Panic Room (VHS) Testbericht

Panic-room-vhs-thriller
ab 10,76
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Erfahrungsbericht von WL999

Panik ?? hier wohl eher nicht !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo liebe Yopi Gemeinde,

heute mein Bericht zu einem fast noch aktuellen Kinofilm der Kategorie Thriller.

Die Bewertung dieses Films fällt schlechter aus wie die meisten bisher, entspricht aber meiner Meinung !

viel Spaß! Danke vorab fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren !

****Anlass den Film zusehen :

Als bekennender Psychothriller Fan ist der Film logischerweise eine Pflichtveranstaltung. Eigentlich wollte ich ja ihn schon viel früher sehen, aber ich war wohl zuviel hier ;-)).

Die Vorberichte sahen ganz spannend aus, fast nur positive Presse. Zu dem die Kombination von Fincher (Sieben und The Game) und Jodie Foster (Schweigen der Lämmer), zusammen mit einer spannenden Story sehr vielversprechend ist... da kann ja eigentlich nichts schief gehen !!! Am Montag dieser Woche war es dann endlich soweit.....

****Zum Film selbst :

Meg Altman (Jodie Foster) die sich frisch von Ihrem Mann Stephen ( Patrick Bachau) getrennt hat, sucht mir Ihrer Tochter Sarah ( Kirsten Stewart) eine neue Wohnung in Manhattan. Da Ihr Noch-Mann wohl nicht gerade arm ist, ziehen Meg und Sarah in eine recht luxuriöse Stadtwohnung (mehr ein Haus) in Manhattan. Beim Besichtigen der Wohnung mit den Maklern erfahren Sie, daß der Vorbesitzer sehr wohlhabend war. Da er ein ängstlicher Mensch war, hat er im Haus einen sog. „Panic Room“, quasi eine Art Bunker einbauen lassen. Ist man einmal drin, hat man eine separate Belüftung, eine separate Telefonleitung etc. Von diesem Raum kann man via Monitore alle Räume des Hauses beobachten und mit Leuten die draußen sind auch mittels Mikrofon kommunizieren. Von Außen ist ein Eindringen eigentlich unmöglich.....

Über den Vorbesitzer erfährt man, daß es bei seinem Tod unter den Erben zu Streitereien kam, da große Teile des Vermögens nicht aufgetaucht sind. Weiter geht’s... die beiden ziehen ein und legen sich schlafen... auf einmal tauchen vor dem Haus drei Einbrecher auf : Junior, der Anführer , Burnham, der Panic Room- Bauer und zuletzt Raoul, ein Maskierter mit kugelsicherer Weste (?). Diese brechen vorne in das Haus ein und denken, daß der Einzug der Altmans erst in zwei Wochen stattfinden wird. Relativ schnell merken Sie, daß das Haus bereits bewohnt ist.... Junior ein Nachkomme des Vorbesitzers, weiß, daß im Panic Room selbst die verschwundenen Millionen liegen und will daher da rein. Burnham soll, als erfahrener Einbrecher und Kenner von solchen Räumen ihm dabei helfen. Warum Raoul zusätzlich dabei ist, weiß Burnham selbst auch nicht so genau..... Es kommt wie es kommen mußte : Meg hört die Einbrecher und verschwindet mit Ihrer Tochter in den Panic Room. Zwangsläufig das es da zu Schwierigkeiten kommt, da die Einbrecher, da rein wollen und die Altmans aber nicht raus !!! Da die Tochter an Diabetes leidet und Insulin benötigt beginnt nun der Kampf um den Panic Room.......

Mehr wird hier nicht verraten, bitte selbst anschauen, sonst ist die Spannung weg !

***Nun zu meinen Erfahrungen/Meinungen :

Wie bereits in der Einleitung beschrieben hatte ich eine recht hohe Erwartung an den Film. Foster, Fincher und ne gute Story, das muß eigentlich ein Hit sein. Leider war dem aber nicht so... ich bin enttäuscht !! Mehr kann ich fast nicht sagen ! Das Drehbuch von David Koepp verdient die Note „Setzen sechs“... hier hätte man wirklich mehr draus machen müssen. Die Story hakt, wirkt unglaubwürdig, keine Wendungen, keine Überraschungen gar nichts !

***Zu den Details :

***Story :
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Achtung: Hier nur lesen wer den Film schon kennt, oder wer schon sehr viel vorher wissen will !!!
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Es fängt langsam aber glaubhaft an : Frau trennt sich von Ihrem Mann weil dieser ein Verhältnis mit nem Modell hat und zieht mit Tochter in eine „Festung“. Die drei Einbrecher machen Ihren Job und wollen an die Kohle im Panic Room. Die Story ist zwar gut gedacht aber sehr schlecht gemacht, es ist alles vorhersehbar, keine Wendung. Anfänglich vermutet man ja, weiß Gott wen, hinter der Person Raoul, aber auch da wird man enttäuscht. Die Story hakt auch gewaltig, Jodie Foster schwankt zwischen technischem Wunderkind (Telefonleitung)und gar nichts Blickerin ( Polizei, sie weiß doch, daß die Menschen im Panic Room definitiv nichts hören). Weitere m.E. unerklärliche Sachverhalte : Warum kann sich ein Einbrecher die Finger einklemmen obwohl, daß eigentlich gar nicht geht ? Warum stellen sich die Einbrecher an wie bei Kevin allein zu Haus ? ( auf die Idee mit den Kameras hätten die selbst kommen können) Warum flieht Sarah am Schluß nicht (Raoul hat ja gewisse körperliche Schäden)? Warum lassen die Altmans die Einbrecher am Schluß nicht einfach ziehen ? Warum ist die Polizei beim zweiten Einsatz so schnell da ? usw........

Weiteres Manko des Drehbuchs : die Charaktere der Einbrecher, nach zwei Minuten weiß man die Rollenverteilung und die Eigenschaften der Jungs. Da diese ganz klar erkennbar sind, wartet man eigentlich auf eine Wende im Film, aber nichts passiert !
Bei Burnham sieht man seine Gutmütigkeit, Raoul ist einfach nur brutal und Junior spuckt große Töne.. alles absehbar, wirklich nichts besonderes !!!! Über das Trio muß man mehr schmunzeln als in Panik zu geraten... Hier war definitiv deutlich mehr machbar !



>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Familie Altman :

 Jodie Foster als Mutter Meg Altman = spielt selbst überzeugend, Ihre Angst bringt Sie gut rüber, denke die Besetzung ist ok, Sie hat die Rolle gut ausgefüllt. Es lag wohl eher am Drehbuch, daß da nicht mehr rauszuholen war... Ich persönlich fand Ihre Auftritte in „Schweigen der Lämmer“ und „Angeklagt“ besser !

 Kristen Stewart als Tochter Sarah Altman = wirklich gut, was Stewart hier gezeigt hat, da kann man nicht meckern ! Spielte sehr überzeugend und super glaubhaft, die Kleine hat Potential !! Freue mich auf weiteres von Ihr !

 Patrick Bauchau als Vater, bzw. Noch-Ehemann Stephen Altman = die Schauspielerische Leistung von Bachau kann man eigentlich kaum beurteilen, da sein Auftritt zu kurz war. Er wurde ja mehr oder weniger „nur“ verprügelt und hing anschließen halb tod im Sessel

>> Die Einbrecher :

 Jared Leto als der „Dümmliche“ Junior = ging in seiner Rolle gut auf und überzeugte. Wirkte glaubhaft, tolle Leistung ! Sein Auftritt war nicht all zu lang dennoch sehr gut ! Er spielte den jungen aufbrausenden „Chef“, der sich aber immer mehr als Dilettant herausstellt, Anfangs hat er das Ruder in der Hand, gibt es aber bis zu einer bestimmten Szene komplett an die anderen beiden ab !
 Forest Whitaker als der „Gute“ Burnham = Ihm sieht man die gespielten Wesenszüge bereits an : großer gutmütiger Mensch der eigentlich keiner Fliege was zu leide tun kann. Das kommt absolut gut rüber ! Man kann sich ihn gar nicht anders vorstellen, als ein liebenswerter, gutmütiger und hilfsbereiter Mensch. Idealbesetzung für die Rolle ! Aber warum kann er als träger Kerl auf einmal so schnell rechnen ???
 Dwight Yoakam als der „Brutale“ : War am Anfang ständig maskiert, spielte den ultraharten Brutalo aber ganz gut. Der klassische „Bösewicht“ in einem solchen Film, dem man auch alles böse wünscht ! Hart, Brutal, Kompromisslos !

***Musik :

Hmmm, war da Musik ??? Wie schon bei The Game fällt diese nicht weiter auf, lediglich im Vorspann kann ich mich erinnern, ansonsten Thrillerdurchschnitt.

***Spannung:

Das ist das Manko dieses Thrillers ! Es gibt eigentlich keine Szene wo man sich erschreckt, alles ist vorhersehbar ein gutes Ende unweigerlich. Lediglich eine Szene ( wer ist zu erst an der Telefonleitung) ist meines Erachtens etwas spannender. Der ganze Rest ;-(((( nicht wirklich gut ! Die Charaktere der Einbrecher wird viel zu früh definiert, die Rollenverteilung ist klar vorgegeben ( der „Gute“, der „Brutale“ und der „Dumme“), keine Wendung im Film, nichts aber auch gar nichts ! Sehr schade, denn die Story schreit förmlich nach mehr !

***Kameraführung :

Das einzige überzeugende an diesem Film. Bereits der Vorspann überzeugt mit dem Blick über Manhattan und den verschieden Einblendungen ist klasse. Während des Films blickt die Kamera von allen möglichen Orten und Winkeln in das Geschehen. Hier ist Fincher, bzw. seinem Kamerateam zu gratulieren.

***Der Regisseur :

Ist David Fincher, der mit Filmen wie „Sieben“, „The Game“ und „Fight Club“ für Furore gesorgt hat, dieses Werk kann mit den anderen keinesfalls mithalten, in seiner Biografie gibt Panic Room sicherlich kein Highlight !

*** sonstiges :

FSK : ab 16
Länge : 110 min
Herausgeber : Columbia Tristar Film
Herstellungsjahr : 2002 USA

***Fazit :

Von mir bekommt „Panic Room“ lediglich 3 Sterne ! Er ist zwar kurzweilig, die Story ist aber zu konfus und zu durchschaubar. Die Schauspieler und die Kameraführung waren zwar wirklich gut, dennoch gehört dieses Werk nicht zu den besseren Filmen dieser Kategorie ! Auf keinen Fall darf man hier Spannung wie in Sieben, Schweigen der Lämmer oder The Game erwarten. Es gibt kaum „Erschreck“ Sequenzen, einfach zu mager, aus der Story hätte man mehr machen können !

Die FSK Einstufung ab 16 ist ok, die Länge des Films auch !

Für Fans des Thrillergenres ist es nichts besonderes, eher enttäuschend... für Genre „Reinschnupperer“ ist der Film ok !!! Daher nur bedingt empfehlenswert !



Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren !!!!!!!

Gruß Werner

(wird auch bei Dooyoo und Ciao unter gleichem Namen veröffentlicht !)

21 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Joebln

    04.07.2002, 14:57 Uhr von Joebln
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich fand ihn auch nicht superspannend, aber technisch exzellent umgesetzt

  • unauffaellig007

    19.06.2002, 10:49 Uhr von unauffaellig007
    Bewertung: sehr hilfreich

    also ich fand ihn nicht so toll, er war zwar ganz ut aber , die spannung war durch die Trailer schon raus. Mfg

  • *Jayn*

    07.06.2002, 04:48 Uhr von *Jayn*
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wollte mir ja eigentlich ein eigenes Urteil bilden aber ich warte lieber noch bis er irgendwann in 1 1/2 Jahren im Fernsehen kommt... MFG Steffi:o)