Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter (Taschenbuch) / Christopher Paolini Testbericht

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ab 8,52
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2006

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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

Der Drachenreiter erwacht

Pro:

siehe Bericht

Kontra:

siehe Bericht

Empfehlung:

Ja

Nachdem der letzte Roman, den ich gelesen habe, wieder einmal ein Thriller war, sollte nun ein Fantasyroman her. Da ich im Moment auch wieder etwas mehr Zeit zum Lesen habe als gewöhnlich, griff ich so zu einem etwas umfangreicheren Buch. Dieses Mal sollte es

>> Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter ~~ Christopher Paolini <<
sein.

Bezugsquelle & Preis

Diesen Roman habe ich in neu als Taschenbuchausgabe für 9,95 € bei Hugendubel gekauft. Bei eBay wird man möglicherweise die Chance haben, das Buch etwas günstiger als gebrauchtes Exemplar zu bekommen.

Kaufgrund

Schon vor einer ganzen Weile habe ich angefangen, mich buchtechnisch für Fantasy zu interessieren. Als ich mich also des Öfteren nach Büchern dieser Art umsah, kam ich irgendwann auch nicht mehr am ersten Teil der "Eragon" Trilogie vorbei. Die Story klang solide, aber durchaus Spannung versprechend, also überlegte ich nicht lange und nahm das Erstlingswerk des Autoren vor fast schon einem Jahr im Buchladen mit.

Eckdaten zum Roman

Titel: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter
Originaltitel: Eragon - Inheritance Book One
Autor: Christopher Paolini
Erscheinungsjahr: 2004
Übersetzer: Joannis Stefanidis
Ausgabe: Taschenbuch 2006
Verlag: C. Bertelsmann Taschenbuchverlag [cbt]
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 725 Seiten

Der Autor

Christopher Paolini wurde am 17. November 1983 in Südkalifornien geboren, wuchs aber in Paradise Valley in Montana mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester Angela auf. Er wurde zu Hause von seinen Eltern unterrichtet und hat nie eine öffentliche Schule besucht. Seine Liebe für Fantasy bewog ihn dazu, schon mit 15 Jahren eine Geschichte namens Eragon zu verfassen; er dachte allerdings nie daran, diese zu veröffentlichen. Als er nach zwei Jahren das Buch seinen Eltern zum Lesen gab, waren diese so beeindruckt, dass sie schließlich das Manuskript im kleinen Eigenverlag der Familie druckten. Im darauffolgenden Jahr zogen die Paolinis durch die USA, um das Buch in Schulen, Bibliotheken und Buchläden bekannt zu machen. Im Sommer 2002 entdeckte Carl Hiaasen, ein US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller, das Buch und machte seinen Verleger Alfred Knopf darauf aufmerksam. Der kaufte die Rechte an Eragon auf. Der erste Band erschien am 22. April 2004. Der zweite Band erschien im Herbst 2005. Momentan (2008) schreibt der 24-jährige Christopher Paolini an Eragon Band 3, der 2008 erscheinen wird. 2006 wurde sein erster Band von 20th Century Fox verfilmt.

Quelle: www.wikipedia.de

Die Story

Als der Bauernjunge Eragon eines Tages auf Jagd im Buckel unterwegs ist, einem Berg, den die Bewohner des Dorfes Carvahall fürchten, findet er einen merkwürdigen Stein. Zwar weiß er zunächst nichts damit anzufangen, nimmt ihn aber dennoch mit. Eigentlich möchte er ihn im Dorf für Fleisch beim Metzger eintauschen. Als dieser dann aber hört, woher der Stein stammt, jagt er Eragon aus seinem Laden.
Nach einiger Zeit, die Eragon den Stein versteckt, geschieht etwas Merkwürdiges. Denn der vermeintliche Stein entpuppt sich als Ei, aus dem schon bald ein Drachenjunges schlüpft. Eragon gibt dem Drachen den Namen Saphira und freundet sich mit ihr an. Bald schon hört er vom Geschichtenerzähler Brom die Sage über die Drachenreiter, die dem Land einst Frieden schenkten. Eragon ist nun einer dieser Drachenreiter und er ist auserwählt, gegen den bösen König Galbatorix zu kämpfen, der einst alle Drachenreiter samt ihrer Tiere getötet hat.

Zusammen mit Brom und Saphira macht Eragon sich auf eine lange Reise. Denn inzwischen hat Galbatorix Eragons Onkel von seinen Schergen töten lassen. Denn er ist natürlich hinter ihm her, um auch ihn auszulöschen…

Eigene Eindrücke

Für Fantasy - Verhältnisse klingt die Story natürlich abgedroschen und schon mindestens dutzende Male dagewesen. Dennoch oder vielleicht grade deswegen interessierte mich dieser Roman sofort, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Denn so schrecklich viele Fantasyromane habe ich noch nicht gelesen und so bin ich vermutlich noch ziemlich leicht zu beeindrucken.
Als ich vor ein paar Tagen dann also mit dem Lesen begann, tat ich das nicht ohne eine gewisse Erwartungshaltung. Zwar habe ich nicht ständig Tolkiens Meisterwerk im Hinterkopf, wenn ich Bücher dieses Genres in die Hand nehme, aber ein gewisses Maß an Spannung und natürlich auch Story erwarte ich dennoch. Leider musste ich bei genau diesen Punkten relativ schnell erkennen, dass "Eragon" nicht so ergiebig zu sein scheint, wie erwartet. Die Geschichte beginnt zwar ganz klassisch und nimmt auch einen ebenso klassischen Verlauf, aber dennoch fehlt das gewisse Etwas. Ich finde es zwar immer toll, wenn der Held zusammen mit seinem Freund oder, wie hier, mit seinen Freunden, eine beschwerliche und gefährliche Reise antritt, dennoch darf diese aber nicht zu gradlinig verlaufen. Mich erinnerte der Verlauf der Geschichte hier schon fast an viele der unzähligen Rollenspiele, die ich gespielt habe. Eragon und Brom erreichen und durchqueren ein Dorf nach dem nächsten, müssen sich ab und an den Schergen des Königs Galbatorix stellen - aber vielmehr passiert einfach nicht. Man fragt sich zwar relativ lange, was es mit dem vermeintlichen Geschichtenerzähler Brom auf sich hat, aber das ist auch fast schon alles, was ein wenig Spannung aufrecht erhält. So erscheint mir die Geschichte fast schon etwas zu klassisch. Denn mir ist in diesem Zusammenhang auch oft aufgefallen, dass man einige Passagen getrost überspringen könnte und dennoch nichts verpassen würde. Das finde ich ein wenig schade, wenn ich ehrlich bin. Einzig die Dialoge zwischen Eragon und Saphira sowie Brom halten die Sache am Laufen. Wobei ich an diesem Punkt noch hinzufügen möchte, dass ich Christopher Paolini bei den Dialogen zwischen dem Drachenmädchen und ihrem Reiter um einigen Witz und Humor bemüht hat. Dies hat alles etwas aufgelockert und den ein oder anderen Schmunzler hervorgerufen. Trotz der etwas fehlenden Spannung und der nicht ganz so durchdachten Geschichte, haben mir aber trotzdem die Landschaftsbeschreibungen gut gefallen. Nachdem ich nun kurz nach dem Lesen auch den Film gesehen habe, kann ich sagen, dass ich mir die Berge, Täler, Höhlen und Wälder ganz ähnlich vorgestellt habe, wie sie dann im Film zu sehen waren. Paolini versteht es also trotz aller Kritikpunkte, die Gesamtgeschichte abzurunden.
Mit am wichtigsten sind aber auch immer die einzelnen Figuren. So sehr viele, die die Handlung tragen und vorantreiben, gibt es hier allerdings nicht.
Als erstes zu erwähnen ist natürlich Eragon selbst. Im Gegensatz zum Film, in dem er schon 17 Jahre alt ist, steht er im Buch am Beginn seiner Abenteuer erst kurz vor seinem 16. Geburtstag. Das merkt man ihm zu Beginn auch recht deutlich an. Er wirkt zwar nicht dümmlich oder kindisch, aber deutlich naiver als er es im Verlauf der Geschichte ist. Zu Beginn ist er noch der unbedarfte Bauernjunge, der bei seinem Onkel und seinem Cousin in einem kleinen Dorf lebt und ab und an jagen geht. Mit dem Fund des Dracheneis verändert sich sein Leben. Schon kurz nachdem Saphira geschlüpft ist und er von seinem Schicksal bzw. seiner Bestimmung erfährt, wirkt er viel erwachsener. Seinen jugendlichen Leichtsinn legt er allerdings nicht so schnell ab. Alles in allem hat Eragon auf mich aber leider nicht sonderlich sympathisch gewirkt. Um ehrlich zu sein, kann ich diesen Eindruck noch nicht einmal richtig begründen. Er wirkt an vielen Stellen herrisch und so, als würde er partout keinen Rat annehmen wollen von seinem Begleiter. Auch Saphira herrscht er so manches Mal an. Trotzdem ist aber immer wieder zu erkennen, wie wichtig ihm die Drachendame ist und das stimmte mich beim Lesen dem Jungen gegenüber dann oft wieder etwas milder.

Eine weitere wichtige Figur in diesem Roman ist der Geschichtenerzähler Brom. Dass er mehr sein muss, als eben nur ein Geschichtenerzähler, wird dem geneigten Leser schnell klar. Dennoch erfährt man erst sehr spät, was es wirklich mit dem Mann auf sich hat, der soviel über Drachen und Magie sowie über den bösen König weiß. Brom ist in meinen Augen der typische "Erklärbär". Er bringt Eragon das Kämpfen mit Waffen, aber auch mit Magie bei. Dabei ist er immer sehr vernünftig und versucht, etwas von seiner Vernunft auch an seinen Schützling weiterzugeben. Denn dieser ist nach Entdeckung seiner magischen Fähigkeiten kaum noch zu bremsen. Manchmal scheint es, als würde Brom etwas hart mit dem Jungen verfahren. Man ist sich als Leser jedoch immer ganz genau bewusst darüber, dass Brom wirklich nur das Beste für den Jungen und auch für seinen Drachen möchte. So erschien mir der alte Mann durchweg immer sehr sympathisch.
Eine Erwähnung wert ist natürlich auch Eragons schuppige Begleiterin Saphira. Sie ist die sagenumwobene Drachendame, die nicht nur ziemlich spitze Klauen an ihren riesigen Füßen hat. Auch ihre Zunge ist des Öfteren recht spitz, wenn sie Eragon zu Recht weißt oder ihm einen Rat gibt. An vielen Stellen wird deutlich, dass Saphira ehrlich besorgt ist um ihren Reiter und dass sie ihn bedingungslos liebt. An einer [wirklich rührenden] Stelle sagt sie ihm dies übrigens auch.

Alles in allem würde ich "Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter" als soliden Fantasyroman bezeichnen, der zwar nicht mir Innovationen punkten kann, dennoch aber nie wirklich langweilig wird. Das flüssige Lesen ist immer gewährleistet und so richtige Längen gibt es nicht, auch, wenn es, wie weiter oben erwähnt, Passagen gibt, die man ruhig mal überlesen könnte. Man merkt an diesem Roman meiner Ansicht nach deutlich, dass er das Erstlingswerk eines noch sehr jungen Autors ist. So ist die Ausdrucksweise an manchen Stellen nicht immer ganz stimmig. Dennoch liest sich der Roman aber angenehm flüssig und man möchte stets wissen, wie es mit Eragon und seiner Drachendame weitergeht. Da mich der Roman zwar nicht vollends fesseln konnte, ich mir die restlichen beiden Bücher dieser Trilogie aber auf jeden Fall noch holen werde, vergebe ich verdiente vier Sterne und damit ein ,Gut'. Man sollte sicher nicht zuviel erwarten, grade bzw. besonders eingefleischte Fantasyfans nicht. Trotzdem möchte ich für diesen Roman eine allgemeine Empfehlung aussprechen. Schraubt man die Erwartungshaltung etwas zurück, hat man es hier mit einem soliden Roman zutun, der eigentlich alle Fantasyelemente in sich vereint und mit einer soliden und einfachen Story aufwarten kann.

43 Bewertungen, 18 Kommentare

  • Mondlicht1957

    19.05.2008, 22:03 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich Liebe Grüsse

  • MasterSirTobi

    19.05.2008, 21:47 Uhr von MasterSirTobi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Bericht gefällt mir wirklich gut. SH

  • may786

    19.05.2008, 02:06 Uhr von may786
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH & LG sowie einen guten Wochenstart wünscht may786

  • Nettiteddy

    17.05.2008, 23:28 Uhr von Nettiteddy
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh von mir LG Nettiteddy

  • bigmama

    17.05.2008, 21:37 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anett und ein schönes WE

  • jacki0987

    17.05.2008, 19:30 Uhr von jacki0987
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH! Liebe Grüße von Jacqueline

  • emanuels

    17.05.2008, 17:46 Uhr von emanuels
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Emanuel

  • Haggia

    17.05.2008, 16:59 Uhr von Haggia
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele liebe Grüße! Haggia

  • Bigfatalex

    17.05.2008, 16:23 Uhr von Bigfatalex
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Marc ;-)

  • DIETERBAER4711

    17.05.2008, 16:23 Uhr von DIETERBAER4711
    Bewertung: sehr hilfreich

    PRIMA ! TOP ! ;-) LG Petra

  • creedy18

    17.05.2008, 16:22 Uhr von creedy18
    Bewertung: sehr hilfreich

    feiner Bericht LG Andrea

  • alemanita

    17.05.2008, 15:52 Uhr von alemanita
    Bewertung: sehr hilfreich

    ----- LG Maria ------

  • bambie34

    17.05.2008, 15:43 Uhr von bambie34
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich,lg Tanja

  • frankensteins

    17.05.2008, 15:21 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut beschrieben lg werner

  • lemsi

    17.05.2008, 15:05 Uhr von lemsi
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh von mir...lg Susi

  • bibihey

    17.05.2008, 15:03 Uhr von bibihey
    Bewertung: sehr hilfreich

    -Liebe Grüße Bianca-

  • Tonga1

    17.05.2008, 14:38 Uhr von Tonga1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht, LG Tonga1

  • NancyNoack

    17.05.2008, 14:08 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und ein schönes Wochenende