten Wanderer in dieser Gegend bieten. Am besten ihr fahrt selbst hin und macht eure eigenen Erfahrungen.
19 Bewertungen, 2 Kommentare
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18.08.2008, 14:15 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH - Liebe Grüße Simone
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04.03.2002, 15:40 Uhr von store_troll
Bewertung: sehr hilfreichWir sind früher als Kinder viel im Schwarzwald gewesen.
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