Erfahrungsbericht von princesse
Spannendes Meisterwerk
Pro:
unglaublich spannend, 2 Stunden Gänsehaut und Herzklopfen
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Der Film taucht gleich zu Beginn in die Mauern eines feudalen Reihenhauses ein, das Licht, welches von draussen durch die Fenster einfällt gibt dem Raum wenig Helligkeit, es bleibt etwas schummrig, fast düster. Das Haus weist eine Besonderheit auf, der Vorbesitzer hatte einen so genannten panic room einbauen lassen, ein Raum, ausgestattet mit Überwachungssystemen für das gesamte Haus einschliesslich 3 Meter ums Haus herum, mit eigener Energie- und Luftversorgung, diversen Überwachungsmonitoren, mit welchen man das ganze Haus überblicken kann, mit Lebensmittelvorräten, Alarmanlage und unabhängigen Kommunikationssystemen nach draussen. So ist der panic room ein gepanzertes Verteidigungsareal im eigenen Haus, geschützt durch dicken Stahl und Beton, welches sich bei Bedarf hermetisch nach außen abschotten und ausschließlich von innen öffnen lässt. Dieser Raum ist hier direkt neben dem Schlafzimmer im dritten Stock eingerichtet und soll wohl dem Bewohner ermöglichen, sich darin zu verbunkern, wenn er in den unteren Stockwerken Einbrecher entdeckt.
Meg Altman (Jodie Foster), gerade von ihrem steinreichen Mann verlassen worden, such für sich und ihrer 11jährige Tochter Sarah (Kirsten Stewart) ein neues Domizil, Geld spielt keine Rolle, so nimmt denn Meg das riesige dreistöckige etwas düstere Haus spontan und zieht auch unmittelbar danach ein. Meg ist sauer und auch etwas traurig, weil ihr Mann Steven sie verlassen hat und trinkt an ihrem ersten Abend in der neuen Wohnung etwas zuviel Rotwein und irgendwann gehen dann Meg und Sarah zu Bett, in unterschiedlichen Zimmern.
Und schon in der ersten Nacht nimmt das Unglück seinen Lauf, 3 Einbrecher steigen in das Haus ein auf der Suche nach dem Teil des Erbes des verstorbenen Vorbesitzers, welches nie gefunden wurde.
Gerade noch rechtzeitig wacht Meg auf und sieht auf den Monitoren, dass sie nicht mehr alleine sind. Sie schnappt sich ihre Tochter und schafft es gerade noch knapp in den panic room. Ihre Hoffnung, die Einbrecher würden bald abziehen, erweist sich als trügerisch, im Gegenteil, die Eindringlinge wollen in den panic room, da einer von ihnen von einem Safe dort drin Kenntnis hat. So beginnt ein Katz und Mausspiel, welches einem als Zuschauer schon mal unwillkürlich den Atem anhalten lässt, zumindest ging es mir so. Die Einbrecher gehen nicht, die Telefonleitung für den Panic room hatte Meg vergessen freizuschalten bei der Telefongesellschaft, einer der drei arbeitet bei dieser Gesellschaft und ist auch in seinem Job damit beauftragt, panic räume einzurichten, er weiss, wenn sie nicht aufmacht, kommt er nicht rein. Was er nicht weiss, Sarah ist Diabetikerin und braucht irgendwann Insulin, ansonsten besteht die Gefahr dass sie aufgrund zu niedrigem Blutzuckerspiegels ins Koma fällt.
Der Film ist wirklich atemberaubend spannend, Regisseur David Fincher hat eine Stimmung geschaffen einerseits dadurch, dass sich alles in diesem Haus abspielt, der ganze Film, alles in einem etwas diffusen Licht, keine Farben, nur braun, grau, beige, dunkel, düster, und andererseits durch das Wechselspiel der Protagonisten, die sich gegenseitig belauern, versuchen miteinander zu verhandeln, sich gegenseitig auszutricksen. man nimmt Meg die Angst, die sie um sich und ihre Tochter hat, vorbehaltlos ab. Als es Meg gelingt, den panic room kurz zu verlassen, um sich etwas aus dem Schlafzimmer zu holen (die Gangster sind gerade im Treppenhaus) habe ich Jodie Foster noch nie so rennen sehen, als die Typen merken was los ist und zurückkommen. Sie (Meg) rennt in diesem Augenblick buchstäblich um ihr Leben.
Aber die Situation bleibt nicht statisch, sie drin, die Eindringlinge draussen, schon bald sind die Verbrecher drin, und Meg draussen. Und sie hat deren Pistole. Es ist ein Kampf bei dem es darauf ankommt, wie stark die Mittel sind, die jedem der Gegner zur Verfügung stehen. Meg ist zwar draussen, die Verbrecher sind drin und können den Tresor aufbrechen, aber auch Sarah ist noch im Raum, also kann Meg nicht die Polzei rufen, die Verbrecher können aber auch nicht einfach herauskommen, den Meg hat die Waffe. Faszinierende und megaspannende Situationen.
Fincher ist sich aber nicht zu schade, sich eines Klischees zu bedienen, welches wir ungezählt immer wieder serviert bekommen, von wem auch immer, 3 Bösewichte, einer davon doch nicht ganz so böse, eher menschlich, etwas verzweifelt, weil jemand in der Familie eine teure medizinische Behandlung braucht, welche er nicht bezahlen kann, dann der etwas Zurückgebliebene, der der nichts checkt und wenns hoch kommt, auch noch in seiner Blödheit meist das ganze Unternehmen gefährdet, und last but least der Hässliche, der Brutale, der der ohne mit der Wimper zu zucken jeden niedermäht, ein Soziopath und meist völlig unberechenbar, selbst für seine Kumpanen. Und dass die drei über kurz oder lang Streit untereinander bekommen, verwundert bei dieser Konstellation keinen mehr. So ist dieses Klischee aber dennoch glaubhaft, ganz einfach, wir, die keine Gangster sind, stellen sie uns genauso vor, die drei "Archetypen" des Verbrechers.
Und aufgrund dieser Zusammensetzung wundert es einen auch nicht, dass die Verbrecher glaubten, das Haus sei unbewohnt, ganz einfach, weil einer mal gehört hatte, dass nach dem Unterzeichnen des Vertrags der neue Mieter erst nach 14 Tagen einziehen kann, wobei diese als Arbeitstage zu rechnen seien (3 Wochen), ergo dürften Meg und Sarah gar nicht in dem Haus sein.
Wie schon in seinen Meisterwerken "Sieben", "The Game", "Fight Club" und auch in "Alien 3" gelingt es Fincher hervorragend, eine äusserst beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Nach der Ansicht im hell und freundlich eingefangenem New York ziehen düstere Wolken auf und die Dämmerung bricht herein. Die gesamte Handlung spielt in einer einzigen Nacht, die für die Beteiligten kein Ende zu nehmen scheint.
Für alle, die Gänsehaut Krimis und Thriller mögen, ist dieser Film fast ein Muss, ich hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages so wenig entspannt bei mir zuhause im Sessel sitzen würde. Das ist Unterhaltung auf hohem Niveau und Jodie Foster ist es allemal wert, diese fast 2 Stunden in ihrer Gesellschaft zu verbringen, sie spielt grossartig.
Aber auch Kirsten Stewart als Sarah liefert ein beeindruckendes Spiel ab, die beiden Frauen wirken unglaublich stark trotz der ganzen Verletzlichkeit, und sie bringen glaubhaft rüber, wie man in einer ausserordentlichen gefahrvollen Situation über sich hinauswachsen kann. Das mag jetzt hier etwas pathetisch wirken, nicht so im Film.
Titel Deutschland: Panic Room
Titel USA: Panic Room
Genre: Thriller
Farbe, USA, 2001
Kino Deutschland: 2002-04-18
Laufzeit Kino: 112 Minuten, FSK 16
Kinoverleih D: Columbia Tristar
Darsteller: Jodie Foster (Meg Altman), Kristin Stewart (Sarah Altman), Forest Whitaker (Burnham), Dwight Yokaman (Raoul), Jared Leto (Junior), Patrick Bauchau (Stephen Altman), Ann Magnuson (Lydia Lynch), Ian Buchanan (Evan Kurlander), Paul Schulze (Officer Keeney), Mel Rodriguez (Officer Morales)
Regie: David Fincher
Stab: - Produzenten: Gavin Polone, Judy Hofflund, David Koepp, Cean Chaffin - Drehbuch: David Koepp ? Vorlage: James Ellison Panic Room - Musik: Howard Shore - Kamera: Conrad W. Hall, Darius Khondji, ASC, A.F.C. Spezialeffekte: - Ausstattung: Arthur Max Schnitt: James Haygood, A.C.E., Angus Wall - Kostüme: Michael Kaplan - Make Up: - Ton: - Ton(effekt)schnitt: - Stunts: -
Ich habe das Video (VHS) gesehen für 12 Euro nochwas.
Meg Altman (Jodie Foster), gerade von ihrem steinreichen Mann verlassen worden, such für sich und ihrer 11jährige Tochter Sarah (Kirsten Stewart) ein neues Domizil, Geld spielt keine Rolle, so nimmt denn Meg das riesige dreistöckige etwas düstere Haus spontan und zieht auch unmittelbar danach ein. Meg ist sauer und auch etwas traurig, weil ihr Mann Steven sie verlassen hat und trinkt an ihrem ersten Abend in der neuen Wohnung etwas zuviel Rotwein und irgendwann gehen dann Meg und Sarah zu Bett, in unterschiedlichen Zimmern.
Und schon in der ersten Nacht nimmt das Unglück seinen Lauf, 3 Einbrecher steigen in das Haus ein auf der Suche nach dem Teil des Erbes des verstorbenen Vorbesitzers, welches nie gefunden wurde.
Gerade noch rechtzeitig wacht Meg auf und sieht auf den Monitoren, dass sie nicht mehr alleine sind. Sie schnappt sich ihre Tochter und schafft es gerade noch knapp in den panic room. Ihre Hoffnung, die Einbrecher würden bald abziehen, erweist sich als trügerisch, im Gegenteil, die Eindringlinge wollen in den panic room, da einer von ihnen von einem Safe dort drin Kenntnis hat. So beginnt ein Katz und Mausspiel, welches einem als Zuschauer schon mal unwillkürlich den Atem anhalten lässt, zumindest ging es mir so. Die Einbrecher gehen nicht, die Telefonleitung für den Panic room hatte Meg vergessen freizuschalten bei der Telefongesellschaft, einer der drei arbeitet bei dieser Gesellschaft und ist auch in seinem Job damit beauftragt, panic räume einzurichten, er weiss, wenn sie nicht aufmacht, kommt er nicht rein. Was er nicht weiss, Sarah ist Diabetikerin und braucht irgendwann Insulin, ansonsten besteht die Gefahr dass sie aufgrund zu niedrigem Blutzuckerspiegels ins Koma fällt.
Der Film ist wirklich atemberaubend spannend, Regisseur David Fincher hat eine Stimmung geschaffen einerseits dadurch, dass sich alles in diesem Haus abspielt, der ganze Film, alles in einem etwas diffusen Licht, keine Farben, nur braun, grau, beige, dunkel, düster, und andererseits durch das Wechselspiel der Protagonisten, die sich gegenseitig belauern, versuchen miteinander zu verhandeln, sich gegenseitig auszutricksen. man nimmt Meg die Angst, die sie um sich und ihre Tochter hat, vorbehaltlos ab. Als es Meg gelingt, den panic room kurz zu verlassen, um sich etwas aus dem Schlafzimmer zu holen (die Gangster sind gerade im Treppenhaus) habe ich Jodie Foster noch nie so rennen sehen, als die Typen merken was los ist und zurückkommen. Sie (Meg) rennt in diesem Augenblick buchstäblich um ihr Leben.
Aber die Situation bleibt nicht statisch, sie drin, die Eindringlinge draussen, schon bald sind die Verbrecher drin, und Meg draussen. Und sie hat deren Pistole. Es ist ein Kampf bei dem es darauf ankommt, wie stark die Mittel sind, die jedem der Gegner zur Verfügung stehen. Meg ist zwar draussen, die Verbrecher sind drin und können den Tresor aufbrechen, aber auch Sarah ist noch im Raum, also kann Meg nicht die Polzei rufen, die Verbrecher können aber auch nicht einfach herauskommen, den Meg hat die Waffe. Faszinierende und megaspannende Situationen.
Fincher ist sich aber nicht zu schade, sich eines Klischees zu bedienen, welches wir ungezählt immer wieder serviert bekommen, von wem auch immer, 3 Bösewichte, einer davon doch nicht ganz so böse, eher menschlich, etwas verzweifelt, weil jemand in der Familie eine teure medizinische Behandlung braucht, welche er nicht bezahlen kann, dann der etwas Zurückgebliebene, der der nichts checkt und wenns hoch kommt, auch noch in seiner Blödheit meist das ganze Unternehmen gefährdet, und last but least der Hässliche, der Brutale, der der ohne mit der Wimper zu zucken jeden niedermäht, ein Soziopath und meist völlig unberechenbar, selbst für seine Kumpanen. Und dass die drei über kurz oder lang Streit untereinander bekommen, verwundert bei dieser Konstellation keinen mehr. So ist dieses Klischee aber dennoch glaubhaft, ganz einfach, wir, die keine Gangster sind, stellen sie uns genauso vor, die drei "Archetypen" des Verbrechers.
Und aufgrund dieser Zusammensetzung wundert es einen auch nicht, dass die Verbrecher glaubten, das Haus sei unbewohnt, ganz einfach, weil einer mal gehört hatte, dass nach dem Unterzeichnen des Vertrags der neue Mieter erst nach 14 Tagen einziehen kann, wobei diese als Arbeitstage zu rechnen seien (3 Wochen), ergo dürften Meg und Sarah gar nicht in dem Haus sein.
Wie schon in seinen Meisterwerken "Sieben", "The Game", "Fight Club" und auch in "Alien 3" gelingt es Fincher hervorragend, eine äusserst beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Nach der Ansicht im hell und freundlich eingefangenem New York ziehen düstere Wolken auf und die Dämmerung bricht herein. Die gesamte Handlung spielt in einer einzigen Nacht, die für die Beteiligten kein Ende zu nehmen scheint.
Für alle, die Gänsehaut Krimis und Thriller mögen, ist dieser Film fast ein Muss, ich hätte nicht gedacht, dass ich eines Tages so wenig entspannt bei mir zuhause im Sessel sitzen würde. Das ist Unterhaltung auf hohem Niveau und Jodie Foster ist es allemal wert, diese fast 2 Stunden in ihrer Gesellschaft zu verbringen, sie spielt grossartig.
Aber auch Kirsten Stewart als Sarah liefert ein beeindruckendes Spiel ab, die beiden Frauen wirken unglaublich stark trotz der ganzen Verletzlichkeit, und sie bringen glaubhaft rüber, wie man in einer ausserordentlichen gefahrvollen Situation über sich hinauswachsen kann. Das mag jetzt hier etwas pathetisch wirken, nicht so im Film.
Titel Deutschland: Panic Room
Titel USA: Panic Room
Genre: Thriller
Farbe, USA, 2001
Kino Deutschland: 2002-04-18
Laufzeit Kino: 112 Minuten, FSK 16
Kinoverleih D: Columbia Tristar
Darsteller: Jodie Foster (Meg Altman), Kristin Stewart (Sarah Altman), Forest Whitaker (Burnham), Dwight Yokaman (Raoul), Jared Leto (Junior), Patrick Bauchau (Stephen Altman), Ann Magnuson (Lydia Lynch), Ian Buchanan (Evan Kurlander), Paul Schulze (Officer Keeney), Mel Rodriguez (Officer Morales)
Regie: David Fincher
Stab: - Produzenten: Gavin Polone, Judy Hofflund, David Koepp, Cean Chaffin - Drehbuch: David Koepp ? Vorlage: James Ellison Panic Room - Musik: Howard Shore - Kamera: Conrad W. Hall, Darius Khondji, ASC, A.F.C. Spezialeffekte: - Ausstattung: Arthur Max Schnitt: James Haygood, A.C.E., Angus Wall - Kostüme: Michael Kaplan - Make Up: - Ton: - Ton(effekt)schnitt: - Stunts: -
Ich habe das Video (VHS) gesehen für 12 Euro nochwas.
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