Pantheon Rom Testbericht

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Erfahrungsbericht von Peter3110

MEINE ABSCHLUSSFAHRT TEIL I

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie vielleicht einige von euch wissen befand ich mich in den letzten zehn Tagen auf meiner Abschlussfahrt in Rom, der ewigen Stadt.
Von dieser Reise möchte ich euch nun in meinen nächsten Berichten erzählen, wobei ich einzelne Sehenswürdigkeiten herausgreifen möchte.
So möchte ich euch heute vom Pantheon berichten.

Das Pantheon liegt zentral in Rom zwischen dem Nationaldenkmal für Vittorio Emanuele II und der Engelsburg an der Via de Palombella.
Vor dem Pantheon erstreckt sich ein großer Platz mit einem Brunnen auf dem einer der vielen Obelisken steht, die die römischen Straßen und Plätze säumen. Dieser Platz lädt zu einer kurzen Pause ein, da sich hier auch einige Cafe`s befinden wobei gerade hier sich besonders viele Taschendiebe herumtreiben.
Das Pantheon hebt sich auf Grund seiner Form majestätisch, aber auch etwas klotzig von den vielen Gebäuden um sich herum ab, die alle aus moderner Zeit entstammen. Die Bebauung ist meiner Ansicht nach viel zu eng, was dem Platz und vor allem dem Pantheon einen Teil seines Charakters nimmt.

Jetzt aber zum Pantheon selbst.
Der Begriff Pantheon kommt aus dem Griechischen (pan = all, jeder, ganz ; theos = Gott) und bedeutet, dass dieses Bauwerk jedem Gott, also der Gesamtheit der Götter geweiht wurde.
Gebaut wurde das Pantheon im Jahre 27 n.Chr. von M. Vipsanius Agrippa, der aus dem Geschlecht des Augustus stammte. Das Pantheon fiel dann jedoch im Jahre 80 n.Chr. einem Brand zum Opfer.
Erst Kaiser Hadrian ließ das Pantheon von 110-125 n.Chr. wieder neu aufbauen.
Der Rundbau besteht aus zwei Teilen. Der Vorderbau ist ein sogenanntes Pronaion im griechischen Stil mit 16 Säulen mit korinthischen Kapitellen. Ein Bronzeportal bildet den Eingang in den zweiten Teil des Pantheon, nämlich den Rundbau.
Der Rundbau ist die vollendete Form der Kunst. So wird er oft als Beispiel im Kunstunterricht benannt. Der Durchmesser und die Höhe beträgt jeweils 43,3m. In der Kuppel ist eine neun Meter große Öffnung durch die die Sonne in das Innere scheinen kann. Womit ich jetzt auch zum Inneren komme.

Das Innere
Der Innenraum ist in mehrere Abschnitte geteilt. Im untersten Bereich befindet sich ein Altar, der von mehreren Säulen und kleinen Nischen umgeben wird. Diese Säulen und Nischen bilden auch den zweiten Abschnitt des Innenraums. Der dritte und letzte Abschnitt ist die imposante Kuppel selbst. Der Innenteil der Kuppel ist mit nach innengerichteten Quadraten verziert, die nach innen immer kleiner werden.

Die meisten der antiken römischen Bauwerke in Rom sind größtenteils nur sehr schlecht erhalten. Das Pantheon dagegen verdankt seine Erhaltung dem Umstand, dass im Jahre 609 n.Chr. der Papst Bonifatius IV die Gebeine zahlreicher Märtyrer im Pantheon beisetzten ließ und damit den ehemaligen „heidnischen“ Tempel der heiligen Jungfrau Maria als Kirche weihte.
In der Folgezeit wurde das Pantheon auch zur letzten Ruhestätte von vielen Künstlern, wie zu Beispiel Raffaello Sanzio, den meisten besser bekannt als Raffael, und einigen italienischen Könige.

Mir kam es insgesamt so vor, besonders als ich mir die Rückseite des Pantheon angesehen habe, dass die Stadt Rom sich anscheinend nicht genug um ihr Kulturerbe kümmert. An der hinteren Seite, die aus alten Ziegelsteinen besteht, sind viele Risse und Löcher zu sehen, die das Pantheon wohl einmal gefährden könnten. Ich hoffe nur, dass man dies bald in Ordnung bringt.

Der Besuch für Touristen
Hier erst einmal kurz die Öffnungszeiten, die sich anscheinend seit einigen Jahren nicht geändert haben:
9-13Uhr
14-17Uhr
Montags ist das Pantheon geschlossen.
Der Eintritt ist kostenlos, wobei ein kleiner Betrag für die Erhaltung des Pantheon aus meiner Sicht angemessen wäre.
Der Tourist muss auch keine Angst vor langen Besucherschlangen haben, da das Pantheon nicht unbedingt zu den Besuchermagneten gehört.

Fazit
Zu einem Besuch von Rom gehört auf jeden Fall auch das Pantheon. Sogar für kulturell wenig interessierte bietet es viel sehenswertes.
Der einzige Nachteil ist, dass das Pantheon immer mehr dem Zahn der Zeit übereignet wird, was sich hoffentlich bald wieder ändert.
Mein Besuch dort, obwohl er zu kurz war um alle Details zu erfassen und aufzunehmen, hat mir jedenfalls sehr gut gefallen.
Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich schon auf zahlreiche Kommentare.

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