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Erfahrungsbericht von reinke
Prosieben nach Kirchrückzug im Aufwind
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
ProSieben nach Verschiebung von Kirch-Fusion im Aufwind
22. Feb. 2002 Mut kann sich lohnen. Denn angesichts der Schuldenlast des Medienkonzerns Kirch hat die Sendergruppe ProSiebenSat.1 die für Juni geplante Fusion mit dem Rechtehändler und Produzenten KirchMedia vorerst auf Eis gelegt.
Die Aktie regierte auf diese Nachricht mit einem Kurssprung um knapp 23 Prozent auf mittlerweile wieder 8,10 Euro und war damit die Aktie mit den stärksten Kursgewinnen im MDax am Freitag. Aber auf dieses Event zu setzen war nur eine Sache für Spekulanten. Denn wirklich voraussehbar war das nicht - genau so wenig, wie es weitergehen wird.
Aktie hat Unterbewertung ausgeglichen
Im Zusammenhang mit den Turbulenzen um die Refinanzierung der Kirchgruppe war das Papier im Tief bis auf 4,20 Euro gefallen gewesen. ProSiebenSat.1 allein betrachtet war allerdings auf einem solchen Niveau ganz klar unterbewertet, dürfte allerdings mit der aktuellen Kursbewegung den Bewertungsrückstand mit vergleichbaren Unternehmen - etwa der französischen TF1 - weitgehend aufgeholt haben. Die Senderfamilie leidet zwar momentan wie viele andere Medienunternehmen unter der anhaltenden Werbeflaute, arbeitet allerdings trotz allem profitabel.
Vor einer erneuten Aufnahme der Pläne müsse die finanzielle Lage der Kirch-Gruppe verbessert werden, teilte ProSiebenSat.1 am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in München mit. Der Zusammenschluss, durch den die KirchMedia an die Börse gebracht werden soll, war bei Analysten und Kapitalmarktexperten wegen der Unsicherheit um die Zukunft Kirchs umstritten. Kirch ist nach Angaben aus Branchenkreisen mit bis zu 6,8 Milliarden Euro bei Banken verschuldet.
Börsengang nur aufgeschoben - nicht aufgehoben
Ein ProSieben-Sprecher sagte, ein Börsengang sei weiterhin im laufenden Jahr möglich, wenn Kirch bis dahin seine Probleme gelöst habe. Ziel sei eine Wiederaufnahme der Pläne zum frühest möglichen Zeitpunkt. „Angesichts der Situation der Kirch-Gruppe sind wir gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass es ratsam ist, den Zeitplan für die Fusion zu korrigieren", erläuterte ProSieben-Aufsichtsratschef und Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn. Kirch wolle erst seine finanzielle Basis sichern. An der Sinnhaftigkeit der Fusion habe sich nichts geändert.
Noch vor der Fusion mit KirchMedia sollen die im Nebenwerte- Index MDax notierten stimmlosen Vorzugsaktien von ProSiebenSat.1 in Stämme umgewandelt werden. Damit wolle man dem Unternehmen eine zeitgemäße Aktienstruktur geben, sagte ein Sprecher. Die Entscheidung soll auf der Hauptversammlung im Mai fallen. An der Mehrheit Kirchs, der 88,5 Prozent der Stamm- und 16,52 Prozent der Vorzugsaktien hält, ändert sich nichts. Von den übrigen Aktionären besitzt nur Springer stimmberechtigte Anteile.
Insgesamt dürfte die Aktie auf diesem Niveau unter den aktuellen Gegebenheiten kaum noch Fantasie nach oben haben. Im Gegenteil. Sollte die Unsicherheit um Refinanzierung von Kirch nicht entgültig beseitigen lassen, könnte sie wieder unter Druck geraten.
22. Feb. 2002 Mut kann sich lohnen. Denn angesichts der Schuldenlast des Medienkonzerns Kirch hat die Sendergruppe ProSiebenSat.1 die für Juni geplante Fusion mit dem Rechtehändler und Produzenten KirchMedia vorerst auf Eis gelegt.
Die Aktie regierte auf diese Nachricht mit einem Kurssprung um knapp 23 Prozent auf mittlerweile wieder 8,10 Euro und war damit die Aktie mit den stärksten Kursgewinnen im MDax am Freitag. Aber auf dieses Event zu setzen war nur eine Sache für Spekulanten. Denn wirklich voraussehbar war das nicht - genau so wenig, wie es weitergehen wird.
Aktie hat Unterbewertung ausgeglichen
Im Zusammenhang mit den Turbulenzen um die Refinanzierung der Kirchgruppe war das Papier im Tief bis auf 4,20 Euro gefallen gewesen. ProSiebenSat.1 allein betrachtet war allerdings auf einem solchen Niveau ganz klar unterbewertet, dürfte allerdings mit der aktuellen Kursbewegung den Bewertungsrückstand mit vergleichbaren Unternehmen - etwa der französischen TF1 - weitgehend aufgeholt haben. Die Senderfamilie leidet zwar momentan wie viele andere Medienunternehmen unter der anhaltenden Werbeflaute, arbeitet allerdings trotz allem profitabel.
Vor einer erneuten Aufnahme der Pläne müsse die finanzielle Lage der Kirch-Gruppe verbessert werden, teilte ProSiebenSat.1 am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in München mit. Der Zusammenschluss, durch den die KirchMedia an die Börse gebracht werden soll, war bei Analysten und Kapitalmarktexperten wegen der Unsicherheit um die Zukunft Kirchs umstritten. Kirch ist nach Angaben aus Branchenkreisen mit bis zu 6,8 Milliarden Euro bei Banken verschuldet.
Börsengang nur aufgeschoben - nicht aufgehoben
Ein ProSieben-Sprecher sagte, ein Börsengang sei weiterhin im laufenden Jahr möglich, wenn Kirch bis dahin seine Probleme gelöst habe. Ziel sei eine Wiederaufnahme der Pläne zum frühest möglichen Zeitpunkt. „Angesichts der Situation der Kirch-Gruppe sind wir gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass es ratsam ist, den Zeitplan für die Fusion zu korrigieren", erläuterte ProSieben-Aufsichtsratschef und Kirch-Geschäftsführer Dieter Hahn. Kirch wolle erst seine finanzielle Basis sichern. An der Sinnhaftigkeit der Fusion habe sich nichts geändert.
Noch vor der Fusion mit KirchMedia sollen die im Nebenwerte- Index MDax notierten stimmlosen Vorzugsaktien von ProSiebenSat.1 in Stämme umgewandelt werden. Damit wolle man dem Unternehmen eine zeitgemäße Aktienstruktur geben, sagte ein Sprecher. Die Entscheidung soll auf der Hauptversammlung im Mai fallen. An der Mehrheit Kirchs, der 88,5 Prozent der Stamm- und 16,52 Prozent der Vorzugsaktien hält, ändert sich nichts. Von den übrigen Aktionären besitzt nur Springer stimmberechtigte Anteile.
Insgesamt dürfte die Aktie auf diesem Niveau unter den aktuellen Gegebenheiten kaum noch Fantasie nach oben haben. Im Gegenteil. Sollte die Unsicherheit um Refinanzierung von Kirch nicht entgültig beseitigen lassen, könnte sie wieder unter Druck geraten.
7 Bewertungen, 1 Kommentar
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23.02.2002, 17:07 Uhr von Fomas
Bewertung: sehr hilfreichHmmmm. Frag mich eh wie das bei einem solch erfolgreichen Sender passieren konnte.
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