Pet Shop Boys Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von northstar
Flower Power
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Intro:
Gerade wenn man denkt man hat schon alles gesehen, alles gehört, alles mit gemacht, dann wird man überrascht. So auch hier. „Release“, so ist das neuste Werk der Pet Shop Boys schlicht betitelt.
Aber was haben die 2 Herren aus England denn da veröffentlicht? Sehen wir uns das einmal genauer an...
Doch zunächst; die Pet Shop Boys sind:
Neil Tennant – Gesang, Gitarre, Keyboard
Chris Lowe – Keyboards, Drum Programming, wofür ich jetzt kein deutsches Wort kennen würde…*g*
Beide sind nunmehr seit Jahren erfolgreich im Geschäft, seit Mitte der Achtziger in etwa. „West End Girls“, „It’s A Sin“, “Go West”, alles Hits. Alles Lieder, die jeder kennt. Dabei verließen sich Lowe & Tennant zunehmendst auf elektronische Mittel in der Musik, ließen aber nie die Texte außen vor, die stets Inhalt, stets eine Message hatten. So auch auf „Release“...
Cover & Booklet:
Jetzt wird’s komplizierter. Denn „Release“ erscheint mit mehreren Verpackungen, mehreren Covern (aber Gott sei Dank kann man die nicht wie Pokemon Karten sammeln und tauschen). Die Cover:
- reguläre Edition: Die CD befindet sich in einer Papphochglanzhülle, welche in unterschiedlichen Farben zu erstehen ist und jeweils ein anderes Motiv, nämlich eine andere Blume zeigen. Ich hab mich für die violette Ausgabe mit einer Rose drauf (ich hoffe das ist jetzt eine *g* ) entscheiden.
- Special Edition: im schlichten weiß gehalten & ohne die Pappverpackung; von innen dann aufwendig gestaltet; hab ich aber nicht, kann ich also nichts zu sagen.
Das booklet der regulären Edition ist ebenso in weiß gehalten. Ein Hochglanzdruck, sehr schön anzusehen mit Photos von Blumen, Blüten, Blättern, Pflanzen allgemein; daneben der Text der Lieder der CD. Pro Lied also ein Photo von Dan Forbes, dessen gestochen scharfen, schwarz weißen Aufnahmen sofort ins Auge fallen & gerade durch den beschichteten Druck hervorragend wirken. Wunderschön.
Es folgen die Credits & ein Photo der Herrn Tennant & Lowe zum Abschluss.
Die Songs im Einzelnen:
- Home and Dry – Die erste Single. Hierzu gab es mal endlich ein geniales Video. Einfach, aber genial. Die Kamera verfolgt Mäuse, welche zwischen Bahngleisen hin und her laufen. Am Ende noch ein Blick auf die Band; fertig. Das mochte aber die Plattenfirma nicht sonderlich. Hat ja auch nichts mit dem Song zu tun, also genug davon. Denn hier geht’s ja auch nicht um Mäuse. Hier geht’s um Sehnsucht, der eine ist noch nicht zu hause. Ob er nach hause kommt, selbst das ist ja nicht so sicher; nur eben das man wartet: „ Come to me, you knwo I’ll be here, when you call tonight“, sei es auch nur um seine Stimme zu hören. Dazu eine schmeichelnde Gitarrenmelodie. „Oh tonight, I miss you, Oh tonight, I Wish you, could be here with me“, wer kennt das denn nicht...?
- I Get Along – Single Nummer 2, welche mir natürlich besonders durch das schöne Video z gefallen wusste. Selten seit „Being Boring“ so viele hübsche Kerle auf einem Haufen gesehen. Aber ich schweife ab. Verlust, Verlassen werden, das Thema des Songs. Aber man kommt halt klar, muss man ja. Kann ich nachvollziehen. „I get along, get along, without you very well, I get along very well“. Man blickt nach vorne, in eine Zukunft ohne den Anderen. Man hat sich gelöst, es wurde auch Zeit...
- Birthday Boy – Besinnlich, ich dachte fast an ein Weihnachtslied beim ersten Hören. War’s dann doch nicht. Aber eine Ballade durch und durch., schön, kitschig, was fürs Herz. Wenn man denn den Text deuten könnte, den ich echt nicht verstehe und deshalb hier mal nicht besprechen möchte. Aber Johnny Marrs Gitarre gleicht das textliche Manko bei weitem aus.
- London – Erst die Gitarren, dann ein Beat, dann elektronische Verzerrungen. „I want to live before I die“, ein Lebensziel, welches man in London wohl am ehesten erfüllen kann. London, als die Stadt der Städte, was man nachvollziehen kann. Ein Hommage.
- E-mail – Modem an, Lied an, los geht’s. „Send me an e-mail that says „I Love you““. Recht plumper Inhalt, ebenso leider der Song, der dann doch recth schwach ist. Ein modernes Thema sollte das wohl werden, aber sorry, das ging nach hinten los. Ich ziehe da den Liebesbrief vor... *g*
- The Samurai in Autumn – Ein stark elektonisch lastiges Lied, so wie man es von den Pet Shop Boys kennt; und eben auch mag. Eines der stärkeren Stücke der Platte. Tanzbar, ein dummer Text, den ich hier ruhig ganz abtippen könnte. Also los: „it’s not easy as it was, or as difficult as it could be. For the samurai in autumn.”. Der Beat treibt das Lied voran, melodiös., dann gebrochen durch Drums. Sehr geil.
- Love is a Catastrophe – Traurigeres Lied, die Gitarren lassen auch keine positive einzige Emotion aufkommen. „Never been lonelier in my life“, „summer seems so long ago“, Textausschnitte, die einen hinunter ziehen, das Lied an sich tut dies schon. Aber auch traurig sein kann schön sein, das zeigt dieser Track...
- Here – Wieder was tanzbareres, ein geniales Stück. „You’ve got a home here“, das sollte man wissen, aber man bemerkt es wohl zu spät. Der Beat ist nicht schnell, aber tanzbar, so sind die Pet Shop Boys still @ their best. Könnte ich zehnmal hinter einander hören; mache ich dann jetzt auch mal....
- The Night I Fell In Love – So, wieder da. Jetzt das Gefühl sich zu verlieben, völlig unerwartet. Dann wird eine geheime Liebe draus; „He said we could be secret lovers“. Dann eine Anspielung auf the real Slim Shady, „Hey, man! Your name isn’t Stan, is it? We should be together“. Oder mehr als eine Anspielung? Der weitere Text passt dann auch schon ganz gut zu wasserstoffblonden Rapper aus Detroit, der dank homophober Äußerungen hier seine Abreibung zu bekommen scheint.......
- You Choose – Ruhig, verspielt geht die Platte zu Ende. „You don’t fall in love by chance, you choose“, eine bittersüße Wahrheit. Man hat verloren im Spiel um die Liebe. Er ist weg, „He’s gone, you’ve lost, stay behind, and count the cost.” Aber das Risiko der Liebe geht man trotzdem erneut jades Mal ein, auf der Suche nach dem Richtigen. Richtig ist auch hier wieder die Instrumentalisierung, zurückhaltend, leise, wunderbar klingt so die CD aus......
Produziert haben die Platte die Pet Shop Boys selber, natürlich mit einem umfangreichen Background an Mixern wie Chris Zippel u.ä..
Genial auch die erneute Verpflichtung eines der besten Gitaristen aller Zeiten – Johnny Maar. Bekannt auch durch Eletronic, aber einer der beiden Köpfe hinter den Smiths (die ich ja, wie wohl jeder weiß, abgöttisch liebe ). Unverwechselbar, phänomenal.
Fazit:
Das was uns die Pet Shop Boys hier präsentieren ist vor allem eines, nämlich etwas Neues. Für uns, für sie, für jedermann. Gitarren ersetzen das altbekannte Strickmuster der beiden Elektroniker. Beats verschwinden, Akkorde, Riffs greifen. Eingängigkeit entsteht so auf eine neue Art, nicht wie früher durch unverkennbare Synthiemelodien. Aber weiterhin ist es erstklassige Popmusik, die man hier geboten bekommt. Und mehr hat man nicht erwartet...
Ein recht gutes Album, nicht das beste, das nicht, aber ein gutes. Dafür ist es dann stellenweise nicht stringent genug. Zu uneinheitlich, was Qualität, was Inhalt, was Idee angeht. Aber reinhören lohnt sich trotzdem...
>>>>>>>>>>>>>>> by Northstar ´02 <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Tipp:
Mehr zu den Pet Shop Boys findet man unter www.petshopboys.co.uk . Ich kann jedem nur zu einem Besuch dort raten.
Und wo sollte man die CD kaufen? Media Markt für 9.99 €, da habe selbst ich zuschlagen müssen, selbst wenn die CD mit knapp 45 min nicht sonderlich lang ist...
Diskographie:
1986 – Please
1986 – Disco
1987 – Actually
1988 – Introspective
1990 – Behaviour
1991 – Discography
1993 – Very
1993 – Relentless
1994 – Disco 2
1995 – Alternative
1996 – Bilingual
1999 – Nightlife
2002 – Release
Gerade wenn man denkt man hat schon alles gesehen, alles gehört, alles mit gemacht, dann wird man überrascht. So auch hier. „Release“, so ist das neuste Werk der Pet Shop Boys schlicht betitelt.
Aber was haben die 2 Herren aus England denn da veröffentlicht? Sehen wir uns das einmal genauer an...
Doch zunächst; die Pet Shop Boys sind:
Neil Tennant – Gesang, Gitarre, Keyboard
Chris Lowe – Keyboards, Drum Programming, wofür ich jetzt kein deutsches Wort kennen würde…*g*
Beide sind nunmehr seit Jahren erfolgreich im Geschäft, seit Mitte der Achtziger in etwa. „West End Girls“, „It’s A Sin“, “Go West”, alles Hits. Alles Lieder, die jeder kennt. Dabei verließen sich Lowe & Tennant zunehmendst auf elektronische Mittel in der Musik, ließen aber nie die Texte außen vor, die stets Inhalt, stets eine Message hatten. So auch auf „Release“...
Cover & Booklet:
Jetzt wird’s komplizierter. Denn „Release“ erscheint mit mehreren Verpackungen, mehreren Covern (aber Gott sei Dank kann man die nicht wie Pokemon Karten sammeln und tauschen). Die Cover:
- reguläre Edition: Die CD befindet sich in einer Papphochglanzhülle, welche in unterschiedlichen Farben zu erstehen ist und jeweils ein anderes Motiv, nämlich eine andere Blume zeigen. Ich hab mich für die violette Ausgabe mit einer Rose drauf (ich hoffe das ist jetzt eine *g* ) entscheiden.
- Special Edition: im schlichten weiß gehalten & ohne die Pappverpackung; von innen dann aufwendig gestaltet; hab ich aber nicht, kann ich also nichts zu sagen.
Das booklet der regulären Edition ist ebenso in weiß gehalten. Ein Hochglanzdruck, sehr schön anzusehen mit Photos von Blumen, Blüten, Blättern, Pflanzen allgemein; daneben der Text der Lieder der CD. Pro Lied also ein Photo von Dan Forbes, dessen gestochen scharfen, schwarz weißen Aufnahmen sofort ins Auge fallen & gerade durch den beschichteten Druck hervorragend wirken. Wunderschön.
Es folgen die Credits & ein Photo der Herrn Tennant & Lowe zum Abschluss.
Die Songs im Einzelnen:
- Home and Dry – Die erste Single. Hierzu gab es mal endlich ein geniales Video. Einfach, aber genial. Die Kamera verfolgt Mäuse, welche zwischen Bahngleisen hin und her laufen. Am Ende noch ein Blick auf die Band; fertig. Das mochte aber die Plattenfirma nicht sonderlich. Hat ja auch nichts mit dem Song zu tun, also genug davon. Denn hier geht’s ja auch nicht um Mäuse. Hier geht’s um Sehnsucht, der eine ist noch nicht zu hause. Ob er nach hause kommt, selbst das ist ja nicht so sicher; nur eben das man wartet: „ Come to me, you knwo I’ll be here, when you call tonight“, sei es auch nur um seine Stimme zu hören. Dazu eine schmeichelnde Gitarrenmelodie. „Oh tonight, I miss you, Oh tonight, I Wish you, could be here with me“, wer kennt das denn nicht...?
- I Get Along – Single Nummer 2, welche mir natürlich besonders durch das schöne Video z gefallen wusste. Selten seit „Being Boring“ so viele hübsche Kerle auf einem Haufen gesehen. Aber ich schweife ab. Verlust, Verlassen werden, das Thema des Songs. Aber man kommt halt klar, muss man ja. Kann ich nachvollziehen. „I get along, get along, without you very well, I get along very well“. Man blickt nach vorne, in eine Zukunft ohne den Anderen. Man hat sich gelöst, es wurde auch Zeit...
- Birthday Boy – Besinnlich, ich dachte fast an ein Weihnachtslied beim ersten Hören. War’s dann doch nicht. Aber eine Ballade durch und durch., schön, kitschig, was fürs Herz. Wenn man denn den Text deuten könnte, den ich echt nicht verstehe und deshalb hier mal nicht besprechen möchte. Aber Johnny Marrs Gitarre gleicht das textliche Manko bei weitem aus.
- London – Erst die Gitarren, dann ein Beat, dann elektronische Verzerrungen. „I want to live before I die“, ein Lebensziel, welches man in London wohl am ehesten erfüllen kann. London, als die Stadt der Städte, was man nachvollziehen kann. Ein Hommage.
- E-mail – Modem an, Lied an, los geht’s. „Send me an e-mail that says „I Love you““. Recht plumper Inhalt, ebenso leider der Song, der dann doch recth schwach ist. Ein modernes Thema sollte das wohl werden, aber sorry, das ging nach hinten los. Ich ziehe da den Liebesbrief vor... *g*
- The Samurai in Autumn – Ein stark elektonisch lastiges Lied, so wie man es von den Pet Shop Boys kennt; und eben auch mag. Eines der stärkeren Stücke der Platte. Tanzbar, ein dummer Text, den ich hier ruhig ganz abtippen könnte. Also los: „it’s not easy as it was, or as difficult as it could be. For the samurai in autumn.”. Der Beat treibt das Lied voran, melodiös., dann gebrochen durch Drums. Sehr geil.
- Love is a Catastrophe – Traurigeres Lied, die Gitarren lassen auch keine positive einzige Emotion aufkommen. „Never been lonelier in my life“, „summer seems so long ago“, Textausschnitte, die einen hinunter ziehen, das Lied an sich tut dies schon. Aber auch traurig sein kann schön sein, das zeigt dieser Track...
- Here – Wieder was tanzbareres, ein geniales Stück. „You’ve got a home here“, das sollte man wissen, aber man bemerkt es wohl zu spät. Der Beat ist nicht schnell, aber tanzbar, so sind die Pet Shop Boys still @ their best. Könnte ich zehnmal hinter einander hören; mache ich dann jetzt auch mal....
- The Night I Fell In Love – So, wieder da. Jetzt das Gefühl sich zu verlieben, völlig unerwartet. Dann wird eine geheime Liebe draus; „He said we could be secret lovers“. Dann eine Anspielung auf the real Slim Shady, „Hey, man! Your name isn’t Stan, is it? We should be together“. Oder mehr als eine Anspielung? Der weitere Text passt dann auch schon ganz gut zu wasserstoffblonden Rapper aus Detroit, der dank homophober Äußerungen hier seine Abreibung zu bekommen scheint.......
- You Choose – Ruhig, verspielt geht die Platte zu Ende. „You don’t fall in love by chance, you choose“, eine bittersüße Wahrheit. Man hat verloren im Spiel um die Liebe. Er ist weg, „He’s gone, you’ve lost, stay behind, and count the cost.” Aber das Risiko der Liebe geht man trotzdem erneut jades Mal ein, auf der Suche nach dem Richtigen. Richtig ist auch hier wieder die Instrumentalisierung, zurückhaltend, leise, wunderbar klingt so die CD aus......
Produziert haben die Platte die Pet Shop Boys selber, natürlich mit einem umfangreichen Background an Mixern wie Chris Zippel u.ä..
Genial auch die erneute Verpflichtung eines der besten Gitaristen aller Zeiten – Johnny Maar. Bekannt auch durch Eletronic, aber einer der beiden Köpfe hinter den Smiths (die ich ja, wie wohl jeder weiß, abgöttisch liebe ). Unverwechselbar, phänomenal.
Fazit:
Das was uns die Pet Shop Boys hier präsentieren ist vor allem eines, nämlich etwas Neues. Für uns, für sie, für jedermann. Gitarren ersetzen das altbekannte Strickmuster der beiden Elektroniker. Beats verschwinden, Akkorde, Riffs greifen. Eingängigkeit entsteht so auf eine neue Art, nicht wie früher durch unverkennbare Synthiemelodien. Aber weiterhin ist es erstklassige Popmusik, die man hier geboten bekommt. Und mehr hat man nicht erwartet...
Ein recht gutes Album, nicht das beste, das nicht, aber ein gutes. Dafür ist es dann stellenweise nicht stringent genug. Zu uneinheitlich, was Qualität, was Inhalt, was Idee angeht. Aber reinhören lohnt sich trotzdem...
>>>>>>>>>>>>>>> by Northstar ´02 <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Tipp:
Mehr zu den Pet Shop Boys findet man unter www.petshopboys.co.uk . Ich kann jedem nur zu einem Besuch dort raten.
Und wo sollte man die CD kaufen? Media Markt für 9.99 €, da habe selbst ich zuschlagen müssen, selbst wenn die CD mit knapp 45 min nicht sonderlich lang ist...
Diskographie:
1986 – Please
1986 – Disco
1987 – Actually
1988 – Introspective
1990 – Behaviour
1991 – Discography
1993 – Very
1993 – Relentless
1994 – Disco 2
1995 – Alternative
1996 – Bilingual
1999 – Nightlife
2002 – Release
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