Panasonic NV-DS15 Testbericht

Panasonic-nv-ds15
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Summe aller Bewertungen
  • Bildqualität:  sehr gut
  • Bedienkomfort:  gut
  • Akkulaufzeit:  durchschnittlich
  • Verarbeitung:  gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Tragekomfort:  gut
  • Support & Service:  gut

Erfahrungsbericht von schorschl

Film ab - Kamera läuft ...

  • Bildqualität:  sehr gut
  • Bedienkomfort:  gut
  • Akkulaufzeit:  durchschnittlich
  • Verarbeitung:  gut
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Tragekomfort:  gut
  • Support & Service:  gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

sehr guter Bildstabilisator, Preis-/Leistungsverhältnis, Einsteiger-Camcorder

Kontra:

zu kleiner Akku, 400facher Zoom unnötig

Empfehlung:

Ja

Wir haben uns den Camcorder NV-DS15 von Panasonic im Oktober 2000 für private Videoaufnahmen zugelegt. Der Preis war damals DM 1.699,- wobei ein Preisvergleich sich durchaus gelohnt hat, denn dieses Gerät hat bei anderen Händlern u.U. auch mal DM 1.999,- gekostet. Inzwischen gab es dieses Gerät auch mal für unter 1.600,-. Die Nachfolgemodelle sind allerdings schon im Kommen, sodaß man hier durchaus auch ein Schnäppchen erlangen kann.

Mit dem beliegenden Zubehör ist eine sofortige Aufnahme möglich. Allerdings, um diese Aufnahme dann auch auf einem Videogerät oder Fernseher zu zeigen, bedurfte es zusätzlich eines Adapters auf den Scart-Anschluß des Videogerätes bzw. des Fernsehgerätes.

Weiter hat mich recht schnell gestört, daß der mitgelieferte Akku viel zu klein (max. 45 min.) dimensioniert ist. Der Kauf eines zusätzlichen Akkus (für ca. 2 Std.), Kosten dafür DM 169,00, war m.E. erforderlich und auch sinnvoll.

Der 2,5\" LCD-Bildschirm liefert sehr gute und für seine Größe auch scharfe Bilder. Er ist sehr hilfreich wenn die Aufnahme mal nicht in Augenhöhe durchgeführt wird, da dieser drehbar ist. Eine Vorrichtung für ein Stativ ist ebenso vorhanden wie die Option für ein zusätzliches Microfon.

Interessant ist diese Wahl für uns gewesen, da der Camcorder über eine Firewire-Schnittstelle IEEE 1394 verfügt. Als DV-Out kann diese auch gg. ca. DM 400,- freigeschaltet werden.

Hier noch ein paar Details zum Thema Firewire:
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(Quelle: http://www.glossar.de/)

Die IEEE 1394-Technologie, auch einfach nur \"Firewire\" oder \"i.LINK\" genannt, bezeichnet eine recht neue serielle Schnittstellentechnologie für Computer- und Videogeräte zur Übertragung digitaler Daten mit bis zu 400 Mbit / Sek.

Die IEEE 1394-Technologie, zunächst \"Firewire\" genannt, bezeichnet eine verlältnismäßig neue serielle Schnittstellentechnologie für Computer- und Videogeräte zur Übertragung digitaler Daten mit bis zu 400 Mbit / Sek..

1997/1998 taufte Sony die IEEE 1394-Schnittstellen der firmeneigenen DV-Produkte von \"FireWire\" in \"i.LINK\" um. Als Begründung gaben die Japaner an: mit \"FireWire\" assoziiere der Kunde \"Gefahr\" und \"brennende Computer\". Wahrscheinlich sind es aber eher juristische Probleme der Lizensierung des Namens \"FireWire\" durch Sony. Apple pochte nämlich auf seine Markenschutzrechte und wacht eifersüchtig über die Benutzung des Namens \"FireWire\" durch andere Firmen. Das eingängige \"FireWire\" hat der IEEE 1394-Technologie einen schnellen Bekanntheitsgrad und eine sehr gute Marktdurchdringung beschert - die sie dank ihrer Vorteile natürlich auch verdiente. Apple hatte es sich selbst zuzuschreiben, wenn der Name \"FireWire\" und damit die firmeneigene Rolle in der Entwicklung der neuen Übertragungstechnik in Vergessenheit geraten ist; und Sony ist es nicht übelzunehmen, wenn sie angesichts solch engstirniger Lizenzpolitik die Pferde - den Namen - wechselt.
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Unnötig ist der 400fache Zoom, denn bereits mit ca 70-80 fachem Zoom wird das Bild unscharf/\'pixelig\'. Entscheidend ist natürlich der optische 20fache Zoom. Die Funktion und Angabe eines 400fachen Zooms ist für den Laien irreführend und nicht relevant. Nur mit einem Stativ ist ein Zoomen über die genannten Werte bzgl. eines guten Ergebnisses sinnvoll.

Trotz dieser Mängel bin ich mit dem Camcorder sehr zufrieden. Die Bedienung ist gut beschrieben und einfach. Der Bildstabilisator hat mich überzeugt. Ein Überspielen der aufgenommenen Szenen auf PC war problemlos möglich. Es sind sehr viele Effekte möglich, welche ich wahrscheinlich garnicht alle nutzen werde.

Gutes Feature finde ich die Möglichkeit der Nachvertonung einer Aufnahme direkt am Gerät. Dies funktioniert am Bestem, wenn man die Tonaufnahmequalität auf 12-Bit senkt, dies hat ergibt keine hörbaren Qualitätsverluste aber der bereits aufgenomme Ton bleibt erhalten und kann z.B. mit Hintergrundmusik untermalt werden.

Das Bedienerhandbuch ist dick und geht sehr detailliert auf die einzelnen Funktionen ein.

Zum Schluß noch ein paar technische Informationen:
Stromversorgung: AC 7,9v/7,2V
Leistungsaufnahme bei Aufnahmebetrieb: 4,2W bzw. 4.9W mit LCD-Monitor
Aufnahmesystem: Mini-DV
Fernsehsystem: CCIR; 625 Zeilen, 50 Halbbilder, PAL-Farbsignal
Mikrofon: Stereo
Audio: Digital PCM Stereo 16 Bit/12Bit
Gewicht: 680 g ohne Akku und DV-Cassette
Abmessungen: 190 x 98 x 69 mm (BxHxT)


Für uns als Anfänger in diesem Bereich ist die DS-15 die optimale Wahl gewesen.


Gruß Michael

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