Pearl Harbor (VHS) Testbericht

Pearl-harbor-vhs-antikriegsfilm
ab 11,75
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Erfahrungsbericht von Shamane

der Tag der unsere Welt verändern haätte können

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als in den frühen Morgenstunden des 7. Dezembers 1941, die Japaner Pearl Habor angriffen, hätte dies mit etwas weniger Glück für die USA, auch zu einem ganz anderen Ausgang des Krieges führen können. Allein die Tatsache, das bei dem Angriff keine Flugzeugträger im Hafen gelegen sind, hat die USA wohl vor einer Niederlage im Krieg gegen Japan bewahrt oder zumindest den Krieg um Jahre verlängert. Dabei gab es genug hinweise von Seiten der Geheimdienste, das die Japaner etwas in dieser Richtung planen, nachdem die USA die Japaner von ihren Ölquellen abgeschnitten hatten. Böse Gerüchte behaupten allerdings immer noch, das der damalige Präsident Roosevelt, diesen Angriff bewusst in Kauf genommen hätte, um einen Grund für den Kriegseintritt der USA zu haben, den bis zu diesem Angriff lieferten die Amis nur Kriegsmaterial und freiwillige Soldaten an ihre Verbündeten und hielten sich ansonsten aus den Kampfhandlungen heraus, da Roosevelt versprochen hatte, nur dann mitzumischen wenn die USA direkt angegriffen würden. Das würde auch erklären warum die Flugzeugträger zufällig ein paar Tage vorher, aus dem Hafen abgezogen wurden.

In dieses historische Szenario hat Hollywood eine, für die USA typische Liebesgeschichte, voller Pathos verpackt.
Danny(Josh Hartnett) und Rave(Ben Affleck) träumen schon in ihrer Jugend davon Piloten zu werden und melden sich deshalb zur US Airforce und werden zu Jagdpiloten ausgebildet. Rave meldet sich dann freiwillig, bei einer speziell für Ausländische Piloten eingerichteten Einheit, der British Airforce, um an der Luftschlacht um England teilzunehmen. Vor seiner Abreise verliebt er sich in die Krankenschwester Evelyn(Kate Beckinsale), die in dann auch überreden will, nicht nach Europa zu gehen. Trotz zwiespältiger Gefühle geht er aber doch und wird bei einem Luftkampf von einem deutschen Jäger abgeschossen und gilt als Tod. Evelyn und sein alter Freund Danny sind darüber sehr traurig, verlieben sich dann aber doch ineinander, als sie sich in Pearl Habor wiedertreffen, wohin beide versetzt wurden.
Als dann im Dezember 1941 Rave wieder auftaucht kommt es natürlich zu einem Streit zwischen den beiden Freunden, der fast zu einem Bruch zwischen ihnen führt. Als dann die Japaner angreifen, schlafen die beiden nach einem langen Gespräch, in ihrem Auto mitten in der Pampa. Ziemlich schnell begreifen die beiden, was da vor sich geht und begeben sich in Windeseile zu einem Flugplatz und greifen in das Geschehen ein.
Als sich nach dem Angriff der Japaner das Chaos lichtet werden natürlich Gegenmaßnahmen geplant und Danny und Rave werden nun zu Bomberpiloten umgeschult. Evelyn entscheidet sich für Danny, da sie ein Kind von ihm erwartet und alles könnte nun mit einem Happy End zu ende gehen, wenn da nicht noch dieser völlig unsinnige Angriff mit einer riesigen Bomberarmada auf Tokio wäre, an dem natürlich auch Danny und Rave teilnehmen..........
Den Schluss will ich aber nun doch nicht verraten, wäre ja gemein und würde allen die sich den Film noch ansehen wollen die Spannung nehmen. Nur eins noch, für meinen Geschmack endet der Film mit etwas zu viel Patriotismus alla Hollywood.

Mir hat der Film sehr gut gefallen, auch die Länge von ca.3 Stunden ist in Ordnung, ich fand nur die Pause im Kino störend, da man dadurch irgendwie aus der Handlung gerissen wird. Sehenswert sind natürlich die Specialeffekts beim Angriff der Japaner, mit zum Teil sehr gelungenen Szenen. Besonders gefallen hat mir die Kamerafahrt hinter dem abgeworfenen Torpedo her oder auch die Einleitung zum Angriff auf Pearl Habor (Alles ist friedlich an diesem Morgen, Kinder spielen und die Menschen wachen langsam auf... und dann kommt das Chaos). Diese Angriffszenen erinnerten mich des öfteren, an den alten Pearl Habor Film „ Tora Tora Tora“, nur kommt dieser natürlich nicht an diese atemberaubenden Computeranimierten Szenen heran.
Positiv fand ich es auch, das man verzichtet hat zu viele Verletzungen und Verstümmelungen im Detail zu zeigen und das man auch darauf verzichtet hat, wie sonst in diesen Filmen üblich, die Japaner als böse Teufel darzustellen.
Der Soundtrack ist meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen. Die Musik ist klasse und mir gefällt diese Abwechslung aus reiner Geräuschkulisse und dem Mix aus Geräusch und Musik, die den Film nicht nur zu einem Fest für die Augen macht.

Und auch den Soundtrack finde ich super gelungen.
Also für mich ist der Film wirklich empfehlenswert, auch wenn einige Szenen einfach unlogisch sind (warum sollten 2 Jagdpiloten zu Bomberpiloten umgeschult werden, wieso steht Roosevelt plötzlich aus seinem Rollstuhl auf usw.) und der Film gegen Ende auch vor Amerikanischem Eigenlob und Patriotismus nur so tropft.

Eins wollte ich aber noch anmerken:
Filme wie Pearl Habor können sehr schnell dazu verführen, Kriege zu verherrlichen, daher sollte man sich immer bewusst sein, das bei den historischen Ereignissen, die diesem Film zugrunde liegen, Menschen ihr Leben lassen mussten

10 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Volker111

    17.03.2002, 19:15 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dein Bericht ist ausführlich und damit sehr hilfreich.

  • Zarah24

    15.03.2002, 11:03 Uhr von Zarah24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film ist im Original unübertrefflich

  • anonym

    14.03.2002, 17:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nur haben wir nur noch Euro. Wieso kommt ihr da immer mit DM?!?

  • forgi

    14.03.2002, 17:25 Uhr von forgi
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich find den film zwar müll, aber die geschriebene meinung sehr gut