Erfahrungsbericht von _matthias_
Eingeschlossen mit Jodie Foster
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich liebe Jodie Foster. Ich glaube, der erste Film mit ihr, den ich gesehen habe, war "Das Schweigen der Lämmer", fortan habe ich aber jeden Film aus neuerer Zeit und auch die alten Filme von damals mit ihr gesehen. Es ist ihre unverwechselbare Mimik als auch ihr Talent, Gefühle und Stimmungen zu transportieren, ohne dabei in irgendeiner Art und Weise künstlich, aufgesetzt oder affektiert zu wirken. Und auch wenn ich Filme wie "Nell" eher nicht so berauschend fand, stand für mich ziemlich früh fest, dass ich mir auch den neuesten Streifen nicht werde entgehen lassen.
Wir befinden uns in Manhattan und der Filmbeginn beinhaltet oft langweilig-spannende Musik sowie die Einblendung diverser Namen, Akteure und Beteiligter. Schon hier war ich begeistert, als dreidimensionale Schriftzüge sich nahtlos und dreidimensional in die Häsuerschluchten Manhattans einfügten. Schattierungen, Perspektive und Tricktechnik lassen die Namen wie riesige Werbetafel direkt vor den Häusern hängen, während die Kamera unbeirrt ihren Weg durch die Schluchten sucht.
Will man die Geschichte des Films erzählen, ohne dass man gleich zuviel verrät, so ist man schnell durch. Die von Conneticut nach New York gezogene Meg Altman bezieht mit ihrer Tochter Sarah in Manhattan ein dreistöckiges Haus, welches zuvor einem älteren, stinkreichen Mann gehört hat, dessen damaliges Haus mit vielerlei Raffinessen ausgestattet wurde. Neben der ausgeklügelten Alarmsicherung, dem Lautsprechersystem, dem Fahrstuhl im dreistöckigen Haus ist aber wohl vor Allem der "Panik Raum" zu nennen. Es ist ein High Tech-Raum, in dem man sich fast gänzlich von der Außenwelt abschotten kann. Dieser Raum, der mit seinen circa acht Quadratmeter der neue Besitzerin Meg Angst zu machen scheint, ist mit allem ausgestattet, was man von einem Kriegsbunker erwartet: Essen, Trinken, medizinische Versorgung, zusätzlich aber noch Monitore mit den Bildern der 16 Kameras im Haus, eine eigene Telefonleitung und, und, und ...
Zu dumm allerdings, dass die drei Ganoven Burnham, Raoul und Junior gerade dieses Haus als Ziel eines Einbruchs haben. Später wird sich die ganze Geschichte um die Motivation und die Vorgeschichte des Einbruchs klären, Meg und Sarah können dies aber noch nicht ahnen, als sie sich voller Panik in dieser Nacht gerade noch in den Panik Raum stürzen und die Stahltür schließen können, bevor ihnen etwas passiert. Nun sitzen Meg und Sarah dort drin, die Ganoven sind vor der Tür und die Nerven aller scheinen zum Zerreißen angespannt. Die Situation entspannt sich nicht gerade, als Sarah und Meg merken, dass das eigentliche Ziel der Einbrecher der Panik Raum selbst ist ...
Mehr ist zur Geschichte eigentlich kaum zu sagen. Alle weiteren Akteure, die im Verlaufe des Films mehr oder weniger stark in das Geschehen eingreifen, sind an den Fingern einer Hand abzuzählen und spielen für die Bewertung und die Kritik des Films kaum eine Rolle.
Die Psychologie kommt eigentlich über die gesamte Dauer des Films nicht zu kurz. Zum einen wäre da die Beziehung zwischen der geschiedenen Meg Altman und ihrer zuckerkranken Tochter Sarah, deren Beziehung isoliert von der Außenwelt teilweise lustig, manchmal auch etwas tiefsinniger beleuchtet wird. Weniger tiefsinnig, wenn auch manchmal mit gesellschaftskritischen Pointen gespickt ist das Psychospiel der drei Einbrecher, deren Charaktere aber im Film weitestgehend blass bleiben. Als drittes Element des Films bleibt die Beziehung zwischen drinnen und draußen, zwischen den eingesperrten Frauen und den ausgesperrten Einbrechern. Es gleicht zunächst einem Tennisspiel, bei dem die Frauen am Netz stehen und jeden Ball, der übers Netz fliegt, mit Glück und Geschick abwehren. Aber es wäre kein Psychothriller, wenn nicht einige Wendungen in der Geschichte mehr bieten als ein normales Katz- und Mausspiel, sodass später vielleicht nicht die Rollen getauscht werden, aber dennoch Unvorhergesehenes passieren wird.
Was neben dem eigentlichen Film wirklich positiv herausragt, ist die Kameraführung. Wirklich herrliche Kameraführungen durch das Haus, dass nach 10 Minuten des Films der einzige Schauplatz des gesamten FIlms ist, lassen einem teilweise den Atem stocken.
Und während man sich noch fragt, wie die Kamera geführt von einem freischwebenden Kameramann durchs Haus geflogen wird, saust die Kamera durch den Henkel einer Kaffeetasse hindurch und die ganze Illusion ist dahin beziehungsweise von Neuem aufgebaut.
In ab und zu etwas dunklen Bildern präsentiert sich der Film und schafft es teilweise, eine ebenso düstere, beklemmende Stimmung aufzubauen. Das Zeug zu einem ganz großen Film hat "Panic Room" jedoch nicht. Dass liegt trotz der guten schauspielerischen Leistung und den tollen Bildern vor Allem daran, dass der Film, der wirklich sensationell beginnt, gegen Ende etwas abflacht, vorhersagbar wird und nicht mehr diese Überraschungseffekte und Angstmomente bietet wie vielleicht am Anfang.
Der vielzitierte Spannungsbogen kann gegen Mitte des Films meiner Meinung nach nicht mehr gesteigert werden, sondern scheint auf mittlerem Niveau ins Ziel gerettet werden ... Neben Jodie FOster ist übrigens auch die junge Kristin Stewart in der Rolle der Tochter unbedingt hervorzuheben, die ich vorher noch nicht kannte und die ein tolles, schauspielerisch faszinierendes Debut gibt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein guter Film ist, aus dem man aber irgendwie herausgeht und denkt, dass man vielleicht noch mehr hätte machen können. Nicht ganz glücklich ist man mit der zweiten Hälfte des Films und hätte sich doch eigentlich eher gewünscht, dass der Film so viel versprechend weitergegangen wäre wie er begonnen hat. Es mag ein typisch amerikanischer Film sein, aber wer Jodie Foster und ihre Rollen mag, wird hier nicht enttäuscht werden.
Titel Deutschland: Panic Room
Titel USA: Panic Room
Genre: Thriller
Farbe, USA, 2001
Darsteller: Jodie Foster (Meg Altman), Kristin Stewart (Sarah Altman) ...
Regie: David Fincher
Produzenten: Gavin Polone, Judy Hofflund, David Koepp, Cean Chaffin
Drehbuch: David Koepp
Laufzeit Kino: 112 Minuten, FSK 16
Klaustropohobische Grüße, euer mr.matze 12.5.02
Wer klaut der soll sein Zimmer als Panik Raum empfinden.
Respect all Colours.
Wir befinden uns in Manhattan und der Filmbeginn beinhaltet oft langweilig-spannende Musik sowie die Einblendung diverser Namen, Akteure und Beteiligter. Schon hier war ich begeistert, als dreidimensionale Schriftzüge sich nahtlos und dreidimensional in die Häsuerschluchten Manhattans einfügten. Schattierungen, Perspektive und Tricktechnik lassen die Namen wie riesige Werbetafel direkt vor den Häusern hängen, während die Kamera unbeirrt ihren Weg durch die Schluchten sucht.
Will man die Geschichte des Films erzählen, ohne dass man gleich zuviel verrät, so ist man schnell durch. Die von Conneticut nach New York gezogene Meg Altman bezieht mit ihrer Tochter Sarah in Manhattan ein dreistöckiges Haus, welches zuvor einem älteren, stinkreichen Mann gehört hat, dessen damaliges Haus mit vielerlei Raffinessen ausgestattet wurde. Neben der ausgeklügelten Alarmsicherung, dem Lautsprechersystem, dem Fahrstuhl im dreistöckigen Haus ist aber wohl vor Allem der "Panik Raum" zu nennen. Es ist ein High Tech-Raum, in dem man sich fast gänzlich von der Außenwelt abschotten kann. Dieser Raum, der mit seinen circa acht Quadratmeter der neue Besitzerin Meg Angst zu machen scheint, ist mit allem ausgestattet, was man von einem Kriegsbunker erwartet: Essen, Trinken, medizinische Versorgung, zusätzlich aber noch Monitore mit den Bildern der 16 Kameras im Haus, eine eigene Telefonleitung und, und, und ...
Zu dumm allerdings, dass die drei Ganoven Burnham, Raoul und Junior gerade dieses Haus als Ziel eines Einbruchs haben. Später wird sich die ganze Geschichte um die Motivation und die Vorgeschichte des Einbruchs klären, Meg und Sarah können dies aber noch nicht ahnen, als sie sich voller Panik in dieser Nacht gerade noch in den Panik Raum stürzen und die Stahltür schließen können, bevor ihnen etwas passiert. Nun sitzen Meg und Sarah dort drin, die Ganoven sind vor der Tür und die Nerven aller scheinen zum Zerreißen angespannt. Die Situation entspannt sich nicht gerade, als Sarah und Meg merken, dass das eigentliche Ziel der Einbrecher der Panik Raum selbst ist ...
Mehr ist zur Geschichte eigentlich kaum zu sagen. Alle weiteren Akteure, die im Verlaufe des Films mehr oder weniger stark in das Geschehen eingreifen, sind an den Fingern einer Hand abzuzählen und spielen für die Bewertung und die Kritik des Films kaum eine Rolle.
Die Psychologie kommt eigentlich über die gesamte Dauer des Films nicht zu kurz. Zum einen wäre da die Beziehung zwischen der geschiedenen Meg Altman und ihrer zuckerkranken Tochter Sarah, deren Beziehung isoliert von der Außenwelt teilweise lustig, manchmal auch etwas tiefsinniger beleuchtet wird. Weniger tiefsinnig, wenn auch manchmal mit gesellschaftskritischen Pointen gespickt ist das Psychospiel der drei Einbrecher, deren Charaktere aber im Film weitestgehend blass bleiben. Als drittes Element des Films bleibt die Beziehung zwischen drinnen und draußen, zwischen den eingesperrten Frauen und den ausgesperrten Einbrechern. Es gleicht zunächst einem Tennisspiel, bei dem die Frauen am Netz stehen und jeden Ball, der übers Netz fliegt, mit Glück und Geschick abwehren. Aber es wäre kein Psychothriller, wenn nicht einige Wendungen in der Geschichte mehr bieten als ein normales Katz- und Mausspiel, sodass später vielleicht nicht die Rollen getauscht werden, aber dennoch Unvorhergesehenes passieren wird.
Was neben dem eigentlichen Film wirklich positiv herausragt, ist die Kameraführung. Wirklich herrliche Kameraführungen durch das Haus, dass nach 10 Minuten des Films der einzige Schauplatz des gesamten FIlms ist, lassen einem teilweise den Atem stocken.
Und während man sich noch fragt, wie die Kamera geführt von einem freischwebenden Kameramann durchs Haus geflogen wird, saust die Kamera durch den Henkel einer Kaffeetasse hindurch und die ganze Illusion ist dahin beziehungsweise von Neuem aufgebaut.
In ab und zu etwas dunklen Bildern präsentiert sich der Film und schafft es teilweise, eine ebenso düstere, beklemmende Stimmung aufzubauen. Das Zeug zu einem ganz großen Film hat "Panic Room" jedoch nicht. Dass liegt trotz der guten schauspielerischen Leistung und den tollen Bildern vor Allem daran, dass der Film, der wirklich sensationell beginnt, gegen Ende etwas abflacht, vorhersagbar wird und nicht mehr diese Überraschungseffekte und Angstmomente bietet wie vielleicht am Anfang.
Der vielzitierte Spannungsbogen kann gegen Mitte des Films meiner Meinung nach nicht mehr gesteigert werden, sondern scheint auf mittlerem Niveau ins Ziel gerettet werden ... Neben Jodie FOster ist übrigens auch die junge Kristin Stewart in der Rolle der Tochter unbedingt hervorzuheben, die ich vorher noch nicht kannte und die ein tolles, schauspielerisch faszinierendes Debut gibt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein guter Film ist, aus dem man aber irgendwie herausgeht und denkt, dass man vielleicht noch mehr hätte machen können. Nicht ganz glücklich ist man mit der zweiten Hälfte des Films und hätte sich doch eigentlich eher gewünscht, dass der Film so viel versprechend weitergegangen wäre wie er begonnen hat. Es mag ein typisch amerikanischer Film sein, aber wer Jodie Foster und ihre Rollen mag, wird hier nicht enttäuscht werden.
Titel Deutschland: Panic Room
Titel USA: Panic Room
Genre: Thriller
Farbe, USA, 2001
Darsteller: Jodie Foster (Meg Altman), Kristin Stewart (Sarah Altman) ...
Regie: David Fincher
Produzenten: Gavin Polone, Judy Hofflund, David Koepp, Cean Chaffin
Drehbuch: David Koepp
Laufzeit Kino: 112 Minuten, FSK 16
Klaustropohobische Grüße, euer mr.matze 12.5.02
Wer klaut der soll sein Zimmer als Panik Raum empfinden.
Respect all Colours.
26 Bewertungen, 2 Kommentare
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24.05.2002, 02:39 Uhr von Klamotte
Bewertung: sehr hilfreichFür mich ist Jodie Foster auch die Beste!
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14.05.2002, 17:37 Uhr von maedchenno.1
Bewertung: sehr hilfreichmuss ich noch angucken...
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