Panic Room (VHS) Testbericht

Panic-room-vhs-thriller
ab 10,76
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Erfahrungsbericht von Qantas

David Fincher hetzt Jodie Foster in den Bunker

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Manchmal muss man einfach spontan sein. Ich bin in den letzten Wochen nie wirklich auf dem Laufenden gewesen, was an aktuellen Kinofilmen anläuft, so habe ich auch nicht gewusst, was in der Kalenderwoche 17 des Jahres 2002 in die deutschen Kinos kommt. Vorteilhaft kann es da schon mal sein, wenn man zumindest das Radio parallel laufen hat - so auch in meinem Fall. Ich saß an meinem Rechner, klickte mich quer durch diverse Meldungen der IT-Branche während auf dem Jugendsender des WDR, auf Eins Live, die neu anlaufenden Kinofilme vorgestellt wurden. Unter anderem auch der neue Film von mit Jodie Foster - "Panic Room". Kurz mit ehemaligen Zivi-Kollegen telefoniert und es war klar: Am Premierentag wird dieser Film von uns angeschaut werden.

*** Die Handlung ***

Die geschiedene Meg Altman (Jodie Foster) besichtigt mit ihrer zuckerkranken Tochter Sarah (Kristen Stewart) ein Sandsteinhaus in New York, unmittelbar am Central Park gelegen. Für zwei Personen eigentlich viel zu groß, mag man sich denken, beziehen die beiden das Gebäude trotzdem nachdem der zuständige Makler ihnen alle Einzelheiten des Hauses vorgeführt hat - darunter auch den so genannten "Panikraum", einen durch gleich mehrere Stahlwände gepanzertes und mit zahlreichen High-Tech-Geräten ausgestattetes Refugium. Einen Monat kann man sich in diesem Raum verschanzen, das Geschehen im komplett videoüberwachten Haus an einer Monitorwand verfolgen, über eine eigene, unabhängig von der Hauptleitung des Hauses gelegte Telefonleitung Kontakt zur Außenwelt halten. Sprich: Ein Bunker der Extraklasse!

Nach den ersten Gehversuchen das Sicherheitssystem des Hauses unter Kontrolle zu bekommen, überkommt Meg und Sarah nach stressigem Tag die Müdigkeit und beide schlafen in ihren Zimmern auf dem Bett liegend ein. Fatal denn was sie nicht wissen ist, dass in ausgerechnet dieser Nacht drei Gauner das Haus auserkoren haben um einen Einbruch zu tätigen. Als die drei Ganoven bereits im Haus sind bemerkt Meg den Einbruch, rennt panisch in den 2. Stock um ihre Tochter zu wecken und in buchstäblich letzter Sekunde können sich beide vor den Gängstern in den Panic Room retten. Soweit so gut, dumm ist nur, dass das, was die Gauner suchen, ausgerechnet in einem in den Boden eingebauten Safe in genau diesem Panic Room lagert - mehrere Millionen Dollar des verstorbenen Vorbesitzers.

Es entwickelt sich ein spannendes hin und her das durch die Zuckerkrankheit von Sarah enorme Brisanz erfährt. Eines ist jedoch klar: Die drei Gauner werden nicht Halt machen bevor sie Dollar ihr Eigen nennen können. Sie lassen sich zahlreiche Dinge einfallen um in den Raum zu gelangen - Meg und Sarah scheinen jedoch immer eine passende Gegenmaßnahme parat zu haben.

*** Das Kinoerlebnis ***

Sitzt man dann in dem gemütlichen Kinosessel und verfolgt die ersten 15 Minuten das Treiben auf der Leinwand, stellt man sich eigentlich nur eine Frage: Wird dieser Film eigentlich irgendwann auch noch einmal heller und in freundlichem Licht erstrahlen? Es ist wirklich erstaunlich und erschreckend zugleich mit welch einfachen Mitteln Star-Regisseur David Fincher (seines Namens auch verantwortlich für Filme wie "Sieben" und "Alien 3") den Spannungsbogen über die knapp zwei Stunden Filmgenuss verteilt. Generell kann Spannung in einem Film vordergründig reißerisch und grell verteilt sein, sie kann sich als momentaner Schock präsentieren aber sie kann auch wie in "Panic Room" streng subtil über die Laufzeit des Films verteilt sein und somit nur eines bewirken: Dauerspannung! Meister dieser Kategorie war früher Hitchock, David Fincher lässt dies nun wahrlich meisterlich wieder aufleben. Aus einer mehr als einfachen Ausgangsidee wird ein durch diverse Effekte verstärktes Kribbeln.

Beeindruckend ist vor allem eines: Die klaustrophobische und finstere Lichttechnik des Films. Abgesehen von wenigen Augenblicken zu Beginn und zwei Minuten am Ende ist "glänzt" der Streifen durchgehend in düsterer, grauer Athmosphäre. Es vergeht keine Sekunde in der dieses Extrem verlassen wird. Kein Zweifel, die Nacht hat Einzug erhalten im Geisterhaus, es herrscht Dunkelheit. Lichtkegel werden nur durch Taschenlampen und Lichtstrahler der drei Gangster erzeugt - schauderhaft! Gelobt und positiv hervor gehoben werden müssen auch die einzigartigen Kamerafahrten des schon durch zahlreiche Filmprojekte aufgefallenen Conrad W Hall sowie des bereits oskarnominierten Darius Khondji. Sie überzeugen durch ungeschnittene (!) Szenen in denen der Kinobesucher wie in einer Achterbahnfahrt durch die Stockwerke des durch zahlreiche Treppen und Geländer wie ein Labyrinth ersscheinendes Haus gejagt wird. Allein schon bei der Betrachtung des Vorspanns werden die Erfahrungen des Kamerateams deutlich. Effektvoll werden die Namen der Schauspieler in 3D-Manier an die Hauswände verschiedener New Yorker Bauwerke geworfen. Schon hier wird der Eindruck eines wahren Meisterwerkes vermittelt und man sitzt beeidruckt und staunend vor der Kinoleinwand.

Schade nur, dass der Film an einigen Stellen wieder in typischer Hollywoodmanier zu weit über das Ziel hinausschießt und teilweise unrealistisch erscheint. Bei einem Psycho-Thriller dieser Klasse sollte dies allerdings verziehen werden können. An einzelnen Szenen wird übrigens auch mehr als deutlich, dass die FSK-Freigabe "ab 16" durchaus berechtigt ist. Betrachtet man sich Szenen in denen Kopfschüsse und Schläge mit dem Vorschlaghammer in das Gesicht verteilt werden, macht sich sicherlich ein jeder Gedanken. Dass die Beteiligten nach diesen Hammerschlägen sich jedoch noch immer die Treppe hinaufschleppen können... nun ja... Es bleibt jedoch dabei: Ich habe noch nie einen auf einfachen Mitteln basierenden, so packenden und doch teilweise auch durch Dialoge witzelnden Thriller gesehen. Grandios!

Übrigens: Ursprünglich sollte Nicole Kidman statt Jodie Foster in dem Film die Hauptrolle spielen, fiel jedoch verletzungsbedingt aus. Ich will dies nicht als Glücksfall bezeichnen, eines ist für mich jedoch klar: Besser hätte auch Kidman die Rolle der durch die Scheidung vom Mann völlig am Boden zerstörten Mel spielen können. Auch von Kristen Stewart wird man in Zukunft noch einiges hören und sehen, da bin ich mir sicher!

** Randdaten ***

Regisseur: David Fincher

Darsteller:
- Jodie Foster (Meg Altman)
- Kristen Stewart (Sarah)
- Forest Whitaker (Gangster 1 - Burnham)
- Dwight Yoakam (Gagster 2 - Raoul)
- Jared Leto (Gangster 3 - Junior)

Spielzeit: 112 min

FSK: ab 16 Jahre

Webseite: http://www.panic-room.de/

91 Bewertungen, 22 Kommentare

  • _knuddelmonster88_

    23.04.2007, 21:06 Uhr von _knuddelmonster88_
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und LG Sara

  • anonym

    29.03.2007, 15:27 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • panico

    22.02.2007, 13:50 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico:-)

  • TheBestGirl

    06.02.2007, 18:35 Uhr von TheBestGirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg sarah

  • misscindy

    05.02.2007, 20:58 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    ¤¤¤ sh + lg ¤¤¤

  • anonym

    27.01.2007, 13:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Biggi :-)

  • morla

    27.01.2007, 02:50 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • anonym

    25.01.2007, 08:40 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß :o) Marianne

  • Zzaldo

    23.01.2007, 14:01 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sh von mir für Dich. LG Stephan

  • anonym

    23.01.2007, 09:34 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • hjid55

    13.01.2007, 13:47 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg Sarah

  • Baby1

    13.12.2006, 11:15 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~~ * LG Anita * ~~

  • anonym

    10.12.2006, 23:52 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • zettikonfetti

    23.07.2002, 01:14 Uhr von zettikonfetti
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann mich mit deiner Meinung nicht anfreunden...für mich hatte der Film überhautp keinen sonderlich düsteren Aspekt oder gar Höhepunkt...er tröpfelte eher so dahin...Fand ihn langweilig und spannungslos...CU...der zettikonfetti

  • IrresLicht

    14.06.2002, 11:51 Uhr von IrresLicht
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den hab ich leider im Kino verpasst ... aber ich bin sehr gespannt drauf

  • political

    15.05.2002, 09:54 Uhr von political
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde den Film generell überbewertet! Der war doch vorhersehbar und langweilig - zumindest größtenteils! Der Bericht ist aber echt gut! lg chris

  • engel123

    04.05.2002, 13:30 Uhr von engel123
    Bewertung: sehr hilfreich

    der soll wohl ganz gut gewesen sein, also einen blick wert

  • mellims

    03.05.2002, 12:55 Uhr von mellims
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hab schon darüber nachgedacht, mir den Film anzusehen. Jetzt bin ich fest dazu entschlossen!

  • leene_w

    01.05.2002, 21:03 Uhr von leene_w
    Bewertung: sehr hilfreich

    na dann werd ich mir den film demnächst auch mal anschauen!

  • Alusru

    01.05.2002, 02:55 Uhr von Alusru
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den muß ich sehen lieben Gruß uschi.

  • SusanneRehbein

    29.04.2002, 23:42 Uhr von SusanneRehbein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich schau mir den Film morgen an.

  • anonym

    27.04.2002, 15:08 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ok, ich gehe ihn nicht gucken. :o) Da geb ich das Geld doch lieber für Blade 2 aus. lg Daniel