Pfanni Bauernfrühstück Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Zubereitung:
Erfahrungsbericht von Andreas1501
Was der Bauer nicht kennt, frisst er - doch!
Pro:
Schnelles Kartoffelgericht mit etwas Speck und Ei
Kontra:
lascher Geschmack, recht hoher Preis
Empfehlung:
Ja
Was der Bauer nicht kennt, frisst er - doch!
Neulich hatte ich mal wieder Lust auf Bratkartoffeln, aber natürlich keine Kartoffeln und keine Fertigpacks von Pfanni mehr im Haus. Da ich beim Kochen ein ziemlicher Faulpelz bin, führte mein Weg von der Arbeit zunächst mal zum Supermarkt, wo ich am Pfanni-Regal neben den eigentlich eingeplanten Bratkartoffeln etwas anderes erspähte: das Pfanni Bauernfrühstück nämlich, das mich so anlachte, dass ich auf die Bratkartoffeln verzichtete und das etwas teurere Produkt kaufte. Eigentlich ist das Bauernfrühstück eine Portion Bratkartoffeln mit Zugabe von Speck und Ei, und dagegen kann man ja kaum etwas haben, oder!?
Also ran an den Speck (diesmal wörtlich gemeint!) und auf in die Küche! Daheim angekommen machte ich mich gleich an die Zubereitung und war erst einmal erstaunt, dass seit neuestem zu den Pfanni-Kartoffelspezialitäten selbst Öl hinzugegeben werden muss. Bisher hieß es immer, dass das nicht nötig wäre. Also hatte ich doch Recht (denn ich gab schon immer Öl dazu...). Das Versprechen auf der Packung lautet dann auch: jetzt noch knuspriger! Damit hatte ich noch nie Probleme, aber vielleicht geht es jetzt schneller? noch einfacher? anbrennsicher? Fragen über Fragen, also auf mit dem Zeugs in die Pfanne!
Und hier muss man laut Packung schon mal aufpassen: In der Schachtel befindet sich ein Beutel, in den das Bauernfrühstück ganz schön hineingepresst wurde. Vor dem Flutsch in die Pfanne soll der Beutel aufgerissen und sein Inhalt "durch leichtes Kneten aufgelockert" werden. Währenddessen kann das Öl in der Pfanne schon mal heiß werden, und dann kann es endlich ans Braten gehen. Die Angaben auf der Packung empfehle ich zu ignorieren, mit 4-5 Minuten anbraten, wenden und dann nochmals 4-5 Minuten braten komme ich nicht so ganz aus, denn dann ist das Bauernfrühstück noch ziemlich blass. Es dürfte aber keine Schwierigkeit sein, so lange weiterzubraten, bis das Gericht eine angenehme Bräune erreicht hat.
Und jetzt kommt eigentlich die erste Enttäuschung: Egal wie lange man brät, wendet und sich anstrengt, so lecker wie auf der Packung abgebildet bekommt man das Bauernfrühstück einfach nicht hin. Bei mir sieht es eher aus wie schon mal gegessen, aber ich schwöre, dass ich alle Packungsangaben brav befolgt habe - mit Ausnahme der Bratzeit, die aber auch vom Herd abhängig ist. Ich würde mich schon freuen, wenn mein Bauernfrühstück annähernd der Abbildung entsprechen würde, aber selbst das ist nicht der Fall.
Die zweite Enttäuschung kommt für mich beim Essen: Nach meinem Geschmack ist das Bauernfrühstück nicht gerade ein Flop, aber deutlich verbesserungsfähig. Vom angekündigten Speck ist kaum etwas zu sehen, dafür etwas mehr Ei, aber vor allen Dingen ist die Würze nicht ausreichend. Ich würde den Geschmack als lasch bezeichnen und musste kräftig nachwürzen. Auf der Packung wird zwar betont, dass das nicht notwendig ist, aber das kann ich nicht bestätigen. Unter "pikant gewürzt" verstehe ich etwas anderes als das, was Pfanni mir geboten hat.
Immerhin habe ich das gute Gefühl, so richtig perfekte Kartoffeln bekommen zu haben, die ja mit 63% Gewichtsanteil den Hauptbestandteil des Bauernfrühstücks bilden. Pfanni wirbt mit frischen Kartoffeln aus kontrolliertem Anbau, die sehr schonend verarbeitet werden, und da wage ich nicht zu widersprechen. Wie schon bei den "einfachen" Pfanni-Bratkartoffeln bin ich von der Qualität beeindruckt und von Konsistenz und Geschmack überzeugt.
Die Packung umfasst 500 Gramm des Fertiggerichts und enthält (natürlich ohne das zuzugebende Fett) ca. 750 Kalorien. Das ist nicht gerade wenig und zum Abnehmen nicht geeignet. Andererseits dürfte ein selbergemachtes Bauernfrühstück mit "richtigem" Speck und einigen Eiern noch deutlich mehr Nährwert haben. Aus meiner Sicht ist die Angabe "1-2 Portionen" natürlich nicht haltbar - eine Portion ist es höchstens. Insofern nehme ich die ganzen Kalorien ganz alleine auf mich...
Um zu einem Fazit zu kommen:
Für einen Preis von ca. 1,50 Euro habe ich ein Fertiggericht erhalten, dass mich gesättigt und nach dem Nachwürzen einigermaßen gut geschmeckt hat. Einem "echten" Bauernfrühstück kann das Produkt nicht standhalten, und richtige Bratkartoffeln schmecken auch etwas anders. Trotzdem halte ich das Pfanni Bauernfrühstück als schnelle Zwischendurch-Mahlzeit für durchaus geeignet, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist leider nicht besonders ausgewogen. Ich vergebe eine eingeschränkte Empfehlung und eine mittlere Bewertung, denn für den Preis und die lasche Würze sind Wertungspunkte abzuziehen.
Allen, die probieren wollen, wünsche ich guten Appetit!
© Andreas Wilhelm, 17.05.2003 / 25.03.2005
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Neulich hatte ich mal wieder Lust auf Bratkartoffeln, aber natürlich keine Kartoffeln und keine Fertigpacks von Pfanni mehr im Haus. Da ich beim Kochen ein ziemlicher Faulpelz bin, führte mein Weg von der Arbeit zunächst mal zum Supermarkt, wo ich am Pfanni-Regal neben den eigentlich eingeplanten Bratkartoffeln etwas anderes erspähte: das Pfanni Bauernfrühstück nämlich, das mich so anlachte, dass ich auf die Bratkartoffeln verzichtete und das etwas teurere Produkt kaufte. Eigentlich ist das Bauernfrühstück eine Portion Bratkartoffeln mit Zugabe von Speck und Ei, und dagegen kann man ja kaum etwas haben, oder!?
Also ran an den Speck (diesmal wörtlich gemeint!) und auf in die Küche! Daheim angekommen machte ich mich gleich an die Zubereitung und war erst einmal erstaunt, dass seit neuestem zu den Pfanni-Kartoffelspezialitäten selbst Öl hinzugegeben werden muss. Bisher hieß es immer, dass das nicht nötig wäre. Also hatte ich doch Recht (denn ich gab schon immer Öl dazu...). Das Versprechen auf der Packung lautet dann auch: jetzt noch knuspriger! Damit hatte ich noch nie Probleme, aber vielleicht geht es jetzt schneller? noch einfacher? anbrennsicher? Fragen über Fragen, also auf mit dem Zeugs in die Pfanne!
Und hier muss man laut Packung schon mal aufpassen: In der Schachtel befindet sich ein Beutel, in den das Bauernfrühstück ganz schön hineingepresst wurde. Vor dem Flutsch in die Pfanne soll der Beutel aufgerissen und sein Inhalt "durch leichtes Kneten aufgelockert" werden. Währenddessen kann das Öl in der Pfanne schon mal heiß werden, und dann kann es endlich ans Braten gehen. Die Angaben auf der Packung empfehle ich zu ignorieren, mit 4-5 Minuten anbraten, wenden und dann nochmals 4-5 Minuten braten komme ich nicht so ganz aus, denn dann ist das Bauernfrühstück noch ziemlich blass. Es dürfte aber keine Schwierigkeit sein, so lange weiterzubraten, bis das Gericht eine angenehme Bräune erreicht hat.
Und jetzt kommt eigentlich die erste Enttäuschung: Egal wie lange man brät, wendet und sich anstrengt, so lecker wie auf der Packung abgebildet bekommt man das Bauernfrühstück einfach nicht hin. Bei mir sieht es eher aus wie schon mal gegessen, aber ich schwöre, dass ich alle Packungsangaben brav befolgt habe - mit Ausnahme der Bratzeit, die aber auch vom Herd abhängig ist. Ich würde mich schon freuen, wenn mein Bauernfrühstück annähernd der Abbildung entsprechen würde, aber selbst das ist nicht der Fall.
Die zweite Enttäuschung kommt für mich beim Essen: Nach meinem Geschmack ist das Bauernfrühstück nicht gerade ein Flop, aber deutlich verbesserungsfähig. Vom angekündigten Speck ist kaum etwas zu sehen, dafür etwas mehr Ei, aber vor allen Dingen ist die Würze nicht ausreichend. Ich würde den Geschmack als lasch bezeichnen und musste kräftig nachwürzen. Auf der Packung wird zwar betont, dass das nicht notwendig ist, aber das kann ich nicht bestätigen. Unter "pikant gewürzt" verstehe ich etwas anderes als das, was Pfanni mir geboten hat.
Immerhin habe ich das gute Gefühl, so richtig perfekte Kartoffeln bekommen zu haben, die ja mit 63% Gewichtsanteil den Hauptbestandteil des Bauernfrühstücks bilden. Pfanni wirbt mit frischen Kartoffeln aus kontrolliertem Anbau, die sehr schonend verarbeitet werden, und da wage ich nicht zu widersprechen. Wie schon bei den "einfachen" Pfanni-Bratkartoffeln bin ich von der Qualität beeindruckt und von Konsistenz und Geschmack überzeugt.
Die Packung umfasst 500 Gramm des Fertiggerichts und enthält (natürlich ohne das zuzugebende Fett) ca. 750 Kalorien. Das ist nicht gerade wenig und zum Abnehmen nicht geeignet. Andererseits dürfte ein selbergemachtes Bauernfrühstück mit "richtigem" Speck und einigen Eiern noch deutlich mehr Nährwert haben. Aus meiner Sicht ist die Angabe "1-2 Portionen" natürlich nicht haltbar - eine Portion ist es höchstens. Insofern nehme ich die ganzen Kalorien ganz alleine auf mich...
Um zu einem Fazit zu kommen:
Für einen Preis von ca. 1,50 Euro habe ich ein Fertiggericht erhalten, dass mich gesättigt und nach dem Nachwürzen einigermaßen gut geschmeckt hat. Einem "echten" Bauernfrühstück kann das Produkt nicht standhalten, und richtige Bratkartoffeln schmecken auch etwas anders. Trotzdem halte ich das Pfanni Bauernfrühstück als schnelle Zwischendurch-Mahlzeit für durchaus geeignet, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist leider nicht besonders ausgewogen. Ich vergebe eine eingeschränkte Empfehlung und eine mittlere Bewertung, denn für den Preis und die lasche Würze sind Wertungspunkte abzuziehen.
Allen, die probieren wollen, wünsche ich guten Appetit!
© Andreas Wilhelm, 17.05.2003 / 25.03.2005
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