Pearl Harbor (VHS) Testbericht

Pearl-harbor-vhs-antikriegsfilm
ab 11,75
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Erfahrungsbericht von Gering

Großereignis für (alle) Cineasten

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Selten waren Meinungen so geteilt: Die einen fanden den Film super, die anderen schwach, dazwischen gab es kaum jemanden. Das mag auch an der Werbung zum Film liegen, in der vor allem die Actionsequenzen zu sehen waren, die so manch falsche Vorstellung in den Köpfen der Besucher haben entstehen lassen können. Und gemessen an den Vorstellungen, die jemand gerade nach der Werbung haben konnte und der dann einen Film sah, der dann doch etwas anders akzentuiert über die Leinwand flimmerte, trifft das obere Fazit im erste n Satz durchaus zurecht zu.
Grundsätzlich versucht der Film sich in zwei Genren: Dem Titanic-Genre, also dem romantsch-schnulzigen Liebesfilm/Liebesdrama. Schnulzig meint hier nichts abwertendes, niemals würde ich meine Frau beleidigen, die diesen Film abgöttisch liebt und in regelmäßig mit mir anschauen darf/muss.
Andererseits machen die Angriffsszenen und die Schlachtszenen den Film in Teilen auch zu einem hochwertigen Kriegsfilm, wenn man denn überhaupt davon sprechen kann, ein Kriegsfilm sei „hochwertig“ – realitätsnah und grausam mag da doch passender sein.

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HANDLUNG
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Rafe (dargestellt von Ben Affleck) und Danny (gespielt von Josh Hartnett) sind seit Kindesbeinen die dicksten Freunde. Gemeinsam erleben sie auf dem Hof von Rafe ihre erste heimliche Flugstunde, die dann eben so lange heimlich blieb, wie der Hintern unversehrt. Trotz dieser pädagogischen Hürden werden beide Piloten bei der Air Force der US Armee und werden zu Jagdfliegern ausgebildet.
Währenddessen tobt in Europa seit 1939 der Zweite Weltkrieg und auch Japans Stillhalten im Pazifik gilt schon lange als nicht gesichert, zu eng ist Achse Berlin- Rom – Tokio.
Stationiert auf Pearl Harbor genießen beide jungen Männer ihre Zeit, machen den Frauen schöne Augen und lassen sich schöne Augen machen – wie das eben in der unverheirateten Jugend so ist – und erlaubt ist.
Rafe verliebt sich in die junge Krankenschwester Evelyn (Kate Beckinsale), die ihrerseits die Sehschwäche Rafes und ihre Liebe zu ihm entdeckt und deshalb ersteres wegen letzterem verschweigt. Doch trotz dem Strudel der Emotionen meldet sich Rafe freiwillig zum Kirmeseinsatz in England.
Regelmäßig treffen seine Briefe bei Evelyn ein, bis ihr eines Tages Danny die Mitteilung überbringen muss, das Rafe über dem Kanal abgeschossen und vermisst sei.

Danny und Evelyn finden beieinander Trost und verlieben sich ineinander, was grundsätzlich schon in Ordnung wäre, wäre da nicht das Problem, dass Rafe noch lebt und auch zurückkehrt – just an dem Tag, an dem Evelyn erfährt, dass sie von Danny schwanger ist.
Beide Freunde drohen einander zu entfernen, doch der überraschende Angriff der Japaner am 7. Dezember 1941 auf die US- Pazifikflotte verhindert ein zerbrechen der Freundschaft, denn gemeinsam müssen beide ums Überleben kämpfen.

Doch ein romantisches Ende ist immer noch nicht in Sicht, denn auf beide Piloten wartet noch ein kriegswichtig Kampfeinsatz ....

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ANALYSE
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Das Problem, das viel in dem Film zu sehen vermögen, beginnt sicherlich mit dem Regisseur: Jerry Bruckheimer (federführend für „The Rock" und „Armageddon“ u.a) kommt eigentlich aus dem Actiongenre und hat dort durchaus seine Fangemeinde. Romantische Liebesbeziehungen auf Zelluloid – das mag ihm so mancher seiner Fans nicht abzunehmen. Die mögen da eher schon ein Militärspektakel erwartet haben von einer Länge von 180 Minuten.
Und tatsächlich: An Actionaufnahmen fehlt es dem Film grundsätzlich nicht, sogar solchen, die ihresgleichen suchen.
Dennoch: Die einen finden eben diese Szenen störend, also die, die einen Liebesfilm a la „Titanic“ erwartet haben. Die anderen wollten mehr Kriegsspektakel und weniger Schmalz.

Und trotz dessen: Der Film zählt meiner Meinung nach zu den ganz Großen, auch wenn ihm der Spagat zwischen den weit auseinanderliegende Kinobesucherwünschen nicht ganz so zufriedenstellend gelungen sein mag.

Freilich, so manch typisches amerikanisches Beiwerk darf nicht ungenannt werden:
Der typisch amerikanische Patriotismus: So sterben die Soldaten im Hafenbecken von Pearl Harbor natürlich mit der US – Flagge neben sich, so melden sich alle befragten Piloten freiwillig zu einem Himmelsfahrtskommando, so rührselig äußerst sich der Offizier ( Alec Baldwin) über die Größe Amerikas, eben weil es solch tapfere Jungs habe.

Nun, wen dies in „Der Patriot“ nicht gestört hat oder anderen Kriegsfilmen, die wichtige und teilweise auch neurotische Punkte der amerikanischen Geschichte behandeln – dem wird sicherlich ein cineastischer Augenschmaus geboten.

Die drei mir bis dato unbekannten Hauptdarsteller Ben Affleck, Josh Hartnett, Kate Beckinsale überzeugen in ihren Rollen, auch wenn diese teilweise überzogen angelegt erscheinen und eigentlich nur prototypisch sein sollen.
Und auch ist es mehr der Pathos, der dieser Film transportieren soll. Nun.

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FAZIT
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Insgesamt ein sehr sehenswerter Film, der deutlich zwei – gegensätzliche ? - Genres ineinander verbindet. Dennoch oder gerade deshalb freilich ist er besonders sehenswert.

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DATEN
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Pearl Harbor, USA 2001
Regie: Jerry Bruckheimer
176 Minuten


Michael

23 Bewertungen, 2 Kommentare

  • blackypanther

    27.02.2002, 16:32 Uhr von blackypanther
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein wirklich toller Film der einfach alles hat finde ich

  • DuncanMcCloud

    26.02.2002, 21:16 Uhr von DuncanMcCloud
    Bewertung: sehr hilfreich

    Groß vielleicht, aber gefallen hat es mir irgendwie trotzdem nicht .. ist ja auch schlussendlich Geschmackssache ;) .. gruss, duncan