Palmolive Limonenfrisch Testbericht

Palmolive-limonenfrisch
ab 7,87
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Erfahrungsbericht von gerkzeit

Ich wusste eigentlich bescheid

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eigentlich gehört der Abwasch gar nicht zu meinem Aufgabengebiet. Gut, als Junggeselle bleibt mir zwar manchmal, will ich nicht in meinem Abwasch ersticken, nichts anderes übrig als mich damit zu „vergnügen“, aber meine nicht sesshafte Lebensweise bewahrt mich meist von dem notwendigen Übel. Und wenn meine bessere Hälfte mein Aufgabengebiet dann doch demonstrativ erweitert, beschränkt sich dieses murrenderweise doch meist nur auf Abtrocknen und dem Einräumen des gereinigten Steinguts.

Nun ja, aber wie gesagt, ich bin Junggeselle und lade mir doch einmal Gäste ein, oder man bekommt sie manchmal unverhofft, wie neulich vor nicht allzu langer Zeit geschehen. Zum Glück hatte ich noch einige Köstlichkeiten zur Verfügung und verarbeitete sie zu meinem allzu bekannten und beliebten amerikanischen Gerichten. Schnell zubereitet und allseits begehrt, waren die amerikanischen Hot Dogs und deutschen Currywürstchen schnell in den gierenden Mägen meiner Gäste verschwunden und hinterliessen meine Teller und Brettchen so mit Grillsosse und Ketchup verschmiert zurück, daß man hätte meinen können, es hätte einen blutigen Kampf um sie gegeben. Sofort hatte meine bessere Hälfte ihre Hilfe angeboten, die ich aber, war sie doch diesmal auch Gast, dankend ablehnte. Aber dann oh Schreck, kein Spülmittel. Und das am Sonntag.

Der rettende Gedanke kam von ihr. Schnell zur DEA und dort eins gekauft. Diese Hilfe lehnte ich dann doch nicht ab und gab ihr meinen Autoschlüssel um mir das betreffende Utensil zu holen. Was sie mir brachte war das Palmolive Limonenrisch. Kein Konzentrat zu einem halben Liter, sondern die große Flasche mit einem ganzen. 2.19 EUR die Flasche (bei Tegut erheblich billiger 1.39EUR); Nun ja eben Tankstellenpreis.

Als ich die Flasche sah, fiel mir im selben Moment meine Allergie ein, die ich gegen diese Limonen, Zitronen, Orangen und soweiter habe, stellte aber jene in den Hintergrund da ich ja meine Renate nicht mit Abwasch belästigen wollte.

Der Abwasch ging problemlos vonstatten. Ein paar Spritzer mit dem praktischen Dosierdeckel in das halbgefüllte Spülbecken, ein paar kreisende Bewegungen zum Reinigen des ersten Glases und schon hatte man das Becken voller Schaum; ein Konzentrat hätte es nicht besser gemacht. Das Wasser fühlte sich weich an und tauchte man die blutrot eingeschmierten Teller ein, dann war nach dem Wiederauftauchen schon der gröbste Schmutz entfernt. Aber eben nur der gröbste, und es blieb mir nicht erspart immer wieder mit dem Schwamm in das mir so „gefährliche“ Wasser einzutauchen. Das Reinigungsergebnis war allerdings hervorragend und hinterlies einen wohligen, lemonenhaften und auch unaufdringlichen Duft. Die Gläser glänzten ohne grosses Zutun und selbst das vergessene Glas, daß zum Schluss noch in den Genuss des Lemonenbades kam, wurde noch hervorragend seiner Verschmutzung entledigt.

Der so viel gepriesenen Nichtnotwendigkeit des Abtrocknens schenkte ich allerdings kein Vertrauen, denn das Überschäumen des Colas eines potentiellen Spätbesuchers, zeugt meist von der Faulheit seines Gastgebers und der Unverlässligkeit eines solchen Versprechens.

Was war bisher mit meiner Allergie. Also bis dato noch keine Symptome. Aber vielleicht ist der sogenannte Lemonenextrakt ja gar nicht echt, sondern nur ein Produkt unserer chemischen Industrie, die dem Spülmittel im übrigen auch eine höchst positive Umweltverträglichkeit zuspricht. Aber diesem Hoffen war nach gut einer Stunde ein Ende gesetzt und merkwürdigerweise fing das Gesicht dann an zu jucken. Genau wie dann, wenn ich wieder mal einen Kuchen gegessen habe, in dem sich von mir unbemerkt ein Zitronensaft aufhielt.

Wie gesagt, das Gesicht und nicht etwa die Hände, die sich die ganze Zeit am Ort des Geschehens aufgehalten haben. Okey, das bisschen Jucken und die roten Fleckchen sind relativ harmlos und auch nach einem Tag wieder weg, aber unangenehm war es doch und ich habe mir in der Sontags-Apotheke eine Cortisoncreme geholt und dort wurde ich dann darüber aufgeklärt, daß es mir in diesem Fall über die Atemwege zum „Verhängnis“ wurde.

Ich wusste ja eigentlich bescheid. Aber wie so oft denkt man halt, es wird schon gut gehen. Da aber Palmolive nichts für meine Allergie kann, möchte ich was dem Reinigungseffekt, Duft und Umweltverträglichkeit betrifft trotzdem die Bestnote in meiner Sternenbewertung geben.

Für mich brachte die Lemonenflasche dann doch noch einen nützlichen Effekt. Denn auf Anraten meiner Renate habe ich es dann auf andere Weise zweckentfremdet. Verdünnt mit Wasser, in einer ausgedienten Sprühflasche, diente es mir als äussert effektives Läusevernichtungsmittel meiner Balkonpflanzen. Effektvoll, billig und äusserst umweltverträglich.

Zusammenfassung

Mit dem Palmolive Lemonenfrisch brachte die Firma Colgate Palmolive GmbH, mit deutschen Sitz in Hamburg, ein gutes Spülmittel auf den Markt, daß für jeden, der nicht gerade allergisch reagiert zu empfehlen ist. Die umweltverträglichen Zusatzstoffe und Konservierungsmittel tun ihr übriges. Die zur Reinigung notwendigen anionischen Tenside sind in einem erträglichen Verhältnis mit den Konservierungsstoffen versetzt, so daß es das Prädikat umweltfreundlich durchaus verdient. Die Ergiebigkeit des Reinigungsproduktes trägt auch noch dazu bei, die Belastung jener Umwelt in Grenzen zu halten. Meinem persönlichen Problem mit der Allergie könnte ich ja in sofern entgegentreten, in dem ich auf das Palmolive Original Produkt auszuweiche. Und wenn dies geschehen werde ich natürlich auch hier meine Erfahrungen weitergeben.

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