Pearl Harbor (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von TheGreatMaster

Pearl Harbor Kinofilm - Gefühle im Kriegsgetümmel!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Jetzt will ich Euch mal meine Eindrucke von dem Kinofilmepos Pearl Harbor schildern, das ich mir vor einiger Zeit im Kino angesehen habe. Ja Epos ist genau das richtige Wort bei diesem Film, der unter der Regie von Michael Bay und Jerry Bruckheimer vor einiger Zeit über alle Kinoleinwände flimmerte. Denn dieser Film geht ganze 173 Minuten lang, hat also Überlänge und Ihr solltet schonmal genügend Sitzfleisch mitbringen, wenn Ihr mit dem Gedanken spielt Euch dieses Spektakel anzusehen.

Nun gehe ich mal im Schnelldurchgang die Story durch. Wer sich die Spannung nicht verderben lassen will, kann gerne den nächsten Artikel überspringen beim lesen.

Story:
Die beiden Fliegerasse Rafe McCawley und Danny Walker sind von Ihrer Jugend her die besten Freunde. Rafe verliebt sich bei der Armee in die schöne Evelyn Johnson, die im Lazarett arbeitet. Eines Tages meldet er sich freiwillig für einen Kampfeinsatz in England gegen die deutschen Streitkräfte. Bei einem heftigen Gefecht stürzt er jedoch ab mit seinem Flugzeug und gilt als verstorben. Sein Freund Danny der die traurige Botschaft Rafes Freundin überbringt verliebt sich in diese und einige Zeit taucht Rafe dann selber wieder auf mit dem Problem, das sein bester Freund Danny nun mit seiner Freundin zusammen ist. Soweit der Liebesstoryteil. Diese Liebesstory spielt in der Rahmenhandlung um die Schlacht von Pearl Harbor, in der die Japaner 1941 den Marinestützpunkt der Amerikaner zerbombt haben. Pearl Habor wird von den Japanern regelrecht niedergebombt und viele Menschen verloren bei dieser Attacke Ihr Leben. Irgendwann wurde es den Amerikanern zu bunt und sie starteten ein Himmelfahrtskommando auf die japanische Hauptstadt zur Vergeltung...

Das war jetzt mal ganz im groben die Story. Also wie man sieht muß man diesen Film in zweierlei Hinsicht betrachten. Erst einmal ist es von Anfang an eine mit Gefühlen gespickte Lovestory von Piloten im Kriegsambiente und später kommt der Bruckheimer spezifische Actionteil mit Feuergewitter und Specialeffekts und somit der eigentlichen Pearl Harbor Schlacht.

Besonders haben mich die tollen Specialeffekts fasziniert, beispielsweise die Explosionen der Bombeneinschläge und die tollen Fluggefechte sowie die Heckansichten der Bomberangriffen die atemberaubend und eindrucksvoll aussahen.

Was den Gefühlsaspekt des Films angeht, da bin ich weniger Experte, da das eigentlich nicht so mein Genre ist was ich als Kinofilm bevorzuge. Dennoch denke ich, das der Gefühlsfaktor dieses Films zwar hoch ist aber nicht unbedingt so hoch, das man dafür Taschentücher braucht. Brauch ich eh nicht in einem Kinofilm, aber es mag ja Leute geben, die diese Rotztücher bei manchen Kinofilmen brauchen. Teilweise kam mir aber die Liebesstory zu gestellt vor und wirkte nicht sehr authentisch.

Nun aber zu dem was mich an dem Film mehr interessiert hat, der Story um Pearl Harbor und den Kriegsgefechten. Hier zeigt meiner Meinung nach der Film seine Extraklasse. Die Geschichte um den Überfall auf Pearl Harbor wurde ziemlich authentisch reproduziert bei diesem Streifen und der Schwerpunkt des Filmes wurde eindeutig auf die Pearl Harbor Bombadierung gelegt und diese wurde in dem Film ausgiebigst und ungeschönt visualisiert, wenn auch nicht mit allzu ekligen Szenen. Das hat der Regisseur gewiss deswegen so vorgesehen, um die Liebesfilmanhänger nicht aus dem Kino zu jagen.

Aber ein reiner Actionfilmfan braucht Geduld. Zu Anfang muß er doch sehr viel liebesfilmähnliche Storyzüge mitmachen, die für einen reinen Actionfilmfan gähnend langweilig sind. Aber wenn die Schlacht erst richtig in Szene gesetzt wird, dann kommt er voll auf seine Kosten und wird für das langatmige warten voll entschädigt durch geniale Specialeffekts.

Nun stelle ich Euch noch die wichtigsten Schauspieler dieses Epos vor:

Ben Affleck, der den Rafe gespielt hat ist eigentlich noch ein unbeschriebenes Blatt als Schauspieler. Er ist ein ziemlich smarter Typ mit einer Heldenmacke. Diese Beschreibung passt auf den Charakter in diesem Film ganz gut. Die schauspielerische Leistung ist im mittelmäßigen Bereich einzusiedeln. Nicht schlecht aber auch nicht gerade überzeugend.

Josh Hartneck, der den Danny gespielt hat ist meiner Meinung nach eine glatte Fehlbesetzung gewesen. Er hat seine Rolle sehr blaß gespielt und ging in dem Film irgendwie ziemlich unter nicht nur wegen dem Schluß. Diese Rolle hätte man besser einem besseren Schauspieler angetragen.

Kate Beckinsale, die die Evelyn gespielt hat. Vollkommen überzeugt hat diese mich auch nicht, da Sie etwas arm an Mimik war. Dennoch hat sie aber Ihre Rolle noch solide rübergebracht.

Das waren eigentlich die Hauptakteure in diesem Film. Gastauftritte hatten auch noch die populären Schauspieler Alec Baldwin und Gene Hackman, die jedoch nicht großartig in dem Schlachtgetümmel aufgefallen sind.

Also schauspielerisch war der Film höchstens besseres Mittelmaß.

Jetzt betrachten wir mal den Spannungsbogen. Der war auch höchstens Mittelmaß, da man ja eigentlich die Story schon aus dem Geschichtsunterricht kennt und somit bot die Story kaum überraschendes. Vielleicht das Überleben von Rafe bei seinem Einsatz in England. Das war aber schon schnell voraussehbar. Also der Spannungsbogen kann nicht ganz überzeugen.

Somit kommen wir nun zum Fazit:
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Pearl Harbor ist ein Film, der abzielt zwei Kinobesuchergruppen an diesen Film zu binden. Einmal die Liebesfilmanhänger und zweitens die Actionfilm- und Specialeffektsfans. Es kommen zwar beide auf Ihre Kosten bei diesem Film, keine Frage, aber jeder Besucher des einen Typs muß auch einen Großteil des Filmes ertragen, was nicht zu Ihrem Genre passt.

Ich jedenfall fand den Film allein schon wegen der überragenden Specialeffekts sehenswert, auch wenn ich mir gerne etwas mehr Tiefe in der Story gewünscht hätte und eine bessere schauspielerische Leistung einiger Akteure.

Ob der Film nun mit Titanic konkurrieren kann, da er ja ein ähnliche Filmkonzeption hat, kann ich leider nicht beurteilen, da ich Titanic nie gesehen habe.

Aber tröstet Euch bei Pearl Harbor hat zumindest nicht Leonardo Di Caprio mitgespielt, der den Film vermiesen könnte. Ich halte Di Caprio für einen grottenschlechten Schauspieler. Der sieht nur smart aus hat aber nix auf der Kiste.

Also ich kann Euch den Film empfehlen, wenn Ihr entweder Actionfilmfans seit, die Liebesfilm tolerant sind oder Liebesfilmfans die auch Actionszenen tolerieren. Ich denke aber zweitere Gruppe fällt das schon schwerer. Da doch viel Geballer und Luftkämpfe in diesem Film einen großen Platz einnehmen.

Somit geniesst mal dieses Filmereignis auch wenns nur dafür gut ist um mitreden zu können...

Mit freundlichen Grüßen

Gerwin (TheGreatMaster)

Update vom 18.06.2001 (altes Yopi)

26 Bewertungen, 8 Kommentare

  • dani___

    27.07.2002, 12:22 Uhr von dani___
    Bewertung: sehr hilfreich

    Oh Gott, den hab ich damals im Kino gesehen... ich fand ihn scheeeeeeeeeee *g*

  • RosaNilpferd

    22.03.2002, 11:40 Uhr von RosaNilpferd
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wow, du kannst sehr gut schreiben.

  • seifertandreas

    21.03.2002, 22:30 Uhr von seifertandreas
    Bewertung: sehr hilfreich

    GENAU MEIN GESCHMACK DIESER BERICHT!

  • anonym

    09.03.2002, 14:40 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht, vielleicht liest man sich ja mal 8-)

  • Stormatic

    09.03.2002, 02:11 Uhr von Stormatic
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin wieder Fit!

  • AliAsAliAs

    07.03.2002, 14:59 Uhr von AliAsAliAs
    Bewertung: sehr hilfreich

    Den muss ich mir noch ausleihen - erst recht nach diesem Bericht. gruß vom alias

  • Stoewi

    07.03.2002, 14:52 Uhr von Stoewi
    Bewertung: sehr hilfreich

    War wohl sicher damals schon ein Top-Bericht. Gruß, Stoewi

  • Zarah24

    07.03.2002, 14:50 Uhr von Zarah24
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der ist auch wirklich Klasse