Panic Room (VHS) Testbericht

Panic-room-vhs-thriller
ab 10,76
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

Erfahrungsbericht von Birgit-Judith

DAS BESONDERE ZIMMER...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich mag Jodie Foster als Schauspielerin sehr. Sie hat unheimlich viel Talent spezielle Charaktere zu verkörpern. Psycho-Filme sind meine Favoriten und so wollte ich diesen Film unbedingt sehen.


***Inhalt***

Meg Altman ist die geschiedene Ehefrau eines reichen Pharma-Unternehmer und auf der Suche nach einer neuen Wohnung. So werden ihr und ihrer zuckerkranken Tochter Sarah ein riesiges Haus in Manhattan angeboten. Der Vorbesitzer war stinkreich, zwischenzeitlich verstorben und es fehlte ein erheblicher Teil der Erbschaft, der nicht aufzufinden war. Bei der Besichtigung stellte Meg fest, das ein Raum etwas kleiner war und es von der Grundfläche her einfach nicht passte. Die Lösung fand sich schnell. Das Haus besass einen Panic-Room, stählern und mit einem Sicherheitsnetz ausgerüstet, das Einen nur so staunen läßt. Überwachungsmonitore, eigenes Belüftungssystem und sonstigen Schnick-Schnack.

Bereits in der ersten Nacht kam es wie es kommen musste. Drei üble Burschen brachen in das Haus ein, Meg bekam dies mit und verbarrikadierte sich mit ihrer Tochter im besagten Panic-Room. Die Einbrecher waren davon überzeugt, dass das Haus noch leer stand und Raoul war eigentlich ein \"lieber\" Verbrecher und wollte den ganzen Coup schon abblasen.

In diesem Zimmer befand sich nun aber das restliche Vermögen. Wie aber nun drankommen, bzw. wie sollte man Meg und ihre Tochter da raus locken?


***Darsteller***

Jodie Foster brilliert mal wieder in diesem Psychostreifen. Die noch nicht verarbeitete Trennung von ihrem Mann nimmt man ihr ebenso ab wie die Ängste, die sie in dieser \"Zelle\" durchsteht. Gut gefällt sie mir auch in der Rolle als Mutter, die es nicht gerade einfach hat mit der, in der Pubertät befindlichen Tochter, klar zu kommen. Auffällig an ihr, die absolut potthässliche Brille.

Kristen Stewart in der Rolle der Tochter Sarah bietet auch eine glanzvolle Darbietung und überzeugt mit ihrem schauspielerischen Talent.

Von den drei Bösewichten gefiel mir der Anführer nicht ganz zu. Er wirkte mit seinem Auftreten mir persönlich zu übertrieben.

Auffallend an dem ganzen Film, dass wirklich wenige Leute mitspielen und es trotzdem inhaltlich sehr spannend ist.


*Kameraführung***

Ich kann mich nicht erinnern, je eine so geniale Kameraführung gesehen zu haben. Diese hat sehr viel Einfluss auf die Spannung des Filmes. Da fühlt man sich als Zuschauer einbezogen, man dringt durch den Henkel der Kaffeekanne, ist urplötzlich der Schlüssel im Schloss und schwebt über das imposante Treppenhaus. Oder wie wäre es mit einem Rundflug am Anfang des Filmes durch die Häuserschluchten von Manhattan? Wirklich ein tolles Gefühl und ein Aspekt, sich dieses Werk auf einer Kinoleinwand anzusehen.


***Fazit***

Das Meiste passt prima bei dem Film. Eine glaubwürdige Story, die oben erwähnte oscarreife Kameraführung, die Hintergrundmusik, welche die einzelnen Szenen gut untermalt, klasse Schauspieler und Spannung pur. Etwas sonderbar, dass Tochter Sarah, die in ein halbkomatöses Unterzucker fiel auch noch Insulin gespritzt wird. Viel Ahnung habe ich ja nicht mehr aus meiner früheren Zeit als Krankenschwester und der verzweifelte Versuch der Mutter, irgendetwas Zuckerhaltiges in diesem Panic-Room zu finden unterstreicht meine Vermutung ja auch. Würde mich brennend interessieren, was der gute Raoul dem Kind da gespritzt hat. Eine Zuckerlösung vielleicht? Aber die nutzt subcutan, also nur \"unter die Haut\" gar nichts. Naja, egal. Auch die große Bohrmaschine und ich meine richtig groß, wo kam die plötzlich her? Die Einbrecher rückten zwar mit einer Tasche an, aber jene wurde im Vorfeld des Filmes schon entleert und enthielt nur Werkzeug.

Dies sind, abgesehen von erwähnter hässlichen Brille, aber auch die einzigsten Mängelpunkte, die ich finden konnte.

Überrascht war ich davon, dass das gesamte Geschehen sich fast ausschließlich nur in dem Haus abspielte. Ein großes, noch so gut wie leerstehendes Haus. Keine tolle Kulisse, nichts. Eine Hand voll Schauspieler und auch hier sonst nichts. Actionmässig ist relativ viel geboten, jedoch steht das Psychologische im Vordergrund. Keiner traut Keinem und jeder der einzelnen Schauspieler zeigt einen anderen Charakter. Da vermisst man als Zuschauer auch nicht den fehlenden Anspruch des Films. Die Story ist kinderleicht zu begreifen und so kann man sich ganz der Spannung hingeben, ohne ständig aufpassen zu müssen, ob man dem Streifen inhaltlich noch folgen kann.

110 Minuten vergehen wie im Flug, ohne das man sich davon auch nur eine Minute langweilt. FSK freigegeben ab 16 Jahre ist in Ordnung.

Empfehlenswert mit 4 Sternen!

13 Bewertungen