Ohrknorpel-Piercing Testbericht

Ohrknorpel-piercing
MeinsAuch-meins-etwas-unscharfDas-ist-mein-helixpiercing
Abbildung beispielhaft
ab 4,49
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Erfahrungsbericht von Rosiel

So fing alles an

Pro:

...

Kontra:

...

Empfehlung:

Ja

Anno 1988

Ich erinnere mich noch zu gut an folgende Begebenheit: Ende der 80er, Nieselregen und klirrende Kälte! Unter diesen Bedingungen betraten meine Mama und ich einen Juweliergeschäft. Wieso? Nun ja, die kleine Rosiel/Uriel sollte Ohrringe bekommen!!! Ein Paar mit Bärchen, herzallerliebst! Gut, nur leider hatte ich damals nicht das geringste bisschen Ahnung wie weh, das Schießen tut, warum sollte es das auch?! Würde die nette Frau, die mir bei jedem Besuch mit Mama was Süßes gibt es wagen mir, einem kleinen durchnässten Mädchen, im Alter von 3 Jahren weh zu tun? Ja!!! Nun gut, dies war mir aber eben zu diesem Zeitpunkt noch relativ unklar, also setzte ich mich auf einen gepolsterten Sessel, gab Mama die beschlagene 80er-Jahre Hornbrille, nahm die Wollmütze ab und wartete auf die Bärchenohrringe. Ohne auch nur zu ahnen was da Fieses auf mich zukommt. *grusel*

Einige werden jetzt sicher denken \"Was, warum macht die Olle denn so ein Gedöns um ganz gewöhnliche Ohrringe?!\" Bedenkt, ich war ein kleines Kind, kleine Kinder hassen Nadeln, und Dinge die wie Desinfektionsmittel brennen. Joa, und genau das tupfte mir die nette Süßigkeiten-Frau auf die Ohrläppchen, und ab diesem Zeitpunkt fiel sie ganz gewaltig in meiner Gunst, da konnten die tröstenden Worte auch nichts mehr retten. Das ganze hatte zu folge, dass kein Maoam der Welt mir die doofen Bärchendinger schmackhaft machen konnte, ich schrie, und quängelte, wollte heim. Denn nach dem Aussehen der komischer Gerätschaft, die die heimtükische Frau in ihren Händen hielte konnte das was jetzt kommt nur noch schlimmer werden. Doch Schreien hatte keinen Sinn, eh ich mich versah, setzte sie die Pistole an und verpasste mir das erste Ohrloch, und wenig später unter großem Protest meinerseits das zweite. Als sie dann aber die Bärchen einsetzte, waren die Schmerzen wie vergessen, ich verließ mit einem Maoam, etwas stinkig auf meine Mama, da die mir nichts von den Schmerzen erzählte den Laden.

Ein paar Jahre später merkte ich, wie meine geliebten Bärchenohrringe zwickten, mit diesem Mangel ging ich dann zu meiner Mama die feststellte, dass sie zu klein waren, und ich mir im Katalog Neue aussuchen sollte. Ich entschied mich für ein paar Goldene, an denen Eulen hangen. Die hatten aber wie ich relativ schnell feststellte den Nachteil, dass sie sich in alles verhakten, und ich somit ständig wunde Ohrlöcher hatte. Als sich der ganze Mist entzündete, nahm ich sie dann raus, und pflegte die Ohren mit eine speziellen Creme.


Von da an hatte ich ein für alle mal genug von \"Piercings\" ................
tjoa, bis zum Jahr 2001, hier entflammte zum erstenmal der Wunsch nach anderen Piercings. Ich wünschte mir eins in der Nase, boxte dies auch bei meinen Eltern durch, traute mich aber nicht es umzusetzen.

Und irgendwann im Mai 2004

... hatte ich allen Mut zusammengenommen, und ging mit meinem Schatz zum Piercer, allerdings nicht um mir die Nase piercen zu lassen, nein, es ging um die Ohrlöcher (Lobe). Nase, Labret und Zunge folgte einige Monate später, wobei das ZP erst wenige Tage alt ist. *gg* Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch zu große Angst vor den eben Erwähnten. Im \"Needful Things\" angekommen, untersuchte Micha meine Ohren, ob man Piercen musste oder die Ohrlöcher noch aufzupiddeln sind. Letzteres war der Fall! Die Piercerin desinfizierte meine Ohrläppchen und begann sie auf mit eine relativ stumpfen Nadel zu öffnen. Dies ist um einiges unangenehmer als das eigentliche Piercen, und dauert auch einen Tick länger. Als sie endlich, endlich offen waren, setzte Micha einen Klemmkugelring ein, das war nochmal sehr unangenehm. Nach der Aktion gab Micha mit noch Meersalz zur Pflege mit. Dies sollte ich eine Woche lang in kleinen Mengen in Wasser aufgelöst, mit einem Wattestäbchen an die wunde Stelle, zweimal täglich auftragen. Micha, und einige gepiercte Bekannte versicherten mir, dass das Piercen um einiges harmloser ist, als die eben beschriebene Sache. Mit diesem Wissen besuchte ich das \"Needful Things\" noch einige Male, was ihr auch hier nachlesen könnt. ;)

Nach der Abheilzeit

... verspürte ich ab und an ein leichtes Ziepsen was auf Talkablagerungen schließen ließ. Ich beschloß die Ohrlöcher jede Woche einmal zu desinfizieren.

Das Aufpiddeln kostete mich übrigens 10 €.

12 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Tissi500

    17.07.2008, 15:33 Uhr von Tissi500
    Bewertung: besonders wertvoll

    Also für mich ist es einer der schönsten Berichte, ich habe ihn sehr gern gelesen!

  • marion_b

    15.06.2005, 14:12 Uhr von marion_b
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin jetzt nicht so ganz durchgestiegen.... mit einem Ohrknorpel-Percing hatte das jetzt aber nix konkretes zu tun? Und "Aufpiddeln" habe ich auch noch nie gehört?