Onimusha: Warlords (PS2 Spiel) Testbericht

Onimusha-warlords-ps2-spiel
ab 9,77
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010

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Erfahrungsbericht von sinfortuna

Grandioses Gemetzel

Pro:

Famose Soundkulisse, prächtige Optik, sehr dichte Spielatmosphäre, blitzsauberes Gameplay, tadellose Steuerung

Kontra:

Zu niedriger Gruselfaktor, einsteigerfreundliche Steuerung macht es einem oft zu leicht, viel zu geringer Spielumfang

Empfehlung:

Ja

Eine mittlerweile feste Größe im Reich der Playstation-2-Spiele stellt die „Onimusha-Serie“ dar, sämtliche mir bekannten Teile konnten voll und ganz überzeugen und gehören zumindest für Actionspiel-Fans zu den sogenannten „Must Haves“. Berichten möchte ich Euch nun über den möglicherweise schon in Vergessenheit geratenen ersten Teil namens „Onimusha Warlords“, welcher in erster Linie durch seinen extrem hohen Actiongehalt und eine tolle Präsentation beeindruckt. Wer dieses Game noch nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst und sollte diese „Bildungslücke“ meiner bescheidenen Ansicht nach möglichst schnell schließen. Capcom brachte dieses nicht ganz unbrutale Metzelspiel im Jahr 2001 auf unseren Markt und landete mit der Premiere von „Onimusha“ gleich einen Volltreffer.


In „Onimusha Warlords“ befinden wir uns im mittelalterlichen Japan, um genauer zu sein im 16. Jahrhundert. Wie so oft in Abenteuerspielen aus Fernost ist auch hier eine junge Prinzessin von einem besonders finsteren Schergen entführt worden, woraufhin ein außergewöhnlich mutiger Held praktisch keine Sekunde zögert, um noch schlimmeres Unheil von der entführten Hoheit abwenden zu können. Als heroischer Samuraikrieger kommen daher wir schnell ins Spiel, voller Tatendrang stürzen wir uns ins fernöstliche Getümmel. Im vorliegenden Abenteuer hört unsere Prinzessin auf den Namen Yuki, die nicht nur gekidnappt worden ist, sondern zu allem Unglück auch noch geopfert werden soll. Nobunaga Oda hat mit dem Teufel einen Pakt geschlossen, im Austausch gegen seine Seele sind ihm übernatürliche Kräfte verliehen worden, zudem steht ihm eine nahezu unbezwingbare Armee zur Seite. Als Schlussakt dieses teuflischen Bündnisses steht eben jene Opferzeremonie an, in welcher die junge Prinzessin die Hauptrolle spielen soll, sie soll geköpft werden und aus ihrem Schädel das Blut getrunken werden. Der bedauernswerten Prinzessin gelingt es lediglich, eine Botschaft an ihren Cousin namens Samanosuke weiterleiten zu können, in welcher sie ihn um Hilfe anfleht. Die Lage erscheint jedoch aussichtslos, doch so schnell gibt unser wahrer Held natürlich nicht auf, versteht sich.


Was den Spielverlauf angeht, so steht das Niedermetzeln (natürlich) eindeutig im Vordergrund, ab und an warten aber auch kleine Rätsel auf uns, damit sich nach deren Lösung versiegelte Türen durch entsprechende Schlüssel später öffnen lassen. Interessant ist hierbei, dass sich nicht alle paar Meter Unmengen an feindlichen Horden auf uns stürzen, die wir dann praktisch in Akkordarbeit eliminieren dürfen, sondern wir haben es überwiegend mit packenden Zweikämpfen zu tun, aus denen wir selbstverständlich als Sieger unbedingt hervorgehen müssen. Kommt es zum Duell, zückt unser Held Samanosuke sein tödliches Samurai-Schwert und legt blitzartig los. Zahlreiche Ausgeburten der Hölle stellen sich uns dabei in den Weg, so zum Beispiel kleine Dämonen, Zombies, Skelette, Ninjas oder auch mutierte Insekten. Ziel ist es, den Gegner kurzzeitig benommen zu machen, um diesem dann den tödlichen Stoß versetzen zu können. Ein blindes Drauflosstürmen bringt uns aber (zum Glück) nicht weiter, vielmehr sollten wir uns besonders auf die Defensive konzentrieren. Die meisten gegnerischen Attacken lassen sich nämlich reaktionsschnell abblocken, eine Konterattacke sollte natürlich im Anschluss auch folgen. Lediglich bei den mächtigen Endgegnern solltet Ihr das Blocken vermeiden, hier bringt ein blitzartiges Ausweichen deutlich mehr, zumindest geht Ihr dann ein wesentlich geringeres Risiko ein, schätze ich.


Gut gelungen ist dabei die Möglichkeit des Anvisierens (mit der R1-Taste), so dass Ihr den feind erst einmal anvisieren, eventuell zunächst um ihn herumtänzeln könnt, um schließlich überfallartig zuzuschlagen. Seid Ihr erfolgreich, fangt Ihr mit Eurem magischen Handschuh die entweichenden Seelen beziehungsweise verbannt Ihr diese für (hoffentlich) immer und ewig. Je nach Farbton frischen jene eingefangenen Seelen Eure Lebens- oder Zauberenergie auf oder geben Euch zusätzliche Erfahrungspunkte. Doch der Handschuh kann noch mehr: schafft Ihr es nämlich, den entsprechenden Elementstein ausfindig zu machen, verwandelt sich Euer Schwert in eine noch mächtiger Waffe, denn es kommen die magischen Eigenschaften des Windes, Blitzes oder auch Feuers hinzu. Die Unterschiede merkt Ihr sofort, denn je nach Art der Klinge weisen diese eine unterschiedliche Schnelligkeit und Stärke auf, des Weiteren wohnen ihn magische Kräfte inne wie zum Beispiel das Entfachen eines Flammeninfernos oder Tornados. Die Erfahrungspunkte dienen schließlich dazu, an den Verstreuten Speicherpunkten unter anderem die Klasse Eures Schwertes bzw. der jeweiligen magischen Klinge aufzuleveln oder auch so nette Extras wie Heilkräuter in ausgewachsene Medizinpakete umzufunktionieren.


Noch mehr Abwechslung wird und schließlich dadurch geboten, dass wir nicht fortwährend mit unserem Samurai-Krieger Samanosuke unterwegs sind, sondern ab und an die Kontrolle über die attraktive Ninja-Kämpferin Kaede übernehmen dürfen. Diese junge Dame versteht sich offensichtlich auf Wurfsterne und ihren kleinen spitzen Dolch, in Windeseile zerstückelt sie die auftauchenden Feinde. Selber dürft Ihr allerdings nicht entscheiden, wann ihr den Wechsel der Heldenfigur vornehmt, dies ist im Spielverlauf fest vorgegeben, was aber immerhin besser als nichts ist, wie ich finde. Ich wurde durch diese Möglichkeit auf jeden Fall sehr positiv überrascht, dass wir es hier bei „Onimusha Warlords“ mit einer engagierten Umsetzung mit der Liebe fürs detail zu tun haben, bemerken wir ziemlich schnell, darüber kann meines Erachtens kein Zweifel bestehen.


Doch nicht nur der actionreiche Spielverlauf kann überzeugen, sondern auch die Präsentation. Denn sowohl die Grafik als auch die Soundkulisse gehören zur absoluten Oberliga, gar keine Frage. Sehr große Figuren, düstere Hintergründe, sehr schöne Spezialeffekte und gelungene Animationen werden begleitet von einem famosen orchestralen Soundtrack, welcher überhaupt keine Wünsche offen lässt. Besonders die sehr gut gerenderten Hintergründe, imposant in Szene gesetzten dämonischen Feinde kleinen Filme und Zwischensequenzen in Spielgrafik sind mir angenehm in Erinnerung geblieben. Die englische Sprachausgabe ist ebenso richtig gut gelungen, dem Englisch-Unkundigen bleiben schließlich immerhin noch die deutschen Bildschirmtexte, insofern wurde an alle wichtigen Dinge gedacht, schätze ich. Das Resultat dieser hervorragenden Präsentation ist eine sehr dichte Spielatmosphäre, welche Euch in der Regel außergewöhnlich schnell in ihren Bann ziehen dürfte.


Kleine Nachteile gibt es allerdings auch noch, diese will ich natürlich nicht verschweigen. Zunächst einmal ist es etwas schade, dass trotz der dichten Atmosphäre irgendwie nicht so richtig Schockelemente vorhanden sind, auch ein besonders hoher Gruselfaktor ist hier nicht vorhanden. Noch schlimmer ist allerdings die Spieldauer, welche durch den leider dann doch sehr geringen Umfang nur erbärmliche fünf bis sechs Spielstunden beträgt, dies ist (auch für ein Actiongame) einfach viel zu wenig und im Grunde unverschämt, vor allem wenn man den damaligen Preis in Höhe von circa 120 DM bedenkt (heute allerdings nur noch maximal 20€). Durch die unkomplizierte und sehr einsteigerfreundliche Steuerung, die in technischer Hinsicht zweifellos sauber daherkommt, wird es uns einfach zu leicht gemacht: so schön das Blocken, Ausweichen und die darauffolgende Konterattacke auch sein mögen bzw. aussehen, das Ganze geht einfach zu glatt durch. Trotzdem sollte jeder Playstation-2-Besitzer „Onimusha Warlords“ einmal zu Gesicht bekommen haben, meine Spielspaßwertung beträgt nicht zuletzt durch das blitzsaubere Gameplay, die heftige Action und die grandiose Präsentation satte 83%.

46 Bewertungen, 10 Kommentare

  • schnekuesschen

    11.04.2006, 10:09 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    KLasse Bericht...LG Sandy :-)))

  • tobbbbi

    26.01.2006, 00:06 Uhr von tobbbbi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! sehr ausführlich und informativ geschrieben. LG Tobias

  • Düsseldorf

    22.01.2006, 15:24 Uhr von Düsseldorf
    Bewertung: sehr hilfreich

    huhu :) hoffe wir lesen uns bald nochmal...bis dann ciao düssi..ich schau noch ein wenig in den berichten nach .) LG und nice rest-WEEKEND

  • angie1977

    22.01.2006, 15:21 Uhr von angie1977
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter bericht, lg angie

  • WreckRin

    22.01.2006, 14:17 Uhr von WreckRin
    Bewertung: sehr hilfreich

    super Bericht, sh <br/>LG Sandra

  • Lidlefood

    22.01.2006, 14:10 Uhr von Lidlefood
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Connector

    20.01.2006, 13:03 Uhr von Connector
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!

  • anonym

    18.01.2006, 12:27 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh

  • morla

    18.01.2006, 11:51 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • anonym

    18.01.2006, 11:49 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    das hört sich gut an.. werd ich mir zulegen..