Panic Room (VHS) Testbericht

Panic-room-vhs-thriller
ab 10,76
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Erfahrungsbericht von Clara12

Weckt mich, wenn der Film aus ist

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Wenn ein Film so angepriesen wird, wie es bei Panic Room der Fall ist, dann bin ich natürlich neugierig. Er soll unerträglich spannend sein, nervenaufreibend und beängstigend. Und da ich Jodie Foster sowieso gerne sehe, nutzte ich gestern die Gelegenheit, und ging mit einer Freundin ins Kino.

Das Kino war angenehm leer, und wir freuten uns auf eine spannende Vorstellung.
Der Inhalt des Films ist nicht sehr vielschichtig, im Gegenteil, die Story basiert nur auf einer einzigen Idee. Die frisch geschiedene Meg Altman (Jodie Foster) und ihre Tochter Sarah (Kristen Stewart) beziehen ein riesengroßes Appartement mit 820 Quadratmetern Wohnfläche in einer alten Villa in Manhattan. Hier gibt es nicht nur sehr viel Platz für die beiden, sondern neben diversen Überwachungskameras, einem Aufzug und einer Alarmanlage, auch einen Panic Room. Das ist ein kleiner, stahlgepanzerter Raum, in den man sich bei Gefahr zurückziehen kann.

Bereits in der 1. Nacht dringen drei Eindringlinge gewaltsam in die Wohnung ein. Schnell wird klar, dass sie es auf das Vermögen des alten Vorbesitzers abgesehen haben. Sie vermuten seinen enormen Reichtum in eben diesem Panic Room. Da es sich bei dem Anführer der kleinen Gruppe um einen Enkel des Verstorbenen handelt, der ihn eine lange Zeit lang gepflegt hat, will er nicht mit den anderen Erben teilen und sich lieber gleich den dicksten Teil der Hinterlassenschaft besorgen.

Meg und Sarah bemerken die Einbrecher und flüchten sich in den Schutzraum. Über die diversen hier angebrachten Monitore, können sie das Treiben der Einbrecher von dort aus überwachen und auch zu ihnen sprechen. Was nun folgt, ist ein permanentes Hin und Her zwischen den Mietern und den Einbrechern. Schnell wird klar, dass Mutter und Tochter nicht aus dem Raum hinaus können, da die gewalttätigen Einbrecher sie sonst umbringen würden. Diese möchten aber genau in den Raum, da dort das Vermögen des Verstorbenen liegt. Um in den Raum zu gelangen, versuchen die Einbrecher Mutter und Tochter durch einströmendes Gas ohnmächtig werden zu lassen.
Meg weiß sich aber clever zu helfen, findet in ihrem Versteck ein Feuerzeug und bläst den Jungs eine kräftige Feuerwolke entgegen, wodurch sich der Anführer massiv an Gesicht und Arm verletzt.

Dummerweise hat Meg vergessen, das Telefon, das sich im Raum befindet, anschließen zu lassen. Aus diesem Grund ist es ihr nicht möglich, die Polizei zu rufen. Es gelingt ihr, das Handy aus dem Schlafzimmer zu holen, allerdings hat sie im Bunker keinen Empfang. Ganz die patente Hausfrau, zapft sie die Hausleitung an und kann so kurz ihren ehemaligen Mann anrufen, bevor die Einbrecher die Leitung kappen.

Dieser kommt daraufhin vorbei und wird vor den Augen von Mutter und Tochter, die das an den Bildschirmen verfolgen können, auf das Brutalste zusammengeschlagenen, um sie dazu zu bewegen, den Bunker zu verlassen.

Zu allem Überfluss, und um das Drama perfekt zu machen, ist Sarah Diabetikerin und benötigt dringend etwas Süßes, was sich leider in dem Notfallraum nicht finden lässt. Sie erleidet eine Art Krampfanfall, der die Mutter erneut zwingt, den Bunker zu verlassen, um die lebenswichtige Injektion aus dem Kühlschrank zu holen.

Im Tumult, der dadurch entsteht, gelingt es zweien der Einbrecher, in den Bunker zu gelangen und die Tür hinter sich zu verschließen. Dabei verletzt sich einer massiv an der Hand, als diese in der schweren Stahltür eingeklemmt wird. Was tun? Zwar ist das Medikament durch einen geschickten Wurf in den Bunker gelang, aber die Mutter, die die Spritze setzen müsste, steht vor der Tür.

Der Schluss ist schnell erzählt. Irgendwann kommt die Polizei vorbei, die der Ex-Mann vor seinem Auftauchen noch benachrichtigen konnte, doch Meg streitet ab, Hilfe zu benötigen. Vorher hat sie noch ihren stark verletzten Ex-Mann auf einen Stuhl gesetzt, ihm eine Pistole in die Hand gegeben und den gebrochenen Arm an der Stuhllehne festgeklebt. In der Zwischenzeit verabreicht der netteste der drei Einbrecher dem Kind die Spritze und öffnet den Safe. Hier findet er Wertpapiere im Wert von einigen Millionen Dollar.

VORSICHT - ENDE WIRD VERRATEN!!!





Schlussendlich prallen alle aufeinander, zwei der Gangster werden auf das Brutalste getötet und der dritte, der einzige übrigens, der sich zwischendurch immer als etwas menschlich erwiesen hat, wird von der Polizei, die in der Zwischenzeit dann doch eingetrudelt ist, gestellt. Leider ist es draußen so stürmisch, dass ihm die erbeuteten Aktien davon fliegen.






OK, HIER KÖNNEN ALLE WEITERLESEN, DIE DEN FILM NOCH SEHEN WOLLEN.

Ganz ehrlich? Ich fand den Film furchtbar! Während der gesamten Spieldauer von knapp 2 Stunden wurde ich von den Geschehnissen nicht gefesselt. Um es ganz deutlich zu sagen, es ist mir vollkommen egal gewesen, was in diesem Haus geschieht. Vielleicht gibt es in der Zwischenzeit zu viele dieser Filme, die voll von Brutalität, Action und menschlichen Dramen sind. In diesem Film wurde klischeehaft alles vereint, was die Zuschauer in der Regel gerne sehen.

Da wäre die betrogene, frustrierte und geschiedene Ehefrau, das unsympathische, prä-pubertäre und zudem noch kranke Kind, der geldgierige, brutale und dumme Enkel, der nette Bösewicht, der auf das Geld angewiesen ist und der brutaler Gangster, der im Verlauf des Films immer gieriger wird.

All diese Figuren sind linear gezeichnet, jede bleibt star in ihrer Rolle. Die schauspielerische Leistung ist vielleicht nicht schlecht, aber auch auf jeden Fall keine Glanzleistung.
Der gesamte Film ist in tief dunklen Farben gehaltenen, es gibt keine Musik, sondern nur ab und zu dunkle, brummende Töne. Diese tragen nicht dazu bei, dass Anspannung bzw. Nervenkitzel entsteht.
Zwar ist die Kameraführung ganz hervorragend gemacht, aber auch diese kann mich nicht davon überzeugen, dem Film etwas Positives abzugewinnen.

Zudem gibt es sehr viele Punkte, die einfach unlogisch sind.
So handelt es sich zum Beispiel um einen Schutzbunker für Notfälle, aber es gibt keine zuckerhaltigen Nahrungsmittel. Nicht mal ein kleiner Müsliriegel lässt sich finden, dafür zuckerfreies Mundwasser. So ein Quatsch.
Weiterhin beachtet Meg nicht, dass man mit einem Handy im Bunker nicht telefonieren kann, schafft es aber problemlos, die Hauptleitung an zu zapfen. Auch ist plötzlich von ihrer anfänglichen Platzangst nichts mehr zu bemerken. Dafür ist sie aber in der Lage, eine Gaswolke an zu zünden, ohne selbst große Verbrennungen davon zu tragen. Der Bösewicht wird natürlich massiv verletzt. Ich könnte noch weitere Beispiele nennen, denke aber, es wird klar, dass dieser Film an einigen Stellen nicht gut durchdacht ist.

Darüber hinaus war der Film unheimlich brutal. Verbrannte Haut, Quetschungen, gebrochene Knochen, weggeschossene Schädel, Tritte, und so weiter. Kein Wunder, dass dieser Film erst ab 16 Jahren freigegeben ist.

FAZIT: Diesen Film muss man nicht gesehen haben. Es reicht vollkommen aus, ihn sich irgendwann einmal auf Video anzusehen, doch wer das nicht schafft, hat auch nicht viel verpasst.
Ich bin mir relativ sicher, dass ich mit dieser Meinung alleine stehe, aber mich konnte dieser Filme in keinster Weise beeindrucken, er konnte mich einfach nicht fesseln. Schade.

22 Bewertungen, 3 Kommentare

  • ClaudiaRetzmann

    08.06.2002, 15:14 Uhr von ClaudiaRetzmann
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hab jetzt schon so viel unterschiedliche Meinungen zu dem Film gehört, ich glaub aber nciht, dass ichmir den mal auf Video ausleih, grins, wenn meine gesamte Family zu Haus ist hab ich Panicroom genug;-)

  • mima007

    31.05.2002, 19:27 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht, Camilla! Ich bin schon gar nicht reingegangen. CU, mima

  • Joergus

    29.04.2002, 19:30 Uhr von Joergus
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut dass ich nicht drin war! Werde auch betimmt nicht mehr rein gehen. Danke fürs Geld sparen.