Erfahrungsbericht von tobberich
Von dummen Einbrechern und Panik im Raum...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Pünktlich zum Bundesstart lief Panic Room bei uns im Kino an. Das ist etwas besonderes denn bis vor kurzem kamen wir immer erst 4 Wochen später in den Genuss der dann schon nicht mehr ganz so neuen Filme. Und da Panic Room von David Fincher ist , welcher schon meinen absoluten Lieblingsfilm Fight Club gedreht hat , bin ich natürlich sofort am 18.4 ins Kino gezockelt um mir sein neuestes Werk anzuschauen – ob dieses so überraschend , genial und innovativ wie seine Vorgänger The Game , Seven oder eben Fight Club ist ...?
~~~Story~~~
Meg Altman hat sich erst vor kurzem von ihrem Mann , welcher ein großes Tier in der Pharmaindustrie ist , scheiden lassen und im Moment auf der Suche nach einem neuen Heim. Ihre Wahl ist dabei auf ein schon fast Palastartiges Anwesen in Manhattan gefallen. Das Haus hat dabei auf 3. Stockwerke verteilt so kleine Annehmlichkeiten wie einen Fahrstuhl , gediegene Ausstattung und na ja man gönnt sich ja sonst nichts : einen sogenannten Panik Raum ( Schlaumeier werden an dieser Stelle herausgefunden haben das der Film deshalb Panic Room heißt ;-).
Der Voreigentümer , ein etwas verschrobener vor kurzem verstorbener Millionär , hat ihn sich zum Schutz vor Einbrechern einbauen lassen. Dieser Raum ist so was wie eine Festung innerhalb des Hauses. Von meterdickem Stahlbeton umgeben , mit eigener Unabhängiger Telefonleitung und mit Monitoren welche das gesamte Haus und den Eingangsbereich überwachen. Da dürfte ja normaler Weise keine Gefahr für die Insassen bestehen , aber wenn das so wäre hätte man dem Film ja jegliche Existenzberichtigung entzogen.
Und wie der Zufall ( festgelegt durch das Drehbuch ) so will , brechen gleich in der ersten Nacht drei böse Buben in das Stadtpalais von Meg und ihrer Tochter ein. Diese hatten eigentlich gedacht das sich für das Haus noch kein Nachmieter gefunden hat – denn wie der „Anführer“ Junior ( Jared Leto ) weiß darf das Haus erst nach 14 Tagen neu vermietet werden das sind ( Achtung Zitat ) : „...fast drei Wochen“. Diese drei Worte lassen schon in den ersten Minuten die Intelligenz von Junior erahnen. Der zweite böse Bube ist Burnham ( Forest Whitaker ) ein Angestellter bei einer Manhattener Sicherheitsfirma. Er ist eigentlich ein ziemlich intelligenter Mann aber er brauch diesen Bruch um sein Familienleben wieder in einigermaßen geregelte Bahnen zu bringen. Sein Motto ist das niemand umkommen soll. Der dritte im Bunde ist Raul – er sollte eigentlich gar nicht dabei sein aber unsere Intelligenzbestie Junior war der Meinung das dieser Experte für diese „Operation“ unabdinglich sei.
Irgendwann merkt Burnham das der ach so toll ausgetüftelte Plan einen kleinen Fehler hat. Denn wie eben schon erwähnt waren sie der Meinung das Haus steht leer – da haben Meg und Sarah ( Kristen Stewart ) den drei einen Strich durch die Rechung gemacht. Auch Meg merkt nämlich das im haus Leute sind die da im Moment eigentlich nicht sein sollten. In letzter Sekunde schafft sie es dann auch samt Sarah in den Panic Room zu flüchten. Damit währe ja jetzt eigentlich alles in Butter , aber das Problem ist das die drei etwas haben wollen was sich in diesem Raum befindet – dumm gelaufen. Leider funktioniert auch das Telefon im Panic Room noch nicht weshalb unsere beiden Mädels Gefangene wider willen sind .
Die drei Gauner müssen ihren Plan jetzt also etwas umstellen und versuchen die beiden aus ihrer Festung zu vertreiben. Laut Burnham einer der Leute die diesen Raum konstruiert haben ein Ding der Unmöglichkeit. Doch Junior und sein „Kongenialer“ Partner versuchen mit einem Vorschlaghammer (!!) durch Zentimeterdicken Stahlbeton zu kommen (* Vordenkopfschlag * ) , doch nach ein paar Minuten sinnlosem Hämmerns sehen sie ein das dieser Plan , sagen wir mal , etwas unausgegoren ist.
Burnham ist da schon etwas subtiler und erinnert sich an Methoden des dritten Reiches – Luftloch suchen – Gas rein – und warten was passiert. Burnham wollte die beiden damit aber nur aus ihrem Raum vertreiben , Raul verhindert aber das abdrehen des Gases weshalb unsere beiden Heldinnen in ernster Gefahr schweben...
Ab hier möchte ich nicht mehr verraten denn der Film ist wirklich sehr spannend und lebt auch von seiner Spannung , ich möchte nur noch sagen das Sarah Diabetikern ist , Megs Handy im Zimmer was direkt an den Raum anschließt liegt und sich in dem Raum mehr als 20 Millionen $ befinden...
~~~ Meinung ~~~
Die Story ist von der Grundidee her sehr gut und auch sehr spannend doch es gibt teilweise auch starke Aussetzer ( warum zerschlagen die drei Deppen nicht einfach die Kameras um so einer Überwachung zu entgehen , warum nimmt Meg das Handy nicht gleich mit , wie kommt Meg darauf die externe Telefonleitung anzuzapfen und weiß sofort wie man Leitungen mit einander verbindet... ) welche den Gesamteindruck etwas trüben ??
Die Darsteller liefern meiner Meinung nach alle samt eine gute Leistung ab. Jodie Foster stellt die Wandlung von der klaustrophobisch veranlagten Mami zur starken und selbstbewussten Mutter glaubhaft dar. Auch Kristen Stewart hat mich in der Rolle der ziemlich cleveren und mutigen Sarah überzeugt.
Bei den drei möchte gern Gangstern hat mir am besten Forest Whitaker gefallen. Er ist der einzige der drei welcher einigermaßen Intelligent ist und möchte unter allen Umständen verhindern das irgendein Mord geschieht. Ausserdem hat er einen sehr ausdrucksstarken Blick welcher einen sehr guten Blick in sein emotionales Innenlaben zulässt. Jared Leto ist für mich ja ein alter bekannter aus Fight Club und ich muss sagen seine Darstellung des dumm dämlichen Junior sorgt für ein paar Auflockerungen in der sonst extrem spannenden Story. Dwight Yoakam als Raul war meiner Meinung nach der schlechteste Darsteller des Films , was auch daran liegen kann das er die ganze Zeit eine schwarze Maske auf hatte.
Besonders beeindruckt hat mich bei diesem Film auch wieder die optische Brillanz , wenn zum Beispiel die Kamera sanft durch das ganze Haus fährt , dabei sanft durch Türschlösser und Wände wandert ist das einfach ein Augenschmaus – also gibt es für Herrn Fincher für diesen Teil ein dickes Lob von mir.
~~~Fazit~~~
An die Genialität eines Fight Club kommt dieser Film leider nicht heran aber er ist in der Lage eine schon fast unheimliche Spannung zu erzeugen. Desweiteren sind auch Darsteller sowie die Optik ein klarer Pluspunkt. Doch leider hat das Drehbuch die eben schon erwähnten Aussetzer weshalb der Film von mir eine 2 bekommt.
©u tobberich
~~~Story~~~
Meg Altman hat sich erst vor kurzem von ihrem Mann , welcher ein großes Tier in der Pharmaindustrie ist , scheiden lassen und im Moment auf der Suche nach einem neuen Heim. Ihre Wahl ist dabei auf ein schon fast Palastartiges Anwesen in Manhattan gefallen. Das Haus hat dabei auf 3. Stockwerke verteilt so kleine Annehmlichkeiten wie einen Fahrstuhl , gediegene Ausstattung und na ja man gönnt sich ja sonst nichts : einen sogenannten Panik Raum ( Schlaumeier werden an dieser Stelle herausgefunden haben das der Film deshalb Panic Room heißt ;-).
Der Voreigentümer , ein etwas verschrobener vor kurzem verstorbener Millionär , hat ihn sich zum Schutz vor Einbrechern einbauen lassen. Dieser Raum ist so was wie eine Festung innerhalb des Hauses. Von meterdickem Stahlbeton umgeben , mit eigener Unabhängiger Telefonleitung und mit Monitoren welche das gesamte Haus und den Eingangsbereich überwachen. Da dürfte ja normaler Weise keine Gefahr für die Insassen bestehen , aber wenn das so wäre hätte man dem Film ja jegliche Existenzberichtigung entzogen.
Und wie der Zufall ( festgelegt durch das Drehbuch ) so will , brechen gleich in der ersten Nacht drei böse Buben in das Stadtpalais von Meg und ihrer Tochter ein. Diese hatten eigentlich gedacht das sich für das Haus noch kein Nachmieter gefunden hat – denn wie der „Anführer“ Junior ( Jared Leto ) weiß darf das Haus erst nach 14 Tagen neu vermietet werden das sind ( Achtung Zitat ) : „...fast drei Wochen“. Diese drei Worte lassen schon in den ersten Minuten die Intelligenz von Junior erahnen. Der zweite böse Bube ist Burnham ( Forest Whitaker ) ein Angestellter bei einer Manhattener Sicherheitsfirma. Er ist eigentlich ein ziemlich intelligenter Mann aber er brauch diesen Bruch um sein Familienleben wieder in einigermaßen geregelte Bahnen zu bringen. Sein Motto ist das niemand umkommen soll. Der dritte im Bunde ist Raul – er sollte eigentlich gar nicht dabei sein aber unsere Intelligenzbestie Junior war der Meinung das dieser Experte für diese „Operation“ unabdinglich sei.
Irgendwann merkt Burnham das der ach so toll ausgetüftelte Plan einen kleinen Fehler hat. Denn wie eben schon erwähnt waren sie der Meinung das Haus steht leer – da haben Meg und Sarah ( Kristen Stewart ) den drei einen Strich durch die Rechung gemacht. Auch Meg merkt nämlich das im haus Leute sind die da im Moment eigentlich nicht sein sollten. In letzter Sekunde schafft sie es dann auch samt Sarah in den Panic Room zu flüchten. Damit währe ja jetzt eigentlich alles in Butter , aber das Problem ist das die drei etwas haben wollen was sich in diesem Raum befindet – dumm gelaufen. Leider funktioniert auch das Telefon im Panic Room noch nicht weshalb unsere beiden Mädels Gefangene wider willen sind .
Die drei Gauner müssen ihren Plan jetzt also etwas umstellen und versuchen die beiden aus ihrer Festung zu vertreiben. Laut Burnham einer der Leute die diesen Raum konstruiert haben ein Ding der Unmöglichkeit. Doch Junior und sein „Kongenialer“ Partner versuchen mit einem Vorschlaghammer (!!) durch Zentimeterdicken Stahlbeton zu kommen (* Vordenkopfschlag * ) , doch nach ein paar Minuten sinnlosem Hämmerns sehen sie ein das dieser Plan , sagen wir mal , etwas unausgegoren ist.
Burnham ist da schon etwas subtiler und erinnert sich an Methoden des dritten Reiches – Luftloch suchen – Gas rein – und warten was passiert. Burnham wollte die beiden damit aber nur aus ihrem Raum vertreiben , Raul verhindert aber das abdrehen des Gases weshalb unsere beiden Heldinnen in ernster Gefahr schweben...
Ab hier möchte ich nicht mehr verraten denn der Film ist wirklich sehr spannend und lebt auch von seiner Spannung , ich möchte nur noch sagen das Sarah Diabetikern ist , Megs Handy im Zimmer was direkt an den Raum anschließt liegt und sich in dem Raum mehr als 20 Millionen $ befinden...
~~~ Meinung ~~~
Die Story ist von der Grundidee her sehr gut und auch sehr spannend doch es gibt teilweise auch starke Aussetzer ( warum zerschlagen die drei Deppen nicht einfach die Kameras um so einer Überwachung zu entgehen , warum nimmt Meg das Handy nicht gleich mit , wie kommt Meg darauf die externe Telefonleitung anzuzapfen und weiß sofort wie man Leitungen mit einander verbindet... ) welche den Gesamteindruck etwas trüben ??
Die Darsteller liefern meiner Meinung nach alle samt eine gute Leistung ab. Jodie Foster stellt die Wandlung von der klaustrophobisch veranlagten Mami zur starken und selbstbewussten Mutter glaubhaft dar. Auch Kristen Stewart hat mich in der Rolle der ziemlich cleveren und mutigen Sarah überzeugt.
Bei den drei möchte gern Gangstern hat mir am besten Forest Whitaker gefallen. Er ist der einzige der drei welcher einigermaßen Intelligent ist und möchte unter allen Umständen verhindern das irgendein Mord geschieht. Ausserdem hat er einen sehr ausdrucksstarken Blick welcher einen sehr guten Blick in sein emotionales Innenlaben zulässt. Jared Leto ist für mich ja ein alter bekannter aus Fight Club und ich muss sagen seine Darstellung des dumm dämlichen Junior sorgt für ein paar Auflockerungen in der sonst extrem spannenden Story. Dwight Yoakam als Raul war meiner Meinung nach der schlechteste Darsteller des Films , was auch daran liegen kann das er die ganze Zeit eine schwarze Maske auf hatte.
Besonders beeindruckt hat mich bei diesem Film auch wieder die optische Brillanz , wenn zum Beispiel die Kamera sanft durch das ganze Haus fährt , dabei sanft durch Türschlösser und Wände wandert ist das einfach ein Augenschmaus – also gibt es für Herrn Fincher für diesen Teil ein dickes Lob von mir.
~~~Fazit~~~
An die Genialität eines Fight Club kommt dieser Film leider nicht heran aber er ist in der Lage eine schon fast unheimliche Spannung zu erzeugen. Desweiteren sind auch Darsteller sowie die Optik ein klarer Pluspunkt. Doch leider hat das Drehbuch die eben schon erwähnten Aussetzer weshalb der Film von mir eine 2 bekommt.
©u tobberich
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