Erfahrungsbericht von _matthias_
Sex im Web: Internet-Stripper _matthias_ packt aus!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Morgens geht er an die Uni, abends strippt er im Web: die zwei Leben eines 29-jährigen Studenten aus Hamburg. So könnte sie lauten, die Überschrift eines der Leitartikel des Internetmagazins Online Today. Zu dumm nur, dass mir die 25-jährige Internet-Stripperin Tanja diese Geschichte vor der Nase weggeschnappt hat und nun selber in der aktuellen Ausgabe zu sehen ist. Was wir gemeinsam haben: nun, wahrscheinlich hätte ich genauso wie sie nicht immer ganz die Wahrheit erzählt, aber das ist nur eine Vermutung von mir.
Ein paar Mal habe ich diese Zeitschrift nun in der Hand gehabt. Zum Teil, weil mich ein Artikel, der auf dem Cover angepriesen wurde, interessiert hat, ein anderes Mal war es eine kostenlose Beigabe zu einer Hardware-Bestellung. Und das aktuelle Heft habe ich mir geholt, weil eine liebe Ciao-Userin über ihr Tun auf dieser Plattform gesprochen hat, das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Die Themen der Beiträge des circa 150 Seiten umfassenden Heftes sind breit gestreut. Im Abschnitt Magazin gibt es ein buntgemischtes Allerlei mit Meldungen rund um das Internet, in das sich aber auch längere Artikel und Vergleichstests einreihen. Ein nicht unerheblicher Schwerpunkt scheint dabei aber immer wieder auf Sex und nackter Haut zu liegen. Vom Boxenluder zur Internetstripperin bis hin zum neuesten Sex- und Flirtchat, man scheint hier auf die Neugier des jüngeren Publikums bis zur Informationsquelle für ältere Semester alles befriedigen zu wollen.
Die Bereiche "e-money" und "e-shopping" warten mit Tests und Nachrichten auf. Die Tests sind meist informativ und halten auch für alte Internethasen immer wieder die eine oder andere Seite bereit, die man noch nicht kannte. Schade ist, dass bei einigen Tests nicht alle Anbieter miteinbezogen werden. So fehlen beim aktuellen Test über Web-Fotodienste die Anbieter Karstadt und DM, die neben ihrer Filialdienste auch über das Internet das Erstellen von elektronischen Bildern und Papierabzügen anbieten.
Die anderen Bereiche der Zeitschrift richten sich sehr am so genannten Mainstream aus. Die besten Tricks zu Sven Bömwöllen, die neuesten Handy-Trends sowie Kino-Webnews und MP3 sind beherrschendes Thema. Tipps und Tricks gibt es ebenfalls, hier würde man sich bei den Artikeln weniger große Bilder, dafür vielleicht aber etwas längere Texte wünschen, die manchmal sehr allgemein gehalten sind und so nicht wirklich jedem helfen werden.
Die Klappkarte im Heft, die mit 1000 Internetseiten rund um ein bestimmtes Thema zum Sammeln und Surfen animieren soll, kennt man schon aus anderen Zeitschriften, sind aber nicht wirklich sinnvoll, wie ich finde. Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass ich die in einem hübschen Ordner archiviere. Zum Überfliegen und Ansurfen der einen oder anderen Seite sind die Links aber durchaus sehenswert.
Neben weiteren Themen, die teilweise überhaupt nichts mit dem Internet zu tun haben (Fitness, Motorradexpeditionen), liegt dem Heft noch eine CD bei, die mit vollmundigen drei Dutzend Vollversionen angepriesen werden. Vieles davon sind Freeware-Programme oder Mini-Tools, die Spiele als Vollversion sehen schon recht veraltet aus, dennoch findet man hier sicher das eine oder andere, was einen teils nerven- und zeitaufwändigen Download aus dem Netz erspart.
Das Layout der zeitschrift ist wirklich ganz hübsch, wenn auch die Fotos manchmal etwas viel Platz einnehmen und man unwillkürlich den Eindruck bekommt, dass man sich so etwas weniger Text aus den Fingern saugen wollte. Der text selber ist einigermaßen gut zu lesen, was mich etwas stört, ist de teilweise als "Denglisch" zu bezeichnende Vermischung von Mutter- und Weltsprache. Ob man damit genauso "trendy", "hip" und "ultracool" rüberkommen will wie die Musiksender im Fernsehen, entzieht sich hingegen meiner Kenntnis, ich finde es eher weniger förderlich.
Der Preis des monatlich erscheinenden Heftes liegt bei 2 Euro 50 und damit eher am unteren Ende der Zeitschriftenpreisskala, wer sich zu einem Abo entschließt spart sich nicht nur den Weg zum Zeitschriftenhändler, sondern auch noch 10 Prozent gegenüber dem regulären Verkaufspreis. Dennoch finde ich den Preis relativ hoch, denn rein vom Umfang her ist das Heft schnell durchgeblättert und viele Texte sind kaum besser als ein guter Erfahrungsbericht auf einer Meinungsplattform wie dieser hier.
Dennoch gibt es Artikel, die durch inhaltliche Fülle auffallen. So sind einige Tipps rund um die Surferei durchaus neu und hilfreich, wenn auch andere Tests nicht gerade durch Vollständigkeit zu überzeugen wissen.
Ihr merkt, dass mein Urteil nicht eindeutig ausfällt. Auf der einen Seite ist es eine ganz gut gemachte Zeitschrift, manchmal stehen einem aber die Haare zu Berge, wenn man merkt, dass es sich nur um Seitenfüller-Artikel handelt, auf die man durchaus hätte verzichten können oder die inhaltlich nur im entferntesten mit dem Internet zu tun haben und eigentlich in eine typische Männer-, Frauen- oder "Health"-Zeitschrift gehören würden.
Die Gesamtbewertung meinerseits liegt somit im Mittelfeld. Drei Sterne ist es mir wert, wenn ich mich auch nicht wirklich durchringen kann, die Zeitschrift weiterzuempfehlen. Und so, wie ich es sehe, gibt es die Online Today vielleicht nur noch eine mehr oder wenige lange Zeit auf dem Markt der Computerzeitschriften ... Bereits jetzt habe ich erst beim fünften Zeitschriftenhändler ein Exemplar bekommen. Nicht, weil es überall ausverkauft war, sondern, weil es mangels Nachfrage nicht im Sortiment war. Mein neuer Lieblingszeitschriftenhändler erklärte sich aber bereit, ein Heft extra für mich zu bestellen.
Surfende Grüße, euer mr.matze (c) 12.4.02
Wer klaut der soll sich in einer Titelstory wiederfinden.
Respect all Colours.
Ein paar Mal habe ich diese Zeitschrift nun in der Hand gehabt. Zum Teil, weil mich ein Artikel, der auf dem Cover angepriesen wurde, interessiert hat, ein anderes Mal war es eine kostenlose Beigabe zu einer Hardware-Bestellung. Und das aktuelle Heft habe ich mir geholt, weil eine liebe Ciao-Userin über ihr Tun auf dieser Plattform gesprochen hat, das durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Die Themen der Beiträge des circa 150 Seiten umfassenden Heftes sind breit gestreut. Im Abschnitt Magazin gibt es ein buntgemischtes Allerlei mit Meldungen rund um das Internet, in das sich aber auch längere Artikel und Vergleichstests einreihen. Ein nicht unerheblicher Schwerpunkt scheint dabei aber immer wieder auf Sex und nackter Haut zu liegen. Vom Boxenluder zur Internetstripperin bis hin zum neuesten Sex- und Flirtchat, man scheint hier auf die Neugier des jüngeren Publikums bis zur Informationsquelle für ältere Semester alles befriedigen zu wollen.
Die Bereiche "e-money" und "e-shopping" warten mit Tests und Nachrichten auf. Die Tests sind meist informativ und halten auch für alte Internethasen immer wieder die eine oder andere Seite bereit, die man noch nicht kannte. Schade ist, dass bei einigen Tests nicht alle Anbieter miteinbezogen werden. So fehlen beim aktuellen Test über Web-Fotodienste die Anbieter Karstadt und DM, die neben ihrer Filialdienste auch über das Internet das Erstellen von elektronischen Bildern und Papierabzügen anbieten.
Die anderen Bereiche der Zeitschrift richten sich sehr am so genannten Mainstream aus. Die besten Tricks zu Sven Bömwöllen, die neuesten Handy-Trends sowie Kino-Webnews und MP3 sind beherrschendes Thema. Tipps und Tricks gibt es ebenfalls, hier würde man sich bei den Artikeln weniger große Bilder, dafür vielleicht aber etwas längere Texte wünschen, die manchmal sehr allgemein gehalten sind und so nicht wirklich jedem helfen werden.
Die Klappkarte im Heft, die mit 1000 Internetseiten rund um ein bestimmtes Thema zum Sammeln und Surfen animieren soll, kennt man schon aus anderen Zeitschriften, sind aber nicht wirklich sinnvoll, wie ich finde. Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen, dass ich die in einem hübschen Ordner archiviere. Zum Überfliegen und Ansurfen der einen oder anderen Seite sind die Links aber durchaus sehenswert.
Neben weiteren Themen, die teilweise überhaupt nichts mit dem Internet zu tun haben (Fitness, Motorradexpeditionen), liegt dem Heft noch eine CD bei, die mit vollmundigen drei Dutzend Vollversionen angepriesen werden. Vieles davon sind Freeware-Programme oder Mini-Tools, die Spiele als Vollversion sehen schon recht veraltet aus, dennoch findet man hier sicher das eine oder andere, was einen teils nerven- und zeitaufwändigen Download aus dem Netz erspart.
Das Layout der zeitschrift ist wirklich ganz hübsch, wenn auch die Fotos manchmal etwas viel Platz einnehmen und man unwillkürlich den Eindruck bekommt, dass man sich so etwas weniger Text aus den Fingern saugen wollte. Der text selber ist einigermaßen gut zu lesen, was mich etwas stört, ist de teilweise als "Denglisch" zu bezeichnende Vermischung von Mutter- und Weltsprache. Ob man damit genauso "trendy", "hip" und "ultracool" rüberkommen will wie die Musiksender im Fernsehen, entzieht sich hingegen meiner Kenntnis, ich finde es eher weniger förderlich.
Der Preis des monatlich erscheinenden Heftes liegt bei 2 Euro 50 und damit eher am unteren Ende der Zeitschriftenpreisskala, wer sich zu einem Abo entschließt spart sich nicht nur den Weg zum Zeitschriftenhändler, sondern auch noch 10 Prozent gegenüber dem regulären Verkaufspreis. Dennoch finde ich den Preis relativ hoch, denn rein vom Umfang her ist das Heft schnell durchgeblättert und viele Texte sind kaum besser als ein guter Erfahrungsbericht auf einer Meinungsplattform wie dieser hier.
Dennoch gibt es Artikel, die durch inhaltliche Fülle auffallen. So sind einige Tipps rund um die Surferei durchaus neu und hilfreich, wenn auch andere Tests nicht gerade durch Vollständigkeit zu überzeugen wissen.
Ihr merkt, dass mein Urteil nicht eindeutig ausfällt. Auf der einen Seite ist es eine ganz gut gemachte Zeitschrift, manchmal stehen einem aber die Haare zu Berge, wenn man merkt, dass es sich nur um Seitenfüller-Artikel handelt, auf die man durchaus hätte verzichten können oder die inhaltlich nur im entferntesten mit dem Internet zu tun haben und eigentlich in eine typische Männer-, Frauen- oder "Health"-Zeitschrift gehören würden.
Die Gesamtbewertung meinerseits liegt somit im Mittelfeld. Drei Sterne ist es mir wert, wenn ich mich auch nicht wirklich durchringen kann, die Zeitschrift weiterzuempfehlen. Und so, wie ich es sehe, gibt es die Online Today vielleicht nur noch eine mehr oder wenige lange Zeit auf dem Markt der Computerzeitschriften ... Bereits jetzt habe ich erst beim fünften Zeitschriftenhändler ein Exemplar bekommen. Nicht, weil es überall ausverkauft war, sondern, weil es mangels Nachfrage nicht im Sortiment war. Mein neuer Lieblingszeitschriftenhändler erklärte sich aber bereit, ein Heft extra für mich zu bestellen.
Surfende Grüße, euer mr.matze (c) 12.4.02
Wer klaut der soll sich in einer Titelstory wiederfinden.
Respect all Colours.
26 Bewertungen, 2 Kommentare
-
15.04.2002, 23:08 Uhr von fledermaeuse
Bewertung: sehr hilfreich*mal lieb rüberwinkt*
-
12.04.2002, 11:19 Uhr von Schnecke999
Bewertung: sehr hilfreichIch lese die auch gelegentlich... Gruß vom Schneckchen
Bewerten / Kommentar schreiben